Silbernes Guerilla-Marketing

Sebastian in am 25. April 2006, 15:00   11 Kommentare »

Marketing zu Füßen

Nein, das ist keine kreative Ankündigung des im Gespräch befindlichen Labyrinthes auf dem Schloßplatz, sondern ein ‘zielgruppen-
orientiertes’ Bewerben. Im Prenzlauer Berg stolperte man in den letzten Tagen über das einprägsame Logo des neuen Albums einer Band. Der erste Regen lies die Pflastermalerei jedoch in kurzer Zeit wieder verschwinden.

Es war aber nicht die einzige Maßnahme des Guerilla-Marketings. Mit den typischen Abreißzetteln an Laternen und Ampeln wurde auch auf Augenhöhe Werbung betrieben.

Zu der Musik von Silbermond kann und will ich nichts sagen. Aber die Tatsache, dass ich mich damit beschäftige, ist zumindest ein starker Hinweis darauf, dass die Aktion funktioniert. Bin ich deshalb auch gleichzeitig in der Zielgruppe? Ach herrjeh!

11 Kommentare

1

Phil

Die Bambi-Loung war das este Event, welches diese Art von Marketing betrieben hat…

2

bonafide

Zu Silbermond kann auch ich nichts sagen… Aber die Guerilla Marketing-Aktion ansich find ich dann doch ziemlich kreativ. Why not?

3

Dominic

Silbermond. Ürx.

Also kreativ ist das wohl irgendwann (gefühlt ist dieser Zeitpunkt schon längst gekommen) wirklich nicht mehr.
Das macht doch heut jeder, allen vorran irgendwelche Unternehmen und die nennen sich (bzw. deren Agenturen), nachdem sie Stil und Idee von Streetart Künstlern geklaut haben auch noch super kreativ. Echt ‘ne super Leistung.

4

zeta

Seh’ ich ähnlich wie Dominic. Es ist ganz schlicht kopiert. Was mich immer etwas sauer macht, weil die Maketingheinis, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, immer irrsinnig einen auf kreativ und szene und supi gemacht haben. Am schönsten fand ich ja noch die, die mir ernsthaft erzählt haben, sie müssten ja jetzt eigentlich nen Presseausweis bekommen, weil sie ja auch was mit Kommunikation machen. Völlig gaga…

5

dataloo

Trackback von dataloo: Fans oder Guerilla Marketing?

...

6

Benjamin

Also, ob die Aktion von Silbermond nun kreativ ist oder nicht bzw. kopiert, ist für mich nicht die Frage.
Ich finde es nur ziemlich bedenklich, dass sich nun auch Künstler dieser Methoden bedienen – gerade weil es so guerilliamässig rüberkommt, irgendwie als ob es ein paar Fans mit wenig Geld im Portemonnaie aber viel Enthusiasmus gemacht hätten. Oder zumindest um als Band irgendwie authentisch rüberzukommen (s. auf billig getrimmte Abreisszettel) – obwohl doch alles für teures Geld von Marketingleuten erledigt wird…

Nebenbei sorgen nun auch sie dafür, dass es immer weniger werbefreie Flächen gibt – andere Bands von ähnlichem Kabliber haben dies zum Glück (noch) nicht nötig.
Sicher werden so einige Leute auf sie aufmerksam und kaufen ihre Platte, anderen wird diese Aktion sicherlich etwas übel aufstossen…

7

dataloo

Trackback von dataloo: Moderner Strassenkampf

...

8

HSB Matthias

Manueller Trackback:

www.designmadeingermany.de/480

Diskussion über die Guerilla Aktion

9

Jean Pierre

Und ich fragte mich, warum überall in der Stadt “Blumenkohltasten” (Command-Taste beim Mac) auf dem Boden zu finden sind—ich dachte eher an übereifrige Apple-Fans…

10

der Falk

Gehört das in die Rubrik Graffiti wovon Berlin schon soviel hat oder ist das eine ganz eigene Rubrik? Wird sowas strafrechtlich verfolgt? Immerhin kosten Hundehäufchen ja auch was.

11

Dominic

Wenn das vom Regen weggewaschen wird, seh ich da keine Probleme.
Kinder werden ja auch nicht angezeigt, wenn sie mit Kreide auf dem Boden rummalen. Hoffentlich. :)

Die Mac-Taste find ich da viel problematischer für Silbermond, da diese auch auf dem Cover vom Album drauf ist.
Ein Neudruck könnte teuer werden.

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