Leuchten mit Gas
Ute in berichtet am 7. Juli 2007, 09:56 38 Kommentare »
Das sieht man auch nur selten – eine offene Haube an der Gaslaterne und einen Mechaniker in Aktion. Nummer 42 am Görlitzer Park hatte jedenfalls Malessen am Zündkabel, da musste der Fachmann ran. 44.000 Gaslaternen gibt es noch in Berlin, sie verbreiten ihren rötlichen Schummer und das macht sich am Park ganz besonders hübsch. Gute Qualität, da sieht man uns nicht so oft beim Reparieren, ist der Mann auf der Leiter stolz auf sein Arbeitsobjekt.
Klar, die Glühkörper sind bisweilen durchgebrannt, das kommt bei der besten häuslichen Energiesparleuchte genauso vor, und ein gezielter Tritt gegen den Masten schreddert noch die robusteste Gasleuchte. Und was hat der Tennisball da oben links zu suchen?, wundere ich mich. Damit simuliere ich Dunkelheit, kommt es von der obersten Leiterstufe zurück. Also eine Täuschung des Tageslichtsensors, sicher, es geht ja auch kein Nachtwächter mehr herum, der die Lampen abends eigenhändig anzündet. Es ist ja auch das 182. Jahr der Berliner Gasleuchten, da hat sich die Technik weiterentwickelt und sich Einiges automatisiert.
Ich denke, da ist bald ein Besuch bei den Verwandten von Nummer 42 angesagt: Im Tiergarten gibt’s das Gaslaternen-Freilichtmuseum. Warum auch nicht, wir haben ja auch ein – leider inzwischen geschlossenes – Lapidarium am Halleschen Ufer und ein Straßenmöbelmuseum im Tegel-Center. Also wieder was gelernt über die Stadt der unbegrenzten Kuriositäten und ihre skurrilen Spezialmuseen…
38 Kommentare
am 7. Juli 2007, 12:23 #
Meine ganz persönliche “mühsame” Sicht auf die Gaslaternen: neukoelln.twoday.net/stories/1473475/
am 7. Juli 2007, 17:20 #
gaslaternen – immer noch eine heimelige kindheits-erinnerung
übrigens – genau am gaslaternenmuseum im tiergarten findet sich auch die ‘mühsam – bank’ ondamaris.blogspot.com/2007/02/mhsam.html
am 7. Juli 2007, 23:00 #
Dabei sind doch die Tage der Gaslaternen gezählt. Nur noch in Bereichen der Innenstadt, wo es historisch geboten ist, bleibt das Gas. Sonst wird auf Strom umgestellt, weil es weniger wartungsintensiv und effizienter ist.
am 8. Juli 2007, 01:45 #
Das mit dem Sensor ist ganz lustig. Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Gaslaternen immer anfangen zu “tickern” sobald es dunkel wird? Scheinbar funktioniert das dann wie bei einem Feurzeug – also quasi bis der Funke überspringt und die Laterne zum Leuchten bringt.
am 8. Juli 2007, 09:13 #
Wie eng die Energiewirtschaft mit der Anarchie verbunden ist, war mir auch nicht klar. Vielen Dank für die Links und Hinweise!
Mensch, Matthias, da habe ich wohl Glück, dass ich am Görlitzer Park offenbar in einer solchen Gegend wohne.
Ja, die Laternen tickern, das habe ich auch schon gehört. (Man steht ja relativ selten vor einer solchen in der Dämmerung und hört konzentriert zu) Ich werde das im Gaslaternen-Freilichmuseum genauer recherchieren. Und selbstverständlich in memoriam auf der Mühsam-Bank Platz nehmen.
am 8. Juli 2007, 12:24 #
Stralau, vielen Dank für den Hinweis auf die Glühstrümpfe.
Ute: Die Tage der Gasleuchten am Park sind gezählt….
Jean D´Arc der Gaslaternen
am 2. August 2007, 22:47 #
Die Abschaffung der Gaslaternen ist seitens des Berliner Abgeordnetenhauses nicht beschlossen. Es gibt immer wieder Bestrebungen einer Elektrifizierung, die sich nach Expertenmeinung sowie der Gaslichtinitiative aber nicht rechnet und hohe finanzielle Summen verschlingen würde.
Die Glühstrümpfe aus Indien werden problemlos importiert und erhellen u.a. die rund 44 000 Gasleuchten Berlins mit ihrem funkelnd-goldgelbem Licht. Die Lichtästhetik des Gaslichts ist nicht nur wunderschön, das Licht blendet zudem nicht, ist insektenfreundlich und genügt den entsprechenden DIN- und Europa-Normen, in jedem Falle für Wohn- und Verkehrsstraßen. Zum Teil ist eine gasbeleuchtete Straße heller als eine mit elektrischen Leuchten, da hier nicht alle Lampen in Betrieb genommen werden (z.B. Langfeldleuchten/Peitschenmast).
