Flugroutenkompromiss?

Die Deutsche Flugsicherung hat ihren Vorschlag für die Flugrouten unterbreitet. Berlin trifft es, aber nicht so stark und Brandenburg anders als gedacht.

8 Kommentare
  1. Helen 4. Juli 2011 ⁓ 21:38

    Nun trifft es nicht den Südwesten sondern den Südosten von Berlin. Ich hoffe nur, die Leute dort nehmen das auch nicht so ohne weiteres hin. Die Bezirke werden aber von jenen Parteien regiert, die den Standort Schönefeld verbockt haben. Seltsam ruhig ist es da.

  2. Chris 5. Juli 2011 ⁓ 09:23

    @Helen:
    Ja es wird immer irgendwen treffen. Wenn Berlin einen Flughafen haben will bzw. haben muss (und diesen Fakt halte ich für die Hauptstadt und als Wirtschaftsstandort unabdingbar), dann gibt es irgendwo einen Flughafen und damit verbundene Lärmbelästigung.
    Ich wohne seit über 20 Jahren in den Nähe vom Flughafen Tegel. Ja an manchen Tagen ist es furchtbar laut und nervig, aber dafür habe ich, wenn ich mal fliegen muss den Flughafen direkt vor der Tür.

    Ich würde mir Wünschen, dass aus der “ich will aber nicht, dass die bei mir fliegen – ja aber Berlin braucht einen Flughafen und vor allem will ich da schnell hinkommen”-Diskussion endlich mal etwas Abstand genommen wird und man gemeinsam(!) schaut, was die beste Möglichkeit ist. Irgendwen trifft es immer. Eine perfekte allzufriedenstellende Lösung gibt es nicht. Und bevor jetzt der Flughafen noch weitere Jahrzehnte in Grund und Boden diskutiert/geklagt wird, sollten wir das Ding jetzt durchziehen.

    just my two cents

  3. Helen 5. Juli 2011 ⁓ 21:45

    Ich sitze hier am Fenster, das geschlossen ist, am PC und über mir sind die abfliegenden Maschinen von Tegel unterwegs. Jeden Tag ist das so. Das ist nervtötend. Und eines Tages soll das vorbei sein, ob ich das noch erlebe-

  4. Hernando 6. Juli 2011 ⁓ 09:53

    Na, das wollen wir doch alle hoffen!

  5. Sigurd 6. Juli 2011 ⁓ 12:36

    Jahrzehntelang fliegt Familie Ohnemichel in den Urlaub. Was hat sie schon alles an Ländern bereist. Man flog von Tempelhof und Tegel. Manchmal auch von Schönefeld. Von Schönefeld als die Mauer noch stand und Bulgarien und Rumänien billige Urlaubsziele waren.
    Nie hat sich Familie Ohnemichel Gedanken gemacht, dass Flugzeuge Lärm verursachen. Was kümmerte es, dass in Neukölln ab und an mal ein paar Dachziegeln abgedeckt wurden. Den Bewohnern fast die Kaffeetasse aus der Hand flog nur weil mal wieder eine Maschine landete. Gespräche unterbrochen werden mussten, da man den Gesprächspartner nicht verstehen konnte. Was interessierte dies Familie Ohnemichel? Hauptsache man konnte zentral in den Urlaub fliegen. Und das bisschen Lärm wird doch überbewertet. Die Anwohner der innerstädtischen Flughäfen sollen sich nicht so haben, so schlimm kann es ja wohl nicht sein.
    Nun wohnt Familie Ohnemichel aber in dem vom Flughafen BBI belästigtem Raum. In einer der An- bzw. Abflugzonen. Auf einmal bemerkt Familie Ohnemichel, dass Flugzeuge laut sind und fühlen sich belästigt.

    Ja alle möchten fliegen, nur einen Flughafen in ihrer Nähe möchte man nicht. Flughäfen sind doch so praktisch, wenn sie zentral liegen und schnell erreichbar sind. Aber Flughäfen die einem zu nah kommen, das kann nicht sein. Da muss man empört sein. Was man jahrzehntelang anderen zugemutet hat, ohne darauf auch nur einen Gedanken zu verschwenden, dies möchte man für sich selbst natürlich nicht.
    Ich kann dies sogar verstehen. Es gibt halt viele Ohnemichels.

  6. Werner 6. Juli 2011 ⁓ 13:34

    Genau die beschriebene Mentalität „Ohnemichel“ stört mich. Wo auch immer die Flugrouten langgehen sollen, immer wird protestiert. Aber vielleicht kann man den neuen BER ja nur für Senkrechtstarter zulassen und solange einmotten bis es – als Verkehrsmaschinen – welche gibt!
    Übrigens habe ich mein gesamtes Leben in der – ehemaligen – Einflugschneise von THF gewohnt und es hat mich – bis auf die ersten (Höllen)Jets in den 70ern – nicht gestört.

  7. Michael HSB 7. Juli 2011 ⁓ 00:58

    Nun, wenn es Sie nicht gestört hat, ist das doch prima. Vielleicht sind sie schwerhörig, oder lärmunempfindlich, oder was auch immer. (Das war jetzt alles NICHT ironisch gemeint).

    Mich stört es. Und es gibt andere als die Ohnemichel-Lösungen, Flughäfen, die nur eine minimale Menge von menschen belasten, Flughäfen, deren Flieger nicht über dicht besiedelte Gebiete fliegen.

    Es gibt für vieles Lösungen, die für die Menschen besser, leiser, gesünder wären. aber die kosten Geld. Und das wollen viele nicht zahlen, und immer weniger können es tatsächlich zahlen.

  8. Werner 7. Juli 2011 ⁓ 19:10

    @ Michael
    Also schwerhörig bin ich nicht aber wahrscheinlich nicht so berufsmäßig lärmempfindlich, wie andere. Und dann verraten Sie mir doch mal, wo Sie in Deutschland einen Flughafen in dünn besiedelter Gegend bauen wollen, der auch noch erreichbar ist!