Literaturen in Berlin
Linda in Kultur am 2. September 2007, 13:55 3 Kommentare »
Viel Stoff für Literaturfans: Vom 4. bis 17. September findet im Festspielhaus an der Schaperstraße das 7. Internationale Literaturfestival statt, mit dem Schwerpunkt Lateinamerika. Das ausführliche Programm ist zu finden unter www.literaturfestival.com
Einziger Wermutstropfen: Die horrenden Eintrittspreise – 10 Euro für eine Lesung finde ich zu teuer.
Lieber gehe ich in einen chaotischen Buchladen – wie auf dem Plakat – und kaufe mir Bücher. Das Buchangebot auf der Abbildung erinnert mich an einen inzwischen abgewickelten Westberliner Buchladen: den Heinrich-Heine Buchladen am Bahnhof Zoo. Dort konnte man auch im Winter stundenlang mit eiskalten Füßen die Schaufenster-Auslagen studieren und hat immer wieder neues entdeckt. Außerdem traf man dort Autoren und Theaterleute persönlich: Peter Stein, Botho Strauß und sogar Heiner Müller auf West-Besuch gingen hier ein und aus. Und das ohne Eintritt.
3 Kommentare
am 2. September 2007, 20:27 #
10 Euro für eine Lesung IST ein Hieb, zugegeben. Jedoch sind Lesungen für die meisten Autoren eine wichtige Einnahmequelle. Ein Autor erhält für ein Paperback im Normalfall 5% vom Verkaufspreis, für ein Hardcover 10%, oft weniger. Da ist die Gage für eine Lesung oft bitter nötig, um die Miete, die Krankenkasse und das Essen zu bezahlen. Auf alle Fälle wäre es interessant, zu erfahren, wieviel von den 10 Euro bei den lesenden Autoren hängenbleiben.
am 2. September 2007, 22:52 #
stimmt, das müsste man mal recherchieren. sicher sind auch fahrtkosten, unterbringungskosten und honorare nicht billig zu haben. aber schließlich wird das festival auch subventioniert. es gab mal vor urzeiten – im vergangenen jahrhundert – die idee, dass auch geringverdiener sich kultur leisten können sollten…