Die letzten schönen Tage

Prost!

Ein herbstliches Prost aus einer der letzten „Berliner Nächte“ an der Weserstraße. See you next year!

Streikankündigung für die S-Bahn

Diesmal für’s Wochenende, Samstag Nacht ab 2 Uhr bis Montag früh um 4 Uhr. So sieht es derzeit aus.

Mein Tipp ist nach wie vor, das Fahrrad zu nehmen. Alles andere scheint eher unangenehm überfüllt und vielfach stillstehend abzulaufen. Aber bitte: Im Dunkeln das Licht nicht vergessen.

Veranstaltungstipp: Urban Volley Tour am Alex

Nahezu täglich lesen oder hören wir, dass wir uns mehr bewegen sollten. Dazu gibt es nun ab dem kommenden Wochenende eine besondere Möglichkeit.

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Wiener Schmäh trifft Bombast-Rock

Sex and Drugs and Rock`n`Roll im Admiralspalast: Mit der gestrigen Premiere von “Falco meets Mercury” zogen die schrillen 80er in die gediegenen Räumlichkeiten des Theaters ein.

Falco meets Mercury im Admiralspalast

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S-Bahn-Streik ab 14 Uhr

Jedes Jahr dasselbe, so scheint es mir. Die, mit dem Traumberuf vieler junger Menschen, streiken mal wieder. Die LokführerInnen meine ich, nicht die Feuerwehrmänner und -frauen. Das heißt also: Auch die Berliner S-Bahnen stehen still, morgen ab 14 Uhr bis vermutlich Donnerstag Nacht um 4 Uhr. Und auch danach wird es noch eine Weile einigermaßen zäh laufen.

Mehr kann man auf der Seite des rbb nachlesen.

Ich wünsche also fröhliches Staustehen morgen. Obwohl mein Tipp ja ist, in Zweifel lieber das Fahrrad zu nehmen. Das Wetter wird einigermaßen, Regen steht vermutlich nicht auf dem Programm. Gute Fahrt.

Schlossbeschriftung

Diesem auffälligen Betonneubau im Stadtzentrum wird eines Tages eine Fassade aufgeklebt werden, Erinnerung an ein abgerissenes preußisches Schloss ist dabei beabsichtigt. Noch ist nicht klar, wieviele Fassadenteile überhaupt finanzierbar sind, die Absicht aber ist immerhin vorhanden.

Humboldt-Forum

Humboldt-Forum, Baustelle, Foto: linda link

Um die wissenshungrigen Besucher der Stadt über den Sinn des Gebäudes aufzuklären, wäre die altpreußische Tradition der Schlossbeschriftung empfehlenswert. Potsdam ist an diesem Punkt der Hauptstadt meilenweit voraus. Dort orientiert man sich am historischen Vorbild.

Sanssouci

Sans, souci. Foto: Suse, wikimedia, CC

Sans, souci.  Also ein Sorglos-Gebäude. Es sollte hier keine Probleme geben, auch wenn es nur der Wunsch des Hausherrn war.  Der neue Landtag an der Stelle des Potsdamer Stadtschlosses ist lange vor dem Berliner Schlossnachbau-Versuch fertig geworden. Die Fassade enthält – ganz selbstverständlich - den Hinweis, dass hier kein Schloss steht:

Ceci n'est pas un chateau, Brandenburger Landtag, Foto: linda link

Ceci n’est pas un chateau, Brandenburger Landtag, Foto: linda link

Zugegeben, sich an einem René Magritte-Zitat zu bedienen, ist nicht so originell. Aber für Politiker “auf  Landesebene” zeugt es doch von selbstironischer Distanz zu ihrem Umfeld.

Wie könnte Berlin das noch toppen? Der frühere “Palast der Republik” bekam kurz vor seinem Abriss die Beschriftung “Zweifel”.

Palast der Republik

Beschriftung am “Palast der Republik”, Foto: linda link

Vielleicht könnte die neue “Schloss”-Beschriftung daran anknüpfen und mit dem neugewonnen städtischen Selbstbewusstsein verkünden:

“Nein. Keine Zweifel.”

Rätsel

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas mag sich hinter dieser Tür verbergen? Leider war die Beteiligung bescheiden. Hinter dieser Pforte wohnt die Familienbibliothek Glogauer Straße. Nicht wirklich einladend!

Spazieren in Berlin

Weil mich die Geschichte Berlins immer interessiert, habe ich mir das Buch Spazieren in Berlin von Franz Hessel bei der Landesbibliothek, der früheren Amerika-Gedenkbibliothek, ausgeliehen. Es ist die Erstausgabe aus dem Jahr 1929. Auf knapp 300 Seiten schildert der Autor in lockerem Ton seine Eindrücke und Erlebnisse beim Schlendern durch die Stadt. Es gibt einige Passagen, die mich beim Lesen verharren lassen.

