Die Menge und das Meer aus kleinem Geld

Teilen. Gemeinsam. Paradigmen, die längst zu einem Mainstream angeschwollen sind. In unserer von prekären und gleichzeitig künstlerisch wertvollen Verhältnissen durchwobenen Stadt kann man das freigiebig Teilende und gemeinsam Erschaffende am eigenen Leib erleben, wenn man will. Gerade auch für die Netzbeheimateten – wie Sascha Lobo die netzaffinen Citoyen nennt – ist das ein systemimmanentes Verhalten. Teilen von und gemeinsames Erarbeiten von Inhalten. Nicht zuletzt ist dieses Blog, das Ergebnis einer Gruppe.

Es ist das eine, Bilder, Buchstaben und Beats kollaborativ zu schaffen und zu nutzen, und etwas anderes, Geld zu beschaffen. Aber Crowdfunding entspringt derselben Motivation. Und das Prinzip, wenn viele ein wenig geben, kann daraus etwas großes werden, erlebt derzeit einen ordentlichen Aufschwung. Und hier gilt wie überall: im Longtail ist für jeden was dabei, egal welches Thema mensch umschwärmen möchte. Theaterstücke, Kunstprojekte, Spende, Geschäftsideen und Produkte jeder Art.

Die Plattformen dafür sind auch im deutschsprachigen Raum inzwischen zahlreich. Auch regionale Plattformen entstehen. Für Berlin zum Beispiel Berlin Crowd. Geben und Nehmen. Für mein Invest bekomme ich im Erfolgsfall exklusiv das fertige Werk, ein Hauskonzert oder Anteile an einem StartUp.

In Sachen Musik ist Sellaband ein internationaler Platzhirsch. Hier kann man Musikern ein Konzert, eine Tournee oder eine Platte ermöglichen. Und weil wir derzeit alle etwas Wärmendes, Süßes und Farbiges gut gebrauchen können, steht der Song “Meer aus Farben” Berliner Band Berge nicht nur für eine erfolgreiche Kampagne mit der Masse, sondern auch für einen frühlingshaften Abschluss dieses Beitrags.