Diese Woche – die UFA Filmnächte in Berlin
Susanne HSB in Kultur ⁓ 13. August 2012 ⁓ 14:05 Uhr ⁓ 46 Kommentare
Gemeinsam mit der Bertelsmann Repräsentanz präsentiert die UFA in dieser Woche vom 16. bis 18. August die zweiten UFA Filmnächte.
In einer spektakulären Kulisse verbinden sich damit bereits zum zweiten Mal epochale Filme der Kinogeschichte und Live-Musik zu einem besonderen kulturellen Ereignis. Im letzten Sommer fanden die UFA Filmnächte noch im Schlosspark Sanssouci statt, in diesem Jahr zieht es sie in das Herz von Berlin. An drei Abenden beziehen die UFA Filmnächte den Schinkelplatz, zwischen Außenministerium, Friedrichwerdersche Kirche und der Spree, wo dann open air filmhistorische Meilensteine mit musikalischer Live-Begleitung zu sehen sind. Unter anderem ist das Neue Kammerorchester Potsdam beteiligt.
Die Events im Einzelnen sind: Am 16. August im Double Feature Walther Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt“ (1927), live begleitet vom Neuen Kammerorchester Potsdam, sowie Thomas Schadts „Berlin: Sinfonie einer Großstadt“ (2002). Am 17. August folgt „Asphalt“ (1929, Regie: Joe May), begleitet von der Berliner Formation Trioglyzerin und am 18. August „Spione“ (1928, Regie: Fritz Lang), live begleitet am Flügel von Neil Brand.
Weitere Infos zu Filmen und Musikern, Tickets und eine Wegbeschreibung findet sich auf der Webseite der UFA Filmnächte.





So, Bertelsmann präsentiert also die UFA. Und demnächst dann in diesem Programm: Die Cosa Nostra präsentiert Italo-Western. Al Kaida präsentiert “1001 Nacht”.
@ Glis glis
die UFA hat als ‘bufa’ eine gewisse trdition!
und, ach, nur so, zur information:
Lang drehte nach dem für die UFA finanziell desaströsen ‘Metropolis’ ‘Spione’ (‘Spy’), aber das finanzielle/wirtschaftliche risiko übernahm dazu die neugegründete ‘Fritz Lang Film GmbH’ – die UFA war durch vertrag lediglich für den vertrieb verantwortlich, von daher also ein kleiner ‘etikettenschwindel’, wenn der film nun im rahmen von ‘UFA Filmnächte’ gezeigt wird.
auch Ruttmanns ‘Berlin – Die Sinfonie der Großstadt’ ist keine UFA-produktion, sondern wurde von der ‘Deutsche Vereinsfilm AG, Berlin’ und der ‘Fox-Europa-Produktion, Berlin’ produziert.
[falls jemand nicht weiß, worin die aufgabe einer filmproduktionsgesellschaft bzw. einem filmproduzenten besteht: siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Filmproduzent
lediglich ‘Asphalt’ wurde direkt von der UFA produziert (‘Joe-May-Film der Erich-Pommer-Produktion der Universum-Film AG (Ufa), Berlin’ – 1921 übernahm die Universum-Film AG (Ufa) die Decla-Bioskop, die jedoch als eigenständig arbeitender konzernteil bestehen blieb).
aber macht ja nichts, wichtig ist ja der ‘Mythos UFA’, nicht so kleinliche details…
eine kleine filmkritik zu “Spione” – auszug aus der Frankfurter Zeitung (Stadt-Blatt), 11.4.1928, Siegfried Kracauer: “Der neue Fritz-Lang-Film der Ufa-Lichtspiele… ist großartig gemacht und zeigt die außerordentlichen Regiefähigkeiten Langs. (…) Schade nur, daß dieser selten begabte Regisseur mit Thea v. Harbou auch künstlerisch im Bunde steht. Wie bei den ‘Nibelungen’ und dem ‘Metropolis’-Film hat sie wieder das Textbuch geliefert. Es hat entschieden einen sensationellen Inhalt, es ist nicht einmal untalentiert, aber es ist zugleich so minder, daß es jedenfalls für eine Verfilmung großen Stils nicht taugt. Fritz Lang, der seiner formalen Anlage nach hinter den russischen Regisseuren wahrscheinlich nicht zurücksteht, muß, der Autorin zuliebe, eine Spionagegeschichte drehen, die weder Sinn noch Verstand hat und nur spannt, ohne wohin zu spannen. Er hat es zu gut gemacht, die Bildfolgen übertreffen die Fabel so sehr, daß man das Gefühl zurückbehält, es sei ein glänzendes Prunkgewebe um ein Nichts gesponnen. (…)”
(quelle: http://www.arte.tv/de/3323140,CmC=3323178.html)
oder auch Filmkritik von Hans Wollenberg in: Lichtbild-Bühne, Nr. 72, 23.3.1928
“Im Anfang war die Spannung. Beim Kino – und wahrscheinlich im Anfang aller Kunst überhaupt. Dann haben wir (hoffentlich vorübergehend) das Stoffliche, den Inhalt über der Form – ehrlich gesagt – lange vernachlässigt. Wir entdeckten erst nachträglich, allmählich die technischen Gesetze der Manuskript- und Kamera-Ästhetik. Das war ein enormer Fortschritt. Aber er brachte eine Reaktion. Im Frohgefühl der Erkenntnis überschätzte man lange ganz einseitig das ‘Wie’ über dem ‘Was’ – die Künste des Ausdrucks (Einstellung, Montage usw.) über dem Auszudrückenden: dem Inhalt, dem Stoff…”
(quelle: http://www.arte.tv/de/Filmkritik-von–Hans-Wollenberg/3323140,CmC=3323180.html)
bzgl. ‘Asphalt’: “In der Fachpublikation Variety war 1929 zu lesen: ‘So well produced that it is good entertainment in spite of itself’.” wenn es ein wenig mehr sein darf: http://filmhistoriker.de/films/asphalt.htm – dort z.b. die filmkritik von Hans Wollenberg (“Der Film gehört genau da auf, wo er anfangen müßte. Wobei an seinem Geschehen nur eines tragisch ist: Das Mißverhältnis zwischen der mit beachtenswertesten Mitteln angestrebten Realität der äußeren Umwelt — des Asphalts; des Weltstadt-Rhythmus — und der mangelnden Glaubhaftigkeit des Inneren, des menschlichen Vorganges. Der Rhythmus der abendlichen Straße (vorbereitet durch eine vorzüglich gelungene Montage), die Atmosphäre des Asphalts ist von Joe May brillant verwirklicht, der mit den von ihm verfügten Mitteln Vorzügliches anzufangen wußte. Aber man glaubt ihm schon nicht den Verkehrsschutzmann, den er mitten in die Brandung hineinstellt, glaubt ihm noch weniger die Wege und Irrwege, durch die er seinen Holk sodann führt. So wenig man ihm die Partnerin glaubt, die sich von der raffinierten diebischen Nutte zur großen Seele entwickelt… Schmidt-Gentner hat den Film mit viel Hingabe musikalisch untermalt, das Sentimentalische dabei freilich zu ausgiebig unterstrichen.” – quelle: wie angegeben)
kleiner nachtrag:
“In der Fachpublikation Variety war 1929 zu lesen: ‘So well produced that it is good entertainment in spite of itself’.” quelle: wikipedia, Aspahlt (1929)
Der kleine Nachtrag war jetzt aber wirklich nicht nötig.
