Berliner Dialoge dieses Mal auf Mallorca

Claudia in am 7. Oktober 2007, 11:23   5 Kommentare »

Das lustige Ferienflugzeug der Fluggesellschaft in dem die Passagiere immer mit «Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder …» angesprochen werden, landet nach einem hübschen Start in Berlin Schönefeld (langsamster Check In der Welt, vermute ich) auf dem Flughafen Palma de Mallorca und wie bei Flugzeugen, die 98,57 % ihrer Belegschaft in den Urlaub transportieren, generell üblich: es wird geklatscht.

Ich klatsche nicht. Der Berliner Brumbär neben mir klatscht auch nicht. Seine Frau neben ihm würde gerne klatschen, aber da ihr schon vor Jahren neben ihm ihr eigenes Leben abhanden gekommen scheint, sinken ihre Hände sofort wieder in ihren Schoß als er brummt:

«Klatschen. Wat soll icke jetz’ hier klatschen? Wenn mich det Taxi jut nach Hause bringt, klatsche icke doch ooch nich‘!»

5 Kommentare

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Chris K.

Andererseits kann man sehr schöne Effekte erzielen, wenn man im BVG-Bus beim Erreichen der Haltestelle lautstark applaudiert und beim Ausstieg den Busfahrer lobt: “Suppah jefahren, Alter. Det kann nich jeder.” Noch besser komtm’s natürlich, wenn man das in der Gruppe tut.

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usweb

Isses nicht schön ? Da freut man sich doch schon wieder auf den Rückflug, noch besser auf die Taxifahrt nach Hause. Oder man nimmt den Bus und folgt dem Rat von Chris. Gruselkabinett Live.

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Matthias HSB

Oh ja! Lasst uns mal alle in der U-Bahn an der Endhaltestelle klatschen!

Übrigens, ich kann als Erfahrung noch mit auf den Weg geben, dass in Tegel der Check-In nicht schneller sein muss.

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ravn

Und man erkennt: Ein Berliner reicht schon fast für einen Dialog.

Meckern und Schlangestehen soll ja auch typisch sein. Ich hab noch nicht erlebt, daß ein Check-In den Abflug verpasst hätte. Aber wie ist die Freude groß, wenn man endlich durch ist, und sich an der Sicherheitsschleuse oder dem noch lange geschlossenen Gate anstellen darf. Man könnte ja am Ende keinen Platz mehr bekommen.

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claudia hsb

@ravn
Nö, so schnell bleibt keiner zurück. Es sei denn, er ist letzter i.d. Schlange und gehbehindert. Aber ich fand es schon erstaunlich (hatte in den letzten Wochen mit fünf internationalen Flughäfen das Vergnügen), Schönefeld war in allem erstaunlich lazy. Auch bei der Kofferrausgabe. Wenn Schönefeld sich anschickt einmal wirklich groß und stark sein zu wollen, dann müssen sie da noch ein bisschen an sich arbeiten

Btw tatsächlich trinke ich lieber noch irgendwo in Ruhe ‘nen Wasser als mit lächerlichen sieben Leuten vor mir 45 Minuten i.d. Schlange zu stehen, der Sinn erklärt sich mir einfach nicht in Zeiten von E-Tickets und sonstigen technischen Hilfsmitteln. Aber vielleicht erklärt mir den einer …

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