Archiv für März 2012

The best (of) Torsten Riemann

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Ich habe ihn schon einige Male erlebt. An verschiedenen Orten. Zum Beispiel in der Alten Feuerwache oder auch im Admiralspalast. Und am Freitag dann auch… bei einem Weinhändler in Mitte.

Etwas ungewöhnlich war es schon, dass ein Depot des Filialisten Jacques am Freitagabend eine Weinverkostung mit einer Live-Vorstellung von Torsten Riemann abrundete. Manch einer wird fragen: Wer ist Torsten Riemann?

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Sonnabend, den 31. März 2012

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Voricht! Vorsicht! Vorsicht! Verdächtige müssen keine Täter sein! Ob im Wedding oder in Emden!

Ein nachdenkliches Wochenende wünscht

Bernd

Schokoladen – dem Markt entzogen

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Ach, das freut mich! Ist der Schokoladen doch eine der Berliner Bühnen, auf denen ich auch schon einmal gelesen habe. Ich mache das ja nicht so oft. Aber manchmal eben doch, und dort war ich wirklich gern. Jetzt wird er also nicht geräumt, nicht ausgeleert, herunter gerissen und irgendeiner anderen Funktion zugeführt. Statt dessen gibt es eine Einigung zwischen Eigentümer, dem Verein Schokoladen, dem Senat usw.

Am Donnerstag beschlossen der Eigentümer, die Nutzer, der Senat und eine Stiftung eine Art Ringtausch. Die Stiftung Edith Maryon erwirbt das Haus in der Ackerstraße vom Eigentümer Markus Friedrich, der Verein Schokoladen erhält es von ihr in Erbpacht. Friedrich bekam nach eigener Aussage im Gegenzug die Zusage, vom landeseigenen Liegenschaftsfonds ein nahe gelegenes Grundstück kaufen zu können. (Quelle: taz)

Ach, ich mag es, wenn so etwas funktioniert, und am Ende trotz aller Schwierigkeiten alle (einigermaßen) zufrieden sind. Warum denn nicht immer so? Okay, das ist eine saublöde, rhetorische Frage, eine sinnfreie Floskel, die auf die Hintergründe und Entwicklungen nicht weiter eingeht. Ich will darauf  auch keine Antwort.

Es ist einfach nur eine Freude, wenn die bodenständige, die handgemachte, die lokale Kultur doch weiter bestehen kann. Denn das muss einfach so sein in Berlin.

Frühlingserwachen

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Der Frühling lässt sein blaues Band … – Foto: h|b

Vor gut 5 Wochen bin ich noch zu Fuß über den See gewandelt und jetzt sitzen schon die ersten “oben ohne” Anbeterinnen im Strandbad Weissensee. Noch ist es nicht verkehrt eine Jacke dabeizuhaben, doch der Frühling kommt nun mit aller Macht. In Berlin plätschern seit kurzem wieder die Brunnen, im Comenius-Garten in Neukölln fängt es heftig an zu blühen und am Alex entsteht der Bergmannsche Ostermarkt mit Windmühle und dem traditionellen Ostereierhaus mit mehr als 6.000 umhäkelten Ostereiern. Tschüss Winter.

TV-Tipp: Propaganda, Hass, Mord – Die Geschichte des rechten Terrors

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Die Story im Ersten, heute Abend, 22.45 Uhr im Ersten:

Zehn Morde der Zwickauer Neonazi-Zelle – der Aufschrei ist schnell verklungen, die Gesellschaft längst wieder im Alltag angekommen. Doch wie konnte es soweit kommen?

Die Dokumentation rekonstruiert, wie die Blutspur des neonazistischen Terrors vor mehr als 30 Jahren gelegt wurde.

Sonnabend, den 24. März 2012

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Genießt den Sonnenschein, Leute! Ich sitze drinnen und spiele Bridge. Geschieht mir ganz Recht. Ihr bestellt Euch einen Latte und lest die Zeitung. Und wer reiche Onkels hat, kauft sich eine Kirche.

Ein vergnügliches Wochenende wünscht

Bernd

Aus TXL wird BER

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Über den Dächern von Berlin muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – Foto: h|b

Noch 74 Tage atmen die Kleingärtner am Tegeler Flughafen die tägliche Dosis Kerosin und schauen die Reinickendorfer nach oben, wenn wieder ein Flugzeug über ihren Dächern die Fahrwerke ausfährt. Noch etwas mehr als 2 Monate und der – von den Westberlinern so geliebte – Flughafen Tegel ist Geschichte. Damit schließt bereits der zweite Berliner Flughafen und am Ende bleibt einer übrig – BER – Willy Brandt in Schönefeld. Auch die Planespotter müssen sich dann neue Standorte suchen, im Nordwesten Berlins fliegen die Flugzeuge dann schon so hoch, dass das stärkste Tele vermutlich nicht mehr mithalten kann.

Es ist also höchste Zeit noch mal eine Ortsbesichtigung anzusetzen, um Tegel in seiner ursprünglichen Bestimmung zu erleben. Als den Ort, an dem Fernweh und Heimweh aufeinander treffen. Er wird als Flughafen der kurzen Wege in Erinnerung bleiben. Im Hexagon kam man direkt von Bus oder Taxi, eine Anbindung an U- oder S-Bahn hat es nie gegeben, zu den Check-In Schaltern und daran vorbei sofort zu den Wartebereichen für die Fluggäste. Keine kilometerlangen Fußmärsche durch Einkaufszentren wie an anderen großen Flughäfen. Am Abend des 2. Juni schließt TXL und am 3. Juni starten die ersten Flugzeuge von BER.