“In der Fachpublikation Variety war 1929 zu lesen: ‘So well produced that it is good entertainment in spite of itself’.”
ließen Sie uns doch schon mit Ihrem Kommentar von 11:52 wissen :-)
@ ulla (15. August 2012 ⁓ 14:41)
schön zu sehen, daß Sie sich hier so ausführlich zum threadthema äußern, und auch wieder so überzeugend kenntnisreich!
@1704
Ich möchte Ihnen mal meine Hochachtung aussprechen.
Allein in den beiden letzten Threads (UFA und “Sachen machen”) zeigen Sie ein tiefes und breites Wissen, stellen es in Zusammenhänge, ziehen nachvollziehbare Schlussfolgerungen und positionieren sich eindeutig.
Ich frage mich: Wie machen Sie das?
Wie sieht Ihr Zeitmanagement aus?
Lassen Sie lesen und recherieren?
Haben Sie Mitarbeiter?
Oft stellen Sie ja auch nicht-digitalisierte Zitate ein. Wie kommen Sie da zu einem schnellen Zugriff?
Sie deuteten schon mal an, dass Sie noch über eine andere Plattform verfügen. Schade, dass wie da nicht teilhaben dürfen.
Aber vielleicht können Sie mir wenigstens einige der Fragen beantworten. Das wär sehr nett.
Vielleicht gibt es ja auch bald mal wieder Themen, über die man streiten kann. Das wär schön.
@ Hernando
:-))
@ Glis glis
sehr gut !!
@1704 – 17:33
Ja, ich bin auch ganz begeistert von mir, habe ich es doch tatsächlich geschafft Ihren gesamten Kommentar von 11:52 und den von 12:02 zu lesen, die Texte zu verinnerlichen und dementsprechend zu reagieren :-)
Es ging mir weiter oben nicht um UFA (oder bufa), sondern um Bertelsmann. Das ist nicht der nette Buchclub, und es ist auch nicht einfach ein Unternehmen, das Kultur sponsort. Bertelsmann ist eine äußerst gefährliche Organisation. Man stelle sich vor, Scientology hätte die Reichweite des Springer-Verlages und die Finanzstruktur eines DAX-Konzerns. Damit dürfte man Bertelsmann recht nahe kommen.
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/v_print/755580.html?p=
Wenn man was auf sich hält, dann macht man für die nicht noch Werbung, weder direkt noch indirekt. Wie naiv darf man eigentlich sein?
Aber in dieser Teilrepublik des Affenplaneten wird ja lieber ein großes Theater darum gemacht, wenn eine Olympia-Ruderdame mit jemandem ins Bett geht, der einer bescheuerten, aber vollkommen einflußlosen Splitterpartei angehört.
Alles nichts neues.
Die Bertelsmann AG ist der größte Oligopolist.
Und wer mit wem ins Bett geht, steht ja nicht zur Debatte und hat auch nichts mit dem Thema zu tun.
Ich weiß jetzt nicht, was an den post von @ 1704 15.08.2012/11:52 auszusetzen gibt ?? Allerdings drängen sich bei mir auch solche Fragen auf, wie sie von @ Hernando 15.08.2012 19:24 beschrieben werden.
@Glis glis
Wenn ich den Namen Bertelsmann höre fällt mir zugegebenermaßen zuerst immer der “nette” Buch-Club (ehem. Lesering) mit den damals unsäglichen Drückerkolonnen ein. Ihr erster Kommentar war mir deshalb nicht ganz klar – jetzt verstehe ich und kann Ihnen nur beipflichten.
Nachdem ich bei Wikipedia eben gelesen habe welche Rolle der Verlag während der Nazi-Zeit u.a. mit den „Feldausgaben“ (Feldposthefte) auch gespielt hat, erscheint mir der Aufschrei der Sport-Verbände wegen Nadja Drygalla noch scheinheiliger. Bis gestern habe ich das nur für eine Form der “Sippenhaft” gehalten. In Focus steht heute allerdings, daß die Verbände wohl “zurückrudern” und Frau Drygalla nun doch ab September ihr Training bei der Bundeswehr als Sportsoldatin aufnehmen kann.
@Glis glis (16. August 2012 ⁓ 01:20)
“Es ging mir weiter oben nicht um UFA (oder bufa), sondern um Bertelsmann.”
es ging Ihnen damit auch um die UFA, nur wußten Sie das wahrscheinlich nicht so genau:
“… Heute ist die UFA Film & TV Produktion GmbH (UFA) die Dachgesellschaft aller Produktionsaktivitäten der Bertelsmann/FremantleMedia in Deutschland. Unter dem Dach der UFA agieren acht Tochtergesellschaften: UFA Fernsehproduktion, UFA Entertainment, Grundy UFA, Grundy Light Entertainment, UFA Cinema, Teamworx, Phoenix Film sowie UFA Brand Communication.”
aus derselben quelle: “Eine Vorstufe zur Gründung der UFA war das von der Obersten Heeresleitung am 13. Januar 1917 eingerichtete Bild- und Filmamt (Bufa). Die Aufgabe dieser Behörde, die als Reaktion auf den empfundenen Vorsprung der Feinde auf dem Gebiet der filmischen Propaganda gegründet wurde, bestand darin, auch im eigenen Land den Film für die psychologische Kriegführung nutzbar zu machen.