Soviel an kurzen Infos.
Glühwürmchen
am 3. August 2007, 09:42 #
Manchmal denke ich, dass vielen Berlinern gar nicht bewusst ist, welch kulturhistorisch gewachsenes stadtbildprägendes Industriedenkmal in ihrer Stadt existiert. Andernorts zum Teil schon vor Jahrzehnten abgeschafft und unwiderbringlich verloren, summen in Berlin die Gaslaternen mit ihrem unvergleichlichen gemütlichen Licht. Keine elektrische Beleuchtung kann diesen goldgelben Schimmer, der so viel Ruhe und Behaglichkeit in die Wohnquartiere bringt, auch nur annähernd imitieren. Waren die Gaslaternen früher noch wartungsanfälliger und teurer in der Unterhaltung, so ist hier jetzt “Hightech” in die Leuchten eingezogen. Ein kleiner “Minicomputer”, gespeist von einer Solarzelle bringt allabendlich die Gaslaterne zum Leuchten. Eine tolle Erfindung einer kleinen Firma aus (natürlich) Berlin (Mariendorf). Damit sind die Berliner Gaslaternen hochmodern und wirtschaftlich zu betreiben. Gleichwohl “sitzen” die Laternenköpfe zum Teil auf Gussmasten, die über 160 Jahre alt sind. Unverwüstliche Kandelaber für die Ewigkeit…! Trotzdem versuchen in regelmäßigen Abständen Politiker und Verwaltungsbürokraten in trauter Zusammenarbeit mit einschlägigen Firmen aus der Elektrobranche (die natürlich ein Bombengeschäft wittern) und wider besseren Wissens, den Bürgern einzutrichtern, Elektroleuchten seien wirtschaftlicher und moderner. Ich jedenfalls habe genug von diesen Leuten, die uns das schöne Gaslicht ausblasen wollen. Es wurde und wird genug an Stadtbild und Stadtmobiliar zerstört. Geht in die Wohnstraßen und vergleicht…hier warmes goldgelbes Gaslicht, dort kaltes weißes oder orangefarbiges Elektrolicht. Übrigens, jeder kann, wenn Platz ist, sich eine Gasleuchte in seinen Garten stellen, sieht toll aus und verbreitet Gemütlichkeit. Ist schon für “kleines Geld” zu haben. Ich habe auch schon welche…Das war’s erstmal…Wer Lust auf mehr Infos hat, kann sich bei mir melden. “Lasst die Lampen steh’n, ich bitt’, denn sonst spiel’ ich nicht mehr mit!”
am 3. August 2007, 12:17 #
Ach ja die lieben Glühstrümpfe….. sind die Dinger eigentlich noch immer schwach radioaktiv?
früher war da ja radioaktives Thorium enthalten….. ach ja, damit konnte ich meinen Geigerzähler immer aufs funktionieren überprüfen…. na ja, werde mich mal nach anderen strahlenden Körpern umsehen…….
…..strahlende grüsse von Dr. Fallerowski
am 3. August 2007, 14:30 #
Wow, ich bin beeindruckt, welches Fachwissen rund um die Gaslaterne herrscht. Wirklich spannend!
@Glühwürmchen: Ja, da stehen sie so vertraut herum und es würde mir ihr gelb-rötlicher Schummer fehlen, wenn sie auf einmal nicht mehr da wären. Wollen wir es nicht hoffen, ich möchte meine Gasleuchten behalten!
glühwürmchen
am 4. August 2007, 10:37 #
Hallo Faller,
erstmal strahlende Grüße zurück. Auch die Sache mit der Radioaktivität ist eine immer wieder gezielt gestreute Desinformation. Dazu folgendes: Nach Berechnungen des Bundesamtes für Strahlenschutz ist die Radioaktivität eines Kilogrammes Kaffee deutlich höher (1000 Bequerel) als die eines Glühkörpers (750 Bequerel). Die Glühkörper sind zwar mit Thoriumoxid getränkt, die Rückstände verbrannter Glühstrümpfe sind aber so minimal radioaktiv belastet, dass eine Person schon ein Vollbad mit Tausenden dieser Glühkörper nehmen müsste, um sich einer Gesundheitsgefährdung auszusetzen. Ich erinnere mich noch gut, als vor 2 Jahren die damals zuständige Baustadträtin des Bezirks Mitte, eine gewisse Frau Dorothea Dubrau (einige erinnern sich vielleicht noch…), die angebliche radioaktive Gefahr der Gaslaternen verbreitete, um eben diese abzuschaffen. Das ganze ist also wirklich ein “Schmarrn”!!!
