Daumen hoch
Harald (HSB) in Stadtnotizen ⁓ 15. September 2012 ⁓ 20:15 Uhr ⁓ 3 Kommentare
Handwerk hat goldenen Boden sagte man früher mal, heute ist es in vielen Fällen eher ein Synonym für spätere Altersarmut. In einer Werbekampagne am Berliner Hauptbahnhof kann man sich über die Vielfalt der Handwerksberufe informieren. Beschrieben werden z.B. Speiseeishersteller, Gebäudereiniger, Bootsbauer, Gerüstbauer, Oberflächenbeschichter, Graveure und was es so alles an Handwerksberufen gibt. Weiß man ja gar nicht so genau. Funktioniert ja alles irgendwie. Was mit uns allen passieren würde, wenn das Handwerk nicht mehr da wäre, kann man in diesem Video sehen. Eine Werbekampagne des Handwerks. Interessant ist der Abspann am Ende. Was da alles an Handwerksberufen auftaucht ist erstaunlich.






Was ist an dem Abspann erstaunlich? Versteh ich nicht. Oder wer glaubten Sie bisher stellt all die Sachen her?
Dumm nur, dass viele Handwerksbetrieb in den 80er und 90er Jahren die Ausbildung vernachlässigten und dadurch ein Fachkräftemangel entstanden ist. Man war der Auffassung, dass Ausbildung zu teuer ist. Dafür hatte man später gut ausgebildete Fachkräfte und das war immer der Vorteil des deutschen Handwerks. Ein Vorteil, den man sehr leichtfertig verspielte.
“Jeder Doktor braucht einen Schuster; aber nicht jeder Schuster braucht einen Doktor” – alte Volksweisheit.
Statt zu jammern, daß es in Deutschland zu wenige Akademiker gibt, wie es gerade dieser Tage wieder durch die Presse ging, sollten größere Anreize für Handwerksbetriebe geschaffen werden damit sie mehr Facharbeiter ausbilden können. Wobei natürlich auch die Schulen Sorge dafür tragen müssen, daß weniger “nicht ausbildungsfähige” Jugendliche ins Leben entlassen werden.
Arbeitslose Kunsthistoriker, Sozialpädagogen, Psychologen u.ä. haben wir wahrlich genug.
Wir sollten mehr Migranten aus dem hinteren Kurdistan oder Pakistan reinlassen, die interessieren sich sicher für einen handwerklichen Beruf