Arachnophobie

Mario in am 4. August 2006, 18:21   4 Kommentare »

Foto: Wikipedia / Geller-Grimm

Die Berliner Boulevardpresse sprach vor einigen Tagen von der Invasion der Todesspinnen. Sachlicher greift nun SPON das Thema Dornfinger auf, das auch Brandenburg, Bayern und Österreich bewegt. Tödlich scheint der Biss eher nicht zu sein, unangenehm wie ein Wespenstich ist er allemal. An der Ausbreitung sei die Klimaerwärmung schuld.

Die Giftspinne wird höchstens eineinhalb Zentimeter lang – aber ihre Beißwerkzeuge können die menschliche Haut durchdringen und hässliche, dunkel unterlaufene, schmerzende Wunden hinterlassen. (SPON)

Wer dem Dornfinger begegnet, sollte sich nicht beißen lassen, aber auch nicht wild draufschlagen: Er steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und hat Gerüchten zufolge einen Sammlerwert von 200 EUR.

Nachtrag 19:35 Uhr:
Der Giftnotruf Berlin registrierte in den letzten Tagen einen Anstieg der Anrufe zum Thema – allerdings nicht aufgrund zahlloser Bisse. Es riefen viele Berliner an, die aufgrund der reißerischen Presseberichte besorgt gewesen sind. Beim Giftnoruf heißt es, der Dornfinger sei “keine neue Bedrohung”, denn es gebe ihn schon seit 40 Jahren in Berlin und Brandenburg. Die Fälle seien eine Rarität, die man aufs Jahr gerechnet an zwei Händen abzählen könne. In den meisten Fällen ähnelt es einem Wespenstich, nur bei kleinen Kindern käme es gelegentlich zu Schüttelfrost.

Auch die Leitstelle der Berliner Feuerwehr bestätigte, dass sie mit “hundertprozentiger Sicherheit” noch keine Notrufe wegen des Dornfingers gehabt hätte.

4 Kommentare

1

Matthias

Ist er denn auch in Berlin unterwegs?

2

Mario

Ich habe noch keinen gesehen. :-)

3

Wolf

Könn’ wa da nich noch ne Stellungnahme vonner Ärztekammer ham?

4

Mario

Nicht ganz, aber einen Nachtrag, siehe oben :-)

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