Jenseits von Hipstern und Hartz IV
Susanne HSB in Kultur ⁓ 25. Juli 2012 ⁓ 22:45 Uhr ⁓ 2 Kommentare
Es geht um Neukölln, was sonst!? Das kennt man ja hier inzwischen von mir, aber diesmal ist es hochoffiziell. Bernd Kessinger hat gerade eine umfassende Geschichte Neuköllns mit dem (eher mäßigen) Titel Neukölln – Die Geschichte eines Berliner Bezirks veröffentlicht. Und morgen gegen 19.30 Uhr stellt er seine Thesen und Ergebnisse zu diesem meinem Kiez mit äußert wechselhafter und turbulenter Geschichte in der Buchkönigin vor.
Auf der Webseite der Buchkönigin heißt es zu der Veranstaltung:
Vor 100 Jahren wurde aus Rixdorf Neukölln, vor 275 Jahren begann die Migrationsgeschichte Neuköllns mit Ankunft der böhmischen Glaubensflüchtlinge. 2012 gibt es in dem Berliner Bezirk viel zu feiern.
Doch was verbirgt sich in der Tiefe der Geschichte jenseits dieser polarisierenden Wahrnehmungen? Wer weiß heute noch, dass Neukölln seine historischen Wurzeln in der Einwanderung hat? Oder dass Neukölln bis 1912 Rixdorf hieß und unter diesem Namen einen berüchtigten Ruf als Amüsierviertel der Unterschichten weit über seine Grenzen hinaus hatte? Dass das ehemals größte Industriedorf Preußens um 1900 die am schnellsten anwachsende Großstadt Deutschlands war mit allen daraus resultierenden sozialen und kulturellen Problemen?
Bernd Kessinger führt durch die wechselhafte und konfliktreiche Geschichte eines der traditionsreichsten Berliner Arbeiterbezirke, ohne die gängigen Klischees zu bedienen. Die historisch fundierte Darstellung erklärt die Entwicklungslinien und Brüche des Multikosmos Neukölln bis hin zu den Debatten der heutigen Zeit. Er stellt uns sein Buch in der Buchkönigin vor und danach bleibt Zeit zur Diskussion.
Lesung, Donnerstag, 26. Juli 2012, 19.30 Uhr, Buchkönigin, Hobrechtstraße 65, Eintritt frei







hier ein recht informativer 2-Minuten-Clip dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=mI1sEcxvnGY