Die Pläne des deutschen Generalstabs, insbesondere von Erich Ludendorff, gingen jedoch weit über die Einrichtung des Bufa hinaus. Ihm schwebte ein großer Filmkonzern vor, der – vom Staat gesteuert – den nationalen Interessen dienen sollte. Unter diesem Vorzeichen wurde die Universum-Film AG (UFA) am 18. Dezember 1917 in Berlin als Zusammenschluss privater Filmfirmen gegründet… Alfred Hugenberg – Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei und Besitzer der Scherl-Gruppe, eines machtvollen Medienkonzerns – kaufte die vom Bankrott bedrohte Firma im März 1927 auf…”
eine wichtige parallele:
1 “Am 18. Dezember 1917 wurde die Universum Film als Antwort auf die ausländische Filmkonkurrenz und Propaganda von einem Konsortium unter der Leitung des Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Emil Georg von Stauß, gegründet.”
2 “Erst 1956 kam es… zur Reprivatisierung der Rest-UFA. Hinter der Gründung der neuen Universum-Film AG… stand ein Bankenkonsortium unter der Führung der Deutschen Bank.”
die zweite parallele:
was seinerzeit der Hugenberg-Konzern, ist heute eben Bertelsmann (wobei auch der Springer-Konzern dabei einen wichtigen part inne hat):
“Im Jahr 1964 erwarb Bertelsmann die Universum-Film AG sowie sämtliche Anteile an der UFA-Theater AG. Um den Ausverkauf der Filmrechte der alten UFA zu verhindern, wurde auf Betreiben der Bundesregierung und der Filmwirtschaft die in Wiesbaden ansässige Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung errichtet, die 1966 die Rechte an den UFA- und Bavaria-Filmen erwarb und seither verwaltet, lagert und restauriert. 1972 erwarb die Riech-Gruppe die UFA-Theater AG und führt diese mit einer Lizenz von Bertelsmann unter dem UFA-Rhombus weiter. Das UFA-Namensrecht verbleibt indes bei Bertelsmann. Es kam unter Werner Mietzner zu einer Renaissance der UFA-Produktionen in der UFA Fernsehproduktion. Mit dem Start des Privatfernsehens in Deutschland 1984 bündelte die Bertelsmann-Gruppe ihre Film- und Fernsehaktivitäten in einer neuen Holding. Über die UFA Film und Fernseh GmbH in Hamburg werden auch Beteiligungen an Hörfunk- und Fernsehsendern wie RTL und Premiere gehalten sowie neue Film-und Sportrechte aufgebaut und vermarktet.”
alle zitate: wikipedia, UFA
abschließende bemerkung, so wie seinerzeit der Hugenberg-Konzern nicht nur die mediale landschaft der Weimarer Republik zu beherrschen, sondern auch politischen einfluß suchte und fand, macht es Bertelsmann eben auch. von daher teile ich voll und ganz Ihre kritik!
allerdings ist meine herangehensweise anders als die Ihre. ich sehe da eine historische kontinuität, was auch bei der frage helfen mag, welche machteliten sich wann, wie und zu welchem zweck bilden, wie sie sich über die zeiten retten, und wie sich das mit demokratischen systemen verträgt. leider führen diese fragen bei vielen zeitgenossen zu frappierenden antworten, wieder andere stellen sich diese frage erst gar nicht, sondern vertrauen auf rein subjektiv empfundenes, das zu ähnlich frappierenden antworten führt. daß Bertelsmann nicht ganz unerheblich daran mitgewirkt hat und weiter daran mitwirkt, daß in Deutschland das so genannte “neoliberale” denken einzug halten konnte bzw. sich erhält, oder auch dazu beiträgt, die massive finanzkrise als “staatsschuldenkrise” zu vermummen und im sinne “neoliberaler” grundüberzeugungen für eigene ziele und interessen zu nutzen, steht für mich zweifelsfrei fest. allerdings empfinde ich die frage, was denn wohl mit diesem land passieren wird, wenn alle diese tollen “neoliberalen” ideen gescheitert sein werden, wesentlich stärker im fokus. von daher ist auch die frage relevant, was in den köpfen der menschen, die diese demokratie tragen, als (politisches) bewußtsein vorhanden ist, und bei dieser frage spielt eben auch eine rolle, daß Bertelsmann, aber nicht nur dieser konzern, eine herausragende rolle bzgl. manipulation und propaganda (doch doch!) spielt.
so ganz ohne hintergedanken habe ich übrigens die filmkritiken von Hans Wollenberg hier nicht eingestellt, denn dessen “überschätzte man lange ganz einseitig das ‘Wie’ über dem ‘Was’” ist nicht nur bedeutsam für das sehen von filmen oder das lesen von literatur oder das betrachten von kunst, sondern kann heute wie damals u.a. auch sehr politisch verstanden werden. allerdings leiden die politischen diskurse in Deutschland seit langem schon an ihrer substanzlosigkeit, ein merkwürdig “pragmatisch orientiertes” denken beherrscht nicht nur die angeblich oder tatsächlich wichtigen fragen der zeit, sondern auch deren beantwortung.
von daher kann ich die empfehlung von @Susanne HSB sogar mühelos nachvollziehen: die genannten filme sind vom filmtechnischen und filmhistorischen allemal sehenswert, also mindestens “unterhaltsam” und “interessant”, wenn auch durchaus überaus kritisch zu sehen. und das unternehmen und konzerne ‘kultur’ gern benutzen, um ein wenig ‘imagepflege’ zu bertreiben, ist seit Rockefeller sen. ein uraltes rezept, das immer wieder funktioniert! umso wichtiger, daß z.b. kritik wie die Ihre dazu dann auch zu lesen ist!
@ Toska (16. August 2012 ⁓ 08:26)
“Allerdings drängen sich bei mir auch solche Fragen auf, wie sie von @ Hernando 15.08.2012 19:24 beschrieben werden.”
möglicherweise ist das ja auch genau der zweck der fragen “von @ Hernando 15.08.2012 19:24″
@ Toska
Ich setze nichts an den betreffenden Kommentaren aus. Höchstens daß deren erster, da an mich gerichtet, offenbar meine Absicht mißverstand. Hernandos obige Fragen interessieren mich nicht sonderlich, haben auch mit dem Thema nix zu tun. Und die Kritik an Bertelsmann zielt nicht darauf ab, daß es ein Oligopolist ist. Das sind E.on und Vattenfall auch, aber die versuchen nicht den Staat zu unterwandern und die Demokratie außer Kraft zu setzen.
