Berlin am Dienstag, den 9. Januar 2007
Helene in Schlagzeilen am 9. Januar 2007, 10:40 9 Leserbriefe »
Mit der neuen Scientology-Zentrale an der Otto-Suhr-Allee kommt auch die alte Scientology-Debatte wieder auf: in Berlin wird die Organisation nicht überwacht, weil das Verwaltungsgericht keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen anerkannte. Innensenator Körting äußert sich dazu in einem taz-Interview. Ein Sprecher der Sekte selber allerdings gibt keinerlei Auskünfte zu Aktivitäten, sondern lädt auch Journalisten zum 6-stündigen Informations-Clearing. Auch den Bürgermeister hatte man zur Eröffnung eingeladen.
Aber der möchte nicht.
Als verfassungswidrig beurteilt sind seit gestern bestimmte Passagen der Hartz-Gesetze. Eine 15-Jährige klagte gegen das Jobcenter Reinickendorf und bekam Recht: Sie kann nicht den Freund der Mutter unterhaltspflichtig machen, sondern hat Anrecht auf Sozialleistungen.
Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten hat sich im Jahr 2006 verdoppelt. Mehr als 100-mal wurden Menschen in Berlin überfallen, ergab eine parlamentarische Anfrage. Die B.Z. titelt derweil mit “Nazi-Schläger sind unrettbar blöd”.
In Friedrichshain geht irgendein Psychopath auf Frauen los – und schlitzt ihnen das Gesicht auf. Seit Weihnachten ist das schon neunmal passiert. Die Polizei gab jetzt ein Phantombild heraus.
Stadtplanung delüxe… In der Oderberger Straße tut sich was, das alte Stadtbad sollte ja schon vieles werden, aber jetzt vielleicht eine Wellness-Oase mit Backpacker-Hotel. Der Investor (Stiftung Denkmalschutz) verspricht niedrige Eintrittspreise. Merken! An der Nalepastraße tut sich auch etwas. Nachdem das alte Rundfunkgebäude vom Land billig verkauft wurde und vom Spekulanten teuer weiterverkauft, muss es sich nun irgendwie rentieren. Am besten über höhere Mieten und solvente Nutzer…
Am Hauptbahnhof wird nach der größten hässlichen Kunsttanne nun das größte begehbare Luftbild Berlins installiert. Na endlich mal was für Touristen, wo man die Stadt in einer Viertelstunde besichtigen kann.
Wolf Biermann wird Ehrenbürger? Freuen wir uns wirklich auf einen Frühling ohne Winter?
In der Charité findet dieser Tage ein Symposium statt zum Thema “Depressionen in Berlin”. Wegen der Volkskrankheit ist Samstag der Eintritt frei. Das baut doch schonmal auf!
9 Kommentare
Wirtschaftsdetektei ManagerSOS LTD Berlin- Frankfurt-Düsseldorf -München-Zuerich Karin Schneider
am 11. Januar 2007, 10:30 #
Strategischer Umzug ins Zentrum der Macht
Das eine vielzahl deutscher Unternehmen einen Teil ihrer Führungskräfte bei Scientologischen Unternehmensberatungen und Schulungszentren
coachen lassen ist bei genauerem Hinsehen ein offenes Geheimniss.
Vorgespiegelte Ahnungslosigkeit gepaart mit kollegtivem Schweigen
mischen sich mit den tatsächlich ahnungslosen Unternehmen.Was liegt also näher als einen strategischen Stützpunkt ins Zentrum der Macht zu
verlegen.Politik und Wirtschaft direkt in unmittelbarer Nachbarschaft. Hervorragende Voraussetzungen um die Verbreitung scientologischer Weisheiten zielgenau voranzutreiben. Mußten früher Unternehmen auf Firmenkosten ihre Manager zu Dianetikseminaren in die Schweiz schicken hat man heute die Möglichkeit politische Bildungsreisen gleich mit einem Besuch im Dianetikzentrum Berlin zuverbinden. Abgesehn davon stehen die Mülltonnen der Bundestagsabgeordneten nunmal in Berlin was der OSA mit Freunde entgegen-kommen dürfte. Fazit: Die Unterwanderung der Wirtschaft macht große Fortschritte und ist weiterverbreitet als wirklich zugegeben wird fehlt nur noch ein gut funktionierendes Netzwerk in der Politik.Das dürfte aber nicht lange auf sich warten lassen. Die Anwerbung von Schülern ist dabei nur ein bescheidenes Beiwerk denn jeder fängt mal klein an.
