Carmen bei den Seefestspielen am Wannsee

In diesem Jahr wird das Strandbad Wannsee erneut als Location für die Seefestspiele Berlin genutzt.

Vom 16. August bis zum 2. September 2012 wird nach der Musik von Georges Bizet die Geschichte der Zigeunerin Carmen in Berlins Südwesten musikalisch erzählt. Als Regisseur stellt sich in Volker Schlöndorff ein Großer der Szene dieser Aufgabe.

Die gebürtige Würzburgerin Julia Rutigliano wird die Rolle der Titelheldin übernehmen.

An insgesamt zwölf Abenden wird man die Aufführungen vor beeindruckender Kulisse erleben können: Ein überdimensionaler spanischer Fächer hebt sich als Bühnendekoration vor dem Hintergrund ab: Bei passendem Wetter darf ein gleißender Sonnenuntergang über der spiegelnden Wasserfläche des Wannsees erwartet und bestaunt werden.

Wegen der begrenzten Parkkapazitäten können die Gäste das Strandbad Wannsee mit Shuttle-Bussen ab dem S-Bahnhof Nikolassee erreichen, sogar barrierefrei. Tickets sind derzeit nach Aussage der Veranstalter noch für alle Tage telefonisch, online sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

5 Kommentare
  1. sigurd 7. August 2012 ⁓ 15:34

    Wie sagte Rolando Villazón in einem Interview so treffend, Carmen ist geeignet, als Einstieg in die Welt der Oper zu helfen.

    Das ist wohl war, mit den gut bekannten Melodien kommt Carmen meist, auch bei Menschen, die nicht unbedingt Opernfreunde sind, gut an. So kann ich mir vorstellen, dass die Aufführungen die in dieser schönen Umgebung noch besonders reizvoll sein dürften, gut ankommt.

    Julia Rutigliano ist eine gute Besetzung, auch wenn sie gesanglich manchmal zu einer kleinen Übersteuerung neigt und ihre Stimme in den Höhen etwas schrill werden kann.

  2. Jo 7. August 2012 ⁓ 21:53

    Die letztes Jahr an selber Stelle aufgeführte “Zauberflöte” haben wir nach einer guten halben Stunde verlassen. Das war keine Opernaufführung, sondern eine eindrucksvolle Demonstration, wie man schöne Musik langsam und qualvoll vom Leben zum Tod befördert.

    Ich drücke allen Besuchern die Daumen, daß die diesjährige Inszenierung erheblich besser ist.

  3. Marga Kolb 8. August 2012 ⁓ 14:33

    “Julia Rutigliano überzeugte in der Titelpartie durch ihr Spiel und ihren großen Stimmumfang.
    Ihr stetig gerade geführter Mezzosopran, der in der Höhe sicher leuchtete, ließ durch die Tiefe, die zu keinem Zeitpunkt forciert klang, einfach nur verblüffen!” ( bs-live)

  4. Fred HSB 15. August 2012 ⁓ 10:18

    Wer sich schon vor der Premiere am 16. August einen kleinen Vorgeschmack holen möchte, findet unter http://www.flickr.com/photos/hauptstadt-bilder/sets/72157631043897994/ einige Fotos und Videoclips von den Proben, zum Teil auch schon in den Kostümen für die Aufführung.

  5. ulla 16. August 2012 ⁓ 22:32

    Nun hatten wir an den letzten Abenden, ganz besonders gestern Abend, solch ein Prachtwetter und heute, pünktlich zur Premiere …

    Petrus scheint den Berliner Open-air-Veranstaltungen in letzter Zeit nicht besonders wohlgesonnen zu sein :-(