Memories

Bildersammlung mit Menschen die tanzen

Fotografisch festgehaltene Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Was mag aus den Tänzern und Tänzerinnen geworden sein? Haben sich ihre Träume und Sehnsüchte erfüllt? Hat das kleine Kind inzwischen mit seinem Vater den 70. Geburtstag gefeiert? Wir werden es nicht erfahren. Geblieben ist lediglich eine Kiste auf dem Flohmarkt, die dem zufälligen Beobachter kleine Einblicke in glückliche Momente erlaubt - Foto: h|b

26 Kommentare
  1. Berlin-Zitate 1. März 2012 ⁓ 01:34

    Das Leben ist nur ein Schnappschuss…

  2. Susanne HSB 1. März 2012 ⁓ 14:54

    Wie rührend. Oder wie schrecklich, vielleicht.

  3. ulla 1. März 2012 ⁓ 16:05

    Damals war’s …

    Mein Sohn hat mich mal beim Betrachten alter Bilder ganz entsetzt gefragt “Willst Du mir wirklich erzählen, daß Du das bist?”

  4. 1704 1. März 2012 ⁓ 21:45

    wäre mir übrigens neu, daß man erinnerungen fotografieren kann, auch keine “festgehaltenen”. und was heißt schon “längst vergangene zeit”? es ist das wesen der zeit, zumindest aus der menschlichen perspektive, daß sie vergeht, mit anderen worten: wir leben in einem kontinuum, das nur durch das vergehen überhaupt faßbar und erlebbar ist. aber sicherlich ist das alles ungefähr so gemeint wie das bearbeitete foto: es soll ein EINDRUCK erzeugt werden, der illusionistisch realität verschleiert, mindestens aber ‘überhöht. möglicherweise wurden die personen auf den photographien gerade in dem augenblick abgelichtet, als sie dabei waren, wie der fotograph des oben gezeigten bildes, einen bestimmten EINDRUCK zu erzeugen, der die realität illusionistisch verschleiert. von daher sind auch die fragen letztlich irrelevant, wenn auch zumindest dem fragesteller wichtig genug, weil alle möglichen antworten daran leiden (werden), daß sie bestenfalls eine illusion erzeugen, die lediglich dadurch eine gewisse berechtigung haben wird, daß sie als wahrscheinlich oder mindestens noch für möglich gehalten wird. inwieweit die fotographien tatsächlich “glückliche Momente” zeigen, ist fraglich, aber sie geben evtl. einen hinweis darauf, wie der fotograf das bild gesehen, also: illusionistisch gedeutet, haben möchte… man könnte es auch so ausdrücken: “Meistens schauen wir nicht erst und definieren dann, wir definieren erst und schauen dann.” (Walter Lippmann, Die öffentliche Meinung, 1922)

    p.s. das foto erzählt auch eine “versteckte geschichte” – eine art vorgegebenen kreislauf, und die meisten kreisläufe bei menschen enden nicht glücklich, sondern tödlich! aber das nur als kleine ironische anmerkung am rande…

  5. Glis glis 1. März 2012 ⁓ 21:57

    “The tragedy of life is, it must be premature, inconclusive and inconcludable, in order to be life.”
    (William Faulkner, 1957)

    “Die Tragik dieser Erkenntnis ist, daß sie zu spät kommen, abgeschlossen und unabänderlich sein muß, um Erkenntnis zu sein.”
    (Glis glis, 2012)

  6. Harald (HSB) 1. März 2012 ⁓ 22:29

    Jetzt ist mir nach dem Lesen vor lauter Illusion direkt etwas schwindelig. Hoffe das gibt sich wieder.

  7. ulla 2. März 2012 ⁓ 07:32

    @Harald

    Mir geht’s auch so, was zum Teil aber wohl am Rechtschreibprogramm von @1704 liegt. Man wird ja ganz wuschig bei den photographien und den fotographien, dem fotograph und dem fotograf :-)

  8. Toska 2. März 2012 ⁓ 09:29

    Credo che il passato ormai sia alle spalle

  9. Harald (HSB) 2. März 2012 ⁓ 10:25

    Dann sollten wir das auch tun ;)

  10. 1704 2. März 2012 ⁓ 12:41

    schade, daß mein zweiter beitrag hier die moderationsschleife nicht überlebt hat; ich vermute, er wurde erwürgt. so wird @Glis glis wohl selbst herausfinden müssen, oder nie, daß die stelle aus ‘The Town’ anders übersetzt werden kann/sollte, @Harald HSB muß sich auch nicht weiter mit seinen illusionen abmühen, der bloggemeinde bleibt das Macbeth-zitat erspart, sie hätte mit der anmerkung dazu wahrscheinlich eh nichts anfangen können, und der kleine literaturtipp bzgl. eines werkes von Hesse war wahrscheinlich sowieso viel zu viel. keine ahnung, warum mir jetzt das buch von Gertrude Stein, ‘Blood on the Dining-Room Floor’, einfällt…

  11. Glis glis 2. März 2012 ⁓ 16:01

    Hallo gnä’ Herrschaft, ich bitt’ Euch, schaltet doch mal den 1704-Beitrag mit dem Verweis auf Macbeth und Hesse und der Kritik an meiner halbsatirischen Faulkner-Verwurstung frei! Wozu ist der Kommentarteil denn da, wenn nicht zu Sprachspielereien?

