Stimme abgeben: Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen
Malum in Schlagzeilen am 14. November 2007, 10:53 18 Kommentare »
Bis zum 14. Februar 2008 kann man noch für die Offenhaltung Tempelhofs stimmen. Dazu muss man sich in ein Bürgeramt begeben. Am Wochenende 17.-18. November bieten die Bürgerämter Sonderöffnungszeiten, jeweils von 10-16 Uhr!
Fast jeden Tag gibt es außerdem neue Entwicklungen zum Thema. Die Schließung des Flughafens könnte für Berlin teurer werden als die Offenhaltung, außerdem sitzt als zusätzliche Komplikation noch die Staatsoper mit im hoffentlich nicht sinkenden Boot. Also, es lohnt sich, die Stimme abzugeben, um den Druck weiter zu erhöhen.
Hier im Haupstadtblog zeigen wir regelmäßig neue Panoramabilder vom Flughafen.
360° Panoramen vom Flughafen Tempelhof
18 Kommentare
Steffen
am 14. November 2007, 12:05 #
“Also, es lohnt sich, die Stimme abzugeben, um den Druck weiter zu erhöhen.”
Für wen konkret lohnt es sich? Und für wen nicht? Gibs auch Verlierer?
am 14. November 2007, 14:14 #
Ich hoffe auch, dass der Flughafen Tempelhof Verkehrsflughafen bleibt. Aber andererseits muss man schon zugeben, das Tempelhof einfach mal viel zu groß ist und die Schliessung wahrscheinlich aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller wäre. Zugleich Geschichte zerstört würde.
am 14. November 2007, 14:16 #
Ich bin Anwohner, Betroffener und FÜR die Schliessung. Ich bin aber auch für das Volksbegehren, und bin gespannt, ob es zu einem Volksentscheid kommt. Ich praktizierte Demokratie prima!
Ja, ich weiss auch, dass für Blogs noch mehr als für Zeitungen gilt, dass namentlich gekennzeichnete Beiträge NICHT die Meinung der Gesamten Redaktion wiederspiegelt. Und doch: Mich ärgern diese Artikel. Das Image des Hauptstadtblog leidet. Obwohl ich weiss, dass das eine Privatmeinung ist.
Ich frage mich andererseits, wie man sich als Privatperson so vor den Karren der Lobbyisten spannen lassen kann. MIR wäre das, auch wenn ich in der Sache dieselbe Meinung hätte, eher peinlich.
Oder sind diese Artikel doch bezahlt? Dann würde ich mich über eine ensprechende Kennzeichnung freuen.
am 14. November 2007, 14:34 #
“Ich praktizierte Demokratie prima!”
Tust Du es jetzt nicht mehr? oder fehlt das Wort “finde” an 2. Stelle? :-)
Obwohl ich nicht Anwohner bin, bin auch ich für die Schließung. @Berlinfreund: Das Argument mit der zerstörten Geschichte verfängt bei mir nicht. Dadurch könnte man nämlich alle unguten Dinge, die endlich abgeschafft wurden, mit einer Märtyrer-Glorie umgeben!
am 14. November 2007, 14:37 #
Nein, das ist nicht bezahlt, kein Gedanke. Die Artikel sollen nur bewirken, dass die Unterschriftenaktion nicht in Vergessenheit gerät – und ein paar Ansichten von Tempelhof zeigen.
Ohne wirklich in die Hintergründe eingeweiht zu sein (wer ist das schon): Die Berliner Lobby, die den Flughafen schliessen will, ist doch viel mächtiger und größer. Mit dem kleinen unwichtigen Flughafen Tempelhof verdient im Verhältnis zu den (vermutlich) Milliarden von Schönefeld niemand ernsthaft Geld.
am 14. November 2007, 14:40 #
einige hausbesitzer in der fliegersiedlung (um die manfred-von-richthofen-str. herum) diskutieren schon, ob sie notfalls ein volksbegehren gegen den flughafen-weiterbetreib auf die beine stellen. DAS ist praktizierte demokratie! der bürgerwille gilt? ja, aber welcher dann???? ;-)
am 14. November 2007, 15:05 #
@Malum: Also wenn das mal nicht entwaffnend ehrlich ist: “Ohne wirklich in die Hintergründe eingeweiht zu sein…” für ein Volksbegehren zu werben, schadet der Idee direkter Demokratie deutlich mehr, als es nützt. Eine Bürgerbewegung sollte mindestens so viel Verantwortung in ihr Handeln legen, wie sie selbst von der Politik erwartet.
