Berlin: Härterer Kurs bei Hartz IV im neuen Senat?
Michael HSB in Schlagzeilen ⁓ 14. November 2011 ⁓ 17:23 Uhr ⁓ 103 Kommentare
Angeblich soll der neue rot-schwarze Senat einen Paradigmenwechsel bei Hartz IV vollziehen wollen. Dies kündigte der CDU-Abgeordnete Frank Steffel (MdB) an, der die Koalitionsverhandlungen in Berlin zum Thema Wirtschaft führt. Steffel wörtlich: “Wir dürfen nicht mehr tolerieren, dass Berliner es sich auf Kosten der Allgemeinheit ohne Arbeit bequem machen. Notfalls müssen die Jobcenter mehr Sanktionen verhängen.” Weiter verlangt Steffel ein Ende der Akzeptanz von Leistungsverweigerung. Er ist übrigens der Mann, der behauptete, dass Hartz IV-Eltern kein Interesse an Bildungsgutscheinen hätten, weil sich damit weder Alkohol noch Nikotin finanzieren ließe. Und er ist laut dem Berliner Stadtmagazin Tip der peinlichste Berliner 2011 (Platz 1).
Eigentlich habe ich von Frank Henkels neuer Mannschaft mehr erwartet, als bereits vor der offiziellen Ehe von rot-schwarz auf die einzudreschen, die entgegen dem stets gepflegten Vorteil von einigen in der FDP und CDU in großer Mehrheit NICHT freiwillig von Transferleistungen abhängig sind.
Ein Ziel der Henkel-Mannschaft könnte es sein, bei der traditionellen Wählerschaft – Wilmersdorfer Witwen, einfachen bürgerlichen Mittelstand, gesetzten Arbeiterschaft in (noch) gut bezahlten Fabrik-Jobs und der wohlversorgten Rentnerschar zu punkten, ihnen zu vermitteln: Wir tun was gegen die Sozialschmarotzer. Wer wenig Rente bekommt, wird nichts sagen. Aber wer mit rund 1500-1800€ seinen Lebensabend gestalten kann, wird nicht verstehen (wollen), dass es eine steigende Anzahl von Menschen gibt, die für 1000€ pro Monat trotz guter Ausbildung 40-50 Stunden pro Woche arbeiten und regelmäßig Phasen ohne Arbeit überbrücken müssen. Und bei schlechter Ausbildung, vor allem ältere Frauen, für 600€ im Monat arbeiten müssen, Vollzeit. Hintergrund: Diese Menschen werden z. B. bei Dienstleistern angestellt, die Tarifverträge umgehen, oder man bedient sich bei einem Akademiker mit passenden Qualifikationen an dem probaten Mittel, ihn als ungelernten Berufsanfänger tariflich einzustufen, weil die Qualifikation nicht 100% deckungsgleich mit dem Anforderungsprofil ist.
Was allerdings Klaus Wowereit damit verfolgt, ist noch unklar. Bisher gab es weder eine offizielle Stellungnahme noch mehrere lokale Zeitungsberichte über die geplanten Änderungen. Vielleicht will man auch einfach nur abwarten, wie die Reaktionen auf den provokanten Unternehmer Steffel sind, vielleicht will man sein soziales Gesicht wahren und so tun, als sei dies nicht auch SPD-Linie.
Vielleicht lässt man Steffel (30 Nebentätigkeiten neben seinem MdB-Amt), der kein Senator (Zu wenig Geld, wahrschein nicht in Kombi mit seinen anderen Jobs machbar?) werden will, aber auch nur labern. Es ist ja nichts wichtiges, geht ja nur um ein paar Abzocker, faule Eltern und Leute, die es sich zu Hause auf Kosten der anderen bequem machen. Da muss man der unreflektierten Öffentlichkeit doch mal sagen dürfen: “Hört auf, die zu akzeptieren!” Denn dann kann Geld gespart werden, um z. B. Unternehmen zu subventionieren, die gerne mehr Gewinn mit Staatsknete machen möchten.
Ein weitere Versuch, soziale Kälte, unchristliches Verhalten und populistische Phrasen auf die anzuwenden, die sich am wenigsten wehren können. Sozialdarwinismus im neuen Berliner Senat, Teil 1? Wir werden sehen…




Will Wowi sich mit dieser Berlin-Koalition für eine Große Koalition im Bund warmlaufen? Ick vasteh et nich.
@Michael
Es ist ja nichts wichtiges, geht ja nur um ein paar Abzocker, faule Eltern und Leute, die es sich zu Hause auf Kosten der anderen bequem machen.
Sie wissen doch genau, dass es wirklich nur darum geht und gehen kann.
Suggerieren Sie nicht, dass es um die große Mehrheit derer geht, “die NICHT freiwillig von Transferleistungen abhängig” sind.
Ich habe hier schon oft geschrieben, dass ich für höhere Leistungen an die bin, die wirklich Arbeit suchen, die nach allen Versuchen nicht vermittelbar sind. Und Kranke und Behinderte natürlich.
Was würden die sich freuen, über das Geld der Betrüger und Schmarotzer. Oder auch nur der Faulen und Arbeitsverweigerer.
Wer tagsüber durch die bestimmten Bezirke geht und sieht, welche breitbeinigen, bärenstarken und vor Gesundheit strotzenden Jungmänner 365 Tage im Jahr “Tagesfreizeit” haben, der denkt schon mal über Alternativen nach.
Leider ist unser einst vorbildliches soziales Netz verkommen zu einer Hängematte.
Wenn nicht bald etwas im oben beschriebenen Sinne geschieht, dann werden sehr viele durch das Netz fallen. Auch die, für die es eigentlich mal gedacht war.
Das mit Wowi seh ich ebenso.
Solange rot-rot(-grün) eine Machtoption für den Bund war, war er die Gallionsfigur dafür.
Im Moment läuft vieles auf eine “große” Koalition zu. Und er marschiert wieder vorne weg.
Ob er manchmal realisiert, dass ihn von den 3.450.000 Berlinern grad mal 450.000 gewählt haben?
Was wurde nochmal den römischen Triumphatoren ins Ohr geflüstert?
–> “Wer tagsüber durch die bestimmten Bezirke geht und sieht, welche breitbeinigen, bärenstarken und vor Gesundheit strotzenden Jungmänner 365 Tage im Jahr “Tagesfreizeit” haben…”
Was waren das noch für gute alte Zeiten, da man die Armen daran erkannte, daß sie krank und gebrechlich waren…
Ist aber seeehr lange her; schon in der Frühen Neuzeit fing man an, sich über die “starcken Bettler” zu erregen. Es gibt da eine erstaunliche Kontinuität, eigentlich klar erkennbare “säkulare” wirtschaftsstrukturelle Probleme zu negieren – und die offen zutage tretenden Erscheinungen mit individuellen Defiziten derjenigen zu erklären, die bei einem krisenhaften Übergang aus der alten Struktur hinausgefallen sind. Kein wesentlicher Fortschritt in der Wahrnehmung dieser Dinge seit wenigstens vierhundert Jahren. Irgendwie leben wir doch auf dem Planeten der Affen.
“Wer tagsüber durch die bestimmten Bezirke geht und sieht, welche breitbeinigen, bärenstarken und vor Gesundheit strotzenden Jungmänner 365 Tage im Jahr ‘Tagesfreizeit’ haben, der denkt schon mal über Alternativen nach.”
ich bezweifle, daß Sie an 365 tagen im jahr Ihre “Tagesfreizeit” in bestimmten bezirken verbringen. wenn doch, dann sollten Sie ernsthaft über alternativen bzgl. Ihrer freizeitgestaltung nachdenken, wenn nicht, dann sollten Sie hier nicht solchen pauschalen unsinn in die welt setzen! ich zitiere einmal jene, die unlängst in ungnade gefallen sind: “… Berlin ist die Hauptstadt der prekären Beschäftigung. In keiner anderen Großstadt werden so viele Ein-Euro-Jobs umgesetzt. Über 360.000 Berlinerinnen und Berliner müssen mit einem monatlichen Netto-Erwerbseinkommen von weniger als 900 Euro auskommen…. In Berlin verdient etwa jede(r) Sechste nach Tarif bezahlte(r) weniger als 8,50€ pro Stunde. Fast die Hälfte der Beschäftigen arbeitet noch nicht einmal nach Tarif…” (http://gruene-berlin.de/wahl20.....%A4ftigung)
aber evtl. (wenn auch unwahrscheinlich) meinte Frank Steffel das (“Ziel der großen Koalition sei eine Verringerung der Hilfsquote um zehn Prozent in den kommenden fünf Jahren.”) ganz anders: die schaffung von arbeitsplätzen, die mindestens oberhalb der lohnuntergrenze entlohnt werden, die weitere hilfeleistungen vom staat/land unnötig machen. ansonsten wäre Steffels gerede das übliche dumme gequatsche von gestern!
30 Nebentätigkeiten neben seinem MdB-Amt. Soll wohl heißen, dass er keine Tätigkeit richtig ausführt. Oder geht er jeden Tag des Monats einer anderen Tätigkeit nach. Der hat sich tatsächlich nicht geändert, nur hohle Sprüche aber das kennt man ja von Herrn …, wie war doch gleich der Name dieses unbedeutenden CDU-Politikers?
Wie man lesen und hören kann, sucht die CDU-Fraktion verzweifelt, und das im ganzen Bundesgebiet, nach geeignetem Personal für ihre Senatsposten. Na dann viel Glück. Wie traurig muss es in den Parteien hier in Berlin aussehen. Geeignetes Personal bei der SPD ist wohl auch eher Mangelware.
Auskömmliche Mindeslöhne für Arbeitende und Transferleistungen, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Da sind wir uns doch wohl alle einig.
Es geht hier aber um die Bekämpfung des Missbrauchs. Und da ist Berlin bundesweit Spitze.
Warum lenken Sie so vom Thema ab?
Der Staat ist nicht dazu da, für jeden einen Arbeitsplatz bereitzustellen. Rahmenbedingungen für eine soziale Marktwirtschaft zu schaffen, ist schon anspruchsvoll und schwer genug.
Vollbeschäftigung, sowas ging in der DDR. Allerdings gehörte da auch ein Paragraph dazu, der Arbeitsverweigerer in die Pflicht nahm. Und asoziales Verhalten auch so benannte.
Das wollen wir doch wohl alle (nicht mehr) haben.
–
@Glis glis: “Was waren das noch für gute alte Zeiten, da man die Armen daran erkannte, daß sie krank und gebrechlich waren… ”
Die ich beschrieb, die sind nicht arm.
Ganz im Gegenteil. In jeder Tasche 2 Handys. Und finanziell immer flüssig.
Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch NT, Matth. 6
Das wär ja soweit ok.
Aber heute ist es nicht der himmlische Vater, sondern der blöde deutsche Steuerzahler.
So langsam sollte es sich herumgesprochen haben, daß es auch unter Hartz IV-Empfängern sone und solche gibt.
Ist wie z.B. bei Taxifahrern. Die meisten sind ehrlich; aber es gibt auch solche die Ortsfremde durch die halbe Stadt kutschen bevor sie am Ziel sind. Die meisten Ärzte behandeln jeden Patienten; aber es gibt auch andere, die fragen erstmal nach der Krankenkasse. Und es gibt ganz viele Polizisten die wirklich in Ordnung sind; aber es gibt ein paar die richtig grob werden können.
Gibt eben überall sone und solche.
