12.03.2010

Freitag, den 12. März 2010

Michael in am 12. März 2010, 13:56   Kommentar schreiben »

Feuer, das Schlagwort des Tages: gefeuert aus dem Wohlfahrtsverband (Treberhilfe), gefeuert bei der Bahn (Technik-Chef), gefeuert bei der Howoge (Geschäftsführer), und Feuer in Kreuzberg. Ansonsten wurde gekehrt und gewonnen. Die heißen Details:

  • Die Treberhilfe – ein Trauerspiel. Hier treffen Egozentrismus, gut geführte Geschäfte, soziale Hilfe, Projektideen, Sozialneid, Abzocke, politische Unfähigkeiten, Trotz und Hilflosigkeit aufeinander. Am Ende wird etwas zerschlagen, was gut funktioniert hat, weil den Beteiligten heute nichts besseres einfällt als gegenseitiger Starrsinn und Borniertheit. Früher nannte man so etwas Krieg und hat aufgerüstet. Ein guter Kommentar von Sebastian Heiser steht in der taz: Gewinn auf Kosten der Gesellschaft.
  • Der frühere Technik-Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, Ulrich Thon, hat das Unternehmen in beidseitigem Einvernehmen heute verlassen. Thon, der als Hauptverantwortlicher für den rigorosen Sparkurs gilt, hatte durch Einsparen von Wartungen, der Nichtbehebung von technischen Problemen an den Zügen den weitgehenden Zusammenbruch des Betriebes im vergangenen Jahr mitverantwortet.
  • Eine weitere kluge Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes: ein Ehepaar klagte gegen die niedrige Abfindung für ihr Haus in der zukünftigen Flugschneise des neues Großflughafens Schönefeld (BBI). Das Gericht gab den Klägern Recht: bereits durch die Entscheidung zum Ausbau 1996 wäre das Grundstück um ca. 50% abgewertet worden, ein weiterer Abschlag von 20%, der seitens des Leipziger Gerichtes 2006 nach der Abweisung der Klage gegen den Flughafen festgelegt wurde, habe “die Interessen beider Seiten fehlerhaft gewichtet und damit nicht angemessen ausgeglichen […]”.
  • Den beiden Howoge-Chefs Hans-Jürgen Adam und Bernd Kirschner, wegen der undurchsichtigen und nicht ausgeschriebenen Auftragsvergabe in der Kritik, wurde aus wichtigem Grund fristlos gekündigt.

11.03.2010

Freiheit

Harald in am 11. März 2010, 15:48   8 Kommentare »

Demonstration in Mitte zur Freiheit der Kurden in Syrien - Foto: h|b

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Donnerstag, den 11. März 2010

Jürgen in am 11. März 2010, 08:52   22 Kommentare »

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht, sagt das Sprichwort. Das erste Beispiel liefert die Berliner Treberhilfe, genauer gesagt, sein noch beurlaubter Chef: Treberhilfe-Chef soll

10.03.2010

Kulturelles Triple

Harald in am 10. März 2010, 18:00   Kommentar schreiben »

Detlef Bierstedt liest aus dem Buch "Der Fönig" von Walter Moers - Foto: h|b

Wenn man seiner Stimme mit geschlossenen Augen zuhört, fühlt man sich unvermittelt in eine Szene aus “Oceans Eleven”, oder aktuell in “Männer, die auf Ziegen starren” versetzt. Die sanfte Stimme von George Clooney umschmeichelt die Ohren der Zuhörer. Er kann aber auch fest und stark klingen, wie Jonathan Frakes als Commander Riker aus “Raumschiff Enterprise”, oder pathetisch wie Bill Pullmann bei seiner Ansprache in “Independence Day”.

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Spinner

Rob in am 10. März 2010, 17:33   3 Kommentare »

Lichterfelde West (Ringstraße) | Foto: r|ob (hsb)

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Mittwoch, den 10. März 2010

Michael in am 10. März 2010, 13:47   38 Kommentare »

10jähriges Jubiläum auf der Museumsinsel – seitdem ist das Ensemble Weltkulturerbe. Am 6. Juni (Artikel kostenpflichtig) wird mit einem Festakt im Alten Museum gefeiert. Das Ende der

09.03.2010

Der Trick-ser

Jürgen in am 9. März 2010, 18:52   2 Kommentare »

Die Tschechen können gute Märchenfilme machen. Das drückt sich z. B. darin aus, daß “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” seit Jahren ein gern gesehener Dauerbrenner in festtäglichen Fernsehprogrammen geworden ist.

