Vorsicht vor Freigetränken auf Berliner Weihnachtsmärkten

Schon gestern machte es die Runde in den Berliner Nachrichten: Jemand verteilt auf Berliner Weihnachtsmärkten Gratisgetränke, die mit K.O.-Tropfen oder ähnlichem Mist versetzt sind. Heute ging das dumme Spiel weiter:

Gegen 22 Uhr ist der als Weihnachtsmann verkleidete Mann auf die 15-Jährige zugekommen. Er habe ihrer Freundin und ihr zwei Pappbecher in die Hand gedrückt, erzählt die Jugendliche am Wochenende. Und gesagt, sie sollen es sich schmecken lassen. Dann sei der Mann wieder in der Menschenmenge am Alexanderplatz verschwunden.

Oper Nummer acht

Das Mädchen ist das achte Opfer eines Giftanschlags auf Berliner Weihnachtsmärkten. Am Sonnabend war die 15-Jährige von dem unbekannten Mann auf dem Markt am Einkaufszentrum Alexa zu dem vergifteten Getränk eingeladen worden. Das Mädchen war zu diesem Zeitpunkt auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs und wartete auf Freunde.

Im Gegensatz zu ihrer Freundin habe sie zwei bis drei Schlucke aus dem Pappbecher genommen, sagte die 15-Jährige der Polizei. Kurze Zeit später sei ihr übel geworden. Sie sei dann noch eine Weile auf dem Markt unterwegs gewesen, habe sich aber auf dem Heimweg mehrfach übergeben müssen. …

Der Mann, dem die ersten sieben Taten zur Last gelegt werden, soll etwa 1,80 Meter groß sein, kurze dunkelblonde Haare haben und Hochdeutsch sprechen. Er soll ein rundes Gesicht haben. Im Zusammenhang mit den Fällen der vergangenen Tage warnt die Polizei davor, von Fremden angebotene Getränke anzunehmen, besonders, wenn der Fremde Gelegenheit hatte, diese unbemerkt zu manipulieren. (Quelle: Morgenpost)

Also: Aufpassen!

12 Kommentare
  1. Alibaba 11. Dezember 2011 ⁓ 22:08

    Ein 15 jähriges Mädchen, lässt sich von einen wildfremden Mann zum Schnapssaufen “einladen”.
    Erziehung völlig daneben?
    Hätte sie dem Typen nicht vortanzen sollen, dass sie Alkohol nur nach Fußballspielen mit den Eltern trinken darf?

  2. panino30 11. Dezember 2011 ⁓ 23:57

    @alibaba. Du bist auf der falschen Seite gelandet. die psychiatrische Ambulanz für Berlin findest Du unter http://www.tww.-berlin.de.

  3. Sebastian 12. Dezember 2011 ⁓ 12:47

    Ich muss Alibaba aber zum Teil zustimmen.
    Kindern sagt man sie sollen sich nicht von fremden Menschen ansprechen lassen (Thema Süßigkeiten usw.).
    Bei Jugendlichen setzt wohl der Gehirn aus, wenn man von fremden Alkohol bekommt.

    Auch wenn es inzwischen üblich ist, das man aufgrund von Junggesellenabschieden in der Innenstadt mal schnell nen Klopfer geschenkt bekommt, sollte man trotzdem zweimal drüber nachdenken. Vor allem wenn nen Fremder einzelner Mann was zu verschenken hat. Aber die gleichen Leite fallen auch auf FB auf das kostenlose iPhone 4S rein.

  4. Susanne HSB 12. Dezember 2011 ⁓ 12:55

    Jaja, dieses reflexartige „selber schuld“, das ist immer ganz besonders einfach. Macht sich vielleicht auch mal wer Gedanken, wie denn dieser dämliche Kerl auf so eine Idee kommt!?

  5. Glis glis 12. Dezember 2011 ⁓ 14:02

    Infolge einer Falschübersetzung von “Christmas gift”?

    Nee, also im Ernst: Gemeingefährliche Psychopathen gibt’s halt immer ein paar… und die Millionenstadt ist ihr besonderes Habitat. Das ist die Kehrseite der eigentlich erfreulichen Anonymität.

  6. oStsEE 12. Dezember 2011 ⁓ 15:26

    Um was für eine OPER gehts eigentich?

  7. Sigurd 12. Dezember 2011 ⁓ 17:41

    Kindern bringt man bei, nehmt nichts von Fremden. Erwachsene sind da wohl etwas nachlässiger.

    Aber besonders dämlich haben sich die Polizeibeamten angestellt, die dem ersten Pärchen nicht glauben wollten. Wozu sind die eigentlich da? Selbst wenn es sich um eine falsche Verdächtigung gehandelt hätte, so wären die Adressen des Pärchens bekannt gewesen. Somit hätte man sie jederzeit zur Rechenschaft ziehen können.

  8. 1704 12. Dezember 2011 ⁓ 18:56

    kennen Sie das: “… Ein Mann lädt Weihnachtsmarktbesucher zum Schnapstrinken ein. Eine 24-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann greifen zu – und werden wenig später von heftiger Übelkeit geplagt. Wie die Polizei jetzt mitteilte, wurden die beiden arglosen Opfer bereits am vergangenen Mittwoch am Opernpalais in Berlin-Mitte von dem Unbekannten angesprochen. Die Frau, die ambulant im Krankenhaus behandelt werden musste, hatte den Fall aber erst am Freitag bei der Polizei angezeigt, nachdem sie erfahren hatte, dass auch Besucher der Weihnachtsmärkte an der Gedächtniskirche und am Alexanderplatz vergiftet worden waren…” (stern.de, Giftmischer auf Berliner Weihnachtsmarkt – Es gibt noch weitere Opfer, 10. Dezember 2011, http://www.stern.de/panorama/g.....61214.html)

    ??
    )

  9. Susanne HSB 12. Dezember 2011 ⁓ 22:20

    Die Oper ist ein (sic!).

  10. oStsEE 13. Dezember 2011 ⁓ 06:48

    Aber eben immer noch Oper.

  11. Susanne HSB 13. Dezember 2011 ⁓ 11:00

    Was soll ich machen? Wenn es da so steht…

  12. klardenker 14. Dezember 2011 ⁓ 15:57

    habe gehört, dass es mittlerweile 1000.-eur belohnung zur Ergreifung von dem Typen gibt… Weiss eigentlich jemand, wo das überall passiert ist? Auf dem Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz (http://berlin-leben-blog.de/we.....ighlights/) auch?