Bodenskulptur mit Dersus Zeichnung an der Bismarckstraße

Linda in am 12. September 2006, 17:55   5 Kommentare »

Dersus Zeichnung wird zur Bodenskulptur

5 Kommentare

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Sandra-Lia

dass ist schön

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Matthias

Sandra, das ist tragisch:

Der Ort der Denkmalenthüllung ist die Unfallstelle eines 9-jährigen Jungen, der im März 2004 auf dem Radweg an der Bismarckstraße Ecke Kaiser-Friedrich-Straße in Richtung Ernst-Reuter-Platz fuhr und von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst und dabei tödlich verletzt wurde.
Das Denkmal, eine aus Ton gebrannte Stele der Bildhauerin Rachel Kohn beinhaltet auch eine Keramikplatte mit einer Kinderzeichnung des getöteten Jungen. Das Denkmal steht sowohl für die Opfer im Straßenverkehr als auch als Mahnung für das Bemühen, solche Unfälle mit allen Mitteln zu vermeiden.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

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HSB Mario

Ich bin kürzlich zufällig an diesem mit Blumen geschmückten Denkmal vorbeigegangen. Die zugehörige Stele im Mittelstreifen der Fahrbahn (nicht abgebildet, aber der Schatten liegt im Bild über der Zeichnung) war bei erster flüchtiger Betrachtung etwas seltsam. Linda, hast du ein Bild davon, das du ergänzen könntest?

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Linda

... ich habe die stele leider nur von hinten fotografiert, weil gerade brutales gegenlicht war. vorn sind die von rachel kohn gestalteten treppen, die gehören unbedingt dazu! wielleicht in den nächsten tagen…

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suki

Solche Unfälle sind nicht tragisch, denn sie sind nicht unvermeidbar. Wenn es in Deutschland eine andere Verkehrspolitik gäbe, welche als vorranginges Ziel die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hätte, und nicht nur reinem Effizienzdenken unter Inkaufnahme von immer noch über 5000 Verkehrstoten jährlich folgen würde.
Andere Länder sind da durchaus weiter, federführend ist Schweden. Schwedische Verkehrsverwaltung
In der Schweiz und in Großbritannien wird versucht, der schwedischen “Vision Zero”, dem Ziel, die Zahl der durch den Straßenverkehr verursachten Todesfälle und Verletzungen auf ein Minimum zu begrenzen, zu folgen.
Schweizer Kampagne: Vision Zero
Die Umsetzung der Strategie als Programm “via secura” durch das Schweizer Bundeskraftfahrtsamt: via secura
Gegen einige Maßnahmen gab es auch in der Schweiz durchaus Proteste, z.B. gegen generelle Tempobeschränkungen für Motorradfahrer.

In Deutschland setzt sich u.a. der sich der Grünen-nahe Verband VCD (Verkehrsclub Deutschland) für diese Strategie ein.

Viele Maßnahme, die man zu einer nachhaltigen Senkung der Todesfälle im Straßenverkehr durchführen müßte, sind aber derzeit politisch in der BRD nicht vermittelbar, ob nun Fahrbahnverengungen oder Tempolimits.

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