Katie Melua auf dem Gendarmenmarkt

Es ist soweit: Katie Melua tritt während des diesjährigen Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt in Mitte auf.

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Der letzte Abend beim diesjährigen Festival ist eindeutig der Abend der kleinen Georgierin: Traumhaftes Sommerwetter rundet die eh schon beeindruckende Kulisse vor dem Schauspielhaus ab. Die Ränge sind nahezu vollständig besetzt und schon zum Beginn des Konzerts wusste Festivaldirektor Gerhard Kämpfe mit einer Überraschung aufzuwarten:

Das am vergangenen Donnerstag im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser gefallene Feuerwerk wird an diesem Abend am Ende des Konzerts nachgeholt. Also: Alle diejenigen, die sich nicht eh schon in der Nähe aufhalten und dies hier rechtzeitig lesen, haben noch eine Chance, schnell vorbeizukommen und auch dieses Spektakel zu genießen.

Bis dahin verzaubert Katie Melua zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg mit ihren irgendwo zwischen Folk, Jazz und Pop angesiedelten Balladen ihr Publikum. Ihre ausdrucksstarke Stimme harmoniert bestens mit den melodischen Klängen der routinierten Klassik-Musiker. Gerne unterbricht sie ihre Vorstellung für kleine Späßchen: Zum Beispiel begrüßt sie die zahlreichen Zuschauer, die sich – ohne den obligatorischen Eintritt bezahlen zu müssen – in den Fenstern und auf den Dächern der umliegenden Häuser eingefunden haben. Dieses für dieses Festival bekannte Phänomen scheint selbst für diese erfahrene Musikerin ein neues Erlebnis zu sein.

So reihen sich ihre Hits aneinander, wobei sie zwischen Solo-Gesang und zwischenzeitlicher Begleitung auf der Konzert- oder E-Gitarre hin und her wechselt.

Das Publikum nimmt die sich aufbauende Stimmung dankbar auf und freut sich über das einzige Konzert dieser besonderen Interpretin in Berlin. Und auch ich werde mich nun ausschließlich dem akustischen Genuss hingeben. Wer mag, kann ja einfach vorbeikommen und noch versuchen, dem Konzert zumindest akustisch außerhalb des Festivalgeländes an einem lauschigen Plätzchen in der Abendsonne zu folgen.

14 Kommentare
  1. Helen 11. Juli 2012 ⁓ 21:38

    Ich habe auf einer Kassette mal den Song ” 9 Mill. Bicycles” aufgenommen, er gefällt mir und ich freue mich, wenn das Lied dann mal an der Reihe ist. Aber sonst kann ich mich nicht mehr begeistern, es ist mir alles zu eintönig. Ich habe mir allerdings auch keine neue CD mehr gekauft.

  2. Mona 14. Juli 2012 ⁓ 13:57

    Schade daß in diesem Jahr alles so verregnet war.

  3. sigurd 14. Juli 2012 ⁓ 16:36

    Es ist tatsächlich sehr schade, dass die diesjährigen Veranstaltungen des Classic Open Air mehr ein „Abenteuer unter Wasser“, als Musikveranstaltungen sind.

    Aber die dort auftretenden Künstler sind nicht alleine mit dem Wasser von oben, auch die Beachvolleyballer/innen leiden unter dem Wetter.

    So ist er halt, der Sommer 2012 in Berlin.

  4. ulla 17. Juli 2012 ⁓ 08:36

    “So ist er halt, der Sommer 2012 in Berlin” – und so bleibt er auch noch ‘ne Weile :-(

    Alles buchstäblich ins Wasser gefallen, die Philharmoniker in der Waldbühne, Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt, Beach-Volleyball – und Kinder und Eltern, die die erste Ferienhälfte in Berlin verbracht haben sind auch zu bedauern.

    Es ist ein Elend – ich vermeide schon jeden Blick zum Fenster.

    P.S.
    Etwas Positives hat der Regen dann doch – die leidige Diskussion um das Grillverbot im Tiergarten ist uns erspart geblieben:-)

  5. Glis glis 17. Juli 2012 ⁓ 19:36

    Alles wird gut. Jedenfalls nach aktueller Prognose. (Der Inhalt des Links kann sich natürlich laufend ändern.)

    http://www.wetter.net/cgi-bin/wetter-net3/wetter-stadt-trend.pl?ID=47&ALIAS=Berlin&ID2=0&REGIO=0&TAG=5

  6. Helen 17. Juli 2012 ⁓ 20:42

    Aber die Natur hat sich nach der Trockenheit wunderbar erholt. Es ist eine Freude, auch die Straßenränder mal unter die Lupe (Augen) zu nehmen.