@ ulla (15. August 2012 ⁓ 22:46)
“… Ihren gesamten Kommentar von 11:52 und den von 12:02 zu lesen, die Texte zu verinnerlichen und dementsprechend zu reagieren”
dann wissen Sie ja wohl auch, warum Ihr kommentar (@ulla, 15. August 2012 ⁓ 14:41) ein wenig dümmlich daherkommt…
@Glis glis: “Und die Kritik an Bertelsmann zielt nicht darauf ab, daß es ein Oligopolist ist. Das sind E.on und Vattenfall auch, aber die versuchen nicht den Staat zu unterwandern und die Demokratie außer Kraft zu setzen.”
Ihrem Tagesspiegel-Link kann ich das so nicht entnehmen.
Gibt es andere Belege für Ihre Behauptungen/Befürchtungen?
Sicher werden da Interessen vertreten, Aber es fällt doch auch für die Gesellschaft ein Menge ab. Oder?
Das balanciert sich alles aus. Wir haben doch als Gegenblock die linken Parteien und die Gewerkschaften. Die Linksalternativen noch dazu.
Die sollte man auch im Auge behalten, wenn es um “Unterwanderung” geht.
@ Hernando (16. August 2012 ⁓ 12:27)
bzgl. “Oligopolist” steht @Glis glis keineswegs mit seiner meinung zu ‘Bertelsmann’ allein da:
“Die Bertelsmann AG ist der größte Oligopolist der veröffentlichten Meinung in Deutschland. Die Zeitungen, Zeitschriften, Fernseh- und Radiosender und nicht zuletzt die Verlage des Konzerns beeinflussen nicht nur die Meinungsbildung, sondern auch die gesamte Stimmungslage und die Befindlichkeiten in Deutschland.
Schon diese Medienmacht alleine stellt eine Bedrohung für die Meinungsvielfalt in Deutschland dar. Bertelsmann übt aber darüber hinaus eine politische Gestaltungsmacht aus, die weit über den Einfluss von Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften, ja sogar von Parteien hinausgeht – und das geschieht durch die Bertelsmann Stiftung….”
(nachdenkseiten.de, Der stärkste Motor beim Zerstörungswerk – die Bertelsmann Stiftung, 09.03.2010, http://www.nachdenkseiten.de/?p=4721)
da, wo das zitat endet, setzt wiederum @Glis glis mit seiner kritik an. und wenn man einmal bedenkt, daß es neben Bertelsmann auch noch das ‘Springer-Imperium’ gibt (auch dieses nicht ohne vernetzungen und verflechtungen quer durch die gesellschaft), dann ahnt man evtl. wie gut oder eben schlecht es in Deutschland mit der “Meinungsvielfalt” bestellt ist. bzgl. “vereinheitlichter Meinung” muß ich Ihnen hier ja keinen vortrag halten, nicht?
schauen Sie sich einmal in aller ruhe diese pdf (“Beteiligungen der Bertelsmann AG an Publikumszeitschriften”) an:
http://www.kek-online.de/Inhalte/puzei_beteiligungen_bertelsmann.pdf
oder diese (“Medienaktivitäten des Bertelsmann-Konzerns in Deutschland”) hier:
http://www.kek-online.de/Inhalte/bertelsmann.pdf
oder diese hier (“Assoziierte Unternehmen per 31. Dezember 2011″), und es reicht schon, wenn Sie sich erst einmal dabei auf die rubrik “Deutschland” konzentrieren:
http://www.bertelsmann.de/bertelsmann_corp/wms41/customers/bmir/pdf/Wesentliche_Tochtergesellschaften_und_Beteiligungen_zum_31._Dezember_2011.pdf
und daß (die) Bertelsmann(-Stiftung) ein/e politisches selbstverständnis/zielvorstellung hat, geht aus eine eigenproduktion von Bertelsmann hervor: “… 1977 gründete Reinhard Mohn die gemeinnützige Bertelsmann Stiftung, die heute die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG hält. Als operative Stiftung trägt sie Reformanstöße in Bereiche hinein, die unter gesellschaftlichen Problemen leiden: Politik, Staat und Verwaltung, Hochschulen und Gesundheitswesen. Als Motivation zur Gründung führte Reinhard Mohn an: ‘Aus dem Unbehagen, welches eigentlich jeder Bürger und Demokrat empfinden muss, wenn die Gesellschaft nicht zufriedenstellend geordnet ist, erwuchs mein Wunsch, bei der Besserung der Dinge behilflich zu sein. [...] Dies führte zur Gründung der Bertelsmann Stiftung.’”
(quelle: Bertelsmann, Bertelsmann-Chronik, 2012, http://www.bertelsmann.de/bertelsmann_corp/wms41/customers/bmcorp/pdf/Bertelsmann-Chronik__1835-2011_.pdf)
bzgl. Ihres behaupteten “Gegenblocks” lese ich nur wieder einen ‘aufguß’ Ihres schemadenkens, und ich frage mich dann immer, warum die wahrnehmung von realität oft so völlig daneben ausfällt. in den 1970er oder frühen 1980er jahren mag Ihre ansicht ja durchaus eine gewisse berechtigung gehabt haben, aber wir sind bereits ca. 30/40 jahre ‘weiter’, also nicht wirklich wieter, aber unter doch mittlerweile sehr veränderten (systemischen) grundbedingungen und gesellschaftlichen verhältnissen. und gerade Bertelsmann wie Springer tragen viel dazu bei, daß sich die zukunft sehr wahrscheinlich (natürlich m.M.n. !) wie ein déjà-vu erleben lassen wird, allerdings mit noch mehr “unterhaltungselementen” als heute schon und anderen ‘moden’…
@ Hernando
Ich habe zum Tagesspiegel verlinkt, weil das hier ein Standard-Referenz-Medium des Blogs ist, und weil der Artikel einigermaßen kompakt ist. Es gibt natürlich ausführlichere Sachen zu einzelnen Aspekten.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2144
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/01/03/a0082
http://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/daten/daten_01_demokratur/beratung_bertelsmann-stiftung/0510____der_bertelsmann_broker.pdf
Und bei den Nachdenkseiten kann man noch weiteres unter “Krake Bertelsmann” suchen, sie haben da eine umfangreiche Dokumentation.
Gewiß gibt es Lobbytätigkeit unterschiedlichster Organisationen, Verbände, darunter auch aus dem linken Spektrum wie etwa Gewerkschaften. Aber keine andere Organisation streckt wie eine Krake ihre Fangarme in alle möglichen gesellschaftlichen Bereiche aus: öffentliche Verwaltung, Bildungswesen, Meinungsbildung über Medien, “Corporate Governance” von Großunternehmen, Politikberatung bis hin zu unmittelbarer Einflußnahme auf politische Entscheidungsträger von Ländern und Kommunen über Berlin bis nach Brüssel. Und kaum eine andere Organisation wird so operativ von einer Zentrale aus geführt.