Stimmt! Und manchmal frage ich mich, in welchem Teil der Verfilmung wir mitspielen, in der Verfilmung des Remakes Teil 57 oder so…
“Es geht hier aber um die Bekämpfung des Missbrauchs. Und da ist Berlin bundesweit Spitze. Warum lenken Sie so vom Thema ab?”
ich lenke keineswegs vom thema ab, sondern eher darauf hin – eins vorweg: für Sie sind also die oben zitierten “breitbeinigen, bärenstarken und vor Gesundheit strotzenden Jungmänner” menschen, die sozialmißbrauch betreiben? denn davon sprachen Sie dort, oder, anders gefragt: warum lenken Sie von Ihren thesen nun ab, oder soll ich zutreffender von vorurteilen reden? die “hängematte”, von der Sie weiter oben reden, ist nun der sozialmioßbrauch weiter unten? ich kann es mir einfach machen. sagen Sie doch einfach, wie hoch der “Missbrauch” zu beziffern ist und wie vielen und welchen menschen er vorzuwerfen ist. seien Sie dabei nicht kreativ, sondern an den fakten orientiert korrekt! bitte mit angabe der quelle! die zahlen bzgl. “sozialmißbrauch”, die mir bekannt sind, beziehen sich auf das jahr 2009/2010. für diese jahre wird eine mißbrauchsquote von 1,9 % aller leistungsberechtigten gesprochen, oder, anders ausgedrückt, von ca. 72 millionen euro bei einer gesamtsumme von 24 milliarden euro. für Berlin sind mir keine belegten zahlen bekannt, aber da werden Sie mir sicher weiterhelfen können, da Sie doch schrieben: “Und da ist Berlin bundesweit Spitze” und “Wenn nicht bald etwas im oben beschriebenen Sinne geschieht, dann werden sehr viele durch das Netz fallen” – denn so etwas kann ja nur jemand schreiben, der die zahlen kennt, oder? wenn hier jemand durch das “netz” fällt, dann bestimmt nicht wegen der geringen zahl an mißbrauchsfällen, sondern weil z.b. banken und andere sehr viel geld bekommen, ohne dafür wirklifch etwas tun zu müssen! ich habe auch kein problem damit, wenn man den sogenannten “sozialmißbrauch” “bekämpft”, aber bitte nicht in der art wie Sie es hier tun, indem Sie einen popanz als monster an die wand malen!
und wenn Sie schon dabei sind, zahlen zu recherchieren, dann recherchieren Sie doch einmal das verhältnis von “sozialmißbrauch” zu steuerhinterziehung, aber nciht etwa daß Sie meinen, man wolle hier etwas relativieren, nur einmal das verhältnis zueinander aufzeigen. im jahre 2001 geisterte durch die foren ein verhältnis von 1 : 540 durch den raum, für das jahr 2009 wurde das verhältnis mit 1 : 1400 angegeben. die 1 steht für “sozialmißbrauch”, die andere für steuerhinterziehung. wenn diese zahlen stimmen, dann hat sich in nahezu 8 jahren der anteil an steuerhinterziehung verdoppelt, während die mir bekannten zahlen bzgl. “sozialmißbrauch” nahezu konstant geblieben sind (eine minimale steigerung von 0,1 % auf 1,9 % insgesamt). nur, falls Sie es nicht wissen sollten: der betrag der steuerhinterziehung pro jahr wird mit 100 milliarden euro beziffert! so viel zum thema der “blöde deutsche Steuerzahler”!
“Der Staat ist nicht dazu da, für jeden einen Arbeitsplatz bereitzustellen.” das sehe ich genau so wie Sie – aber vergessen Sie das bitte nicht gleich wieder, wenn es um durch steuergelder finanzierte oder subventionierte arbeitsplätze geht. nebenbei bemerkt: der etat der Bundesagentur für Arbeit ist eigentlich nicht dafür bestimmt, arbeitgebern “billige” arbeitskräfte zu finanzieren, zumal in diesem budget ja auch geld steckt, das von den arbeitnehmern aufgebracht wird…
Sone und Solche – nur sind es immer wieder die Arbeitslosen, die für Propagandazwecke herhalten müssen.
Ärzte und Polizisten auch :-))
Die Botschaft hör ich gern, mir fehlt der Glaube am Wahrheitsgehalt dieser Botschaft.
@ oStsEE,
können oder wollen Sie es nicht verstehen?
Es sind nicht „die Arbeitslosen“, sondern nur ein kleiner Teil unter den Arbeitslosen.
Es geht um die, die Hartz IV beziehen, so nebenbei, weil man ja vom Frust geplagt ist und keine Zeit hat Bewerbungen zuschreiben, Autos abfackeln, bei jeglichen Demos die ja gegen dieses Sozialsystem in D
sind mitmachen, sich einen Spaß machen Polizeibeamte zu verletzen, andere Leute ihr Eigentum beschädigen.
Es geht um die, die trotz Hartz IV immer noch genug Geld haben um sich vollfaulen zu lassen und die Zigaretten zu kaufen , o.k. man kann nach Polen fahren, aber kostet auch Geld um erst mal hinzukommen.
Es geht um die , die unser Land einfach ausnehmen wollen, weil so etwa was man Sozialnetz nennt in Rumänien, Bulgarien, Polen, Moldawien u.s.w. nicht gibt und da kann man auch gleich die zahlreichen Nachkommen und Verwandte dran teilnehmen lassen um ein großen Stück vom Kuchen anzubekommen. Muss sich ja lohnen um Goldkettchen und Daimlers zu kaufen.
Es geht nicht um die, die 3 Jobs machen um über die Runden zu kommen, es geht auch nicht um die, die 45 Jahre gearbeitet haben und eine kleine Rente haben. Es geht auch nicht um die, die aufgrund von Krankheit oder Behinderungen schwer eine Arbeit bekommen. Es geht auch nicht um allein erziehende Mütter, die keiner eine Job geben will, Kind kann ja mal krank werden und was dann?
Die wurschteln sich irgendwie durch und gehen den Staat nicht ans Geld. Die, die haben auch noch so etwas wie Stolz, und die haben schon oft genug knappe Zeiten erlebt.
Und wer 1500 € Rente hat, der hat dafür auch die Beiträge gezahlt und sich das erarbeitet.
Es gibt Arbeit, mehr als genug.
Mein Mann hat einen Koch gesucht. Was uns da vom Jobcenter geschickt wurde, kann man gar nicht aufzählen. Keiner von denen hatte Lust, Schichtdienst-um Gottes Willen-geht ja gar nicht. Wochenenddienst- nee da bin ich immer mit Kumpels unterwegs, was ?! Feiertags muss ich arbeiten-nee geht nicht-ist ja Feiertag. u.s.w. u.s.f.
Alle, die bei uns waren , hatten weder Bewerbung, Zeugnisse dabei und sagten nur, machen sie mal da ein Stempel hin, dass ich mein Hartz IV weiter bekomme .
Eingestellt haben wir einen jungen Mann, der seit einiger Zeit ohne Beschäftigung war und von vornherein gesagt hat, er will arbeiten und nicht den Staat auf der Tasche liegen, und wir haben es nie bereut, weil er wirklich fleißig ist
@ Aussteiger
Tun Sie doch nicht so, als würden mit diesen Faulenzer/Schmarotzer-Kampagnen nicht alle Hartz4-Empfänger gleichermaßen schlecht gemacht. Diese ständige Wiederholung der Mär vom arbeitscheuen, schwarzarbeitenden Drückeberger hat doch längst dazu geführt, dass ein Klima der Verachtung denen gegenüber herrscht, die auf ALG2 bzw. Grundsicherung angewiesen sind. Und dies wiederum bedeutet, dass immer mehr Arbeitgeber sich scheuen, Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus zu beschäftigen.
Danke, @Toska, dass du das noch mal so eindrucksvoll konkretisiert hast.
Wir werden aber unsere Kontrahenten hier nicht überzeugen. Die brauchen Statistiken und Studien.
Die wären auch zu finden. Aber ich weigere mich, meine Aussagen, Beobachtungen und Meinungen immer mit Quellen zu belegen.
Ich geh durch die Stadt, halte die Augenauf, rede mit Freunden und Bekannten über das Thema – und stelle fest, dass es fast alle auch so sehen.
Und dass ich in linksalternativen Blogs ein Außenseiter bin?!
Ich kann damit leben.
“Alle, die bei uns waren , hatten weder Bewerbung, Zeugnisse dabei und sagten nur, machen sie mal da ein Stempel hin, dass ich mein Hartz IV weiter bekomme .”
klingt fast so, als würden Sie hier märchen erzählen! überprüfen Sie am besten noch einmal die details der schilderung auf richtigkeit – es gibt begründete zweifel an Ihrer darstellung!
natürlich weigern Sie sich, denn belegbare zahlen sind gift für das, was Sie hier gern verbreiten wollen.
“Ich geh durch die Stadt, halte die Augenauf, rede mit Freunden und Bekannten über das Thema – und stelle fest, dass es fast alle auch so sehen.”
hat Ihnen noch nie jemand erklärt, daß der augenschein oftmals etwas suggeriert, das sich in wirkichkeit völlig anders darstellt? offensichtlich nicht! und wenn Ihre bekannten, freunde, kollegen, familie die gleichen “einsichten” haben wie Sie, dann sollten Sie die nicht einfach ungeprüft übernehmen – denn, merke: auch wenn alle einer meinung sind, können alle irren! bei Ihnen lautet der merkspruch wahrscheinlich anders, etwa so: wenn so viele das meinen, dann muß da ja etwas dran sein (und dieses ‘etwas’ wird dann einfach pauschalisiert und ins allgemeine erhoben), und wenn so viele das genauso sehen wie ich, dann kann ich ja nicht falsch liegen! und genau da fängt dann eben das an, was man gemeinhin als irrtum bezeichnet. evtl. sollten Sie einfach einmal die freunde wechseln? neue bekannte suchen? neue augen – au, geht ja nicht…
aber Sie hätten, außenseiter hin, außenseiter her, zumindest doch direkt antworten können, nicht? finde es im übrigen lustig, daß Sie schon wieder damit anfangen, den HSB in eine bestimmte ecke schieben zu wollen, aber für irgendeine mär werden Sie das schon brauchen…
@ Toska
“Und wer 1500 € Rente hat, der hat dafür auch die Beiträge gezahlt und sich das erarbeitet.”
Das vergessen aber viele unserer „Sozialromantikern“ bewusst.
Ich sehe es genau wie Du @Hernando
und belegen müssen und brauchen wir gar nichts.
mit Deinem letzten Satz hast Du mal wieder in Schwarze getroffen:-)
——————————–
@ 1704,
“Sie am besten noch einmal die details der schilderung auf richtigkeit – es gibt begründete zweifel an Ihrer darstellung!”
Zwei meiner Freunde können die Geschichte fast wörtlich bestätigen.
Einer hat eine Konditorei, der andere führt einen Elektrobetrieb.
In welcher Welt leben Sie denn? Auf jeden Fall nicht in Berlin.
@Tosca hat Recht – ich habe das mit dem Stempel-haben-wollen auch schon miterlebt. Da hilft nur eins: Stempel geben und dem Job-Center eine kurze schriftliche Mitteilung (eine ehrliche, keine “politisch korrekte”) machen warum der Kandidat nicht genommen wurde. Anders kann man die Spreu vom Weizen nicht trennen.
Würden das alle Arbeitgeber tun wären auch @ostsees Sorgen daß alle Arbeitslosen über einen Kamm geschoren werden bald überflüssig.
@ ulla
Im Prinzip gebe ich Ihnen Recht – eine entsprechende Rückmeldung an das Jobcenter ist möglich.
Ich selbst kenne allerdings ein Procedere mit “Stempel” gar nicht – wenn man ein Stellenangebot vom JC erhält, geht an den potentiellen AG ebenfalls eine Mitteilung raus. Und der Arbeitsuchende muss nach einem eventuellen Vorstellungsgespräch dem JCV gegenüber schriftlich erklären, warum eine Einstellung nicht erfolgte. Der AG meldet das in der Regel ebenfalls – wenn er es nicht tut, kann auch kein Abgleich erfolgen.
“…eine kurze schriftliche Mitteilung…”
Ja, kurze schriftliche Mitteilungen haben schon immer gegen das Schlechte geholfen. Ein anderer Ausdruck dafür ist Denunziation, aber das klingt nicht so gut.
Nehmen Sie’s nicht persönlich, aber ich muß an der Stelle mal sagen: So eine kleinkarierte Mißgunst, so ein Drang zum Anscheißen, Bevormunden und Nicht-Leben-Lassen, speziell gegenüber denen, die auf der sozialen Stufenleiter unter einem stehen – das ist wirklich eine widerwärtige Ausprägung teutonischen Spießbürgertums, im Osten wie im Westen, und ich bin immer noch ziemlich fassungslos, wenn mir solches begegnet.
Im übrigen ist es schon seltsam, daß gerade an solchen Beispielen sich die Ressentiments und Bestrafungsphantasien der Bürgersleut’ so richtig abarbeiten, während die gleichen Michels und Michelinen mit ihren Zipfelmützen schlaftrunken dabei zusehen, wie das Währungssystem und damit die Grundlage ihres ganzen Mittelschichtlerdaseins zerrüttet wird, nur um noch ein paar Jahre lang die Illusion aufrecht zu erhalten, daß angehäuftes Finanzvermögen tatsächlich “Kapital” sei. Aber ich will mich gar nicht mehr ereifern… Planet der Affen eben…
Was selten bei mir vorkommt, habe ich hier vollbracht. Alle Kommentare zu lesen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist.