Hier soll aber an den Kinder- und Trickfilmregisseur Karel Zeman erinnert werden, der (noch bis 11.3.10) in einer kleinen, s e h r bescheidenen Ausstellung in der Botschaft der Tschechischen Republik in der Wilhelmstraße geehrt wird. Zu sehen sind u.a. Fotos zu seinen beiden berühmtesten Filmen: “Reise in die Urzeit” (1955) und “Die Erfindung des Verderbens” (1958). Beide Filme, die zu damaliger Zeit als Trickspielfilme eine Sensation waren, entstanden nach Inspiration durch die Bücher Jules Vernes.

Natürlich ist ein Vergleich mit heutigen computergestützten Trickfilmen, wie etwa dem jüngst an den Oscars vorbeigeschrammten “Avatar”, kaum möglich, dennoch werden sich viele Leser an die Faszination beider Zeman-Filme erinnern.

“Die Erfindung des Verderbens” wird auch heute ab und an im Kino gezeigt, so heute 19.00 im Thalia Arthouse in Potsdam. Ansonsten ist der Griff zur DVD zu empfehlen.

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Dienstag, den 9. März 2010

Linda in am 9. März 2010, 11:10   7 Kommentare »

Gelegentlicher Meinungswechsel und dauerhafte Überwachung bilden derzeit die Berliner Schlagzeilen. Wenn die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus heute den Abgeordneten Ralf Hillenberg wegen der

Roger Melis

Jürgen in am 9. März 2010, 08:13   12 Kommentare »

Im Postfuhramt läuft seit dem 6. März eine Ausstellung über den ostdeutschen Fotografen Roger Melis. Er wurde 1940 in Berlin geboren, wuchs im Haushalt des Dichters Peter Huchel auf und lebte ab 1952 in Wilhelmshorst bei Potsdam. Dem Ausstellungsbegleittext kann man auch entnehmen, daß Melis 1969 zusammen mit Arno Fischer, Sibylle Bergemann und anderen die Fotogruppe “Direkt” gründete. In der Zeit 1981-89 hatte er, aufgrund eines GEO-Beitrages, Auftragssperre für die DDR-Presse, lehrte aber weiter bis 1990 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Damit sind die vielleicht wichtigsten Rahmendaten für seine Arbeit genannt.

Die Ausstellung ist, wenn man so will, dreigeteilt: Fotos aus dem DDR-Alltag, Porträtfotografien deutsch-deutscher Kulturprominenz und die Arbeiten aus dem Ausland. Die Alltagsfotografien haben mir dabei am besten gefallen. Melis hat in Berlin, aber auch in der ostdeutschen Provinz fotografiert, so in Mecklenburg, der Uckermark, Sachsen und im Spreewald.

Seine Arbeiten – alles schwarz/weiß – aus dem Alltagsleben in der DDR, ob aus Berlin – Prenzlauer Berg (z.B. Kohlenträger), aus Mitte (Ackerstraße), ob aus Dresden – beeindruckend in seiner Aussagewucht: Frauenkirche/Dresden, 1966 – sind wahrhaftig, unspektakulär, teilweise archaisch. Seine Fotos – leider zu selten mit einer Prise Humor – sind liebevoll beobachteter Alltag und Zeitgeschichte zugleich. Meine Lieblingsfotos sind hier versammelt, u.a.:

  • Kinderwagen vor dem Schaufenster

Roger Melis: “Meine wichtigste Aufgabe habe ich immer darin gesehen, eindringliche Bilder von Menschen zu schaffen, ihnen dabei aber nicht die Seele zu rauben, sondern mich ihnen behutsam mit der Ehrfurcht vor dem Individuum zu nähern, die jedem gebührt”. Melis ist im Herbst 2009 verstorben.

