Günter Nooke für Freiheit und Einheit
Daniel in berichtet am 26. April 2007, 20:31 1 Kommentar »
Die Stadt weiß, wer er ist. „Ganz Berlin für Günter Nooke“, warb er 2005 im Bundestagswahlkampf. Nooke, auch bekannt als Teil des Prenzlberger Vollbartwahlkampf- und E-am-Ende-Trios (Thierse-Schulze-Nooke), ist zum Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung avanciert. (vorher: die notorische Betroffenheitsmimin Claudia Roth). Nun fordert Nooke ein Nationaldenkmal für Freiheit und Einheit – zum Beispiel am Schlossplatz.
Vor der Kulisse des neowilhelminischen Blendwerkes soll an das große Glück des 3. Oktober 1990 erinnert werden. „Die DDR ist unser Unglück!“, möchte der p.c.-gewohnte Leser ausrufen. Nicht nur, weiß Günter Nooke, es gab ihn wirklich, den Alltag. Auch daran soll erinnert werden. In einem „seriösen DDR-Museum“, gern auch im Schloss. Wenige Meter entfernt gibt es bereits ein DDR-Museum. Dies zeigt nach Eigenangaben den Alltag zum Anfassen. Nooke übt sich derweil im Agenda-Surfing: die Schlagworte Schloss und Berlin sind derzeit ohnehin en vogue.
Früher war er Oppositioneller in der DDR, der taz sagte er dazu: “Heute ist das scheißegal, das mit dem Bürgerrechtler, das interessiert vielleicht noch im Westen, aber hier ist Osten, hier müssen Sie Stimmung erzeugen können.”