Ich frage mich was bezweckt SPD und CDU mit diesem Stöckchen was sie dem Urnenpöbel mal wieder warfen, wovor möchten sie ablenken? Gewiss es funktioniert immer, die unterschiedlichsten Meinungen treffen aufeinander und man tritt doch so gerne nach unten. Dieses arbeitsscheue faule Gesindel sollen wir noch mit unseren Steuergeldern unterstützen? Menschen, die einen ganzen Monat arbeiten und dafür einen Hungerlohn bekommen, der durch Unterstützungszahlungen noch aufgebessert werden muss, für die eine kaputte Waschmaschine eine mittlere Katastrophe bedeutet da sie das Geld für eine Reparatur oder neue Waschmaschine nicht besitzen? Ja da muss sich doch der ehrliche Steuerzahler mit seinem klimatisierten Mittelklassewagen keine Gedanken darum machen, den hat er sich ja auch noch mit staatlicher Unterstützung gekauft, auch ohne schlechtes Gewissen. Nicht Herr @Aussteiger, Sie erinnern sich? Wie war das mit der Abwrackprämie? Nein da hat man keine staatliche Unterstützung in Anspruch genommen, man tat ein gutes Werk für die Allgemeinheit. Oder Herr Ackermann der ist ja solch ein seriöser Bankier, oder die Geschäftsleute die staatliche Gelder erschleichen mit Billiglöhnern und, und, und.
Was ich damit ausdrücken möchte, ja es gibt sie die Erschleicher aber die gibt es in allen Gesellschaftsschichten. Nur über die besser betuchten redet man nicht so gerne, da wirft man das HartzVI-Stöckchen und schon schnappen alle gierig. Was sind wir doch für Saubermänner/Frauen, was sind die anderen doch für böse, böse Menschen.
Und morgen ist es vielleicht mal wieder die Hundekacke, und übermorgen sind es die Migranten und überübermorgen sind es …
@Sigurd
Ihre Stammtischparolen schreiben Sie doch bitte an das Arbeitsministerium. Das Antwortschreiben können Sie ja denn hier posten.
Wo waren Sie die letzten Jahre? im Ausland oder im Kindergarten. ?
Sigurd und Stammtischparolen? Oh Mann. Manche sehen die Welt wirklich nur durch nen Taschenspiegel.
@Glis glis
Keine Sorge, ich nehme das nicht persönlich – ich weiß ja wer’s geschrieben hat :-)
@Sigurd
“Dieses arbeitsscheue faule Gesindel sollen wir noch mit unseren Steuergeldern unterstützen? Menschen, die einen ganzen Monat arbeiten und dafür einen Hungerlohn bekommen …” In welchem Kommentar genau haben Sie das hier gelesen? Ohne Ihre “satirischen” Anwandlungen lief die Diskussion bis jetzt ganz gut.
Man kann’s mit dem was man selbst für “schwarzen Humor” hält auch übertreiben.
@ostsee
Ich schrieb’ ja, daß ich das miterlebt habe. In dem Fall hat sich eine junge Frau, die schon gewisse Schwierigkeiten mit den Konsonanten und einen leicht verschwiemelten Blick hatte, in einem Café als Serviererin beworben. Als der Wirt – was verständlich war – nicht gleich zusagte, wedelte sie mit einem Blatt Papier herum und verlangte lautstark wenigstens einen Stempel um beweisen zu können, daß sie sich in dem Geschäft vorgestellt hat. Ansonsten schien sie aber mit dem Verlauf des “Vorstellungsgesprächs” ganz zufrieden zu sein.
Aber wie bereits gesagt, eine entsprechende Mitteilung ans Job-Center warum jemand nicht eingestellt wird halte ich schon für wichtig um “sone” von “solchen” unterscheiden zu können.
Zwischendurch mal Kompliment und Dank an die Moderationschleifenbearbeiter.
Geht doch!
Weiter so.
Gute Nacht.
Jetzt guck ich noch Kolat bei Maischberger.
Man gönnt sich ja sonst nix.
@Ulla
Schwarzer Humor? Wie schwarzer Humor?
Haben Sie solch einen Spruch noch nie gehört, noch nie gelesen?
@Sigurd
Nun, in diesem thread, den Sie so aufmerksam und gründlich von a bis z studiert haben, jedenfalls nicht.
Im “real life” habe ich dieses o.ä. noch nie in Bezug auf alle Hartz IV-Empfänger gehört. Sie erinnern sich vielleicht – ich wohne in einem Brennpunktbezirk und Sie können mir glauben, die Menschen hier – einschl. der Kleinrentner, alleinerziehenden Mütter, Migranten und natürlich auch Hartz IV-Empfängern, können sehr gut zwischen (jetzt muß ich den Ausdruck nochmal benutzen) “sonen” und “solchen” unterscheiden.
Bravo!!
Und dazu :http://harald-rossa.suite101.d.....ung-a38541
@ Aussteiger
“Zwei meiner Freunde können die Geschichte fast wörtlich bestätigen.”
ach, nur “fast”? der teufel steckt wie immer im detail, aber in der welt, in der Sie leben, scheint das keine rolle zu spielen!
zu Ihrem kleinen anwurf: ich wohne in Neukölln, von daher vermute ich, daß ich in Berlin lebe, das andere: was jemand sagt, ist das eine. wie ein anderer gesagtes interpretiert, das ist u.U. das völlig andere! und was meinen Sie wohl, wie schnell etwas gesagtes durch das raster bestehender vorurteile oder unkenntnis ganz schnell etwas ganz anderes wird? im gegensatz zu Ihnen oder @Toska kenne ich sozusagen die andere seite des mondes und weiß von daher evtl. ein wenig besser, wie manches beim jobcenter zustande kommt – ich habe darüber ja schon hier und da, auch in diesem blog, berichtet, allerdings war es dann allem anschein nach wohl immer so, daß Sie nach dem lesen, wenn Sie denn überhaupt gelesen haben, keine freunde und bekannten befragen konnten, um das geschilderte bestätigt zu bekommen…
@ Toska (15. November 2011 ⁓ 15:07)
“und belegen müssen und brauchen wir gar nichts.”
was man so “braucht” und “muß” ist ja durchaus eine individuelle entscheidung, z.b. niemand ‘muß’ leben, und was er/sie so zum leben ‘braucht’ ist auch hauptsächlich ansichtssache. für das zustandekommen und behalten oder gar verwerfen von meinungen gilt grundsätzlich das gleiche: niemand muß eine meinung haben und was er/sie für die meinung braucht, ist hauptsächlich ansichtssache! deshalb wiederholen sich hier im blog und anderswo auch immer wieder dieselben diskussionen, weil an dem hauptsächlichen eben nicht gerüttelt werden kann. in einem anderen zusammenhang hat @Hernando einmal ein “reset” erwähnt – vielen scheint dieses reset geradezu notwendigkeit zu sein, um einer meinung mit sich selbst sein zu können und vor allem auch bleiben zu können – da kann die wirklichkeit sein wie sie will, wobei wirklichkeit ja eh ein eher schillernder begriff ist. “… Indem man erkennt, daß die Objekte… in ihrer Beschaffenheit subjektiv bedingt sind, verwandelt sich deren Wirklichkeit in eine bloß mittelbare, relative, während das Ich… als solches unmittelbare Wirklichkeit behält und eine absolute Wirklichkeit den »transzendenten Faktoren« … zugeschrieben wird. Von der subjektiven Wirklichkeit der individuellen Erlebnisse unterscheiden sich die gesetzmäßigen Zusammenhänge möglicher (äußerer) Erfahrungsinhalte durch ihre objektive… Wirklichkeit…” (Eisler, Wörterbuch der philosophischen Begriffe, 1904) wenn Sie also meinen, “und belegen müssen und brauchen wir gar nichts”,dann reden Sie einem subjektivismus das wort, der keinerlei anbindung an die “objektive Wirklichkeit” braucht, sondern immer nur aus seiner “unmittelbare Wirklichkeit” “wahrheit” schafft, dumm daran ist, daß das eigene ich eben nicht ein universelles ist, sondern immer nur bezogen auf einen kleinen ausschnitt von dem, was gemeinhin so als “Wirklichkeit” bezeichnet ist. und wenn dann auch noch gewisse (ignoranz)filter wirksam sind (ignoranz hier als bewußtes nicht wahrnehmen/wollen = ignorieren zu verstehen), dann ist die zementhart verfestigte meinung komplett und es erübrigen sich dann auch diskussionen mit anderen, weil die einen grundsätzlich nur bestätigen können, widesprechendes wird einfach ausgefiltert. die gleiche wirkung entfaltet dieses reset. man kann das in den satz zusammenfassen: ich sehe die welt wie ich will, also hat die welt gefälligst auch so zu sein, basta!
@1704 15:07/ 16.11.11
eins muss man Ihnen lassen, Sie geben sich redlich Mühe mit Ihren Erklärungen. Oder was nun auch noch sein könnte, Sie haben Langeweile und fusseln hier nun die Beiträge nach gewohnter Manier “ich habe Recht, alle anderen sind doof” auf.
Um das mal jetzt klar zu stellen, ich halte von Belegen und Statistiken und irgendwelchen Zahlenmassen absolut gar nichts, aus dem einfachen Grund, nirgends kann man so gut die Tatsachen fälschen wie in Belegen und Statistiken.
Wenn man den Statistiken des Arbeitsamtes Glauben schenken darf, haben wir eigentlich gar keine Arbeitslosen mehr und dementsprechend müsste es ja auch weniger Hartz IV -Empfänger geben ! oder irre ich jetzt! eigentlich müsste alles toll sein in unsere Stadt , und die Diskussion hier ist völlig umsonst
wenn das Wort ” eigentlich ” nicht wäre
Statistik und Tatsachen sind zwei verschiedene Dinge und ich bin mir bei Ihnen sehr unsicher, ob Sie das begriffen haben oder einfach nur ein Anlass suchen um sich hier wieder mal zu Wort zu melden.
Statistiken und Belegzahlen sind wunderbare Dinge die Tatsachen zu verschleiern. Das gab es schon im alten Rom.
Keine Politiker , keine Regierung arbeitet mit Tatsachen. Dass würde ja bedeuten , mass beißt sich im eigenen Hintern
Und noch eins, ich sehe die Welt so wie sie ist und nicht so wie ich es will. Das wäre der größte Selbstbetrug und den würde ich mir nie antun.
Ich gehe mal davon aus, dass Sie nun kein junger Hüpfer mehr sind und zur Generation 50 + zählen( bin mal heute großzügig was das Alter betrifft ;-), da müsste man doch eigentlich wissen, dass man kaum etwas mit intellektuellen Ergüssen erklären kann , weil die Tatsachen, und zwar die, die tagtäglich sich in dieser Stadt abspielen
eine andere Sprache sprechen.
Bei Ihnen habe ich immer das Gefühl, dass Sie am wahren Leben vorbeirutschen und nur in Ihren Recherchen aufgehen können.
Na ja , jeder seine eignende Art von Befriedigung !
Sie sollten sich bzgl. Ihrer kommentare auch einfach mehr mühe geben:
“Wenn man den Statistiken des Arbeitsamtes Glauben schenken darf, haben wir eigentlich gar keine Arbeitslosen mehr und dementsprechend müsste es ja auch weniger Hartz IV -Empfänger geben !”
wenn das so ist und Sie diese statistiken gelesen haben (wie sonst sollten sie ihnen glauben schenken dürfen/verweigern?) dann werden Sie doch auch unschwer die quelle nennen können, die sie hier kritisieren, nicht? wäre mir neu, daß die arbeitsagentur bzgl. Berlin verkündet, wir hätten hier gar keine arbeitslosen mehr!
mehr an substantiellem (?) haben Sie ja nun auch nicht vorgetragen, der rest ist das übliche persönlichwerdende herumgeseiere. nebenbei bemerkt: ich bin davon überzeugt, daß Sie nicht zur generation 50+ gehören (können), weil Sie ganz offensichtlich über so wenig lebenserfahrung verfügen, daß Sie immer noch nicht begriffen haben, daß die welt selten so ist wie man sie sieht! aber das werden Sie in Ihrem jugendlichen überschwang eben erst noch lernen müssen! ich wundere mich, daß Sie so viel text bemühen, um letztlich so wenig sagen zu wollen(/können?), dabei hätten Sie es sich doch ganz einfach machen können und einfach den spruch bemüht, der üblicherweise erschallt, wenn man nach “belegen” oder “belastbaren Zahlen” fragt: ‘ich glaube nur statistiken, die ich selbst gefälscht habe’ – aber da wollten Sie sich wahrscheinlich nicht dem verdacht aussetzen, unoriginell zu sein!
@Ulla
Irgendwie versteifen Sie sich, dass ich das in diesem Thread gelesen habe. Das wird in meinem Kommentar an keiner Stelle behauptet. Auch von „aufmerksam gelesen“ kein Wort von mir. Also was sollen diese Formulierungen, es kann ja möglich sein, dass Sie meinen Kommentar nicht so verstehen, wie er gemeint war. Das finde ich nicht schlimm, weshalb auch.
Aber bewusst oder unbewusst falsche Formulierungen einbringen finde ich nicht in Ordnung.