Ein Manko der Aussstellung besteht darin, dass die kurzen Begleittexte zu den Fotos nahe dem Fußboden angebracht wurden, eine wirklich untaugliche Idee.
Die Ausstellung läuft bis zum 2. Mai 2010. Eintritt: 8,- Euro.

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08.03.2010

Montag, den 08. März 2010

Sebastian in am 8. März 2010, 11:48   5 Kommentare »

Der kurze, sarkastische Lacher, der manchem entfahren sein mag, als der Überfall auf das Pokerturnier im Hyatt-Hotel am Postdamer Platz publik wurde, mag schnell wieder stecken geblieben sein.

06.03.2010

Emil aus Uganda

Jürgen in am 6. März 2010, 12:56   Kommentar schreiben »

Was hat Kästners “Emil und die Detektive” mit Afrika zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Dennoch hat Regisseur Atif Hussein diese Verbindung geschaffen und das Ergebnis gestern abend in der Schaubude an der Greifswalder Straße dem Berliner Publikum vorgestellt. Im Stück wird auf originelle Weise der Weg des kleinen Emil in der großen Stadt Berlin und die Jagd nach dem Dieb nacherzählt und gespielt.

Tobias Schulze – der alle Hauptfiguren spricht (seine Großmutter und der Professor sind besonders einprägsam, wie lustig) – und seine afrikanischen Kollegen spielen, singen, musizieren, malen und tanzen sich in die Herzen der jungen und älteren Zuschauer. Die Tanzeinlagen schließlich entfachen im Publikum Jubelstürme und runden diesen famosen Abend ab.

Das Stück läuft in Berlin nur noch heute abend.

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Sonnabend, den 6. März 2010

Bernd in am 6. März 2010, 09:05   3 Kommentare »

Ich brauche keinen Funk, um zu teflonieren — Polizisten schon! Doch wenn man vergisst, entsprechende Sendemasten zu bauen, kann es schlimm werden: Man fällt in ein Funkloch. Lochen Sie

05.03.2010

Grenzziehung

Harald in am 5. März 2010, 21:45   6 Kommentare »

Soweit der Besen reicht, bis hierher und nicht weiter - Foto: h|b

Wie bei der Schneebeseitigung, bzw. -nichtbeseitigung, ziehen sich klare Grenzen quer durch die Stadt. Hier der Bürgersteig noch glatt gekehrt, kein Knirschen unter den Schuhen, ein paar Meter weiter der Split in seiner reinen Form. Eben noch notwendig, um Halt zu geben, jetzt sinnloses Zubehör einer vergangenen Epoche, wartend auf den Besen, der ihn endlich verschwinden lässt.

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Freitag, den 5. März 2010

Michael in am 5. März 2010, 13:18   Kommentar schreiben »

Kontrolle: das Thema des Tages! Kontrollierte Gastronomien (50% unhygienisch). Unkontrolliert: soziale Träger, Aufsichtsräte und Kontrollgremien. Auch die Mieten in Friedrichshain-Kreuzberg. Unter

Pustekuchen: Kein Ende des Winters

Michael in am 5. März 2010, 00:57   12 Kommentare »

Im Tagesspiegel von heute (Freitag) steht so schön: der Schnee ist weg.

Pustekuchen. Guckt mal raus! Es schneit mal wieder – und bleibt liegen. Und die Wetteraussichten versprechen der Hauptstadt ein weißes Wochenende. Ist bald wieder Weihnachten?

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04.03.2010

Lichter der Nacht

Harald in am 4. März 2010, 18:30   4 Kommentare »

Berlin bereitet sich auf die Nacht vor - Foto: h|b

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Schapka und Tschechow, Teil 1

Jürgen in am 4. März 2010, 17:55   Kommentar schreiben »

Meine Bekanntschaft mit dem großen, fernen Land im Osten begann so etwa 1956-58. In Prenzlau gab es eine große Kaserne, in der bis 1945 eine Wehrmachtseinheit untergebracht war und die nach der Befreiung durch die Russen übernommen wurde. Die Soldaten kamen nahezu täglich mit ihren LKW’s, die, wer weiß womit, betankt wurden und deren Abgase entsprechend stanken, in das, durch den Krieg, noch teilweise zerstörte Stadtzentrum, klopften in den zahlreichen Ruinen die Ziegelsteine ab und transportierten sie an den Rand der Stadt, um dort Schweineställe zu bauen. Die Soldaten – sie sahen meist selbst noch wie große Jungen aus – in ihren zerwaschenen, gelbgrünen Uniformen und ihren schiefen Käppis schenkten uns Abzeichen, wenn wir danach fragten. Die Offiziere trugen Schapka.