@ Glis glis
aber sicher haben @ Hernandos Fragen mit dem Thema zu tun, denn er bezieht ja seine Fragen auf einen post von @ 1704.
Und mit ” unterwandern der Demokratie” – Sorry @ Glis glis, da holen Sie etwas zu weit aus.
Zu Zeiten der DDR hätte ich das gelten lassen, mit “Demokratie unterwandern”., denn da wurden ja die Herausgabe von Büchern und Broschüren einem staatlich verordneten Selektionsmechanismen unterworfen. Und wenn man das DDR-Magazin haben wollte, Sie wissen, das mit den Nacktfotos, war es so wie in einen alten Witz:
Was macht ein DDR-Bürger wenn er in der Wüste eine Schlange trifft, er stellt sich an.
Und wo habe ich in 08:26 geschrieben, das SIE !!!! was an den post von @1704 auszusetzen haben. Wenn ich Sie gemeint hätte, hätte ich Ihren Nick-Namen erwähnt.
Sie sollten sich die Zeit und Muse nehmen richtig zu lesen.
angenehmen Abend
@1704
Nun lassen Sie’s gut sein – wenn etwas “dümmlich” daher kommt ist es doch wohl eher die Tatsache, daß Sie nach 10 Minuten schon vergessen hatten mit welchem Zitat Sie den geneigten Leser beglückt haben. Noch dümmlicher – weil kleinkariert – sind nur Ihre Antworten auf meine mit einem :-) versehenen Bemerkungen.
@1704 16.08.2012/11:31
Sicher haben Fragen einen Zweck, so wie die von @ Hernando 15.08.2012/19:24.
Das haben Fragen immer. Sie haben doch auch die Gewohnheit gründlich und alles zu hinterfragen.
Aber eine Antwort Ihrerseits bleibt aus. Sie haben mit keinen von Ihnen nachfolgenden post die Fragen von @ Hernando beantwortet.!!!
@ ulla (16. August 2012 ⁓ 16:06)
niedlich, daß Sie nun mit einem ‘smiley’ ['emoticon'] ‘dahergeritten’ kommen, wobei das ‘emoticon’ wohl eher einer schindmähre gleicht, um hier wieder als nebelwolke figurieren zu können ;-)
[p.s. übersehen Sie jetzt um wessen willen auch immer nicht das emoticon am ende dieses kleinen absatzes, Sie laufen sicher gefahr, @1704 mißverstehen zu wollen]
@Toska (16. August 2012 ⁓ 16:13)
Sie haben vollkommen recht! aber: das spielchen heißt jetzt wie?
@Toska an @1704: “Aber eine Antwort Ihrerseits bleibt aus. Sie haben mit keinen von Ihnen nachfolgenden post die Fragen von @ Hernando beantwortet.!!!”
Ich hoffe, dass er wenigstens das Kompliment angenommen hat, das war nämlich ernst gemeint.
Es bezog sich auf die intellektuellen und schreib-handwerklichen Fähigkeiten.
Dass man es nicht auf den zwischenmenschlichen Bereich ausdehnen kann, zeigt er leider immer wieder. Dieses Runterbürsten und Verächtlichmachen – das hat er doch eigentlich gar nicht nötig.
Sorry, @Moderation für das kleine Intermezzo.
@1704 17:53
Was denn für ein Spiel? Na, Sie stellen sich aber jetzt selber ins Abseits.
Mein werter @1704 , Sie kneifen jetzt ganz schön. Geben Sie einfach mal schlicht und ergreifend eine Antwort, oder schreiben Sie einfach, dass Sie keine Antwort dafür parat haben.
So viel Rückgrat sollten Sie jetzt haben.
Sie kenne doch den Spruch: wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steine werfen.
Sie verlangen es doch von anderen auch. Ich möchte mich ungern in den Diskus mit @ Ulla einmischen, aber jemand als ” dümmlich ” ( und das sind die post von @ Ulla oder die anderen user/innen ganz bestimmt nicht ) zu bezeichnen finde ich nicht in Ordnung .
Sie können nur eins, verteilen, aber einstecken fällt Ihnen sehr schwer.
Sie haben ja die ganze Nacht Zeit, anhand Ihrer Plattform und durch recherchieren und lesen eventuell zu einer Antwort zu kommen, wenn nicht, können Sie sich ja mit @ Amandine besprechen :-))
die wird bestimmt mit ihren Vorzimmerdamen aushelfen können.
angenehmen Abend, ich schaue mal wieder vorbei….
@1704
Ich schrieb ja, ich sehe mal vorbei, aber wie ich sehe, sehe ich nichts.
Da könnte man vieles rein interpretieren.
Die Kunst, Antworten zu geben, scheinen Sie nicht zu beherrschen, aber keine Sorge, dass können Sie erlernen.
Sorry, Moderation, dass musste ich noch loswerden
sonniges Wochenende für alle
@ Toska (18. August 2012 ⁓ 09:28)
in @Toska (16. August 2012 ⁓ 18:24) lese ich NUR meinung und daraus resultierende behauptungen oder ansichten, noch dazu fernab vom thread-thema. wozu sollte ich also, wenn ich diese als unerheblich einschätze, etwas dazu schreiben? doch nur, wenn ich meinen würde, mein widerspruch oder meine zustimmung wäre sinnvoll, wobei ich mir natürlich selbstredend auch vorbehalte, eigenen ansichten bzgl. dieses “sinnvoll” zu rate zu ziehen.
als eine art ‘moralische instanz’ sehe ich Sie eh nicht (siehe z.b. an @ 1704 gerichtet: http://www.hauptstadtblog.de/2012/04/19/kunst-verandert-die-welt/#comment-5820 an @oStsEE: http://archiv.hauptstadtblog.de/article/6995/liebigstrasse-14-warum-keiner-gewinnen-kann#c048892).
außerdem schreiben Sie auch nicht immer unmittelbar nachvollziehbar, oder haben ein sehr eigenwilliges wortverständnis, z.b.