Hallo Stralau,
es gibt eine webseite, die ein Herr Jurziczek eingerichtet hat:
berliner-verkehrsseiten.de/gaslaternen
Ist schön aufgemacht und bietet viel Text zur Geschichte und Technik, dazu Fotos. Ist an manchen Stellen noch verbesserungswürdig und einiges müsste auch korrigiert werden, aber insgesamt eine schöne web-Seite.
Die Gaslichtinitiative, die sich vor zwei Jahren (wieder-)gegründet hat, hat selbst keine web-Seite. Übrigens, Interessierte und Mitstreiter sind immer willkommen…!!!
Aber: Es gibt jetzt ein Buch über die Geschichte der Gasbeleuchtung und im besonderen über das Gaslaternen-Freilichtmuseum in Berlin-Tiergarten im Museumsshop des Deutschen Technik Museums Berlin zu kaufen. TIP!
Jeanne D´Arc der Gaslaternen
am 5. August 2007, 22:34 #
Hallo Glühwürmchen,
An Frau Dubrau erinnere ich mich noch sehr gut. So signalisierte sie im Rahmen ihrer – anfangs noch durch die Presse unterstützte – Kampagne gegen die Gas-Straßenbeleuchtung, dass “die Damen und Herren” der Initiative Fachleute für Gas-Straßenbeleuchtung “nicht im Stoff stünden”. Sicher haben ein Ingenieur des Gas- und Wasserfachs, 10 Jahre Abteilungsleiter der Abt. Gas-Straßenbeleuchtung, ein Physiker mit der Spezialstrecke Energietechnik, ein ehem. technischer Leiter der GASAG und die weiteren Mitstreiter – darunter sogar ein Ingenieur der E-Seite!! – keine Ahnung, sie meinte jedoch, sie sehr wohl.
So präsentierte sie der Presse z.B. eine ach so strahlend helle E-Leuchte und eine ach so funzelige Gasleuchte – mit Propangas betrieben – nach ihrer Meinung wohl die Gasart, mit der die 44 000 Gasleuchten Berlins betrieben werden? :-)
Aber wahrscheinlich waren die Personen, die nicht im Stoff stehen, Reinkarnationen von Laternenwärtern oder gar von Gaswerksdirektoren?! :-)
Die sauber recherchierten, sachlichen Fakten der Initiative überzeugten aber im Laufe der Zeit – und das mit Fairplay – immer mehr Abgeordnete, und Frau Dubrau schob auf ihre Ausgangsberechnung zur elektrischen Umrüstung der Gas-Straßenbeleuchtung sukzessive ein paar Milliönchen drauf, um eine Begründung dieser mystischen Zahlensteigerung keinesfalls verlegen.
Zu Deiner Anmerkung der z.T. extrem langen Standzeiten der Gussmaste: Es gibt noch immer etliche Maste mit der Sockelinschrift I.C.G.A. (Imperial Continental Gas Association), die 1826 die ersten Gaslaternen in der Straße Unter den Linden in Betrieb nahm.
Bezüglich der Umweltfreundlichkeit der E-Beleuchtung: Der Strom kommt aus der Steckdose..
Aber genug der Scherze. Ich schalte jetzt auf “Ventil zu” und verabschiede mich mit “gaslichthellem” Gruß
J.D.
