Abschied
Harald (HSB) in Stadtnotizen ⁓ 09. Juli 2011 ⁓ 18:01 Uhr ⁓ 2 Kommentare
Würdenträger der Kirche, Honoratioren aus der Berliner Politik und viele hundert Menschen nahmen heute Abschied von Erzbischof Sterzinsky, der am 30. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben war. Der Bebelplatz – auf dem das Requiem nach außen übertragen wurde – atmete fast ein wenig die Würde des Petersplatzes in Rom aus und nicht wenige Touristengruppen versuchten leicht verwirrt zu erfahren, was denn das wohl für eine Inszenierung sei.
An dem Requiem nahmen rund 30 Kardinäle und Bischöfe der katholischen und weiterer Kirchen teil, unter ihnen Sterzinskys bereits ernannter Nachfolger, der bisherige Kölner Weihbischof Rainer Maria Woelki. Noch ist er nicht offiziell berufen, aber bereits heute sind alle gespannt, wie der Überraschungskandidat die ihm zugedachte Rolle im – für die katholische Kirche – nicht ganz einfachen Berlin ausfüllen will. Auch Spitzenvertreter aus Politik und Gesellschaft kamen, unter ihnen Berlins Regierender Klaus Wowereit und Abgeordnetenhaus-Präsident Walter Momper (beide SPD) sowie die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast.
Über 500 Menschen verfolgten die Trauerfeier auf einer Großleinwand, die auf dem Bebelplatz vor der Kathedrale aufgestellt war. Zum Abschluss wurde Sterzinsky wie die früheren Berliner Bischöfe in der Unterkirche der Sankt-Hedwigs-Kathedrale beigesetzt.









Ich habe noch nie eine würdigere Grablegung gesehen.
Die Musik zum Requiem war großartig, von der Komposition ( franz.?) und vom Vortrag.
Erst mal ein Danke an @Harald (HSB) für diesen Beitrag.
Ich habe das Requiem vom Bebelplatz aus verfolgt und war sehr ergriffen.
Im wahrsten Sinne: im Zeichen des Kreuzes