Allet Jute, Heinrich!

Beate in am 10. Januar 2008, 09:11   6 Kommentare »

Das Geburtstagskind des Tages: ein Berliner, wie er im Buche steht – obwohl er nicht mal hier geboren wurde …

Heinrich Rudolf Zille, heute vor genau 150 Jahren in Sachsen geboren, wurde berühmt durch seine Hinterhof-Zeichnungen. Aber er fotografierte und textete auch, war eng mit Max Liebermann befreundet, stand mal Modell für eine Statue in der “Siegesallee”, wurde Mitglied der Akademie der Künste und für eins seiner (eher harmloseren) Bilder sogar zu einer Geldstrafe verdonnert.

In seinen letzten Lebensjahren wurde er zu dem, was man heute Medienstar nennen würde, und schrieb Autogramme im Akkord. Und obwohl Zille zu Berlin gehört wie der Bär und das Brandenburger Tor, hat er erst seit ein paar Jahren ein eigenes Museum. Wer mehr über Pinselheinrich erfahren will, kann das im Nikolaiviertel in den neuen Museumsräumen ziemlich gut. Nicht uninteressant!

Allet Jute, Heinrich! Ick find Dir schau.

6 Kommentare

1

Justina

Ja dann mal Happy Birthday! Wiedermal ein wahres Multitalent! Also alle Mann hin in sein Museum heut wird Geschichte geschrieben!!

2

claudia hsb

In Schleswig gibt es bis Ende April anlässlich seines Geburtstages gerade eine Ausstellung, die sein Schaffen als Maler zeigt. Das mehr als bemerkenswert war.

3

Beate HSB

meinst du heinrich? oder wilhelm? ;-)
naja, beides auf jeden fall künstler, die aufgrund ihrer zeichnungen viel zu oft unterschätzt werden.

4

claudia hsb

Irgs, Grippkopf, natürlich meinte ich Heinrich Zille und die Ausstellung in der Akademie der Künste.

5

Lisa

Am 16.1 gibt es anlässlich der Ausstellung auch ne Diskussion der Akdamien der Künste das 17. Akademie-Gespräch.
Der Titel is: “Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein”. Die Veranstaltung scheint sehr interessant zu sein über Kinderarmut und Teilhabe. Hätte mir aber einen progressiveren Titel gewünscht wie z.B. von Bert Brecht:
Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sah’n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
“Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.” aus “Alfabet”, 1934
und keinen religiösen kitsch wie “Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein” (Das fünfte Buch Mose 15,4).

6

dame

Ich war neulich im Museum und hatte eine sehr schöne Führung

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