In der fünften Klasse bekamen wir Russischunterricht. Mit meinem ersten Satz “Menja sawut Jurgen” kam ein kleiner Hauch von Internationalität auf. Russisch blieb bis zum Abitur eines meiner Lieblingsfächer, vielleicht weil es die Sehnsucht nach der Fremde etwas fütterte. (Englisch bekamen wir erst in der 9. Klasse). Als 1968, ich war noch Schüler, die Warschauer Vertragsstaaten in die CSSR einmarschierten, bekam mein Bild von den Russen einen Knacks.

Während meines Studiums in Berlin-Karlshorst lernte ich erstmals einen wirklich näher kennen. Nikolaj war bescheiden, hilfsbereit, freundlich, mit einem Wort: Ein guter Mensch. Wenn ich ihn fragte, wie es ihm in Berlin gefalle, meinte er immer (mit vor Heimweh verschwommenen Augen): GDR gutt. Andererseits war er für einen Trunk nur mäßig zu begeistern, traute sich z.B. aber nach einem Schwimmhallenbesuch mit pitschnassen Haaren an die eiskalte Januarluft und zeigte dabei einen Fatalismus, den ich erst viel später bei Arabern wiedertraf.

Die Freundschaft mit dem “Land des Roten Oktober”, wie man das in der DDR manchmal im Zeitungsdeutsch bezeichnete, äußerte sich darin, daß man als Normalbürger, abgesehen von Briefverbindungen auf Schulebene, eigentlich kaum Kontakt mit Russen hatte. Private Urlaubsreisen dorthin waren – außerhalb des Reisebüros Jugendtourist (Alexanderplatz) – so gut wie unmöglich. Zum “Ausgleich” konnte man Mitglied der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft werden, endlos Beitragsmarken kleben und einmal pro Jahr in die – gut besuchte – Teestube im Haus der DSF neben dem Maxim-Gorki-Theater einreiten. (Die Teestube – Tadschikische – gibt’s heute noch.)

Als ich 1980 mit einer Jugendgruppe nach Leningrad reiste, war ich von der Eremitage und vom Sommerschloss Zar Peter des Ersten Peterhof ungeheuer beeindruckt. Andererseits war die Versorgungssituation für die Menschen kompliziert. Was mich aber sehr erstaunte: Frauen verrichteten dort schwere körperliche Arbeiten z. B. im Straßenbau. Fortsetzung folgt.

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Donnerstag, den 4. März 2010

Jürgen in am 4. März 2010, 09:43   3 Kommentare »

Während Deutschlands Fußballfans der gestrigen, verdienten Niederlage im Spiel gegen Argentinien nachtrauern, beschäftigt sich Berlin jeden Tag neu mit seinen Malaisen und kleinen Siegen. Am

03.03.2010

Wilde Wesen in Neukölln

Susanne in am 3. März 2010, 22:55   1 Kommentar »

Ein wildes und gemeines Wesen geht um in Neukölln. Im Herbst letzten Jahres ist es online gegangen, Anfang 2010 hat es sich dann auch aufgemacht, den Printbereich zu erobern. (Nullnummer nicht eingeschlossen)

Zu fünft haben sie sich aufgemacht, Mitte Februar sitzen mir noch zwei Personen gegenüber, die hinter dem Projekt stehen. Zu groß war wohl der Schock, der zu bewältigende Berg, wenn es in Druck gehen soll. So haben Maren und Peter jetzt jede Menge zu tun mit der Weiterentwicklung ihres Wesens: Das Blog will täglich bestückt werden, zusätzlich muss die Printversion zusammen- und hergestellt und anschließend auch noch verteilt werden. Acht Seiten monatlich sind es bislang, zwölf sollen es bald schon werden. Werbeplatz ist natürlich auch buchbar, denn in nicht allzulanger Zeit soll sich das gedruckte Wesen selbst tragen. Zumindest die anfallenden Kosten. Aber auch Werbung will organisiert sein. Und das kostet wieder Zeit. Und Einsatz. Und vor allem braucht es mehr Leute.