Wenn Sie solche oder ähnliche Formulierungen bisher weder gelesen oder gehört haben, umso besser. Das schließt allerdings nicht aus, dass es diese oder ähnliche Formulierungen gibt.
Sone und solche, ja diese Formulierung finde ich ganz „prima“. So wird aber meist nicht argumentiert, sondern es wird pauschal geurteilt. Übrigens nicht nur bei HartzIV, sondern fast immer wenn es bestimmte Gruppen betrifft, ob dies nun Radfahrer, Autofahrer oder Hundebesitzer sind, das ist beliebig auswechselbar.
@ 1704
geschenkt.
Immer wenn man etwas an Ihrem Ego kratzt kommt das selbe Geschwafel .
Das mit den ” jugendlichen ” ehrt mich ja sehr, aber wie so oft irren Sie !!!
Angenehmen Abend
@ Ulla 15.11.-23.06
Ich komme auf die alte Handhabung zurück mit den Angaben Datum und Uhrzeit, sonst landen die folgenden Zeilen wieder irgendwo, nur nicht da, wo sie hingehören.
Unser Wirt (urlaub in Österreich) hat das Problem mit den Bewerbern, geschickt von Arbeitsamt auch, Bei Vorsprache haben sie morgens schon eine Fahne. Der Wirt kann sie so nicht einstellen und so zuckeln diese “Bewerber” mit ihren Zettel wieder ab und zucken wahrscheinlich nur mit den Schultern. Hat eben nicht geklappt mit der Arbeit, oder doch?
@Sigurd
Na meinetwegen – haben Sie die Kommentare im thread eben nicht aufmerksam gelesen. Mich brachte nur Ihr geplagt und abgekämpft Klingendes “Was selten bei mir vorkommt, habe ich hier vollbracht. Alle Kommentare zu lesen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist.” auf die Idee daß Sie während des Lesens schon wieder ein paar böse Buben, bzw. Mädchen, entdeckt haben könnten.
Irren ist menschlich. Ich hoffe Sie können mir nochmal verzeihen.
@Helen
Ich glaube mit dem was wir – auch @Toska – aus eigenem Erleben schildern kommen wir hier im thread nicht weit weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Auch solche Hartz IV-Empfänger – wie sie in Österreich heißen weiß ich jetzt nicht – sind per se edel, hilfreich und gut und vor allem immer auf der Jagd nach Arbeit, selbst wenn sie sich vor einem Einstellungsgespräch Mut antrinken müssen um sich möglichst ungeschickt anstellen zu können. Fragen Sie mal die anderen user.
Das Antworten auf bestimmte Kommentare wieder wie früher mit Datum und Zeitangabe zu handhaben ist übrigens eine gute Idee.
Ach was… edel hilfreich und gut… darum geht’s doch nicht. Wie Brecht schon schrieb: “Wenn der Gute nur ein wenig Geld hat, hat er doch, was er zum Gutsein braucht.” – Hartz-IV-Empfänger sind nicht mehr und nicht weniger edel und hilfreich als andere Vertreter der Primatenpopulation auch.
Aber… da hier manche immerfort ihre persönliche Erfahrungswelt für “die Realität” halten: Die Erfahrungswelt der Niedriglöhner, prekären Selbständigen etc. (in Berlin immer mehr) sieht eben so aus, daß der Druck auf Arbeitslose, “jede Arbeit” anzunehmen, zu einem Verfall der Löhne und Honorare in den unteren und institutionell ungeschützten Bereichen auf breiter Front führt. Nicht zufällig sind seit der Durchsetzung der Agenda 2010 die Realeinkommen der unteren 30% dramatisch gefallen (Statistik reiche ich auf Wunsch nach). Außerdem weiß man: Es kann einen auch selbst treffen, wenn es mal schlechter läuft.
Ich könnte jetzt auch einiges aus eigenen Erfahrungswelten schildern… übrigens auch über die edle, hilfreiche und gute Zahlungsmoral der Mittelschicht… Mach ich aber nicht.
@ Helen
Die Ösis sollen mal froh sein, daß der zwangsweise vorbeigeschickte Arbeiter nur mit der Schnapsfahne und nicht mit der Fahne der roten Revolution gekommen ist.
@Helen, @ulla:
Klar gibt es die Zettel, die ausgefüllt werden müssen, klar gibt es die Verweigerer, die Unwilligen, wie schon vielfach gesagt.
Als ehemaliger Arbeitgeber kann ich ihnen beiden aber auch berichten: es gibt willige Bewerber (die völlig ungeeignet waren), unwillige Bewerber (die eigentlich geeignet gewesen wären). Und? Es gibt Firmen, die Gutes produzieren, aber keine Subventionen erhalten, und es gibt Firmen, die weniger Gutes produzieren, subventioniert werden, schlecht bezahlen.
That`s life, leider!
Was sie aber aussagen wollen, ist eben genau dieses “aber”, was Humanisten, bemüht Vorurteilslosen, Philanthropen oder einfach nur fairen Menschen mißfällt.
Wir alle wissen um die Minderheit der Nicht-Woller.
Aber schon mal über diese Möglichkeiten nachgedacht:
+ Der Mensch mit Alkoholfahne hat ein Drogenproblem und braucht Hilfe, oder sein Leben ist gerade zusammengebrochen. Kommt vor.
+ Der vom Arbeitsamt geschickte Mensch ist motiviert, passt aber nun gar nicht auf diese Stelle. Beispiel: Ein Sanitätshaus aus München bietet einer Fachverkäuferin aus der Umgebung eine Stelle für Brustprothesenanfertigung an. Teilzeit! Ein Job nur für eine Frau! Ein arbeitsloser Freund von mir wird aufgefordert, sich vorzustellen und ggf. für eine befristete 15 Stunden-pro-Woche-Stelle (600€ Monatslohn brutto) nach München (!) zu ziehen. Einzelfall? Mitnichten!!!
+ Ein Akademiker soll sich als Werkstatthelfer vorstellen. Er hat zwei linke Hände. Unqualifizierte Arbeitskräfte gibt es zuhauf.
+ Ein Legastheniker soll als Kundenberater arbeiten, wo er Verträge in Vielfalt mit den Kunden durchgehen soll.
+ Als Arbeitgeber hätte ich keine Lust, jemand unmotiviertes einzustellen – das gibt eh nur Ärger. Warum sollte ich mir das antun?
+ Ich habe Verständnis, wenn etwas nicht passt. Menschen sind kompliziert im Umgang miteinander. Da hilft eher Motivation, nicht Druck.
+ Druck erzeugt Aggression, Aggression erzeugt Unwillen. Unwillen ist tödlich für jede Arbeit. Da hilft nur Therapie.
+ Ich kann mir NICHT vorstellen, das es wirklich viele Menschen gibt, die dauerhaft nicht arbeiten WOLLEN. Aber es gibt einige, die HILFE brauchen. das sehe ich als Aufgabe.
+ Haben Sie sich mal überlegt, wie viel unwillige Arbeitnehmer es in der öffentlichen Verwaltung gibt? Ich kenne viele!
+ Wissen sie, wie viele Menschen sich auf Kosten der Allgemeinheit dauerhaft krank schreiben lassen, obwohl sie nicht WIRKLICH so arbeitsunfähig krank sind? In Berlin sind das sehr viele. Dennoch gibt es die wirklich Kranken, und ich verstehe ihr Leid. Die anderen kosten mehr Geld als die paar Sozialschmarotzer.
Nur mal so als Denkansatz für wohlwollende Überlegungen, das es nichts bringt, immer auf den wenigen Schmarotzer herumzuhacken und die anderen zu stigmatisieren.
Banken wollen sie beide nicht stigmatisieren, deren Geschäftspolitiken sind aber der eigentliche Grund für unser gerade marodes und marodierendes System, welches sich in einem präkollabierenden Zustand befindet. Mit desaströsen Kollateralschäden. Aber das will ja keiner hören. Und das mit den bösen Neo-Nazis auch nicht.
Also Schwamm drüber, rosa Brille für den Teufel und ewige Ächtung für die armen Würmlinge, gell?
@Michael
alles schön und gut was Sie schreiben und ich kann dem auch zustimmen. Aber Sie können davon ausgehen, dass ich und auch mein Mann sehr sensibel auf Probleme von Arbeitssuchenden eingegangen sind.
Und die meisten wollen auch arbeiten.
Nur leider gibt es auch die, die sich bewusst vorher ein Schnaps genehmigen um eine Alkfahne zu haben um ein Alkproblem vorzutäuschen.
Wenn man darauf näher eingeht, dann kommen doch so schnöde Sachen raus, wie weiter Arbeitsweg, na ja , und Koch-das kann ich ja nicht so richtig, habs nur mal aushilfsweise gemacht und viele andere Dinge. Es sind viele Schicksale die einen nicht unberührt lassen.
Aber da Sie ja auch schon mal Arbeitgeber waren und Sie ja auch über die Runden kommen müssen, müssten Sie auch wissen dass man leider auch öfter hart sein muss.
Mein Mann hat bei Neueinstellungen auf alles menschliche Rücksicht genommen, über Tarif gezahlt auch mal Vorschuss gegeben und was war das Ende vom Lied, es wurde geklaut., aus der Kasse, Bons waren verschwunden und die Ware auch.
Und es waren gerade diejenigen, die arbeitssuchend waren und vom Jobcenter kamen . Das ist die Tatsache! Leider
Wenn man heute Arbeitgeber ist, egal in welcher Branche , kann man sich nicht immer auf Menschlichkeit einstellen, man ist ja kein Wohlfahrtsamt.
Meiner Meinung nach hat es @Ulla am besten auf den Punkt gebracht: es gibt solche und solche.
@Michael
Das haben Sie ja nun alles wunderschön geschrieben und auch jede Menge Entschuldigungen für “Nicht-Woller” sowie Anklagen für die üblichen Verdächtigen, Banken etc. zugefügt. Ich verstehe auch Ihre Verbitterung bezügl. der Banken, weil die, wie Sie mal schrieben, Schuld daran waren, daß Sie Ihr Geschäft aufgeben mußten, was man, ohne die Hintergründe zu kennen, glauben kann oder auch nicht.
Im Gegensatz zu Ihnen bemühe ich mich allerdings – wahrscheinlich @Helen auch – beide Seiten zu sehen. Daß auf der Kapitalseite einiges so ist wie es nicht sein sollte ist klar und auch, daß Firmen, im Moment ist da amazon ganz stark im Gespräch, ziemlich mauscheln um Personalkosten zu sparen, den Arbeitslosen die Hoffnung auf einen festen Job nehmen und zudem den Steuerzahler belasten.
Nun gibt’s Gott sei Dank nicht nur böse Banken, Industrie, Handel und Wandel – mehrheitlich sind sie in Ordnung. Ohne sie wäre nicht nur Deutschland längst zusammengebrochen und wir alle wären wieder fröhliche Völker von Jägern und Sammlern ohne Internet, Handy, Supermärkten und warmen Stuben.
Aber eigentlich ging’s in dem thread ja wohl mehr um den Vorschlag von Herrn Steffel, den ich ganz okay finde (also den Vorschlag, nicht Herrn Steffel). Wenn man energischer gegen die Drückeberger – und die gibt es, trotz all Ihres Schönredens) vorginge käme das wahrscheinlich allen zugute, auch dem guten Ruf von Langzeitarbeitslosen.
P.S.
Kleine Frage an alle user: Wer bestellt denn dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke bei amazon (ob andere Versandhäuser auf ähnliche Praktiken verzichten weiß ich nicht)?
@ Toska
was sollte denn von dem, das unter @Toska (16. November 2011 ⁓ 15:30) geschrieben worden ist, an meinem ego gekratzt haben können? da steht doch nichts!