  12. Harald (HSB) 2. März 2012 ⁓ 16:43

    Das war ein wenig zu viel “Zitiererei”, in heutigen Zeiten nicht ganz ungefährlich, sorry.

  13. ulla 2. März 2012 ⁓ 17:14

    @Tosca

    “Credo che il passato …”

    Ich glaube das entscheidet sich von Fall zu Fall, schließlich hat ja niemand nur Leichen im Keller :-)

  14. Susanne HSB 2. März 2012 ⁓ 17:32

    Anmerkung der Blogbetreiberin zum Thema Zitat: Harald hat Recht, Zitate werden immer heikler und können schnell recht teuer werden, wie nicht zuletzt dieser Fall belegt. Das ist aber nur ein Aspekt, auf den wir im HSB in Zukunft verstärkt werden achten müssen. Auch die Länge des simpel Gecopypatsetem ist von Belang. Und sowieso stellt seit jeher das Prüfen unbelegter Zitate einen zu großen Aufwand für unser kleines Privatprojekt dar.

    Sonst hätten wir bald gar keine Zeit mehr übrig, auch mal etwas zu schreiben. Danke für das Verständnis.

    Susanne HSB

  15. Hernando 2. März 2012 ⁓ 18:26

    Das leuchtet alles ein.
    Ich lese auch sehr viel lieber Beiträge, in denen die tragenden Erwägungen eines Zeitungsartikels mit eigenen Worten formuliert werden und nur der Link eingefügt wird.

    Längliches Kopieren aus verlinkten Artikeln ist überflüssig und eine Bevormundung des Lesers.

    nebenbei: Wird in “Sonnabend, 25.Februar” nicht mehr freigeschaltet?

  16. Sigurd 2. März 2012 ⁓ 19:23

    Über Heinz Erhardt Zitate z. B. sollte man sich in Blogs, obwohl meist sehr amüsant, nicht freuen. Es empfiehlt sich, diese umgehend zu löschen.

    http://computer.t-online.de/sc.....3454/index

  17. Glis glis 2. März 2012 ⁓ 21:22

    Wahrlich, ich sage Euch: Es wird eine Zeit kommen, da werden auf Straßen und Plätzen, in Häusern und Zügen, in Stadt und Land allüberall zwischen Gog und Magog Mikrophone hängen und jedes Eurer Worte einfangen, meine Brüder und Schwestern. Kein Autor wird zitiert werden, kein Lied gepfiffen und kein Gedanke geäußert werden können, ohne daß Verlage und GEMA und sonstige sündige Zöllner & Advokaten Euch prompt heimsuchen und noch den letzten Dinar aus Euch herauspressen werden. Dieses aber wird sein die Zeit der Herrschaft des Tieres auf Erden, und es wird eine garstige und unwirtliche Zeit sein, meine Brüder und Schwestern…

  18. Toska 5. März 2012 ⁓ 07:32

    Hab mich Montagmorgen mal wieder auf den HSB verirrt und da fällt mir insbesondere der post von @Susanne HSB 02.03.2012 17:32.

    Ist ja alles gut und schön, nur der letzte Satz:
    ich zitiere: sonst hätten wir bald gar keine Zeit mehr übrig auch mal etwas zu schreiben.

    Ach, es wäre ja schön, wenn mal was geschrieben werden würde.

    oder bedeutet das jetzt, dass @Harald HSB , seine Festplatte mit Bildern hier abarbeitet ?

  19. ulla 5. März 2012 ⁓ 13:20

    @Toska

    Ich glaube die Autoren haben uns nicht mehr lieb :-(

  20. 1704 6. März 2012 ⁓ 11:39

    wie das so ist, wenn zu eifrig ‘moderiert’ wird, ein thread verkümmert ins schweigen. die hinweise hier bzgl. urheberrecht sind zwar nachvollziehbar, aber rechtlich eher als irrig zu werten, angst essen bekanntlich seele auf! und wo diese angst, da ist auch die schere im eigenen kopf nicht weit. schade, nicht einmal die eher belanglosen ‘find ich schön’- oder ‘gefällt mir’-stereotypien fallen hier mehr ein. ich denke, zum ergebnis der “diskussion” hier, wohl ähnlich wie @Glis glis (2. März 2012 ⁓ 21:22), allerdings als fazit nicht so sehr an eine “Zeit der Herrschaft des Tieres auf Erden” als vielmehr an eine schar von deprivierten deppen…

