TXL wird ausgebaut
Michael HSB in Schlagzeilen ⁓ 16. August 2011 ⁓ 22:54 Uhr ⁓ 30 Kommentare

Gestern Abend in Tegel mit Ankunft nach nach 22 Uhr: Es sind immer noch viele Menschen unterwegs. Foto:©MM|HSB2011
Es ist schon irgendwie merkwürdig: Der Berliner Flughafen Tegel (TXL) wird um einen 1200 m² großen Hallenanbau erweitert, in dem die Passagiere von bis zu drei Flugzeugen einchecken können. Anfang September soll der Anbau bereits betriebsfertig sein.
Zur Erinnerung: Der Flughafen Tegel wird in der Nacht zum 3. Juni 2012 stillgelegt – dann gibt es nur noch den Schönefelder Großflughafen (BER). Die Halle wird nur knapp neun Monate genutzt werden. Die Fluggastzahlen in Tegel waren im Juli 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,5% gestiegen, rund 9,5 Millionen Passagieren nutzen den citynahen Airport.





Hm, also zu Tempelhof hatte ich nie ein Verhältnis, aber Tegel werde ich wirklich nachtrauern (obwohl ich die Flugzeuge von mir aus – Nähe S-Bf. Bornholmer Str. – hören kann). Ich finde, der Flughafen ist genial konzipiert, schön und unglaublich funktional. Ich hab es mal erlebt, daß eine Frau, die 3 Minuten vor regulärem Abflug zum Gepäck-Einchecken kam, noch in das Flugzeug gelangte (war freilich ein Inlandflug und vor 2001). Dabei ist das kein Miniflughafen, sondern in Deutschland der Flughafen mit der viertgrößten Anzahl von Passagieren, die bis zuletzt immer weiter zunahm. (Also nicht die Passagiere nahmen zu, sondern deren Anzahl…)
Wäre es nicht gut, zumindest eine innerstädtische Ausweichvariante zu haben, wenn Schönefeld mal wegen irgendwas teilweise lahmgelegt ist? Aber gut, die Messen sind gelesen…
Was steht übrigens bei Wikipedia zu TXL?
„Nach heutigen Maßstäben sind auch die Flächen für Restaurants und Geschäfte zu klein. Dies ist eine Konsequenz des in Tegel verwirklichten Konzepts kurzer Wege, das dem heutigen Prinzip eines Flughafens als Einkaufszentrum mit möglichst langen Wegen vorbei an Geschäften und durch Shopping-Malls widerspricht. Der Flughafengesellschaft entgehen damit Mieteinnahmen, die bei moderneren Flughafengebäuden eine beachtliche Einnahmequelle darstellen.“
Ach so…
Daß er jetzt ausgebaut werden soll, klingt freilich nach einem Schildbürgerstreich.
Na ja , @Glis glis hat es schon angesprochen, es geht um Einnahmequellen. Bei den TXL fliesen noch Steuereinnahmen und da rechnen sich auch Umbauarbeiten.
Wie werden doch von den Politikern betreffs TXL und BBi nur verarscht.
Der Senat von Berlin vernichtet mit der Schließung des TXL voll funktionsfähige Infrastrukturen.
Aufgrund der Milliarden-Schuldenaufnahme für den BBI und die daraus resultierenden hohen Abschreibungen wird Berlin als Mitanteilseigner am BBI über Jahre…zehnte hinweg keine Gewinnausschüttung erwarten können.
Und da lohnt sich schon Umbauarbeiten am TXL…man kann ja nie wissen….
Wie wäre es mit einer besseren Organisation bei Check-in, Sicherheitskontrolle und Ein-/Ausstieg (und vielleicht etwas mehr Personal)?
Wenn ich von Tegel fliegen , sieht man immer wieder zahlreiche Check-in-Schalter ungenutzt (auch an vielen anderen Flughäfen), ebenso Gates, Sicherheitsschleusen und Gangways. Stattdessen immer wieder lange Schlangen vor Check-in-Schatern und Sicherheitsschleusen.
Ach das könnte schön sein, wenn Tegel erhalten bliebe obwohl ich in der Nähe wohne und der Fluglärm ein ständiger Begleiter ist.
Ich werde Tegel auch nachtrauern.
@ulla + @Toska
Ich werde Tegel auch nachtrauern.
Nicht nur deswegen:
Während sich die Mitarbeiter der Gepäck- und Körperkontrolle in Schönefeld immer noch die erinnerungswürdigen Gesten, Mimik und Sprache aus der Transit-Ära erhalten haben, geht es in Tegel geradezu amerikanisch, also sagen wir – amerikanisch vor 9/11 – entspannt, freundlich, ja, zeitweilig auch witzig zu, wie ich gestern nach längerer Zeit tatsächlich überrascht genießen durfte.