Sie sind ja nicht einmal in der lage, die statistiken, von denen in diesem kommentar die rede ist, hier aufzuzeigen, aus dem einfachen grund, weil es diese statistiken in der angesprochenen form auch gar nicht gibt! aber es zeigt gut auf, wie man sich seine kleine scheinwelt konstruiert, damit alle die kleinen vorurteile nicht etwa korrigiert werden müßten! und es werden natürlich auch keine widersprüche gesehen, allein schon deshalb, weil man allem anschein nach etwas größere zusammenhänge in all den jahren, in denen es nun schon Hartz4 und die dazu gehörende entwicklung gab und gibt, immer noch nicht geblickt hat.
ein bespiel aus diesem kommentar: “Wenn man den Statistiken des Arbeitsamtes Glauben schenken darf, haben wir eigentlich gar keine Arbeitslosen mehr und dementsprechend müsste es ja auch weniger Hartz IV -Empfänger geben !” das eine kann nicht belegt werden (wie auch?), und das andere zeigt auf, wie wenig man die arbeitsvermittlungspolitik der arbeitsagentur verstanden hat: die meisten durch die arbeitsagentur vermittelten jobs (eine ausnahme bilden hier diejenigen arbeitslosen, die innerhalb des ersten jahres der arbeitslosigkeit vermittelt werden können) sind jobs im niedriglohnsektor, d.h. die leute bleiben trotzdem im hartz4-bezug, und so kann es tatsächlich sein, daß es weniger offizielle arbeitslose gibt, aber trotzdem die zahl der Alg2-bezieher nicht sinkt! aber wie soll man das denn auch sehen, wenn man lieber auf seinen vorurteilen und fehleinschätzungen herumkaut?
zum anderen, nur einmal als illustration zu Ihrem beispiel bzgl. ungeeigneter bewerber. es kommt durchaus vor, daß das jobcenter menschen zu bewerbungsgesprächen schickt, obwohl es weiß, daß die bewerber ungeeignet sind. warum macht das jobcenter das? um die arbeitgeber zu ärgern? nein, es macht das in der hoffnung, daß ein teil der leute entweder nicht zu diesem bewerbungsgespräch gehen oder sonst seitens dieser bewerber ein fehler gemacht wird, der dazu berechtigt, daß das jobcenter seinerseits mit sanktionen, also kürzung der leistung, reagieren kann. das nennt sich im jobcenterjargon reduzierung der passiven leistungen. wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, was passive leistungen sind!? das sind nämlich die leistungen, auf die die menschen einen gesetzlichen anspruch haben und die eigentlich nicht gekürzt werden können, weil sie das existenzminimum darstellen. aktive leistungen werden diejenigen leistungen genannt, die in form von eingliederungshilfen etc. zusätzlich zum regelsatz aufgebracht werden. und es gibt in schöner regelmäßigkeit jobcenter-interne anweisungen, daß die passiven leistungen um soundsoviel prozent zu reduzieren sind, also, um es einmal auch Ihnen verständlich zu machen: anweisungen, die die sachbearbeiter und arbeitsvermittler auffordern, sich doch bitte etwas einfallen zu lassen, damit sanktionen ausgesprochen werden können. von diesen internen anweisungen werden Sie niemals in der öffentlichkeit hören, aber es gibt sie, wie gesagt, in schöner regelmäßigkeit. in Ihrem bekanntenkreis haben Sie sicher niemanden, der beim jobcenter arbeitet, oder? ich kenne etliche, die diese praxis des jobcenters bestätigen, auch z.b. davon erzählen, wie stark sie als mitarbeiter des jobcenters unter druck gesetzt werden, wenn ihre “sanktionsquote” zu gering ist!
das ganz andere, was aber hier gern völlig übersehen wird, ist die tatsache, daß seinerzeit durch die Hartz4-gesetze eine zusammenlegung von sozialhilfe und arbeitslosenhilfe erfolgte. sozialhilfeempfänger wurden früher besonders behandelt, weil sie besonders sind, drogenprobleme (zum größten teil alkohol oder medikamente), psychische probleme, entwicklungsstörungen, traumatisierte menschen, oder menschen, die aus irgendeinem anderen grund mit ihrem leben nicht klarkommen. ich sprach vor nicht allzu langer zeit mit einem sachbearbeiter vom jobcenter, der früher beim sozialamt gearbeitet hatte und aufgrund der gesetzlichen neuregelungen dem jobcenter zugeteilt worden war. sein fazit: früher konnte er diesen leuten noch differenziert versuchen zu helfen, heute kann er das nicht mehr, weil diese hilfen nicht mehr vorgesehen sind. es gibt zwar niedrigschwellige angebote vom jobcenter, die sich dann “aktivierungsmaßnahmen” nennen, die aber in aller regelmäßigkeit keinen sonderlichen erfolg haben, weil sie die menschen mit besonderen schwierigkeiten nicht besonders behandeln. im grunde genommen in den meisten fällen herausgeschmissenes geld, und für viele arbeitslose eine zumutung! ich habe selbst schon oft genug erlebt (evtl. erinnern Sie sich: ich begleite hier und da menschen bei der wahrnehmung von jobcenter-terminen) wie einem menschen, der zeit seines lebens gearbeitet hat, von dem sachbearbeiter erklärt wurde, er, der arbeitslose, müsse erst einmal an ein geordnetes leben herangeführt werden, damit er lernt, morgens aus dem bett zu kommen und einen strukturierten tag durchstehen zu können. ich denke, Sie haben nicht die mindeste ahnung, wie sich diese menschen vorkommen, denen das gesagt wird. und wenn einem das mehrmals so gesagt wird, dann drückt das irgendwann auch auf den knopf, der die leute resignieren läßt und sie sich in der hartz4-falle sehen, aus der sie auch sehr wahrscheinlich nicht mehr herauskommen werden! und dann kommen leute wie Sie und andere hier im blog und anderswo mit Ihrem vorurteilsgelaber…
und noch etwas. seit den ersten tagen der industrialisierung und immer wieder, besonders bei gravierenden strukturellen veränderungen innerhalb der sogenannten “arbeitswelt”, gab und gibt es einen “Bodensatz” (sehr unschöner, aber üblicher begriff) an arbeitslosigkeit (friktionelle arbeitslosigkeit) – selbst in zeiten des “Wirtschaftswunders” gab es den, d.h. “vollbeschäftigung” ist schon immer eine gewesen, die einen teil der menschen arbeitslos beließ! was aber in vielen köpfen noch gar nicht so richtig angekommen ist, ist die 3. technische revolution durch das aufkommen der computertechnologie, diese 3. revolution schafft enormes potential an rationalisierungen und effizienzsteigerungen bei gleichzeitiger freisetzung, also entbehrlichmachung, von menschlicher arbeitskraft, und eben nicht nur im industriellen bereich, sondern in allen (wirtschafts)bereichen! d.h. wir befinden uns in einer zeit, in der immer mehr menschen den anforderungen einer modernen hochtechnisierten wirtschaftsgesellschaft nicht mehr genügen (können), schon gar nicht, wenn sie mit der technischen entwicklung nicht schritt halten. @Glis glis hat das in seinem kommentar (14. November 2011 ⁓ 19:42, http://www.hauptstadtblog.de/2.....mment-3344) angedeutet, aber ich vermute einmal, daß das etliche hier im thread gar nicht verstanden haben, weil sie lieber auf ihren verfestigten vorurteilen herumkauen wollen, anstatt sich einmal mit der sie umgebenden wirklichkeit zu befassen! die technische entwicklung der letzten 30 jahre ist derart rasant, daß geradezu zwangsläufig menschen dabei auf der (arbeitslosen)strecke bleiben. daneben besteht die friktionelle arbeitslosigkeit, die es schon immer gab und immer geben wird. und eine so einseitig orientierte wirtschaft wie die der Bundesrepublik Deutschland ist in hohem maße zudem noch abhängig von konjunkturellen oder krisenhaften verläufen, d.h. mit unrgelmäßig sich verändernden nachfragesituationen auf den weltmärkten, die sich in der arbeitslosenstatistik wiederspiegeln. und, was viele auch nicht zu wissen scheinen: auf den weltmärkten ist ein rat-race im gange, das z.b. die Bundesrepublik Deutschland zwingt, hochtechnologische spitzenleistungen erbringen zu müssen, damit die waren überhaupt eine chance haben, dort auch abgesetzt zu werden, und der technologische vorsprung nimmt immer weiter ab!. da fallen dann immer wieder menschen durch das leistungsraster. auch einer der gründe, warum sich immer stärker ein niedriglohnsektor aufbaut, der sich immer stärker in die mittelschicht hineinfrißt – aber warum erzähle ich Ihnen das, Sie verstehen es eh nicht und wollen davon auch gar nichts wissen!
@1704 17.11.2011/10:43
nee, also bei aller Liebe ich habe echt kein Bock Ihre Tapeten zu lesen noch mich in irgendeiner Weise über das was ich schreibe bei Ihnen zu rechtfertigen.
Punkt! Ende! Basta !
ich schrieb doch schon: “aber warum erzähle ich Ihnen das, Sie verstehen es eh nicht und wollen davon auch gar nichts wissen!”
@1704
Statistiken, Scheinwelt, nicht verstehen wollen, Vorurteile, u.s.w. u.s.f. sind alles Begriffe die von Ihnen hier eingebracht worden sind und in keinen einzigen Beitrag hier zu finden ist. Damit meine ich alle Beiträge.
Ich habe hier ein Beispiel beschrieben, wie es sich (sogar nachweislich) zugetragen hat und nicht nur einmal. Und ich habe einen sehr großen Bekanntenkreis und ich weis auch was in Jobcenter passiert, was auf dieser Welt passiert.
Sie konstrurieren sich da irgendwas zurecht und versuchen krampfhaft das jeden zu erläutern und nahe zu bringen, was nun hinter den Kulissen vorgeht.
Meinen Sie nicht, dass es jeden bekannt ist, dass die Angestellten im JC ihre Quote bringen müssen. Genau wie beim BA . Überall da, wo der Bürger sich Geld( was vom Gesetz her ihn zusteht) holen will, wird mit harten Bandagen gearbeitet. Ist doch logo. Welches BA hat Geld zu verschenken.
Das LEBEN ist der härteste Job und das tagtäglich !!
und jetzt ende…………….
“Das LEBEN ist der härteste Job…”
Der Katholizismus ist aber auch ziemlich auf den Hund gekommen. Von einer Calvinistin oder so hätte man sowas ja noch hingenommen… Aber wenn schon Job, dann gefälligst gut bezahlt.
Wobei die Metapher ja traditionell auch vom Ende her funktioniert:
http://www.youtube.com/watch?v=YXNo_5_e7kY
“Ich habe hier ein Beispiel beschrieben, wie es sich (sogar nachweislich) zugetragen hat und nicht nur einmal.”
“sogar nachweislich”? gestatten Sie mir, daß ich darüber milde lächel! Sie haben ja ein wenig erfahrung mit gerichten, nicht wahr? dann wissen Sie auch, wie schnell sich menschen in gemeinsam gehörtem, gesehenem widersprechen oder sinnvoll ergänzen, oder fertigen Sie bzw. Ihr mann immer heimlich bewerbervideos an, für den fall der fälle? und vergessen Sie doch nicht so ganz, mir ging es um ein detail in Ihrer schilderung, das ich als sehr zweifelhaft ansehe, und daß Sie meinen: “und belegen müssen und brauchen wir gar nichts” ist mir seit langem bekannt, aber in http://www.hauptstadtblog.de/2.....mment-3373 ist es auch schwarz auf weiß nachzulesen.
“Meinen Sie nicht, dass es jeden bekannt ist, dass die Angestellten im JC ihre Quote bringen müssen. Genau wie beim BA . Überall da, wo der Bürger sich Geld( was vom Gesetz her ihn zusteht) holen will, wird mit harten Bandagen gearbeitet. Ist doch logo. Welches BA hat Geld zu verschenken.” ich glaube nicht, daß jedem bekannt ist, daß die angestellten im “JC” “Quote” bringen müssen, aber erklären Sie doch einmal, was Sie mit “Quote” überhaupt meinen und wie denn “Quote” gemacht wird, und auch, ob Ihnen an dem begriff auch die widersinnigkeit auffällt? es ist mir auch neu, daß das “JC” oder “BA” mit “harten Bandagen arbeiten” müssen, aber wahrscheinlich entspricht das dem weltbild, dem Sie anhängen! es scheint Ihnen im laufe Ihres lebens völlig entgangen zu sein, daß jedes amt und jede behörde auch gehalten ist, dem bürger dabei zu helfen, seine rechte in anspruch zu nehmen, von “harten Bandagen” steht nichts in den gesetzen. in diesem sinne trifft dann wohl der kommentar von @Glis glis (17. November 2011 ⁓ 17:44) bei Ihnen den nagel genau auf dem kopf!
@ Michael
Sie schmeißen alles in einen Pott, das macht zwar viel her, aber es hat mit all dem gar nichts zu tun. Es ging hier um die Erfahrungen, die mit Neueinstellungen gemacht wurden und die von anderen in Zweifel gezogen wurden. Wenn Bewerber mit den Arbeitsbedingungen nicht einversanden sind und andere faule Gründe angeben, dann sind sie faul und leben mit der Unterstützung eben gut.
Wenn ich im Supermarkt einen Rentner/Rentnerin an der Wursttheke sehe, die um 2 Scheiben Wurst feilschen muß, dann können mir andere den Buckel runterrutschen. Auch Ihre Arbeitslosen, denen eine geregelte Arbeit als Horror vorkommen muß.
@Helen
Das gerade ist die Schwierigkeit eines solchen Forums. Man möchte schreiben, was alles falsch läuft in unserem Land, in dieser Welt. Die Ungerechtigkeit sieht jeder. Darüber kann man sich wohl einig sein. Wenn man alles aufzählen würde, was an Leistungen von allen erschlichen wird, so würde dies das Blog wahrscheinlich sprengen.