“Sie können nur eins, verteilen, aber einstecken fällt Ihnen sehr schwer.”
was verstehen Sie hier denn jetzt unter “einstecken”? die fragen? den komentar von @ulla (16. August 2012 ⁓ 16:06), in dem sie sich so sicher wähnt, daß 1704 vergessen haben könnte, was er kurz zuvor zitiert hat – von daher der entsprechende kommentar von ihr “etwas dümmlich daherkommt”? andere hätten vielleicht “begriffsstutzig” bevorzugt! aber ich gebe zu, für die begriffsstutzigen unter uns hätte ich evtl. so ein wort wie ‘korrektur’ verwenden sollen oder ‘notwendige ergänzung’ oder ‘nachreichen der quellenangabe’, aber auch das wäre sicher nicht garant dafür gewesen, daß das vermeintliche vermieden und das wesentliche gesehen worden wäre. oder meinen Sie den kommentar von @ulla (16. August 2012 ⁓ 16:06), der sozusagen im vollbesitz der begriffsstutzigkeit mit trotz und retourkutsche jongliert und deshalb die antworten von @1704 als “dümmlich – weil kleinkariert” bezeichnet wissen möchte? Sie können doch an meiner reaktion darauf ablesen, wie ich solches locker “einstecken” kann. oder meinen Sie den kommentar von @Hernando (16. August 2012 ⁓ 18:20), der sich ja an Sie wandte, und der u.a. – natürlich in meiner interpretation, die auch völlig falsch sein kann – der art entspricht, wie man sich verbündet, weil man meint, verbündete zu brauchen. und wie oft hat nun gerade auch @Hernando merkwürdige fragen in den raum gestellt, die er im nachhinein lediglich als “rhetorische” deklarierte, um die diskussion zu befördern. ich sehe aber nicht, inwieweit nun seine fragen die diskussion hier befördern könnten, im gegenteil, sie sind der anfang vom versiegen der diskussion hier! möglicherweise war dies auch der zweck der fragerei, wer weiß das schon…
kleiner einschub: wenn jemand zu bestimmten antworten meint, sie kämen “etwas dümmlich” daher, dann sollte Sie über so viel intellektuelle fähigkeit verfügen, daraus nicht zu schlußfolgern, es wurde von diesem jemand behauptet, jemand sei “dümmlich” oder dumm. es könnte nämlich gut sein, daß dann wiederum derjenige, dem man das so zum vorwurf macht, meint, dieser ‘vorwurf’ käme doch ein wenig dümmlich daher…
und, generell, wenn @Hernando den drang verspürt, mehr oder weniger fragen zu stellen, die privates berühren oder persönliches betreffen, oder einer gewissen neugier ausdruck verleiht, die wiederum für das, was hier im HSB in der form von geschriebenen kommentaren ‘abläuft’, völlig unerheblich sind, dann, meinen Sie, MUSS man solche fragen beantworten? nein, muß man NICHT! auch dann nicht, wenn Sie die fragestellerin sind. es spielt dabei auch gar keine rolle, ob Sie das nun respektieren wollen/können oder nicht, finden Sie sich einfach damit ab, daß @1704 wert darauf legt, daß so manche frage, die seine person betrifft, unbeantwortet bleibt – wenn ich meine, persönliches hier einbringen zu wollen, dann tue ich das, und, wie Sie wissen, habe ich das auch schon getan, aber wenn irgendjemand hier meinen sollte, er oder sie hätte darauf so etwas wie einen anspruch, dann denke ich, lebt jemand aber ganz ausdrücklich auf der erdabgewandten seite des mondes oder noch ferner von dem, was hier so als realität angesehen wird! ich wüßte auch nicht, welchen nutzen Sie oder andere daraus ziehen könnten, der für das kommentargeschehen im HSB sinnvoll oder positiv wäre!
daß gerade Sie wie auch @Hernando mit solchen antworten auch nicht umgehen können, zeigen ja die wieder einmal bemühten “vorzimmerdamen” – so viel einsicht in das eigene tun sollten Sie schon haben, daß es doch auch noch geradezu dumm wäre, Ihnen futter für irgendwie dafür gehaltene “running gags” zu verschaffen. abgesehen davon weiß ich doch, daß gerüchte streuen und nützlich erscheinende legenden bilden so fremd Ihnen wie auch @Hernando wie auch anderen hier im HSB nicht ist!
ich hoffe, ich habe damit Ihrer Dringlichkeit also ein wenig abhilfe und beistand geleistet, und betrachte diesen teil der diskussion als beendet.
@1704 13:53
ich sag es mal auf Berliner Art und Weise:
Sie winden sich wie ein Furz um den Laternenpfahl.
Nichts als bla…, bla…… jedenfalls , was diesen post betrifft.
Es geht um die Fragen die @ Hernando 15.08.2012/19:24 gestellt hat.
Diese Fragen betreffen absolut nichts privaten oder persönliches.
Wie dem auch sei, ich respektiere das , das Sie nicht wollen/ können oder was auch immer auf diese Fragen zu antworten. @ Hernando hat auch nett darum gebeten, und daher wundert es mich sehr, dass Sie nicht darauf eingehen.
und damit ist auch diese Diskussion für mich beenden.
Meine Großmutter hätte gesagt: falscher Fünfziger
und tschüss…..
Bin von einem Wochenend-Trip zurück und möchte dann doch auch noch meinen abschließenden Senf dazu geben.
Ich finde es vollkommen ok, wenn Privates hier draußen bleibt.
Bzw. nur insoweit preisgegeben wird, wie es dem Einzelnen Spaß macht.
Meine Neugier bezog sich aber auf die Blog-Techniken.
Die Fragen waren nicht persönlich gemeint. Schon gar nicht inquisitorisch.
Die Komplimente waren ehrlich gemeint.
Schade, dass das nicht angekommen bzw. angenommen wurde.
—
@ 1704
Wann, bitte, hab ich denn zuletzt von “Vorzimmer-Damen” gesprochen? Das können Sie ja sicher schnell anhand Ihrer Archiv-Technik beantworten.
@modereator
Betrifft vorigen Post:
Bitte “Herbert” rausnehmen und durch “Hernando” ersetzen.
Vielen Dank!
“Archiv-Technik” war doch in grauer Vorzeit Nobbis Domäne – was einem manchmal wieder so einfällt … :-)
@ Herbert aka Hernando
hier ein paar ‘Treffer’ auf die schnelle, also ohne anspruch auf vollständigkeit! ob bei den genannten ‘Treffern’ auch der letzte mögliche dabei ist, entzieht sich meiner kenntnis. die suchfunktion des HSB ließ damals schon sehr zu wünschen übrig, heute ist es nicht anders. es entzieht sich auch meiner kenntnis, WANN sich @Amantine aus dem HSB zurückgezogen hat, aber es muß schon recht lange her, weswegen das bemühen der “Vorzimmerdamen” durch @Toska schon bemerkenswert ist!