Hier der volle Text:
http://www.inforadio.de/progra.....60933.html
Eine wunderbare Sendereihe, die ich jeden Morgen höre.
Ich freue mich auf die Schließung von Tegel. Wieder ein Stück altes Westberlin ,alte Frontstadt weg. Gut so !!!!!!
Danke für den Link – da werde ich wohl zukünftig morgens auch Info-Radio hören.
Dieses “kundenfreundliche” Phänomen kann man übrigens auch in etlichen Supermarkt- und Discounterketten beobachten – ist schon ein Unterschied bei welchem Reichelt, Kaisers etc. ich einkaufe.
Super dieser Link zum Inforadio. Vorurteile pur, beim Billigflieger buchen und einen Service wie ein VIP erwarten, Ost-West-Hetze, so etwas läuft bei mir unter der Rubrik „Latrinenjournalismus“.
Man ist versucht zu schreiben, o Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.
… und das von einem, der sonst immer meint, daß die Armen sich auch mal etwas im Leben leisten können müssen und wenn’s mit einem Billigflieger ist und daß diese Armen das gleiche Recht auf guten Service haben wie die Reichen, die beispielsweise mit Linie ab Tegel fliegen, ts, ts, ts :-)
“Vorurteile liefern Argumente, die man sonst nirgends fände.”
(Ernst Ferstl, Lebensspuren, 2003)
@Ulla
Ich könnte Ihnen jetzt lang und breit erklären, dass weder der von Ihnen hochgejubelte, noch mein Kommentar, sich mit armen Menschen beschäftigt, die sich auch einmal etwas leisten möchten. Mach ich aber nicht, da es schade um die Zeit wäre und Sie es trotzdem nicht kapieren würden. Da Sie stets das letzte Wort haben müssen, bitte …
Prima! ;-)
@Ulla :-)
ich sag nur ” Bürohengst”
Sie kennen doch bestimmt so ein Sprücheklopfer, so in der Art wie Sie. Eventuell ist er mit Ihnen zur Schule gegangen, war derjenige, der glaubt alles zu können, alles zu wissen, immer das letzte Wort haben zu müssen.
So ein Sprücheklopfer ist jemand der einfach alles besser wissen möchte, als die anderen- ein Angeber, einer der sich selbst sehr, sehr wichtig nimmt.
Ähnlichkeiten mit Ihnen oder @Sigurd sind rein zufällig.
Ich hätte da auch noch einen :o)
“Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen”.(Albert Einstein)
@ Sigurd
sehr schön und treffend, aber manchmal ist es wie” Perlen vor die Säue werfen”….auch ein Zitat Matthäus 7, 6 .
@Sigurd
Können Sie sich noch an das HB-Männchen erinnern?
“Wer wird denn gleich in die Luft gehen …”
Ah, die Frau Zucker von inforadio kann sich dann ja mit dem Herrn Schölzel von der Jungen Welt zusammentun und “Danke für 28 Jahre Mauer” skandieren. In beiden Fällen ist schwer zu sagen: Ist das jetzt Schwachsinn oder Satire? Und vielleicht sollte der anglophilen Kulturchauvinisten-Wessa Zucker auch mal jemand schonend beibringen, daß es zwar “shockproof” heißt, mit etwas Wortspielsinn womöglich auch noch “shockproved”, aber ganz gewiß nicht “shockproofed”… Muß ich mal anmerken, so als Besserossi…
Info-Radio: Hollmann höre ich lieber.
Tegel werde ich auch vermissen, es sind die kurzen Wege. Der Taxifahrer setzt mich am richtigen Schalter ab, wenn nebenan eine 1/2 Stunde früher ein Flug nach F. geht, kann ich fragen, ob noch etwas frei ist und ich kann umbuchen. Sogar mit dem Gepäck klappt es dann mit dem Umladen. Und die Geschäfte sind nicht so aufdringlich, wer etwas braucht findet es auch. Niemand wird belästigt. Wenn ich an so manchen anderen Airport denke. Und Schönefeld hat ja auch schon verkündet, daß man lange durch die Straßen laufen muß, bis man sein Gate erreicht. Nichts für Nachzügler. Also dann, auf geht’s.
Ich weiß nicht, wie andere Städte mit den Namensschildern für Polizisten umgehen. Aber ich glaube, Nummern würden auch ausreichen. Außerdem, wann werden Polizisten-Namen eigentlich gebraucht? Sicher, wenn Randake ansteht. Daß sich mancher Polizist selbst wehren muß, wird bei solchen Veranstaltungen dann ausgeblendet.
Mit meinem letzten Absatz bin ich im falschen Thread gelandet. Bitte um Entschuldigung.
