Berlin am Samstag (22.4.2006)
Malte in Schlagzeilen am 22. April 2006, 06:10 4 Leserbriefe »
Er will kämpfen für Berlin – Genosse Wowereit ist schon fast auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht, um über die extreme Haushaltsnotlage der Hauptstadt zu sprechen. Viel Geld wird er wohl nicht mitbringen.
Die Ärzte an der Charité streiken nun also doch nicht. Bin ich eigentlich allein mit dem Déjà-vu, dass das mit dem letzten Ärzte-Streik gar nicht so lange her ist?
Der Ossi macht rüber, sagt das Statistische Landesamt. Ganz im Gegensatz zum ehemaligen Westberliner, der sich scheinbar nicht traut, in den ehemaligen Ostteil der ehemals geteilten Stadt zu ziehen.
Dann aber statt dessen kollektiv nüscht wie ab nach Wannsee – ab heute ist schließlich das Strandbad geöffnet!
4 Kommentare
JürgenausBerlin
am 22. April 2006, 15:33 #
der Witz (bzw. viel mehr eine Tatsache) ist ja, dass im Westen der Stadt praktisch keine jungen Leute mehr wohnen (außer in XBerg)
am 22. April 2006, 16:10 #
Ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage, die Statistik verfälscht zu haben.
Statt direkt vom Westen (Charlottenburg) in den Osten (Friedrichshain) zu ziehen, habe ich einen Zwischenstopp in der Schweiz eingelegt und bin dann wieder nach Berlin gezügelt…
am 22. April 2006, 22:40 #
Was für nen Quatsch. Wieso soll es im Westteil keine jungen Leute mehr geben? Ist mir wirklich noch nicht aufgefallen. Im Gegenteil: Selten fand ich das soziale Bild so künstlich und monströs wie in Prenzlauer Berg (nicht dem, übrigens) noch vor wenigen Jahren: Nichts als Mittzwanzig- bis Mittdreißigjährige, keine Alten, kaum Kinder. Sieht man mal von dem Babyboom ab, hat sich auch wenig geändert. Da ist mir die gewachsene Bevölkerungsstruktur in den Nicht-Inbezirken deutlich lieber.
Und was das nicht trauen angeht: Die meisten Zugezogenen übersehen einfach, dass in jeder Stadt die einzelnen Stadtteile (bzw. in diesem Fall Bezirke) schlichtweg sozial konnotiert sind. Und in Berlin galten die Ostbezirke einfach schon seit jeher als weniger fein/begehrenswert/vorzeigbar als die westlichen Bezirke. Niemals wäre es meiner Großmutter eingefallen nach Lichtenberg zu ziehen. Oder gar Friedrichshain – soziale Ächtung wäre die Folge gewesen.
Übrigens habe ich ein echtes Problem, wenn von Westberlinern (in einme Wort) geschrieben wird. Es ist und bleibt SED-Sprache