Allerdings ist das Volksbegehren ja kein echtes, sondern der Versuch von CDU und FDP, vom eigenen jahrelangen Handeln abzulenken und sich ein bisschen dafür zu rächen, dass man parlamentarisch keine Mehrheit hat. Gäbe es heute noch eine große Koalition unter Eberhard Diepgen in Berlin, gäbe es in zweifacher Hinsicht kein Volksbegehren in der jetzigen Form und THF wäre dieses Jahr bereits geschlossen worden. Naja, wer sich gerne von der Politik vorführen lässt, der möge unterschreiben…
@Berlinfreund: Geschichte kann man nicht zerstören, sie ist; man kann sie höchstens verleugnen. Das Gebäude und die “Landschaft” Flughafen jedenfalls werden auch in 50 Jahren noch fast unversehrt von der Geschichte künden, wenn der Flugbetrieb 2008 eingestellt wird. Was aber Flugverbindungen von THF nach Paderborn, Sylt oder Saarbrücken und ein riesiges Einkaufszentrum mit angeschlossener Luxusklinik mit der Geschichte (West-)Berlins zu tun haben, konnte mir bis jetzt noch keiner erklären.
Hugo
am 14. November 2007, 18:25 #
…das ist jetzt schon der x-te Strang zum Thema Tempelhof. Leider ist die Aufmachung dieser Seite,insbesonders die Archivierung unterdurchschnittlich,so dass es schwerfällt,Themen,die älter als zwei Tage sind,noch wieder zu finden.
MarkS
am 14. November 2007, 21:54 #
Diese permanente inhaltslose Flughafen-Werbung nervt langsam. Sammelt halt Eure Unterschriften, wenn Ihr wollt. Aber nöhlt nicht jeden Tag aufs Neue. Ich kann keine Dauerpropaganda bis Februar 2008 ertragen!
Ich hoffe schwer, dass das Ding endlich geschlossen wird. Dann hört nicht nur die Geldverschwendung auf, auch das Rumgeheule der Tempelhof-Nostalgiker verstummt. Drei dicke Kreuze im Kalender für diesen Tag!!
am 15. November 2007, 09:53 #
Macht mal halblang: Als Befürworter der Schließung ist die beste Verhaltensweise momentan, einfach still zu halten. Dann wird der Flughafen geschlossen.
Wer aber dagegen ist, muss aktiv werden. Zu befürchten ist, dass viele Gegner der Schließung den Weg in die Bürgerämter aus Bequemlichkeit nicht machen, das ist nämlich schon eine relativ hohe Hürde für ein Bürgerbegehren. Mit Unterschriftenlisten in Büchereien oder Cafes wären die Stimmen ganz schnell zusammen. Ohne ein wenig Trommeln kriegen aber so sicher viele den Hintern nicht hoch.
Stefan S.
am 15. November 2007, 10:20 #
Oh man Malum, wenn die Freunde der Schließung jetzt still halten und der Pro-Propaganda freie Bahn lassen gehen die bequemen Schließungsgegner aus Unkenntnis zur Stimmenabgabe und erreichen das was die Mehrheit nicht will. Achtung: wer seinen Café to go in der Wahlkabine verschüttet mach den Stimmzettel ungültig!
am 15. November 2007, 14:22 #
Eigentlich wollte ich meine Meinung dazu gar nicht äussern. Die Argumente der Befürworter des Erhalts werden aber mittlerweile so abstrus (und auch hier im HSB wird sehr komisch argumentiert), dass ich jetzt doch mal meinen Senf dazugeben musste.
Aufgrund der Länge verlinke ich direkt zum Text, anstatt ihn hier reinzupasten.