Hernando, 26. August 2010, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/6673/dienstag-den-24-august-2010#c044535
Hernando, 27. April 2011, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/7126/sonnabend-den-23-april-2011#c050936
Hernando, 19. April 2011, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/7114/mittwoch-den-13-april-2011#c050766
oder z.b.
Toska, 21. Oktober 2010, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/6823/mittwoch-den-20-oktober-2010#c046301
Toska, 27. Januar 2011, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/6980/mapplethorpe-retrospektive-im-postfuhramt-berlin#c048515
oder
ulla, 26. Oktober 2010, http://archiv.hauptstadtblog.de/article/6836/berlins-schuldenberg-waechst-2010-auf-64-milliarden-euro#c046427
ulla, 8. Dezember 2011, http://www.hauptstadtblog.de/2011/12/07/berlin-am-mittwoch-den-7-dezember-2011/#comment-3921
nebenbei (1): ich verfüge über keine “Archiv-Technik”!
nebenbei (2): “Komplimente” – zu meiner eigenen überraschung findet sich in wikipedia z.b. folgendes: “… ist es in Europa eher Sitte, ein Kompliment dankend anzunehmen, um den anderen nicht zu zwingen, sein Kompliment zu wiederholen. Antworten dafür können sein: ‘Oh vielen Dank, das ist aber nett!’, oder ‘Wirklich? Sehr schmeichelhaft!’. Es ist auf jeden Fall immer richtig, sich über ein ernst gemeintes Kompliment aufrichtig zu freuen und diese Freude auch zu zeigen. Komplimente sollen eine gute Gesprächsatmosphäre schaffen. Am besten gibt man das Kompliment gleich zurück, etwa: ‘Sie sind aber auch nicht von schlechten Eltern!’ oder ‘Darin sind doch gerade Sie der größte Profi!’ u.ä.. Oder man bemüht sich, dem Gesprächspartner bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ebenfalls ein Kompliment zu machen.” (wikipedia, Kompliment)
die schwierigkeit im leben besteht wohl bzgl. komplimenten darin, daß man nie so recht weiß, ob ein kompliment nur eine “operative floskel” oder ein “rhetorisches mittel” oder eine art ‘einschmeichelei’ ist, ob es wirklich eindeutig, ob es wirklich ehrlich (gemeint) ist, zweck-los scheint es jedenfalls nie zu sein (siehe wikipedia), und ernst gemeint heißt ja keineswegs, daß es dann auch als wohlgesinnt oder in ‘guter’ absicht gemeint zu verstehen ist.
von daher neige ich bzgl. komplimenten eher zu einer ansicht a la
“Hier darf man keine Komplimente machen. Wir brauchen Verbandzeug.”
(aus: Karl May, Die Abenteuer des schwarzen Gerard, Teil 2, Kapitel 7, 1901/1902)
denn hier im HSB haben sich bei einigen ja schon habituelle reflexe verfestigt, die eher an kabale und ränke denken lassen, insonderheit, wenn die ansichten über einen gegenstand der diskussion sehr gegensätzlich sind oder auch sein sollen.
bemerkenswert finde ich übrigens auch, daß Sie – aber es richtet sich keineswegs nur an Sie – einen kommentar wie den von @Toska, 18. August 2012 ⁓ 18:05 so gänzlich unkommentiert/unkritisiert stehen lassen (können – und von solchen ‘aussetzern’ gibt es viele im HSB, nicht nur von @Toska, gerade und besonders gegen @1704), bei nächster gelegenheit sich aber bestimmt auch wieder über irgendeine (angebliche) unartigkeit von @1704 echauffieren werden. von daher, das werden Sie sicher verstehen, erscheinen dann auch, vielleicht tatsächlich gut-gemeinte, “Komplimente” in einem gewissen zweifelbehafteten zwielicht!
schade finde ich, daß sich die von @Glis glis angestoßene ‘diskussion’ (?) mittlerweile einem völligen desinteresse erfreut, und ganz offensichtlich auch keine weitere auseinandersetzung gewünscht wird!
Liegts am Wetter? Oder am Alter? Ihr habt doch nen Knall, tut mir leid. Und das ist KEIN Kompliment.
@ ostsee (21. August 2012 ⁓ 16:14)
wäre es nicht wesentlich konstruktiver, statt allen hier einen “Knall” zu attestieren, das thema wieder aufzugreifen, um das es hier eigentlich geht oder gehen sollte? “… die UFA Filmnächte in Berlin” z.b. …
Hm….@1704 das haben Sie ja wieder schön beschrieben, darauf einen Pina Colata, das kann man nur lesen, wenn man einen “zu sitzen ” hat. ;-)
( ich mach das mal jetzt wie @ Ulla, ich hoffe Sie verstehen das )
@ ostsee
das liegt weder am Wetter noch am Alter, hier schreiben halt nur ” Bekloppte” , Sie und mich nicht ausgenommen .
@ Toska (21. August 2012 ⁓ 16:57)
Piña Colada
@1704
sag ich doch. iss doch wurscht wies geschrieben wird …hicks.
Aber nun mal im Ernst.
Das Thema ist nun abgeleiert, eventuell schreiben einige hier auch aus Langeweile, weil es ja nun absolut keine ” tagesaktuellen” Themen gibt.
Immer nur Kultur oder Ufa oder Bücher oder Bilder oder…. ist ja auch irgendwie langweilig.
@ Sigurd hat in seinen Blog einen Beitrag über den RBB geschrieben, beim lesen musste ich unwillkürlich an den HSB denken.
Frische Luft wäre hier auch von Nöten.
gehe erst mal wieder auf Reisen und Laptop bleibt zu…. versprochen!!!! Pionierehrenwort !
Also @1704 ganz ruhig durch atmen ;-)
.
@ Toska (21. August 2012 ⁓ 18:33)
ist ja trollig! haben Sie das selbst geschrieben oder wieder mal schreiben lassen? aber, ernst beiseite, geben Sie Ihrem affen nicht zu viel zucker, könnte sonst gut sein, daß Sie plötzlich als banane figurieren…
ach, beinahe vergessen, weil´s hier ja nun so trügerisch üblich wird:
;-)
@1704 – 21. 8.12/19:40
Wäre es nicht wesentlich konstruktiver das Thema wieder aufzugreifen, um das es hier eigentlich geht oder gehen sollte? “… die UFA Filmnächte in Berlin” z.b. … (Ja, ja, ich geb’s zu, das ist ein Plagiat, paßt aber wunderbar zu Ihren Kommentaren seit Samstag ).