Glühwürmchen
am 6. August 2007, 09:26 #
Hallo Ute,
also ich habe eine ganze Menge (Freizeit-)Leidenschaften und Interessen. Eine dieser Leidenschaften ist das Interesse an historischem Straßenmobiliar und…ganz speziell der Geschichte der öffentlichen Straßenbeleuchtung. Mein Herz hängt seit Kindesbeinen an den Gaslaternen mit ihrem summenden Ton und dem funkelnden Licht. Sie standen vor der Tür meines Elternhauses und “begleiteten” mich auch in andere Städte, so nach Berlin. Als Kind habe ich meine Nase am Fenster platt gedrückt, um sie zu beobachten: Wenn sie bei einbrechender Dämmerung “auf ein geheimes Signal hin” erst glimmten und dann anfingen zu leuchten, eine nach der anderen…Ich bin eben von diesen formschönen Laternen fasziniert und finde das romantische Gaslicht einfach wunderbar. Da verschlingt man auch mal Literatur dazu, oder macht Fotos usw. usw. …Außerdem besitze ich jetzt selbst einige sehr alte aber auch neuere Gaslaternen und beleuchte sogar meinen Garten damit. Wenn nun Technokraten und Bürokraten kommen und uns den letzten Rest von Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphäre aus den Wohnquartieren auslöschen wollen, dann befällt mich unglaublicher Zorn! Leuchtende Grüße von Glühwürmchen
am 6. August 2007, 18:56 #
Glühwürmchen, das im wahrsten Sinne des Wortes ein flammendes Plädoyer für die Gasbeleuchtung – und ein sehr verständliches dazu. Es ist ein wirklich heimeliges Licht, von den technischen Details habe ich nicht das endgültige Verständnis. Aber es ist eben auch etwas sehr, sehr typisches für Berlin, haltbar, langlebig und schön. So etwas soll man nicht abschaffen – den Berliner Gasleuchten soll es nicht so ergehen wie den Londoner Doppeldeckern (die sind doch auch extrem existengefährdet, nicht wahr?)
am 8. April 2008, 16:34 #
Nun stehts wohl entgültig fest, dass ab 2009 mit der Abschaffung der Gaslaternen begonnen wird, bis auf wenige Ausnahmen.
am 8. April 2008, 18:02 #
Glühwürmchen, danke für die Hinweise. Wieder ein Punkt mehr für den wir kämpfen müssen, damit gewisse Neoliberale nicht auch noch das letzte Stückchen Gemütlichkeit aus dieser Stadt vertreiben. Manch einer wäre vielleicht doch besser in seinem Ulm geblieben, anstatt sich hier dafür einzusetzen, alles mögliche kaputt zu machen.
Ich werde das Thema demnächst auch mal bei mir im Blog ansprechen.
Seppel
am 8. April 2008, 21:32 #
@Onkel Ringo:
Hast Du für diese Nachricht auch eine Quelle?
Ich will nicht auf die Gaslaternen in meiner Straße verzichten! Die gehören da hin und müssen da auch bleiben!
Onkel Ringo
am 8. April 2008, 22:59 #
@Seppel
Nein leider nicht! Vieleicht bleiben ja auch einige Leuchten stehen und werden innen mit Glühlampen bestückt, wie auch in anderen Städten
Onkel Ringo
am 8. April 2008, 23:13 #
@Seppel
Ich weis ja nicht, was für Gasleuchten in Ihrer Strasse stehen, handelt es sich um die sogenannten Schinkelleuchten,( die sechskantförmigen) brauchen Sie erst-einmal keine bedenken bezüglich Abriss oder Umrüstung haben.
Es gibt im Internet auch eine interessante Seite über die Berliner Gasbeleuchtung
www.berliner
Herbert Lohse
am 9. April 2008, 16:08 #
Die Berliner Gaslicht-Initiative “Pro Gaslicht” hat nun auch einen Internetauftritt:
www.progaslicht.de
Wer unterstützen möchte, möge sich melden. Es werden noch Helfer zum Verteilen von Flugblättern gesucht.
Ringo
am 11. April 2008, 00:38 #
@Herbert Lohse
Das wäre jetzt ähnlich, wie mit der Tempelhofer Flughafen, ich denke mal die meisten Berliner würden das Goldgelbe Licht behalten wollen. Also müsste eigentlich auch hier das Volk entscheiden, da diese Laternen beinahe genauso Geschichtsträchtig sind, wie der Flughafen.
h.r.Kern
am 11. April 2008, 13:42 #
@15
Also mit der Dubrau, die hat sich mit einem riesigen Betrag beraten lassen und heraus kamem diese Neonkaltleuchten, z. B. an der Leipziger Strasse und Nebenstraßen.
Diese modernen Gebilde haben die vorteilhafte Eigenschaft, den Himmel über Berlin anzustrahlen, den bummelnden Nachtwanderer von der Ausleuchtung der Gehsteige aber zu verschonen.
Im übrigen stehen die ersten Berliner Straßenlaternen noch am Gendarmenmarkt, die mit dem Steinsockel. Wie unsere Linde stammt das Produkt vom Niederrhein.
Im übrigen findet man die Gasbeleuchtung nur im ehemaligen Westberlin, und witzig die gemäßigte Gasbogenlampe auf Straßen höherer Ordnung, der Durchgangsstraßen, z.B. Parcelliallee.
Also die Dubrau – Lampen sind wirklich ein Skandal.
Herbert Lohse
am 11. April 2008, 17:37 #
@ h.r.Kern:
Die Gaslaternen findet man nicht ausschließlich in Westberlin. Zwar wurden mit der Stadterneuerung 1968 – 1972 in der Berliner Mitte die Gaslaternen wie auch die Straßenbahn und der Obus verbannt, in den östlichsten Stadtrandgebieten allerdings findet man diese noch in großer Zahl.
Dazu empfehle ich den Blick auf diese hervorragende Übersichtskarte, auf der die Straßenzüge und verwendeten Laternentypen ablesbar sind:
—> www.berliner-Gaslaternen <—
am 11. April 2008, 19:11 #
@ ute 28
ich bin noch am recherchieren, unser Senat ist so offen wie eine Festung. Vielleicht Ende nächster Woche.
Ringo
am 11. April 2008, 23:22 #
@h.r.Kern
Wie Herbert Lohse nach Ihnen schon richtig mitteilte, stehen hier in den Östlichen Randgebieten noch einige Gaslaternen, währe die Wende nicht gekommen, währen diese paar Leuchten schon längst durch die DDR-typischen RSL- oder LBL-Elektroleuchten ersetzt worden, da es ca. mitte bis ende der 80er Jahre auch hier in Biesdorf, Mahlsdorf sowie in Kaulsdorf und Köpenick den Abriss- bzw. Umrüstboom gab. Was die Dubrau-Lampen angeht, kann ich mich Ihnen nur anschliessen. Sehen zwar Modern aus, aber was das Ausleuchten angeht, sind die einfach zu schwach, da im inneren keine Reflectoren vorhanden sind. Was auch sehr auffällig bei vielen neu errichteten Leuchten im Stadtzentrum ist, dass man das gelbe Natriumlicht wieder durch das kaltwirkende, weisse Quecksilberlicht umändert, obwohl es doch vor Jahren hiesse, dass alle Laternen im laufe der Zeit auf das gelbe Natriumlicht ,welches auch heller wirkt, umgerüstet werden sollen. Auch unter den Linden wechselte man wieder von gelbes auf weisses Licht. Was für ein Irrsinn!
am 11. April 2008, 23:56 #
Da kocht ja der Volkszorn – wie bei THF – wieder mal hoch. Ich finde eigentlich die Argumentation schlüssig und habe nichts gegen den Austausch – bei umweltverträglichem und warmem Licht sowie angemessener, also historischer Optik. Anders als Frau Dubrau, die noch 2001 jegliche Veränderungspläne abstritt und später mit getürkten Zahlen die Umrüstung durchdrücken wollte, scheint die nun zuständige Senatorin ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Da ich lange brauchte, mir die Fakten zusammenzusuchen, hier für alle:
antiquar.wordpress.com/2008/04/11/senat
(allerdings nicht ganz ohne eigene Meinung)
am 11. August 2008, 14:13 #
Hallo Freunde der gepflegten Strassenbeleuchtung.
Aufgrund eures Blogbeitrages bin ich heute im Gaslaternen-Freilichtmuseum gewesen und habe erste Bilder und Texte ins Netz gestellt.
Also für alle Interessierten die es nicht nach Berlin schaffen hier der virtuelle Rundgang
blog.lampenfieber
Gaslaternenfan
am 12. August 2008, 23:12 #
Ihr in Berlin wisst wohl echt nicht was ihr den Laternen habt, das ist eine Besonderheit ersten Ranges die einfach mal so abgeschafft werden soll…kann wohl nicht sein. Ich kanns verstehen, wenn vielleicht einige 100-1000 Laternen in schlechtem Zustand ausgetauscht werden müssen. Aber alle anderen sollte man erhalten, das ist einzigartig auf der Welt und vielleicht klappts ja auch mit Biogas früher oder später….
Steffen
am 20. August 2009, 11:53 #
Hallo Gaslaternenfans,
weiss jemand, wo man eine alte Gaslaterne kaufen kann?
am 20. August 2009, 13:06 #
ich bin ja auch ein absoluter fan dieser laternchen :-)
habe auch einen blog dazu, in den ich hin und wieder links und fotos stelle, nur leider fehlt die zeit um ihn aktuell zu halten ;-)
hätte auch gern selbst ein laternchen.
hallo hsb-bernd
sagen mal, darf ich dein in #1 verlinktes gedicht auf meiner seite zitieren (selbstverständlich mit verweis)?
KWH Preis
am 9. Januar 2010, 19:20 #
Hoffentlich bleibend die Gaslampen noch lange bestehen. Ich muss gestehen, da ich nicht aus Berlin komme habe ich noch keine Gaslampe gesehen. Un der Trick mit dem Tennisball ist ja auch kurios.