So bleibt jedem seine Sicht auf das was gerade diskutiert wird, natürlich ist es richtig, dass es Bewerber gibt, die keine Lust haben. Das wird wohl von niemandem ernsthaft bestritten. Aber es gibt auch die von @Michael beschriebenen. Leider wird dann eben zu oft pauschalisiert. Wahrscheinlich liegt darin die ganze Miesere.
Mit Kommentaren kann man seinem Ärger Luft machen, kann seine subjektive Meinung schreiben, nur die Verhältnisse werden wir damit nicht ändern.
So bleibt zum Schluss wohl immer die Erkenntnis, schön, dass wir mal darüber gesprochen haben.
@ Sigurd
Ich hätte mich in diese Diskussion hier gar nicht eingemischt, wenn es von einigen abgestritten wird, was @ Toska u.a. eingebracht haben. Es ist immer einfach, seine eigenen Erwartungen und Vorstellungen auf dem Rücken anderer abzuarbeiten.
Heute wurden Razzien gemacht auf Baustellen wegen illegaler Beschäftigung. Und dort werden sicher nicht nur Arbeiter aus dem Osten angetroffen, auch Deutsche mischen dort mit, es bringt vielleicht mehr ein als ein offizieller Job.
@Sigurd
Ich kann nicht finden, dass in diesem Thread “pauschalisiert” wurde.
Im Gegenteil, es wird alles sehr differenziert und detailliert betrachtet und bewertet.
Mit unterschiedlichen Standpunkten, die sich ergänzen und bereichern können.
Für mich geradezu ein Musterthread. Zumal auch noch moderat im Ton. Trotz des Sprengstoffs.
@ Glis Glis
Ich frage mich immer wieder, wie Sie eigentlich Ihre mangelnde ( Menschen) Kenntnis kompensieren.
“Heute wurden Razzien gemacht auf Baustellen wegen illegaler Beschäftigung. Und dort werden sicher nicht nur Arbeiter aus dem Osten angetroffen, auch Deutsche mischen dort mit, es bringt vielleicht mehr ein als ein offizieller Job.”
sehen Sie, genau so funktioniert es, daß sich vorurteile verfestigen oder gar bilden: Sie vermuten einfach, daß deutsche da “mitmischen”, mit der vermutung, weil schwarzarbeit “vielleicht mehr bringt als ein offizieller Job”, aber worauf stützen Sie Ihre vermutung? lediglich auf dem vorwissen, daß auch deutsche arbeitnehmer schwarzarbeit machen, was auch keineswegs bestritten wird, nur für den hier erwähnten fall ist das VÖLLIG UNERHEBLICH: im Tagesspiegel wird davon berichtet, daß schwarzarbeiter aus Polen und Portugal eingeschleust worden seien (DER TAGESSPIEGEL, Durchsuchungen – Razzia gegen Schwarzarbeiter-Netzwerk, 17.11.2011, http://www.tagesspiegel.de/ber.....60180.html), von deutschen Alg2-beziehern ist dort, und auch anderswo, kein sterbenswörtchen zu lesen, d.h. Sie machen hier genau das, was Sie @Michael in Helen, 17. November 2011 ⁓ 21:35, vorwerfen: “Sie schmeißen alles in einen Pott”!
aber Sie machen sich nicht die mühe, Ihre vermutungen zu überprüfen – Sie halten sie einfach für wahr und fügen Sie als kriterium in Ihre betrachtung einer sache/eines geschehens einfach und unkritisch mit ein. “@Toska u.a.” hat sich auch nicht zu schwarzarbeit geäußert, sondern dezidiert über Alg2-bezieher bzw. bewerber mit Alg2-hintergrund geschrieben, und, um Sie in dieser hinsicht auch zu korrigieren, die richtigkeit der darstellung @Toskas wurde bezweifelt, nicht, daß es auch unter arbeitslosen solche gibt, die keine lust auf arbeiten haben. und es wurde dem eindruck, der hier vermittelt worden ist oder werden sollte, entgegen getreten, als könne man in dieser hinsicht einfach pauschalisieren, die “drückeberger” einfach verallgemeinern.
aus den zahlen der bekannt gewordenen fälle von schwarzarbeit geht hervor, daß die masse der arbeitslosen keine machen, trotzdem wird in der öffentlichkeit immer wieder versucht so zu tun oder es so darzustellen, daß es viele sind. es stimmt aber nicht, nur scheint das in vielen köpfen einfach nicht hinein zu wollen, und deshalb sind solche köpfe auch immer wieder so dankbar, wenn mal wieder ein solcher fall durch die medien geistert, dazu am besten noch möglichst dreist und eklatant, bei dem sich diese köpfe dann wahrscheinlich sagen können: siehste, habe ich also doch rechtt! ABER: die zahl von Alg2-beziehern, die zusätzlich zum bezug von leistungen nach dem Alg2 noch schwarzarbeiten, bewegt sich BUNDESWEIT unterhalb von 30.000 – rechnen Sie mal den prozentsatz zu den über 2 millionen arbeitslosen aus, und wenn Sie dann auch noch alle diejenigen rechnen, die in irgendeiner form zusätzliche hilfe zum lebensunterhalt erhalten, dann sehen Sie evtl., was für ein marginales phänomen hier dauernd so hochgepusht wird! um die so erhaltene zahl noch ein wenig “aufzuhübschen”, kann man meinetwegen auch noch die zahl der verdachtsfälle hinzunehmen, eine zahl, die sich bei ca. 60.000 bewegt (2010), wobei man eben dabei nicht so ganz vergessen sollte, was ein verdacht, und was eine nachgewiesene handlung ist…
abgesehen davon, daß es auch eine scheinheilige diskussion ist, denn zu einem schwarzarbeiter gehört immer auch derjenige, der schwarzarbeit vergibt, nicht wahr? und in diesem sinne haben Sie auch recht mit Ihrer vermutung, daß in dem genannten fall auch deutsche mitmischen, aber anders als Sie es hier erscheinen lassen: “Eine kriminelle Bande soll seit drei Jahren hunderte Schwarzarbeiter aus Osteuropa und Portugal nach Deutschland eingeschleust haben… drei Hauptbeschuldigte[n] im Raum Berlin… Es handelt sich um einen Deutschen, Griechen und Serben, alle drei sind 40 Jahre alt…” (DER TAGESSPIEGEL, a.a.O.)
Man sollte sich auf den geringsten, gemeinsammen Nenner verständigen:
Laut Bundesanstalt für Arbeit und Deutschem Statistikamt über 7 Millionen im HartzIV Bezug bei 0,5 Mio. freien Stellen.
Ein Lohn über 45 Jahre malocht von 7,50 bedingt eine Rente von 620 Euro. Also ab zum Sozialamt betteln!
Dass hier jeder Steuerzahler auf Umwegen die Niedriglöhne der Unternehmer finanziert steht fest…
@ Helen
Schade, von Ihnen hätte ich ein wenig mehr Durchblick erwartet.
Frage: Warum finden sich auf vielen Baustellen Schwarzarbeiter? Nicht etwa, weil sich “Sozialschmarotzer” (also die hier von Ihnen, ulla und toska gemeinten) bereichern wollen. Sondern: Es werden gar keine offiziellen Jobs angeboten! Wer sich hier bereichert ist der Bauuntzernehmer, der durch diese Schwarzarbeit mal eben einen Batzen Geld “spart”, in dem er eben KEINE Sozialabgaben etc. zahlt.
Ansonsten siehe oStsEE 15. November 2011 ⁓ 13:12
Sie hätten auch noch auf Ihren kommentar 15. November 2011 ⁓ 16:51 hinweisen sollen, evtl. wäre dann bei einigen ja auch der groschen gefallen (http://www.hauptstadtblog.de/2.....mment-3381)
Hm,
nun frage ich Sie @1704 woher haben Sie denn die Vermutung dass da keine Deutschen mitmischen ?
Wo rauf stützen Sie denn Ihre Vermutung, dass @Helen mit Vorurteilen argumentiert ?
Sie werfen andere Vorurteile und Vermutungen vor, aber genaueres wissen Sie doch auch nicht. Sie argumentieren auch nur mit Vermutungen und Wiki-wissen.
Sie vermuten es doch auch nur-oder haben Sie das heute in Ihrem Kaffeesatz gelesen, dass bei Razzien auf Schwarzarbeiter keine Deutschen dabei sind ? Ich meine, Schwarzarbeit ist ja nun schon lange kein Privileg für Arbeiter aus Ostblockstaaten mehr.
Schwarzarbeit ist doch legalisiert. Man kann es auch
” Schulungsbegleitenes Betriebspraktikum” nennen,oder anders gesagt ” Ein € Job” .
@ 1704,
Wo Sie nach der zur zeitigen Berichtslage Recht haben, steht ausserhalb jeder Diskussion, ansonsten wie fast immer, nur bla,bla bla.
@ 1704
“Genau so funktioniert das” ja es hat funktioniert. Nur hätten Sie sich diese Tapete sparen können. Sie sind gar nicht auf den Grund meines Schreibens eingegangen, sondern haben sich mal wieder den Nebensatz ausgesucht.
@ 1704
“aus den zahlen der bekannt gewordenen fälle von schwarzarbeit geht hervor, daß die masse der arbeitslosen keine machen,”
Genau so ist es.
In meiner Berliner Nachbarschaft macht auch kein H4-Empfänger Schwarzarbeit. Die arbeiten nur bim Rahmen von Nachbarscheidhilfe.
“nun frage ich Sie @1704 woher haben Sie denn die Vermutung dass da keine Deutschen mitmischen ?”
lesen Sie doch wenigstens annähernd sinnerfassend! und: ich habe nicht behauptet, daß @Helen mit vorurteilen argumentiert. und ganz schwach, 1-Euro-jobs in den topf von “Schwarzarbeit” zu werfen! allerdings wird da evtl. auch ein gewisser sinn für schrägen humor deutlich, falls gemeint sein sollte, daß Alg2-empfänger nun auch noch verantwortlich dafür sind, wenn sie zu 1-Euro-Jobs gezwungen werden. aber, um zum ausgangspunkt zurückzukehren: hier wurde nicht schwarzarbeit generell, sondern im besonderen bzgl. des hier im virtuellen raum herumschwirrenden “sozialmißbrauch”s diskutiert, und da ist es wenig sinnführend, wenn man nun auch noch ganz allgemein über dieses oder jenes herumschwatzt! aber, wie schon oben geschrieben: diskussionen werden auch dadurch befördert, daß man beim lesen auch versucht, den sinn des gelesenen zu erfassen!
Durch das Anschauen von Tierfilmen.
@ Helen
der “Grund” Ihres kommentars ist mir völlig unbekannt, und ich finde auch nicht, daß Sie den ausreichend deutlich gemacht haben, aber das ist doch letztlich auch egal. lesen Sie meine replik dann doch einfach so, daß ich auf ein detail oder einen aspekt Ihres kommentars eingehe und ziehen Sie daraus die für Sie zutreffenden schlüsse. und natürlich lese ich kommentare hier auch im kontext von zuvor geschriebenem, und wenn Sie dann z.b. solche sachen schreiben wie, daß “von einigen abgestritten wird, was @ Toska u.a. eingebracht haben” dann sollte es auch für Sie völlig i.o. sein, wenn man Sie in diesem punkt auch korrigiert! ich meine das weder persönlich noch unfreundlich, sondern sachlich! und wenn ich dann zu einer thematik noch etwas anhänge, weil es in diesem zusammenhang m.m.n. dazugehört, dann müssen Sie das auch nicht einzig und allein auf Ihren kommentar beziehen. falls z.b. der grund Ihres kommentars altersarmut gewesen sein sollte, d.h. daß immer mehr rentner probleme haben, über den monat zu kommen, dann sehe ich diese problematik auch, aber doch bitte nicht unter dem stichwort “sozialmißbrauch” – weil es den verdacht nahe legt, hier solle etwas gegen etwas anderes “ausgespielt” werden… seit nunmehr 30 jahren gerät unser sozialsystem mehr und mehr aus den fugen, und zu einem großen teil ist das politisch gewollt, und das heißt, ganz simpel und sehr politisch gesprochen, daß die davon betroffenen gut daran tun, nicht aufeinander herumzuhacken, sondern sich in den gemeinsamen interessen finden und gemeinsam etwas dagegen zu tun, bei partikularinteressen gilt immer als maxime der verursacher solcher miseren: divide et impere! und leider klappt das in Deutschland immer wieder ganz hervorragend!
:D
@ 1704
nun hören Sie doch mit solchen Unterstellungen auf man würde nicht ” sinn erfassend ” lesen.
In Ihren post einen Sinn zu finden ist schwierig.