@ ulla (21. August 2012 ⁓ 22:45)
Sie irren sich mal wieder (absichtlich!) – aber da andere so einen gesteigerten wert darauf legen, hier irgendetwas klar zu bekommen, bin ich gern behilflich.
Ihre beiträge zum thema “‘… die UFA Filmnächte in Berlin’ z.b.” sind hier auch sehr übersichtlich, um nicht zu sagen: völlig nichtssagend! ;-)
übrigens, wußten Sie, daß manche Fritz Langs “Spione” als DEN vorläufer für diese unsäglichen James-Bond-Filme ansehen, die Sie wahrscheinlich ALLE gesehen und vermutlich auch lieben gelernt haben? wenn nicht, dann wissen Sie es jetzt.
aber da Sie so am thema interessiert sind:
“Propaganda ist eine sehr technische, im Schnitt sehr professionelle, auf die perfekte Erzeugung von Illusion ausgerichtete Arbeit. Je länger der erste Weltkrieg dauerte, desto entschlossener bündelten die kriegsbeteiligten Mächte ihre medialen Bemühungen. In Großbritannien wurde unter Lord Northcliffe das “Department of Propaganda in Enemy Countries” errichtet. Gleichzeitig entstand in der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) ein ähnlicher Plan zur Schaffung eines Propagandaministeriums. Das neu gegründete Bild- und Filmamt verwaltete eine Verleihfirma, die mit Geldern der deutschen Bank den Zusammenschluss kleinerer Firmen beschleunigte – die UFA. Durch entsprechende Filme wurde der Versuch unternommen, das durch den Krieg beschädigte Ansehen Deutschlands im In- und Ausland zu korrigieren…”
(Berliner Filmfestivals, UFA Filmnächte auf dem Schinkelplatz, 14.08.2012, http://berliner-filmfestivals.de/2012/08/ufa-filmnachte-auf-dem-schinkelplatz)
daraus ließen sich doch sicher wenigstens ein paar Ihrer berühmt-berüchtigen fragen basteln, wenn Ihnen sonst schon nichts zum thema einfällt!?
@1704
Sie irren sich mal wieder (absichtlich?). Ich bin an dem Thema nicht sonderlich interessiert. Deshalb sind meine Beiträge zum Thema “‘… die UFA Filmnächte in Berlin’ z.b.” hier auch sehr übersichtlich. Mehr als meine Antwort vom 16.8.12 an @Glis glis gab das Thread-Thema für mich nicht her.
Ich sehe die UFA- Filmnächte als ein Dankeschön an die Filmkunst der 20-ziger Jahre.
Eine wunderbare Sache.
Ich habe noch nie in einen Blog solch schwachsinnige Kommentare gelesen wie hier. Ich würde hier gnadenlos löschen .
Dann würde hier nicht viel übrig bleiben. Aber das liegt nicht nur an den Kommentatoren, sondern auch an den Themen, die sind momentan so belanglos, daß es nur Insider interessieren kann.
An @ 1704
Ich schließe mich @ Hernando an. Es ist schon beachtlich, mit welchem Elan Sie sich hier einbringen. Auch wenn ich die “Tapeten” schon mal aufs Korn genommen habe, bin ich doch immer wieder fasziniert von der Gründlichkeit Ihrer Ausführungen, besonders wenn es ein Thema ist, das mich interessiert.
Die Frage, wie und wo Sie immer alles finden und wissen, wo es zu finden ist., das hat mich auch schon mal beschäftigt.
Persönliche Fragen sind out und sollten von jedem selbst abgewogen werden.
@ Berliner (22. August 2012 ⁓ 10:43)
sehen Sie, sogar für Ihre kleine allmachtsphantasie findet sich in diesem blog ein plätzchen!
Sie sehen die “UFA- Filmnächte als ein Dankeschön an die Filmkunst der 20-ziger Jahre”, andere sehen in den UFA-Filmnächten lediglich eine form von ‘Imagepflege’! das unternehmen hat nämlich, wegen seines engagements im deutschen privatfernsehen, aber auch etlicher “quotenstarker Erfolge” im eigenen track record, ein gewisses negativimage, da sind dann solche ‘kulturellen highlights’ gerade recht, um es ein wenig aufzupolieren… und eigenwerbung soll es natürlich auch sein, siehe ‘Presseheft’ (http://www.ufa-filmnaechte.de/):
“Heute präsentiert sich die UFA als leistungsstarker Programmkreateur, der in den vergangenen Jahren seine Marktführerschaft in Deutschland als Film- und Fernsehproduzent kontinuierlich ausgebaut hat. Programme der UFA begeistern und inspirieren täglich Millionen von Zuschauern. Dabei entwickelte sich die UFA vom Programmgestalter und TV-Produzent zum Inhalte-Spezialist, der Lösungsangebote für eine multimediale Inhalteverwertung anbietet, nicht nur für alle großen Sender in Deutschland sondern für unterschiedlichste Partner… Die UFA ist Dachgesellschaft aller deutschen Produktionsaktivitäten der FremantleMedia, die das weltweite Produktionsgeschäft der zu Bertelsmann gehörenden RTL Group betreibt…”
(quelle: ‘Presseheft, http://ufa-filmnaechte.de.www214.your-server.de//dateien/presseheft.pdf‘)
@Susanne
Haben Sie diesen Beitrag https://netzpolitik.org/2012/einfach-mal-die-kommentare-schliesen/ von dem “bedauernswerten” Markus Beckedahl als Rundschreiben an alle HSB-user versandt oder war das ganz explizit für mich bestimmt?
Die Frage verstehe ich nicht. Ich habe keine Rundmails an niemanden versendet. (Aber von Herzen mit Herrn Beckedahl gefühlt, das stimmt.)
@Susanne
mir ist gestern Abend folgende mail gesandt worden:
“An …, das passiert gerade auf Twitter
Geschichten
Einfach mal die Kommentare schließen?”
Na ja, und dann folgt der verlinkte Text.
Aus verschiedenen Gründen muß diese mail entweder von einem der Autoren(?) des HSB gekommen sein oder aber bei Ihnen wird sehr leichtsinnig mit unseren Email-Adressen umgegangen.
Den wirklichen Absender (Feigling!) kann ich leider nicht feststellen, da die mail von oder über Twitter kam.
Eine Mail via Twitter? Aus verschiedenen Gründen? Und das soll auch noch etwas mit uns zu tun haben? Sie sprechen in Rätseln.