"Ein Ghetto, das ohne Zaun auskommt"

Günter in am 8. November 2007, 15:28   2 Kommentare »

Im aktuellen “ZEITmagazin LEBEN” hat Henning Sußebach ein ziemlich vernichtendes Urteil über den Prenzlauer Berg verfasst:

Die 100.000 Zugezogenen haben eine neue Stadt geschaffen, doch wem kommt diese zivilisatorische Leistung zugute, außer ihnen selbst? Ihr Prenzlauer Berg ist ein Ghetto, das ohne Zaun auskommt – weil es auch ohne zunehmend hermetisch wirkt. Die Zuwanderung wird über den Preis pro Quadratmeter gesteuert und über den enormen Anpassungsaufwand, dem man sich hier leicht aussetzt. Wer nicht das Richtige isst, trinkt, trägt, hat schnell das Gefühl, der Falsche für diesen Ort zu sein. Man glaubt so offen zu sein und hat sich eingeschlossen.

2 Kommentare

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Helene HSB

… Nochmal Prügel für ein totes Pferd. Aber schön polemisch geschrieben.

Dieses Zuviel an Kollektiv-Biografie wird ja noch lustige Blüten treiben, wenn alle Jungen Hippen gemeinsam senil werden und alle lieben Kinderlein gleichzeitig halbstark. Wie an anderer Stelle schonmal gesagt: die ziehen dann aus Protest in die total abgefahrenen Provinz-Einfamilienhäuser ihrer Großeltern.

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Alexander Wall

Prima dicht und dicke.
Man grinst beim Lesen immer mehr und möchte es jemandem vorlesen, hört dann aber leider nur: “Kannst Du nicht wenigstens beim Frühstück mal ruhig sein?”

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