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Mittwoch, den 3. März 2010

Michael in am 3. März 2010, 11:55   4 Kommentare »

Aufräumen, das Schlagwort des Tages: bei der Howoge wird im Vorstand aufgeräumt, in der Stadt auf allen Straßen, Wowereit muss aufräumen, bei der Treberhilfe ist es im Gange und bei der

Der Dreck kommt weg

Susanne in am 3. März 2010, 11:12   Kommentar schreiben »

Winterbeseitigung in Neukölln - geht eigentlich recht zügig voran. [Foto. HSBengl]

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02.03.2010

Dienstag, den 2. März 2010

Linda in am 2. März 2010, 11:07   9 Kommentare »

Die Stadt glänzt im Moment gerade dadurch, dass sie keine Schlagzeilen macht. Sehr schön, denn das sind auch keine Negativschlagzeilen. So ähnlich wie Herr Wowereit, der in diesem Winter auch eher

Neukölln wird jetzt mit wechselnden Mehrheiten regiert

Sebastian in am 2. März 2010, 10:48   2 Kommentare »

Die Zählgemeinschaft – echte “Koalitionen” gibt es auf Bezirksebene ja nicht – aus SPD, Grünen und Linken ist im Bezirk Neukölln geplatzt. Streitpunkt war eine Erklärung zum Thema “Extremismus”. Vermutlich ist dies aber nur ein vorgeschobener Grund, denn Grüne und SPD haben schon vorher an vielen Stellen Differenzen gehabt.

Die Erklärungen der einzelnen Parteien dazu kann man hier lesen:

SPD | Grüne | Linke | CDU

(via annalist)

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Sysyphos

Harald in am 2. März 2010, 09:08   14 Kommentare »

Allmorgendliche Müllbeseitigung am kleinen Park vor der Warschauer Brücke in Friedrichshain - Foto: h|b

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01.03.2010

Das hart(z)e Berlin - Talkshow offenbart erneut soziales Zerrbild

Michael in am 1. März 2010, 16:04   152 Kommentare »

Hartz IV-Empfänger sind weniger wert?

Fernsehen schauen findet nur wenig Platz in meinem täglichen Zeitkontor, gestern Nacht habe ich mir aber zu später Stunde (die Wiederholung nach 2 Uhr) Anne Wills Sendung Koalitionskrach um Hartz IV – Provozieren statt Regieren? angeschaut, die von ihrer eigenen Produktionsfirma Will-Media in Berlin produziert wird.

Und seit dem Konsum der Sendung plagen mich – auch über Nacht – so einige ganz praktische und naheliegenden Gedanken, die ganz viel mit Berlin zu tun haben. Mit Bildung. Und Einstellungen.

Ich will nicht näher auf die hauptsächlich vom Historiker Arnulf Barig und der Fraktionsvorsitzenden der FDP, Birgit Homberger losgetretenen Sozialstaatsdebatte (nichts wirklich Neues oder Relevantes) eingehen – eine sehr gute Kritik zur geführten Debatte mit findet sich in der heutigen Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung – der dortige Vergleich Hombergers mit dem Duracell-Hässchen ist ebenso treffend wie witzig. Angenehm kritisch und fair in der Sendung als Gast: der Chefredakteur für Sonderaufgaben beim Magazin der Stern, Hans-Ulrich Jörges, welcher offenbar dafür sorgt, das der “Stern” zu seiner früheren regierungskritischen Form zurückfindet.

Den wichtigsten Satz am Abend prägte der Philosoph und Schriftsteller David Precht: “Mit welchem Recht können wir von Hartz IV Empfängern einfordern, dass sie die besseren Menschen sein sollen und eine höhere Bereitschaft auf Gegenleistung zeigen, als der Rest der Gesellschaft es tut?”

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