Wenn Sie schreiben:
” sehen sie, genauso so funktioniert es , dass sich vorurteile verfestigen”….. , dann unterstellen Sie den User, in diesem Falle @Helen, dass sie Vorurteile hat.
und darauf bauen Sie dann Ihre Antwort auf, indem Sie anderen erst mal Vorteile vorwerfen .
Ansonsten siehe @Aussteiger 18.11.2011/12:38
dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
@Glis glis
Oh, anschauen von Tierfilmen ist gut, sehr gut. Da findet man so das ein oder andere als Vergleich wieder.
Bei Ihnen muss ich immer an Affe denken ;-)
machen Sie doch nicht 1704 dafür verantwortlich, wenn Sie texte nur relativ eingeschränkt verstehen/gedanklich umsetzen können. aber ich bitte doch darum, daß das eingeschränkte verständnis dann nicht als eines ausgegeben wird, für das 1704 verantwortlich zeichnen soll!
und wenn Sie schon zitieren, dann doch bitte korrekt, nicht lediglich so, daß es Ihre lesart unterstützt. Sie zitieren: “‘ sehen sie, genauso so funktioniert es , dass sich vorurteile verfestigen’….. , dann unterstellen Sie den User, in diesem Falle @Helen, dass sie Vorurteile hat.” im original lautet das zitierte aber: “sehen Sie, genau so funktioniert es, daß sich vorurteile verfestigen oder gar bilden: Sie vermuten einfach, daß…” – warum unterschlagen Sie jetzt die genannte möglichkeit, daß sich durch dieses oder jenes “gar vorurteile bilden” (also, um es auch Ihnen verständlich zu machen, nicht vorhanden sind, aber zustande kommen)? und wie bzw. warum sie zustande gekommen sind oder wie sie zustande kommen können, wird dann nach dem doppelpunkt bei bilden erläutert.
ich kann ja verstehen, daß Sie nun ein wenig mit der brechstange argumentieren wollen, aber Sie kommen dabei keineswegs gut weg!
“In meiner Berliner Nachbarschaft macht auch kein H4-Empfänger Schwarzarbeit. Die arbeiten nur bim Rahmen von Nachbarscheidhilfe.”
1. in Ihrer “Berliner Nachbarschaft” leben wieviele “H4-Empfänger”?
2. wem wird diese “Nachbarscheidhilfe” zuteil?
3. wie oft wird in Ihrer “Berliner Nachbarschaft” “Nachbarscheidhilfe” geleistet?
4. handelt es sich tatsächlich um “H4-Empfänger”?
5. woher meinen Sie zu wissen, daß es sich tatsächlich um schwarzarbeit und nicht um “Nachbarscheidhilfe” gehandelt hat? und in welchen exorbitanten größenordnungen spielte sich diese schwarzarbeit ab?
6. ganz wichtig, weil rechtlich relevant: war der umfang der erbrachten arbeit, wenn denn ein entgelt dabei eine rolle spielte, in einem “erheblichen umfang” und “auf gewinnerzielung” ausgerichtet?
7. und woher wissen Sie, daß die “H4-Empfänger” evtl. tatsächlichen nebenverdienst nicht ordnungsgemäß als zusätzliches einkommen beim jobcenter angegeben haben?
8. haben Sie schon einmal zur kenntnis genommen, daß ungefähr, ja ja,statistik, fast jeder dritte Deutsche schon einmal “schwarz” für sich arbeiten ließ? und nicht nur von “H4-Empfänger”, sondern handwerksmeistern, kleinen betrieben, sogar tatsächlich auch nachbarn, bekannten, freunden, mit oder ohne ‘H4-Empfang”…
als neunte frage fiele mir natürlich die gretchenfrage ein, inwieweit Sie selbst “schwarzarbeit” in anspruch genommen haben, aber da erwarte ich eh keine ehrliche antwort, also stelle ich sie auch nicht!
@ostsee
Nur um es richtig zu stellen: @Helen, Toska und ich haben (bis auf die kurze Bemerkung von Helen in Zusammenhang mit der Razzia) nicht von Schwarzarbeitern gesprochen.
Wir schrieben von Hartz IV-Empfängern, denen jedes Mittel recht ist um eine Arbeitsaufnahme zu vermeiden. Wir haben auch nicht pauschalisiert sondern von uns bekannten Einzelfällen berichtet. Falls Ihnen die Fälle märchenhaft erscheinen empfehle ich einen Besuch auf dem unteren Bahnsteig des U-Bahnhofs Leopoldplatz bei den winterlichen Dauergästen. Schildern Sie Ihr Problem mit der Arbeitsaufnahme. Dort wird Sie, um’s mit Verona zu sagen, geholfen. Die Leute wissen wie man sowas Unangenehmes wie geregelte Arbeit umgeht – ich habe unfreiwillig mal einem diesbezüglich Gespräch lauschen dürfen als die Züge unregelmäßig fuhren.
Wenn andere Arbeitslose mal etwas – kein Fulltime-Job – nebenbei machen sehe ich es wie Sarrazin: “Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet.”
@ Toska
Das kann ich gut verstehen. Ist aber nur Mimikry.
@ ulla 18. November 2011 ⁓ 16:26
Nun, mir erschließt sich der Sinn des immerwährenden Wiederholens der Beschreibungen von “Einzelfällen” hier überhaupt nicht. Was wollen Sie uns (mir) denn damit verdeutlichen?
Und was das Zitat betrifft: So eine Einstellung ist nicht nur opportunistisch sondern auch dämlich.
@ostsee
Ich will Ihnen nicht mehr und nicht weniger verdeutlichen als daß Sie ganz offensichtlich mit Scheuklappen durchs Leben laufen.
@Glis glis
Wie jetzt ?! Mimikry nennt sich auch eine Beratungsstelle für anschaffende Frauen.
@ ulla
Wie kommen Sie darauf?
@ ulla (18. November 2011 ⁓ 16:26)
“Wir haben auch nicht pauschalisiert sondern von uns bekannten Einzelfällen berichtet.”
@Toska (15. November 2011 ⁓ 12:27) “Alle, die bei uns waren , hatten weder Bewerbung, Zeugnisse dabei und sagten nur, machen sie mal da ein Stempel hin, dass ich mein Hartz IV weiter bekomme .”
@ulla (16. November 2011 ⁓ 21:35) “Auch solche Hartz IV-Empfänger… sind per se edel, hilfreich und gut und vor allem immer auf der Jagd nach Arbeit, selbst wenn sie sich vor einem Einstellungsgespräch Mut antrinken müssen um sich möglichst ungeschickt anstellen zu können. Fragen Sie mal die anderen user.”
@Helen (17. November 2011 ⁓ 21:35) “Wenn ich im Supermarkt einen Rentner/Rentnerin an der Wursttheke sehe, die um 2 Scheiben Wurst feilschen muß, dann können mir andere den Buckel runterrutschen. Auch Ihre Arbeitslosen, denen eine geregelte Arbeit als Horror vorkommen muß.”
möglicherweise liegt es jeweils am so allgemein gehaltenen, daß man gar nicht auf die idee kommt, hier könne es sich lediglich um (gemeinte) einzelfälle handeln, und daß die verfasser das auch auf gar keinen fall etwa verallgemeinernd verstanden wissen wollten, haben sie dann ja auch wortreich dargelegt als sie bemerkten, von einigen doch so völlig mißverstanden worden zu sein. ergo ist doch alles gut und piep piep piep, alle haben sich lieb! ich gehe davon aus, daß Sie selbst sicher am besten wissen, wofür die “einzelfälle” hier überhaupt geschildert worden sind! und halten Sie andere gut und gern für mindestens so “schlau” wie Sie sich selbst dafür halten!
apropos Sarrazin: was meinen Sie, ist besagter in den letzten tagen anläßlich der öffentlichen diskussion (?) um rechtsradikale, ausländerfeindlichkeit, rechtsextreme netzwerke und rechtsextremistischen gewalttaten wenigstens ein bißchen nachdenklich geworden?
wahrscheinlich wollte Ihnen die verfasserin des kommentars mit dem zitat lediglich nahe bringen, daß auch ein Sarrazin lediglich einzelfälle meint und keineswegs verallgemeinert. so gesehen bleibt auch nur noch die wahrscheinlich völlig belanglose frage, warum Sarrazin “fast schon” erleichterung empfindet, wenn er von einzelfällen spricht? ein sarrazinsches mysterium im lichte eines @ulla-kommentars…
@1704 17:47
Können Sie nicht mal’ne Pause einlegen mit Ihren ständigen bla, bla, bla
BITTE !!!!!!!!!!!!!
würde ja wie 1 Monat Südseeurlaub vorkommen mal nichts von Ihnen zu hören.
Wie sagte schon unser Helmut Schmidt:
Intellektuelle neigen immer zu Spinnerei.
Obwohl man hier mehr von Pseudointellektuell sprechen kann.
@1704 18. November 2011 ⁓ 17:47
Nur weil Sarrazin Sachen beschrieben hat, die linke und alternative Mitbürger nicht hören wollen, weil sie auf dem betreffenden Auge blind sind, darf man ihn doch nicht mit rechtsextremistischen Mördern in Zusammenhang bringen.
Das ist doch recht gemein von Ihnen.
Die älteste demokratische Partei Deutschlands hätte ihn doch längst rausgeschmissen, wenn da was dran wäre.
–
@Betreiber
Schade, dass die Blog-Software das Verfolgen der interessanten Diskussionen so erschwert.
@Hernando
„Nur weil Sarrazin Sachen beschrieben hat, die linke und alternative Mitbürger nicht hören wollen, weil sie auf dem betreffenden Auge blind sind…“
Ist dies kein pauschales Urteil? Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass es linke und alternative Mitbürger sind? Diese Information würde mich interessieren.
Ich z. B. kenne viele, die weder dies noch das sind und seine Äußerungen trotzdem nicht gut finden.
@ Ostsee 11.33 Uhr
Ich komme erst heute abend zum HSB und wollte Ihnen auf Ihren obigen Eintrag schreiben. Aber in der Zwischenzeit sind mehrere Beiträge eingegangen, dazu die unsäglichen Episteln von @1704, daß es eigentlich überflüssig ist, noch etwas zu schreiben. Ich sprach von Einzelfällen, Sie aber von allen ALGII.
Sie schreiben sehr kurz, ich halte mich auch daran, weil ich davon ausgehe, daß die Menschen einen Kopf zum Denken haben und nicht nur zum Huttragen. Aber ich halte mir die Möglichkeit offen, auf einen Kommentar zu antworten, wenn er in einem vernünftigen Ton mit einem wirklichen Hintergrund geschrieben wird. Nur um kundzutun, daß “ich auch” auf Sendung bin, mein Gott…
Sinnvolle Einrichtung vermutlich. Ob der Name gut gewählt ist… hm… Aber es würde zu weit führen, hier auch noch Dinge um das Paarungsverhalten höherer Primatengattungen zu erörten… befassen wir uns lieber mal mit Büffeln. Also nicht Studieren, sondern das wehrhafte Hornviech… da wo der Mozzarella rauskommt…
Tierfilme anzuschauen ist nämlich in der Tat lehrreich… Weiter oben war ja zutreffenderweise von “Divide et impera” die Rede; das Gegenstück dazu ist jenes “Vereint wir stehen, geteilt wir fallen” (dessen angelsächsische Version etwas bekannter & prägnanter ist). Eindrucksvoll demonstriert wird das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=LU8DDYz68kM
Lohnt sich in voller Länge zu sehen. Ein doller Plot, hätte sich kein Thriller-Drehbuchautor besser ausdenken können. Vielleicht ist das ein besserer Input zum Thema als eine Statistik.
“bleibt auch nur noch die wahrscheinlich völlig belanglose frage, warum Sarrazin “fast schon” erleichterung empfindet …” Das ist keine wahrscheinlich völlig belanglose sondern eine echt blöde Frage.
