Berlin am Montag, 26. November 2007
Dani in Schlagzeilen am 26. November 2007, 09:42 2 Leserbriefe »
Dilettantisch und teuer ist sie, die Berliner Verwaltung. Festgestellt hat das der Verwaltungswissenschaftler Heinrich Bücker-Gärtner. Unzureichende Qualifikation der Führungskräfte und unverständliche Formulare für Außenstehende. Abhilfe könnte eine Datenbank aus Bochum schaffen, in der es unzählige Wendungen gibt, die für Bürger leichter zu verstehen wären. Bochum hat angefragt, das Interesse Berlins scheint allerdings nicht zu existieren, stattdessen wurde die Entwicklung eines Monitoring-Systems in Auftrag gegeben mit denen man “Best- und Durchschnittswerte” feststellen kann, die die Arbeit der Bürgerämter und Bezirke langfristig verbessern sollen.
Jeder fünfte Arbeitnehmer muss sich in Berlin mit dem Mindestlohn zufrieden geben, damit hat Berlin im Vergleich zum Bundesdurchschnitt und den westeuropäischen Ländern den höchsten Anteil an Niedriglohnempfängern. Besonders betroffen sind das Friseurhandwerk, Gebäudereinigung, Möbeltransport, Blumenhandel und Zeitarbeit.
Derweil mausert sich der Wrangelkiez. Der als schmuddelig geltende Kiez wird nicht mehr gemieden, mittlerweile ist sogar Platz im Reiseführer für den Wrangelkiez. Dönerbuden und Sonnenstudios werden durch Bioläden und Naturkosmetik ersetzt, Clubs und Kneipen tun ihr übriges. Die soziale Lage stabilisiert sich. Wird quasi gemütlich jetzt.
Es wird weihnachtlich in Berlin. Heute öffnen mehr als 50 (!) Weihnachtsmärkte ihre Pforten. Dienstag wird dazu illuminiert, nämlich zwischen Rathenau- und Wittenbergplatz und am Mittwoch werden die Lichter unter den Linden angeknipst Na denn, viel Spaß beim Glühweintrinken…
Und sonst?
No-go-Area für die NPD
Langweilige Latsch-Demo mit 12 Festnahmen
Soldiner Kiez – Zu unrecht einen schlechten Ruf, aber wenn ich Kinder habe ziehe ich trotzdem weg.
Es riecht wieder nach Streik
In diesem Sinne, eine leuchtende Woche.
2 Kommentare
am 27. November 2007, 08:21 #
Naja. Eine Mitautorin der Datenbank beschwert sich, daß Berlin diese nicht kaufen will. Da würde ich schon gern noch die Meinung der Gegenseite hören. Und auch die Kriterien, nach denen Herr Bücker-Gärtner die Arbeit der Bürgermeister evaluiert hat, wären interessant gewesen. Kann ja sein, daß Bücker-Gärtner recht hat, so ist der Artikel aber mal wieder so ein hingewurschtetes Tagesspiegel-Ding. Wann werden eigentlich Berlins Zeitungen evaluiert?
Leo Leonhardt
am 27. November 2007, 10:21 #
Was Herr Bücker-Gärtner, der Tagesspiegel und die anderen Berliner Tageszeitungen verschweigen, ist, dass der Herr Professor auch Mitglied der Pankower CDU ist und mal stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Pankow war. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ?