Hiphop weggeräumt
Helene in berichtet am 21. August 2007, 12:27 15 Kommentare »
Geplant war lediglich ein einfaches U-Bahn-Konzert und ebenso angekündigt. Die Jungs von Kreuzbergs angesagtester Hiphop-Crew K.I.Z. (mit dem dicken Dödel im Logo) hatten auch nur eine kleine Gesangsanlage im Rucksack.
Dann kamen gestern abend aber ein paar zuviele Hundert Fans für einen BVG-Waggon und man wich aus auf die Wiese vor dem Schlesischen Tor. Eigentlich eine dezente Darbietung vor der Lautstärke eines Mittelklasse-Mofas, wären da nicht besagte zuviele Hunderte Fans gewesen…
Deretwegen gab es großen Polizeieinsatz, eine gesperrte Oberbaumbrücke, eine geschlossene U-Bahn-Station, Massenauflauf, Gerenne und Gekessel von kleinen Jungs mit großen Hosen. Schließlich drohte die Staatsmacht per Lautsprecher in bestem Beamtensprech mit “strafrechtsprozessoralen Konsequenzen”, falls das rumstehende Publikum sich nicht endlich entfernte.
Resumee der Aktion: ein paar Platzverweise, ein paar Flaschenwürfe, ein grün aufgerocktes Video für die nächste Produktion sowie kostenlose Promo für die Rapper, und wir wollten doch nur gemütlich Pizza essen da am Schlesischen Tor, kamen aber nicht mehr weg vor lauter Hiphop.
Siehe auch Kommentare unter Kannibalen in Zivil bei Myspace.
Siehe auch atmosphärische Bilder aus der Pizzaloge.
15 Kommentare
paul
am 21. August 2007, 15:20 #
ach das gestern ein lustiger abend. ich hoffe mal es blieb noch friedlich. war ab ~20.30 bis 21.45 am schlesi mitten im geschehen. das heitere katz und maus spiel hatte was vom 1. mai. mir schienen beamten leicht überfordert ;)
am 21. August 2007, 15:55 #
Hiphop is‘ aber auch gefährlich. Wieviele Leute „paar zuviele Hundert” waren es genauer, dass man vor ihnen Angst haben mußte?
Genervt
am 22. August 2007, 00:55 #
Hau doch ab nach Schwaben, wenn du in X-Berg nur Pizza fressen willst!
Stefan
am 22. August 2007, 08:05 #
Wer “X-Berg” schreibt, von dem würd ich gern mal wissen, wo denn seine Geburtsstätte war. ROFL.
am 22. August 2007, 08:24 #
Die Berliner Zeitung hat auch einen hübschen Artikel dazu geschrieben.
am 22. August 2007, 08:34 #
Soll man jungen Menschen in der Schule Ironie erklären, damit sie irgendwann mal groß und lustig werden? Oder ihnen eine Pizzapappe als Rettungsring zuwerfen, damit sie nicht von der Polizei abgeführt werden vor lauter Genervtheit? Lach.
Übrigens noch ein Kommentar in der Berliner Zeitung, allerdings mit falschem Band-Link unten drunter, der zu einer Veranstaltung namens "Kultur-im-Zelt" führt.
encarsia
am 22. August 2007, 15:47 #
Stefan +1, das ist wirklich eine Krankheit. Bei der Nachmietersuche schwoll mein Blutdruck auch mit jedem Gesuch ein wenig mehr an, in dem irgendwas von “X-Berg, F’hain und P’berg” stand, bei “Kreuzkölln” fuchtel ich bereits mit geköpften Schulle-Flaschen…
am 22. August 2007, 17:25 #
“Szenebezirk” und “Prenzlberg” ist auch schon strafbar. Dort wohnen sowieso Geschmacksfrage.
Aber wenn Kleinanzeigen nach Zeichenzahl berechnet werden, darf man abkürzen finde ich.
am 23. August 2007, 02:13 #
Notenständer? Ick seh nur Dödel mit Notenschlüssel drin.
Meine Notenständer hatten auch immer weniger Haare an den Eiern. :-)