Als Finanzsenator, der über Steuereinnahmen und -ausgaben zu wachen hatte konnte er ja schlecht schreiben, daß er Erleichterung empfindet wenn jemand etwas an der Steuer vorbei tut. So ein Fall müßte doch geprüft werden, nicht nur wegen des Hartz IV-Empfängers sondern auch wegen des Arbeitgebers der sich hier evtl. bereichert und durch diese Schwarzarbeit mal eben einen Batzen Geld “spart”, in dem er eben KEINE Sozialabgaben etc. zahlt wie @ostsee ganz richtig weiter oben bemerkt.
ja ja, natürlich konnte er es nicht schreiben, weil er es ja auch gesagt hat, in einer fernsehsendung (‘Links-Rechts’/N24, 26.02.2008, 23:30 h), aber Sie haben natürlich völlig recht, nur: dem mund des meisters sind noch andere sätze entfallen, und alle in der gleichen sendung. z.b. wird er mit solchem wiedergegeben: “Natürlich sei schwarzarbeiten ‘empörend’. Aber nichts zu tun, sei auch ‘empörend’ und für den Menschen viel schlimmer.” oder “Wenn jemand, der sonst gar nichts tun würde, ‘in einer Einfamilienhaussiedlung ein Bad fliest, dann ist immerhin ein Bad entstanden, das ist ein volkswirtschaftlicher Wert’, sagte Sarrazin. Es gebe zwar zwei Steuersünder, dies hätten der Schwarzarbeiter und der Hausbesitzer ‘vor dem lieben Gott oder dem Finanzamt’ zu verantworten. Positiv sehe er aber, sagte Sarrazin, dass es Umsatz im Baumarkt gegeben habe.” oder auch “Immerhin sei der Schwarzarbeiter so ‘an die frische Luft’ gekommen und er ‘hat wahrscheinlich jetzt drei Tage lang bessere Laune, das wiederum sei gut für Frau und Kinder.’ Sarrazins Fazit: ‘Arbeit hat immer nur positive Seiten’.”
(quelle: WELT ONLINE, Neuer Streich – Jetzt lobt Sarrazin Vorteile der Schwarzarbeit, 27.02.2008)
RP ONLINE hatte seinerzeit Sarrazin so verstanden: “Bisher galt Schwarzarbeit in Politikerkreisen als indiskutabel. Damit räumt Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) jetzt auf. In einer Talkshow sagte er am Dienstagabend, dass Schwarzarbeit mit gemischten Gefühlen zu sehen und nicht völlig zu verurteilen sei…”
(RP ONLINE, Schattenwirtschaft – Sarrazin begrüßt Schwarzarbeit, 27.02.2008)
oder FinanzNachrichten.de: “Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) sieht Schwarzarbeit mit gemischten Gefühlen und will sie nicht völlig verurteilen.” (FinanzNachrichten.de, Sarrazin sieht Schwarzarbeit mit gemischten Gefühlen, 27.02.2008)
oder, zitieren wir einmal die damalige CDU-fraktion: “Dietmann: Schwarzarbeit ist Betrug am Staat – Aussage des Finanzsenators trägt beinahe kriminelle Züge” – http://cdu.omc.net/Aktuelles/P.....elle-Zuege
oder nehmen wir die BZ: “Die einen schätzen ihn für seine klaren, unbequemen Worte. Andere halten ihn für einen Verbal-Querulanten, der übers Ziel hinausschießt. Jetzt hat Finanzsenator Thilo Sarrazin in der N24-Sendung ‘Links-Rechts’ Verständnis für Schwarzarbeiter geäußert…” (BZ, In einem TV-Streitgespräch sagte Thilo Sarrazin: ‘Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und nur fernsieht, wäre ich fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarzarbeitet.’, vom 28.02.2008)
oder die von Ihnen doch so gern gelesene mobil.morgenpost vom 06.06.2008: “Jetzt lobt Sarrazin Vorteile der Schwarzarbeit” (http://mobil.morgenpost.de/ber.....W7efpAK5w**)
… ich könnte dies jetzt auch noch eine ganze weile so fortsetzen – aber ich denke, es ist deutlich genug geworden, daß Sie entweder herrn Sarrazin nicht richtig verstanden haben, oder aber Sarrazin noch nicht wußte, daß Sie über einzelfälle reden wollen! ich verkneife mir einmal an dieser stelle, welche dieser beiden möglichkeiten nun blöder ist!
Das einzig Sinnvolle ist ein BGE in angemessener Höhe. Aber da sträuben sich die Herrschenden weil sie Angst vor Machtverlust haben.
Und um das Thema um das es Hier geht, da kann ich nur eines zu sagen… alles was gegen diejenigen eingesetzt werden kann, gegen die es gedacht ist, kann auch gegen alle eingesetzt werden, gegen die es nicht gedacht ist.
Es wird schon einen Grund haben warum die Berliner Sozialgerichte völlig überlastet sind und viele nach Jobverlust ihre Laufenden Rechnungen nicht mehr zahlen können.
Sicher gibt es auch Lebensmüde (Wer nichts tun will ist nicht mehr wirklich Lebendig). Aber sie bilden die Minderheit und sind zu vernachlässigen. Auch sind Strafen nur dazu geeignet Probleme zu Bekämpfen, nicht jedoch die Ursachen der Probleme….
Unsere Regierung hat absolut einen Hass auf Ursachenbekämpfung scheint mir.. Es werden nur Probleme bekämpft… naja, logisch.. schafft ja auch Arbeitsplätze.
Äsop, “Die Stiere und der Löwe” – Burkhard Waldis, 1490 – 1556 (?), hat das gleiche thema bearbeitet (‘Von den Ochsen und dem Löwen’): http://www.fabelnundanderes.at.....L%C3%B6wen
nur mal so…
Respekt für die Fleißarbeit – allseits Bekanntes nochmal ergoogelt und “zu Papier gebracht”. Gut daß Sie trotz Ihrer Neigung zu Tapetenrollen rechtzeitig damit aufgehört haben. Durch die Wiedergabe von nochmehr Presse- und Politikerstimmen wäre das Fazit Ihrer Betrachtungen “daß Sie entweder herrn Sarrazin nicht richtig verstanden haben, oder aber Sarrazin noch nicht wußte, daß Sie über einzelfälle reden wollen!” auch nicht richtiger geworden.
Was Sie aus den Kommentaren von usern, die nicht so einseitig gepolt sind wie Sie, machen ist zwar schlau – klug ist es nicht. Hilft aber ungemein Sie unter “Vergiß es” einzuordnen.
jetzt sind Sie argumentativ im kindergarten angekommen, bei diesem immer wiederkehrenden du bist doof, nein du bist doof, nein du bist doof, nein du bist doof – wobei “doof” hier lediglich die rolle eines platzhalters spielt. ich denke, daß Sie sehr genau wissen, wie Sarrazins äußerungen seinerzeit zu verstehen waren und auch heute (noch) zu verstehen sind, und wenn Sie sich dann, weil es schlau erscheint, hier und da etwas argumentativ zurechtbiegen, wie z.b. die äußerung, Sarrazin könne als finanzsenator, “der über Steuereinnahmen und -ausgaben zu wachen hatte”, könne ja schlecht…, dann wissen Sie doch als ausgewiesener “Sarrazin-Fan”, als den Sie sich hier ja schon des öfteren bezeichnet haben, daß Sarrazin tatsächlich das meint, was er sagt, auch wenn er es im nachhinein aus opportunitätsgründen auch hier und da wieder abgeschwächt oder relativiert hat.
aber Sie können sich skt. Sarrazin noch einmal “live” anhören, damit sich das bei Ihnen auch wieder zurecht rückt. achten Sie dabei insbesondere einmal auf die antwort Sarrazins hinsichtlich der frage, Berlin zu einer steueroase (für steuerhinterzieher) zu machen… nebenbei, das wird andere hier im blog interessieren, stellt Sarrazin hier auch klar, daß es “grottenmäßiger unsinn” ist zu behaupten, Berliner schüler seien dümmer als die in Bayern (“es war natürlich ein absoluter Scherz…”)…
http://www.youtube.com/watch?v=k40Yjup3JHs
Ach, Sarrazin ist doch nur ein Provokateur… Wenn jemand im 20. Stock sitzt und fernsieht, verdrängt er damit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Wenn er schwarz arbeitet, dann tut er das möglicherweise sehr wohl. DAS ist der Punkt, nicht dieser Unfug mit frischer Luft und so.
Und das Argument mit dem Umsatz im Baumarkt und dem volkswirtschaftlichen Wert… also wenn man den Gedanken weiterführt, dann kann man auch die Autobrandstiftungen gut finden, weil dadurch der Umsatz von Werkstätten und Autofabriken steigt… und damit das BIP. Das ist absurder Pseudo-Keynesianismus.
Bin dann aber erst mal weg.
@ Glis glis (19. November 2011 ⁓ 15:56)
ich sehe das ganz genau so wie Sie, aber es gibt eben menschen, die diesen verbal-querulanten ernst nehmen und seinen doch sehr fragwürdigen thesen anhängen…
“… daß Sarrazin tatsächlich das meint, was er sagt, auch wenn er es …” Das hoffe ich doch sehr, sonst hätte ich dem Satz “Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet.” doch nicht zugestimmt.
Sie haben zwar nicht, aber ich auf jeden Fall mit Sarrazin etwas gemeinsam – ich meine auch was ich sage.
@ ulla (19. November 2011 ⁓ 16:30)
“aber ich” [habe] “auf jeden Fall mit Sarrazin etwas gemeinsam – ich meine auch was ich sage.”
das ist ja gerade das schlimme, zumal Sie ja dem verbal-querulanten oft genug auch nur nachplappern. andererseits schließt ja nicht aus, wenn man sagt, was man meint, daß man nicht doch auch das, was man meint, im laufe der zeit ändert, z.b. weil einem ein völlig neuer gedanke gekommen ist, der dem bisherigen für wahr/richtig bewfundenen widerspricht, man details/aspekte zu wissen bekommt oder zur kenntnis nimmt, die zuvor unbekannt waren oder nicht wahrgenommen worden sind, oder weil argumente/sichtweisen/fakten hinzukommen, die hinreichend anlaß geben, etwas als gewiß erachtetes auch wieder in frage zu stellen und dadurch auch die eigene meinung, also das dann auch gemeinte und damit das gesagte zu ändern. in Ihrem falle ist das zwar unwahrscheinlich, aber trotzdem prinzipiell möglich, aber gut, bzgl. dieses “möglich” bin ich mir bei Ihnen keineswegs sicher!
@1704
a) Sie müssen meine Sätze nicht nachbessern. An der Stelle war kein “habe” eingeplant.
b) Sie müssen sich nicht meinen Kopf zerbrechen, auch nicht darüber wie ich eventuell später über eine Sache, einen Satz denke. Wenn ich sage daß ich dem bewußten Satz zustimme müssen Sie das einfach hinnehmen. Hat was mit Meinungsfreiheit zu tun.
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ (Voltaire). Darüber sollten Sie mal nachdenken bevor Sie versuchen andere user mit Ihren Mätzchen mundtot zu machen.
Das mit der Verschachtelei hier ist wirklich nervig. Meine Antwort an @1704 – 19.11.11/17:31 ist jetzt eine Etage höher gelandet als gedacht.
@ ulla (19. November 2011 ⁓ 18:45)
zu a) es wurde keineswegs versucht, Ihre sätze “nachzubessern”, sondern, sie inhaltlich richtig wiederzugeben. daß sich bei manchen formen des wiedergebens dann auch umstellungen von worten ergeben, mache ich im gegensatz zu vielen anderen auch deutlich! folgen Sie beim lesen einfach den “gänsefüßchen”, dann werden Sie sich schon zurechtfinden…
zu b) so, wie ich es hinnehme, daß Sie “bewußte[m] Satz” zustimmen oder andere sätze formulieren, so müssen Sie hinnehmen, daß ich Ihnen und diesen widerspreche. hat mit meinungsfreiheit zu tun!
“„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ (Voltaire).” Sie erlauben mir, daß ich Sie hinsichtlich der urheberschaft dieses zitats, noch dazu falsch wiedergegeben korrigiere? es stammt nicht von Voltaire, sondern ist von Evelyn Beatrice Hall/Stephen G. Tallentyre (‘The Friends of Voltaire’, 1906). und richtig wiedergeben lautet es: “‘I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it…” – und es sollte auch Ihre maxime sein, wenn Sie sie schon von anderen erwarten! darüber sollten Sie mal nachdenken, bevor Sie versuchen, andere user mit Ihren mätzchen mundtot machen zu wollen!
@1704
Daß der Satz zwar Voltaire zugeschrieben wird von ihm aber möglicherweise nie so gesagt wurde ist hinlänglich bekannt.
es ist hinlänglich bekannt, daß im internet und anderswo viele “zitate” herumschwirren, die entweder falsch zugeschrieben oder falsch wiedergegeben werden. ich denke, dieses “hinlänglich” schließt Sie mit ein, nicht etwa aus!
@1704
Also ich habe in der Schule aufgepaßt als Voltaire dran war – woher haben Sie Ihre Weisheiten? Ich rede jetzt wirklich nur von Voltaire, nicht von dem was Sie hier sonst noch so threadübergreifend von sich geben.
Sie haben in der schule aufgepaßt als Voltaire dran war? umso erstaunlicher, daß Sie dann falsch zitieren. aber ich finde es prinzipiell gut, daß Sie eine schule besucht haben, in der Voltaire zumindest schon einmal erwähnt worden ist (ich vermute mal im rahmen des geschichtsunterrichts, als es um Friedrich II. ging)…