Looking for Freedom

Ein Teil der Eastside Gallery in Berlin-Friedrichshain

Das Mauerloch in der Eastside Gallery gegen das heute erneut demonstriert wird – Foto: h|b

So, heute mal nicht so lange brunchen liebe Hipster, es gilt die Welt zu retten. Und das zusammen mit einer Ikone des schlechten Geschmacks, das passt doch super, oder? Und echt Retro ist es darüberhinaus auch noch. David Hasselhoff “The Hoff” kommt höchstpersönlich aus dem warmen LA in das winterliche Berlin um die Mauer an der Mühlenstraße zu retten. Keine Ahnung wer oder was ihn dazu getrieben hat, aber er glaubt ja auch ’89 mit seinem “Looking for Freedom” zum Sturz der DDR und der damit einhergehenden Öffnung der Mauer beigetragen zu haben.

Allerdings war er damals wohl eher für den Abriss. Mal hören, wie er nachher um 14 Uhr nun das Gegenteil verkündet. Ich bezweifle allerdings, dass er wirklich weiß um was es hier geht, schließlich wäre er ja eher ein potentieller Mieter für das schnieke “Living Levels”. Sich gemütlich im Penthouse mit Blick über die Spree die Kante geben, hat doch was schön dekadentes. Also, raus in die Sonne und nachher dann alle gemeinsam: “I’ve been looking for freedom, I’ve been looking so long ….”

David Hasselhoff winkt seinen Fans

David dirigiert die Massen zu “Looking for Freedom”, der Andrang war gigantisch – Foto:h|b

Wer wider erwarten keine Zeit oder einfach keine Lust haben sollte bei diesem Unsinn mitzumachen, was ich persönlich verstehen könnte, mag sich auf der Seite des Tagesspiegel vielleicht die komplette Eastside Gallery anschauen, ohne dafür extra nach draussen gehen zu müssen. TSP-Fotografin Kitty Kleist-Heinrich ist dankenswerterweise für uns die 1316 Meter Schritt für Schritt abgelaufen und hat die einzelne Abschnitte fotografisch dokumentiert.

3 Kommentare
  1. Plastica 17. März 2013 ⁓ 12:04

    Bei mir jibt et keen Brunsch, sonan Frühstück. Die Ihstseitgällerie jibt it ooch nich in Berlin. David Haselnuss soll jeder hörn oder sich ankieken, der will. Toleranz, weeeste!

  2. sigurd 17. März 2013 ⁓ 14:41

    1316 Meter? So lang kam die mir gar nicht vor. Und wenn David Hasselhoff nun meint, er müsse die East-Side-Gallery retten, na dann soll er doch. Die Mauer wird es verkraften.

    Ich schätze ja, dass hier ein Zugpferd eingeladen wurde, damit nochmals viele Menschen zur DEMO kommen. Denn mein Eindruck der ersten DEMO war, dass dort viele Menschen waren, die nicht jeden Sonntag zu einer DEMO latschen.

  3. Richter87 20. März 2013 ⁓ 09:30

    Kann mich da dem Kommentar von sigurd nur anschließen. Um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, nimmt man sich einfach einen x-beliebigen a-b-c-Promi, und schon kommen doppelt so viele Leute. Da müsste das sicherlich nicht mal der gealterte Bademeister sein ;-)