  21. Sigurd 6. März 2012 ⁓ 21:24

    @1704
    „ein thread verkümmert ins schweigen“

    Meinen Sie jetzt eher Schweigen der Lämmer oder Schweigen im Walde. Vielleicht auch Schweigen ist Gold oder gar das Schweigen? Zorniges Schweigen oder lerne schweigen, ohne zu platzen? Gut ich schweige still. ;-))

  22. 1704 6. März 2012 ⁓ 22:33

    @ Sigurd (6. März 2012 ⁓ 21:24)

    ich dachte bei ‘ein thread verkümmert ins schweigen’ eher an einen ausspruch von Bonifatius VIII, zitat unbelegt, aber es sei darauf hingewiesen, daß ich das schweigen der platzen wesentlich stiller finde als etwa lämmer im walde zornig zu golden…

    p.s. ich habe ” ;-)) ” nicht übersehen, und antworte im gleichen sinne!

  23. Glis glis 7. März 2012 ⁓ 00:44

    Schweigen ist O.K., aber aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr ich, daß nunmehr ein Pornoverlag sämtliche Rechte an dem ohnehin durch depriviert-depperte Umtriebe ins Hintertreffen geratenen, aber überaus erotischen Schriftzeichen “ß” erworben hat. Alsbald wird die Verwendung des “ß” vollends unter zivilrechtlichen Vorbehalt gestellt und Blogbetreiber zu seiner Löschung resp. Zahlung von Lizenzgebühren veranlaßt sein. Nehmt dies nicht hin! No pasaran! ßßßßßßßß!

    @ 1704

    An der konkurrierenden Übersetzung/ Interpretation des Faulkner-Zitates wäre ich ja immer noch interessiert.

  24. 1704 7. März 2012 ⁓ 13:27

    @ Glis glis (7. März 2012 ⁓ 00:44)

    weil Sie darauf insistieren und es eh nicht darauf ankommt, ob es nun veröffentlicht wird oder nicht:

    es fängt schon damit an, daß Sie das zitat am falschen ende enden lassen, da kommt doch noch etwas und das wird ganz eindeutig mit einem semikolon angekündigt: “…; it must be before itself, in advance of itself, to have been at all.”

    premature ~ frühreif, vorzeitig, verfrüht…
    inconclusive ~ ergebnislos, nicht schlüssig, nicht endgültig…
    inconcludable ~- nicht abschließbar, unentscheidbar, ungelöst…

    die übersetzung ergibt sich, wenn man “old man” und “spring” und “girls’ weather and boys’ luck” mit einbezieht – wenn Sie wiederum, als “halbsatirische Faulkner-Verwurstung”, das zitat mit “Die Tragik dieser Erkenntnis[se ?] ist, daß sie zu spät kommen” übersetzen, dann mag das im satirischen sinne und als fazit stimmen, aber es ist sehr wahrscheinlich nicht das, was Faulkner gemeint hat. ich tippe da ja eher auf eine unbewußt präsente analogie zu Lewis Carrol, und in der übersetzung tendiere ich dazu, es mit dem verlust der jugend und der unbefangenheit derselben übersetzen/verstehen zu wollen. daraus läßt sich dann natürlich auch so etwas wie eine art kritik auf das gesetzte/saturierte leben konkretisieren, denn für die meisten ist wohl das leben “mature” (ausgereift, voll entwickelt) und deshalb auch “conclusive” und “concludable”, nur, ob sie dann noch wirklich “leben”, ist die große frage, allerdings eine, die man nur sehr schwer diskutieren kann, weil ja immer nahezu alle davon überzeugt zu sein scheinen oder es vorgeben zu sein, alles richtig gemacht zu haben und meinen, ihr leben zu leben. sie tun es und sie tun es nicht, aber das erklären zu wollen endet meistens im verbalen mord und totschlag. eine tragik des lebens besteht nämlich darin (nicht nach Faulkner, sondern nach 1704), daß immer so viele meinen, man könne es nur so und vor allem nicht anders machen = leben, deshalb sind auch solche fragen, wie @Harald HSB ganz oben stellt oder solche angenommenen resümees (“kleine Einblicke in glückliche Momente”) so zwangsläufig richtig wie sie falsch sind. man könnte, um den ball möglichst flach zu halten, aber auch einfach nur meinen, Faulkner beklagt in dem zitat, daß etwas verloren geht im laufe der zeit: der jugendliche leicht-sinn und die unbekümmertheit, die in den tag hinein leben läßt, also genau das, was dann via erziehung und lebenserfahrung mehr und mehr schwindet, damit am ende dann alle in ihren little boxes on the hillside, made of ticky-tacky, glücklich leben – and they all look just the same…

  25. Harald (HSB) 7. März 2012 ⁓ 13:33

    Das solls dann aber auch gewesen sein ;)