  7. 1704 17. Juli 2012 ⁓ 22:24

    über die Adam Opel AG und “Markenbotschafterin Katie Melua” könnte man, wenn das wetter nichts mehr hergibt, evtl. auch das eine oder andere wort verlieren… (http://www.classicopenair.de/de/partner/titelsponsor)

    “… Gestern Abend stand der Berliner Gendarmenmarkt ganz im Zeichen von Opel und Markenbotschafterin Katie Melua: Der Automobilhersteller präsentierte das gemeinsame Konzert der erfolgreichen britischen Sängerin mit dem renommierten Deutschen Filmorchester Babelsberg zum Opel-Sponsorenabend des Classic Open Air. Opel tritt seit Beginn als einer der Hauptsponsoren des großen Berliner Musikfestivals auf, das in diesem Jahr zum 20. Mal stattfand (5. bis 9. Juli). Melua genießt für ihre stilistische Eigenständigkeit und musikalische Klasse sowie für ihr Engagement in den Bereichen Umweltschutz und soziale Verantwortung weltweit große Anerkennung – so setzte sie sich zum Beispiel im Rahmen der Stiftung Opel Project Earth als Patin für die Arktis ein…..”

    quelle: media.gm.com, Opel Media Deutchland, Classic Open Air Berlin: Opel-Abend mit Katie Melua – Opel seit 20 Jahren einer der Hauptsponsoren des namhaften Berliner Musikfestivals, 10.07.2012, http://media.gm.com/media/de/de/opel/news.detail.html/content/Pages/news/de/de/2012/opel/07_10_classic_open_air_berlin.html

  8. ulla 18. Juli 2012 ⁓ 06:38

    @Helen

    Bei uns hier, im Goldenen Mittelwedding, braucht man eigentlich keine Lupe um zu sehen, daß an den Straßenrändern genauso viel Müll liegt wie immer, nur jetzt ist er aufgeweicht :-(

  9. Toska 19. Juli 2012 ⁓ 08:07

    Na ja , Open Air ist nun vorbei.

    Ich habe gerade mal geschaut. Der letzte Beitrag war vom 09.07.2012
    heute ist der 19.07.2012.
    So etwas nenne ich Blog pflege.
    Mit Sommerloch kann es ja nichts zu tun haben, ist ja kein Sommer und alle können ja auch nicht auf Reisen sein.

    Ich finde es irgendwie schade, dass hier nun absolut nichts mehr kommt.
    Ich schaue mal im Dezember wieder vorbei, da wird dann bestimmt über die Kälte gemeckert.

    Ich hoffe, man verträgt Kritik von Seiten des HSB und lässt es stehen.

    tschüss….

  10. ulla 19. Juli 2012 ⁓ 11:58

    @Susanne

    Schade, daß inzwischen sogar der “harte Kern” des Blogs auseinandergefallen ist – anfangs bei den Autoren. Keine Linda mehr, kein Michael, Bernd und Harald werden auch seltener, von den meisten unter “Autoren” Verzeichneten hört man fast gar nichts mehr. Woran liegt’s? Von den usern sind ebenfalls nur noch eine Handvoll päsent und das vielleicht aus lieber Gewohnheit – der Mensch ist ein Gewohnheitstier :-)

    Wenn Sie das Blog oder zumindest die Kommentarfunktion aufgeben möchten könnten Sie uns das doch mitteilen – sich einfach so “raus zu schleichen” ist eigentlich nicht fair.

  11. ulla 19. Juli 2012 ⁓ 12:05

    @Toska

    Wieder mal 2 Seelen, ein Gedanke :-)

    Da war wohl wieder die “Moderationsschleife” im Spiel. Als ich anfing meinen Kommentar von 11:58 zu schreiben war der Ihrige von 8:07 und meiner von gestern noch gar nicht freigegeben.

    “Blogpflege” – stimmt!

  12. ulla 19. Juli 2012 ⁓ 12:16

    @1704

    … und? Was ist dagegen zu sagen, wenn Opel die Veranstaltung sponsort? Das ist doch eine gute Werbung für gute Fahrzeuge und so bedroht wie Opel, oder besser noch die Arbeitsplätze bei Opel, in Deutschland z.Zt. ist, kann das Unternehmen gar nicht genug Werbung machen, sozusagen nach einem der letzten Strohhalme greifen.

  13. 1704 19. Juli 2012 ⁓ 13:38

    @ ulla (19. Juli 2012 ⁓ 12:16)

    ich erwähnte lediglich den umstand, und nun fragen Sie mich, was “dagegen zu sagen” sei? “Wollt ihr nach Regeln messen, was nicht nach eurer Regeln Lauf, der eignen Spur vergessen, sucht davon erst die Regeln auf!” (aus ‘Die Meistersinger von Nürnberg’).

    aber, um auf Ihre formel “eine gute Werbung für gute Fahrzeuge” zu kommen: beschäftigen Sie sich einmal mit der frage, wie lange bereits Opel einer der hauptsponsoren der Open Classic Air ist und inwieweit dieses kulturelle engagement dem unternehmen aus der krise geholfen hat, dann erkennen Sie wahrscheinlich, wie wenig Ihre feststellung (?) mit der realität zu tun hat, insbesondere, wenn Sie ausführen “so bedroht wie Opel, oder besser noch die Arbeitsplätze bei Opel, in Deutschland z.Zt. ist, kann das Unternehmen gar nicht genug Werbung machen, sozusagen nach einem der letzten Strohhalme greifen.”

    einen kulturpolitischen diskurs erspare ich mir und Ihnen, denn dann wären schon wieder die ach so verpönten tapeten fällig…

  14. ulla 19. Juli 2012 ⁓ 15:05

    @1704

    Werbung ist immer vonnöten, in guten wie in schlechten Zeiten und Sie wissen doch, die Hoffnung stirbt zuletzt :-)

    “Tue Gutes und rede drüber” (bitte jetzt keine Vorträge über Public Relations oder Links zu diesem Wahlspruch, die kenne ich auch) ist doch für alle Seiten, den Veranstalter, die Besucher des Classic Open Air und für (nicht nur) Opel eine durchaus begrüßenswerte Form der Werbung.