@ Toska nini
“Jeder Esel kann den Takt schlagen, aber Musik machen – das ist schwierig.”
und, kleine erwiderung auf Ihren anwurf: populanten von transparenten domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten bewegungen durchführen! und lieben gruß an die familie!
korrekt muß es natürlich schockpruft heißen, damit sich schon die wesentliche aussage am aussehen des wortes ablesen läßt, aber genau genommen muß es natürlich shock-proof heißen – nur hätte das stilistisch schon ein wenig mehr gebraucht als frau Zucker wohl in der lage war zu formulieren, ist wahrscheinlich eh nur ein nebenjob, da muß die mühe eben im rahmen von zeit und bezahlung bleiben…
@Sigurd
Mir vollkommen unverständlich wie man angesichts des harmlosen Beitrags von Rene Zucker so viel Gift und Galle verspritzen kann.
Außerdem sollten Sie ordentlich lesen: Es wurde Vergleichbares in Ost und West gegenübergestellt. Nämlich jeweils Billigflieger. Ihr Manipulationsversuch mit den “VIPs” ist zu billig.
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@1704 = @Amantine + @Michael
Wie kommen Sie dazu von Vorurteilen zu reden?
Im Beitrag von Rene Zucker werden Beobachtungen und Erfahrungewn sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben. Zudem noch amüsant.
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@ullas Hinweis auf andere Service-Bereiche kann ich bestätigen.
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Gar mancher, der hier die Nase rüffelt und versucht, Frau Zucker beruflich abzuqualifizieren, würde sich doch alle Finger danach lecken, selbst so eine Plattform in einem Prime-Medium zu haben.
Neid ist die höchste Form der Anerkennung.
@Hernando
“Nemo sibi tantummodo errat, sed alieni erroris et causa et auctor estNiemand irrt für sich allein.” Seneca, De vita beata (niemand irrt nur für sich allein, sondern er ist auch ursache und urheber fremden Irrtums)
Ich fühle mich sehr geehrt, zusammen mit @ Michael quasi in Symbiose mit @ 1704 verglichen zu werden, vielen Dank für diese Anerkennung :o)
Und zu Renè Zucker, wer nach 22 Jahren Wiedervereinigung abgedroschene Phrasen der alten Vorurteile über die TäTäRä- Spezies drischt, der hat für mich schlichtweg einen an der Waffel.
@Amantine
also das – Renè Zucker – wäre @1704 nie passiert.
Die Journalistin heißt Renée Zucker.
Wenn dann der neue Flughafen offen ist, wird sicher auch Personal aus Tegel mitziehen und dann wird Frau Zucker das alte Personal begrüßen können – so in amerikanischer Art vor 09/11, denn heute sieht es etwas anders aus.
@Hernando: Ich habe selbst nicht von Vorurteilen geredet.
Ich habe ein mir bis dato unbekanntes Zitat, welches 1704 verwendet hat, nur mit dem Adjektiv “Prima” gelobt. Natürlich habe ich auch eine Meinung hierzu, die aber in diesem Zusammenhang, dem Ausdruck meines Gefallens über das Zitat, keine Rolle spielt. Oder besser: nur eine untergeordnete Rolle.
@Michael (irgendwo da oben (oder doch unten?) in den Verschachtelungen)
Na dann ist ja alles gut.
Und die schlechten Nachrichten reißen einfach nicht ab. Nun tritt der Gründer von Airberlin, Joachim Hunold, zurück und als sein Nachfolger soll ein gewisser Hartmut Mehdorn werden.
Au backe da kommt was auf die Fluggesellschaft und ihre Fluggäste zu.
Nicht, dass Herr Mehdorn keine guten Einfälle hätte, er hat den Berlinern neue Gesellschaftsspiele beigebracht, wie lerne warten, ohne zu platzen, wie fühlt sich eine Ölsardine in der Dose, und suche die S-Bahn.
Fragt sich nur wie wird sich sein Sparkurs bei Airberlin auswirken? Statt Bordküche wird es wohl Selbstbedienungsautomaten geben. Sitze, die ja ohnehin völlig überbewertet werden, wird es nicht mehr geben, die zwei-, drei Stunden Flug kann man ja wohl stehen. Das macht die Maschinen auch leichter und spart so Kerosin.
Wichtige Instrumente im Cockpit kann man auf innereuropäischen Flügen einsparen. So besitzen die meisten Piloten ein Navigationssystem für ihr Auto. Das kann man sich ins Cockpit stellen und danach fliegen, gut ein Zigarettenanzünder sollte vorhanden sein, aber der lässt sich ja nachrüsten. Für die Humorlosen, es ist mir klar, dass man danach nicht fliegen kann.
Nein mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass ein Herr Mehdorn nun die Geschicke von Airberlin lenken soll.
Ich bin noch nie mit dieser Linie geflogen, Malle ist auch noch nie mein Ziel gewesen.