Selbstschutz?
Harald (HSB) in Stadtnotizen ⁓ 04. August 2011 ⁓ 12:13 Uhr ⁓ Kommentare deaktiviert
Gestern nachmittag passierten merkwürdige Dinge unterhalb meines Arbeitsplatzfensters am Potsdamer Platz. Die Polizei stellte rot-weiße Absperrgitter in einem Viereck auf und postierte die eigenen Truppen vereinzelt drumherum. Gegen fünf Uhr füllte sich dieses Viereck wie auf dem Bild zu sehen, mit einem Lautsprecherwagen und einer überschaubaren Anzahl von Menschen – überwiegend männlicher Machart – die Schilder und Plakate in den Händen hielten und ab und an, dem für mich unsichtbaren Redner, applaudierten. Da auch Fotografen und Fernsehen zu sehen war, schien es irgendwas Interessantes zu sein.
Andererseits war die Menschenmenge jetzt auch nicht so groß, da bekommt ja jede Feuerwehrdemo mehr Leute zusammen. Nach Feierabend konnte ich mir das dann mal kurz aus der Nähe anschauen und schnappte beim Näherkommen bereits Wortfetzen wie “Linksfaschisten”, “Ganzkörperverhüllung” und “Kickboxtrainings für straffällige Jugendliche” auf. Nach einem Blick auf die Plakate und dem Studium des Flyers war klar: Die neue Berliner Partei “Die Freiheit” hielt ihre erste Open-Air-Wahlversammlung ab. Sehr volksnah, so mit dem Zaun drumrum. Hab mich dann nur gefragt zu wessen Schutz der wohl da war. Ach ja, die Gegendemonstration der “Linksfaschisten” (Jusos, Ver.di, Antifa, …) traf ich dann in der Nähe des roten Rathauses. Man hat dem Zaun wohl nicht wirklich getraut.