»Der künftige Potsdamer Platz wird von zwölfgeschossigen Hochhäusern umgeben sein.«

Später, im Kapitel über den Landwehrkanal, heißt es:

»Die Kottbuserstraße führt uns zurück an den Kanal, und wir kommen in die Budenstadt eines Marktes, der das ganze Maybacher Ufer bedeckt.«

Der Zeitsprung gelingt mühelos, als wären keine 85 Jahre vergangen. Er schildert Angebote, die auch heute noch zu haben sein könnten. Eine wunderbare Entdeckung!

Kurz geratene Teststrecke

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upperbike – share your bike

Bild Mietfahrrad upperbike

Bildquelle upperbike.com

upperbike – ein neuer Online-Marktplatz, mit Sitz in Berlin, der sich auf die Vermittlung von (privaten) Mietfahrrädern spezialisiert hat.

Wir haben mit dem Gründer Felix Möller ein kurzes Interview geführt.

HSB: Hallo Felix, man sagt ja “Teilen ist das neue Haben”. Ist das auch die Grundidee hinter upperbike?

Felix: Ja, und besonders beim Fahrrad macht das Teilen sehr viel Sinn. So kann ich je nach Bedarf sowohl das Transportrad für den Einkauf oder das leichte Rennrad für den Ausflug unkompliziert in meiner direkten Nachbarschaft mieten. Und das mit nur einem Klick. Das ist die Idee, die hinter upperbike steht. Mein Ziel ist es, mit upperbike so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu unterschiedlichen Fahrrädern zu ermöglichen.

HSB: Hat nicht eigentliche jede und jeder irgendwo ein Fahrrad rumstehen?

Felix: In Berlin kommen auf 1000 Leute 721 Fahrräder. Viele davon werden nur selten gefahren und könnten mit upperbike besser genutzt werden. Gleichzeitig können sich alle Fahrradbesitzer damit noch etwas dazu verdienen.

HSB: Wieso gibt es upperbike-Angebote neben Berlin ausgerechnet in Bocholt und Karlsruhe?
Felix: Das ist Zufall. Letztendlich ist Bike-Sharing überall möglich und sinnvoll. In der Stadt und auf dem Dorf.

HSB: Was ist nach einer erfolgreichen Betaphase geplant?

Felix: Wir werden die Betaphase Ende des Jahres abschließen. Wir wollen upperbike und besonders die Usability weiter verbessern. Zurzeit arbeiten wir an der englischen Version.

HSB: Fährst Du eigentlich auch Auto?

Felix: Selten, aber wenn, dann sehr gerne. Hauptsächlich für größere Transporte oder wenn es raus geht aus Berlin. Dann leihe ich mir ein Auto. In Berlin geht es ohne eigenes Auto sehr gut.

HSB: Vielen Dank!


upperbike ist eine individuelle Fahrrad-Kontaktbörse.

So funktioniert upperbike:

upperbike ist ein praktischer Marktplatz, auf dem Verleiher ihre Fahrräder zur Verfügung stellen können. Das kann ein stabiles Mountainbike, das sportliche Rennrad, das Hollandrad mit Anhänger, das leichte Single-Speed-Rad, das individuelle Faltrad oder das Transportrad für den Großeinkauf oder den Ausflug sein. Je mehr Individualität, desto besser!
Denn interessierte Mieter der Räder können sich jetzt über alle verfügbaren Modelle sowie über die Möglichkeiten des Fahrradverleihs informieren und dann auswählen, ob in der Nähe ihres jeweiligen Standorts eines der ausgewählten Räder verfügbar ist. Wenn der Interessent ein Modell ausgewählt hat und die Reservierungsanfrage vom Fahrradverleiher bestätigt wurde, dann erhält er alle Daten zur Kontaktaufnahme mit dem Vermieter.
(Quelle: upperbike.com)

Möge das Chaos beginnen

Die Warschauer Strasse wird umgebaut - Foto: h|b

Die Warschauer Strasse wird umgebaut – Foto: h|b

Dieser Beitrag würde bei Twitter mit dem Satz beginnen: “Dies ist ein Service-Tweet”. Also ist das jetzt ein Serviceblogbeitrag mit der folgenden Empfehlung: Meiden Sie unbedingt für rund ein Jahr die Warschauer Straße in Friedrichshain. Solange soll es ungefähr dauern, bis sie komplett umgebaut ist. Seit heute wird der erste Abschnitt – von der Warschauer Brücke bis zur Kopernikusstraße – für die neue Verkehrslenkung abgesperrt und beschildert. Unterstützt von einer Hundertschaft Polizei versucht man das Chaos der ersten Tage in den Griff zu bekommen. Es wird auf jeden Fall spannend. Wer mehr dazu wissen möchte wird hier fündig.

Umsonst und draußen

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr - Foto: h|b

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr – Foto: h|b

Im Rahmen der “Berlin Music Week” finden entlang der Mühlenstraße heute und morgen viele Liveauftritte junger Künstler statt. Hauptstage ist am O2 Anleger. Wer Lust hat Newcomerbands zu hören und den Sommer melodisch bei einem schönen Sonnenuntergang ausklingen zu lassen, kann das morgen noch zwischen 15 und 20 Uhr im Rahmen des “First we take the streets” Festivals.

Neuköllner Zwiebelfisch

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