Detektei & Wirtschaftsdetektei ManagerSOS Frankfurt Notruf 0700 97797777
Winfried
am 12. Januar 2007, 17:03 #
Das ist reine Panikmache.
Scientology wird bestimmt schon fast 10 Jahre in den meisten Bundesländern vom Verfassungsschutz überwacht. Ergebnis – nichts – weder antidemokratisch oder verfassungsfeindlich – kommerziell oder sonst was. Keiner der Behauptungen sind zutreffend, trotzdem wird weiter überwacht – warum?
Scientology ist die gemeinnützigste und wohltätigste Organisation weltweit. Das wissen die Allerwenigsten, denn die Errungenschaften werden von der Presse nicht veröffentlich oder verdreht dargestellt. Was stimmt hier also nicht?
Scientology führt einen Krieg gegen Missbräuche der Psychiatrie und damit auch gegen die Pharmakonzerne. Psychiater und Lobbyisten der Pharmakonzerne sind in allen teilen der Gesellschaft eingeschleust bis hin zur Regierung. Da Scientology die Verbrechen der Psychiatrie bekannt macht, macht sie sich dort natürlich keine Freunde und wird heftigst angegriffen und zwar mit allen Mitteln, besonders durch die Presse. Von wem wird die Presse bezahlt? Ich behaupte hier und jetzt, dass jede Zeitung kneifen wird, die Wahrheit über Scientology zu schreiben, weil sie fürchten, dass die Pharmakonzerne ihre Werbebudgets einziehen könnten. Schade um die Pressfreiheit. Interessant ist übrigens, dass nahezu alle Verbrechen die man Scientology unterstellt, von der Psychiatrie praktiziert werden -z.B. Gehirnwäsche, Drogenkonsum, kommerzielle Interesse, Staatsfeindlichkeit uvm.
Ich freue sehr über die neue Präsens in Berlin und das wird die Psychiatrie noch mehr das fürchten lehren.
Ich glaube, dass die meisten die meinen Artikel gelesen haben sich sehr wundern werden und von diesen Zusammenhängen noch nie was gehört haben.
Finden Sie selbst heraus, was Scientology für Sie tun kann und beenden Sie die “Gehirnwäsche” der Presse.
am 13. Januar 2007, 17:18 #
Einige Journalisten haben sich tatsächlich stundenlangen Grundsatz-Belehrungen unterzogen. Man liest das z.B. hier:
“Bei mir indes wollen die Erfolgsmeldungen der Organisation nicht wirken. Zu kadermäßig. Selbst Jugendliche werden schon als Anti-Drogen-Marshals vereidigt. “Wir sind erfolgreich. Die Medien wollen es nicht wahrnehmen. Wir bieten einen Weg an. Niemand muss ihn gehen.” – “Aber warum ist Ihre Zielgruppe so jung oder bereits durch Abhängigkeitsstrukturen aufgefallen?”, wende ich ein. “Warum bauen Sie keine Kliniken, keine Altenheime?” – “Die Felder sind von anderen besetzt”, sagt sie. (taz 13.01.07)
am 19. Januar 2007, 12:53 #
Scientology wird überall verteufelt. Wir aber solidarisieren uns mit ihnen. Lest und ihr werdet verstehen: http://fsm-uckermark.blogspot.com/
Bruder Spaghettus
Kirche des FSM Berlin Brandenburg
Petra
am 30. März 2007, 15:48 #
Also ich bin gerade am Kudamm von Scientology angequatscht worden und habe an so einem Stresstest teilgenommen. Ausschläge gab es bei Stressbelastung Arbeit und Exfreund , der liegt aber schon 10 Jahre zurück ( bin aber seit Jahren wieder glücklich liiert) Also an meinen negativen Gefühlen gegenüber meinem Exfreund könnte ich dann arbeiten, war mir aber doch ein bisschen wenig… Ich verstehe ehrlich gesagt nicht , wie man diese Organisation so verteufeln kann. Die Methoden sind recht einfach zu durchschauen und ich find diese seltsame Elektrodentestung ziemlich witzig.