Götterdämmerung

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Der Reichstag ist heute Schauplatz der 3. Bundespräsidentenwahl innerhalb von 3 Jahren – Foto: h|b

Beim letzten Mal brauchte es drei Wahlgänge, um Joachim Gauck nicht zum Bundespräsidenten zu wählen, diesmal wird vermutlich ein Wahlgang reichen, um das Ziel doch noch zu erreichen. Dann haben die Deutschen endlich ihren erklärten Lieblingspräsidenten und erhoffen sich neue Denkanstöße, aufrüttelnde Brandreden, tiefschürfende Analysen der deutschen Befindlichkeiten und vielleicht den Fingerzeig zum Weg in das gelobte Land. Yes we can.

Vielleicht kehrt auch einfach nur Ruhe ein, Business as usual. Staatsbesuche in der Welt, Empfang von Staatsgästen zu Hause, Ernennung und Entlassung von Ministern, und natürlich die obligatorische Weihnachtsbotschaft. Die Yellowpress hat wieder ihren Königsersatz und wir können endlich zur Tagesordnung übergehen.

Bilder vom Tage

Sonnabend, den 17. März 2012

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Wenn ich nachher meine Einkäufe für’s Wochenende tätigen will, werde ich mich wieder ekeln: Vor dem Müll und der Hundekacke, die mit steigenden Temperaturen richtig stinkt. Da hilft auch das Loblied nicht. Und der Nachruf auf den Waldmenschen stimmt mich nachdenklich.

Ein ekelfreies Wochenende wünscht

Bernd

Grenzposten am Brandenburger Tor

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Grenzposten der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik am Brandenburger Tor. Im Hintergrund die Straße unter den Linden und der Fernsehturm (Originaltext des Bildes)

Dieses Mal ein Bild aus der anderen Sichtachse. Weg vom Brandenburger Tor, Richtung “Unter den Linden”. Viel Rot und Grün im Bild, und ihr wisst bestimmt, was da anstelle des jetzigen Hotels Adlon zu sehen ist. Auch dieses Bild wurde Anfang der 70er Jahre aufgenommen, wobei insgesamt viele Bilder die Grenztruppen oder Volkspolizisten zum Thema haben.

Ach, und wer es noch nicht gemerkt hat, man kann die Bilder jetzt anklicken für eine größere Version. Für noch bessere Details ;)

Der Akkordeonspieler

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Musik zur Belustigung der Parkbesucher im Friedrichshainer Volkspark – Foto: h|b

Geiz oder Genuss?

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Nachdem ich schon in meinem Beitrag zum „Dinner for Fun“ festgestellt hatte, dass die Themen Essen und Kochen auch in unserer täglichen Medienwelt eine starke Präsenz haben, war eigentlich der weitere Weg schon vorgezeichnet. Ein Weilchen habe ich noch überlegt, um mich dann zu entschließen, den Gedanken weiter zu verfolgen.

Auch wenn der allseits bekannte Werbeslogan mit dem Geiz mittlerweile aus der Mode gekommen ist, gilt die damit verbundene Philosophie zumindest an einigen Stellen weiter: Nicht nur unter Touristen genießen unterschiedlichste Gutschein-Varianten, die mit kostengünstigen Restaurant- und Lounge-Besuchen locken, regen Zuspruch. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter derartiger Gutschein-Sammlungen am Markt. Und als einer von denjenigen, die tatsächlich noch nie einen solchen Gutschein eingesetzt haben, interessieren mich in diesem Zusammenhang ein paar Fragen:

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Berliner Wohnalltag, unsozial?

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Wohnen wird immer schwerer, auch in Berlin. In letzter Zeit habe ich mich mit dem Thema bereits im Modersohn-Magazin beschäftigt, mehr oder weniger aus persönlichen Gründen. Dabei  bin ich selbst nur moderat betroffen, es gibt da immer wieder ganz andere Geschichten zu lesen. Zum Beispiel über die Unmöglichkeit eine Berliner Sozialwohnung zu beziehen:

Eine (sichtlich) schwangere Frau und ihr männlicher Begleiter betreten den Raum, zeitglich betritt ein männlicher Security-Mitarbeiter durch eine separate Tür hinter dem Schalter den Raum und blickt auf das Paar (vielleicht weil alle anderen Menschen mit Anliegen einzeln in dem Raum sind und das Paar in seiner Paar-Konstellation auffällt?) Das Paar wartet in der Schlange, die Anliegen der am Schalter Stehenden sind für alle unvermeidbar deutlich zu hören. Zum Beispiel geht es um auszufüllende Anträge oder um Kontoauszüge, die ein Mann nicht vorlegen kann, weil er kein Konto hat. Nach 5 Minuten Warten und Zuhören begibt sich das Paar dem Aufruf “Nächste bitte” folgend an den Thresen zur mittleren Empfangs-Mitarbeiterin. Der Security-Mann im Hintergrund hat alles im Blick. Die Atmosphäre ist beklemmend. (weiterlesen bei sibiuaner via @andrejholm)

Dem Schlusssatz des Artikels ist wohl nichts hinzuzufügen: Was nutzen einer einkommensschachen Familie Sozialwohnungen, wenn das Jobcenter die Kostenübernahme für diese Sozialwohnungen verweigert?