Abgestandenes Leben
Helene in Stadtnotizen am 20. Januar 2008, 18:53 17 Kommentare »
Die Wände sind mit Spray beschmiert? Leute mit Bierflaschen in der Hand? Müde, starre Gesichter? Eine Unterwelt ohne Blumen und Bäume…? Normales Szenario für täglich Tausende Fahrgäste. Bild-Kolummnist F.J. Wager aber fühlt sich wie der Bladerunner, nur weil er mal mit der U8 gefahren ist. Und macht sich in die Bügelfalte vor einer todesmutigen Justizministerin. Ausflug in die Realität oder billiger Thrill für Porschefahrer?
“In der U-Bahn riecht es nach abgestandenem Leben.” — Man möchte nicht wissen, wo sich Häschen Wagner sonst so rumtreibt.
17 Kommentare
Jana
am 20. Januar 2008, 19:58 #
Ja, dieser BILD-Bericht war einer der lachhaftesten, die ich seit Langem gelesen habe… allein die Wortwahl – schreibt der Knabe immer so? (gruslig!)
am 20. Januar 2008, 20:17 #
Die Frage ist natürlich: in welcher U-Bahn dieser Welt gibt es “Blumen und Bäume”?
Sollte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass ich es mir sehr gut vorstellen könnte, wenn am Hauptbahnhof auf diesen kleinen Mäuerchen zwischen den Gleisen im Untergeschoss ein paar Geranien wüchsen.
Stefan S.
am 20. Januar 2008, 23:05 #
Ich habe mir in meinem Leben einmal eine bild zeitung gekauft und diese aufmerksam gelsen, das reicht für den Rest. Was Herr Wag(n)er in der bild schreibt kann ich mir sehr gut vorstellen.
am 20. Januar 2008, 23:33 #
Boah über soviel Blödheit könnte ich mich nur aufregen und solche beknackten Artikel ärgern mich nur, weil sie überregional den Eindruck vermitteln, als wäre Berlin die totale Gewalthochburg und den kleinen Bushidospinnern gibts das Gefühl, ihr primitives Denken “Berlin ist ein Ghetto” würde wahr.
Au man. Gleich mal drüber gebloggt. :-)
blog.tobiwei.de/2008/01/20/brigitte
Ciao
Tobi
heinz
am 20. Januar 2008, 23:58 #
Ich glaube, die Dame hat nun dank Herrn Wagner das erste mal ´ne Berliner
U-Bahn von innen kennengelernt. Die wird jetzt sicher öfter ihr Luxusauto stehen lassen. U-Bahnfahren ist doch schliesslich sicherer, nicht wahr?
am 21. Januar 2008, 07:23 #
Das müdeste und erstarrteste Gesicht in der Fotostrecke ist das von Herrn Wagner selbst. Ach lächeln Sie doch mal. Ist doch nix passiert.
Ich würd ihn gern mal zu härteren Erlebnissen einladen, z.B. Radfahren auf der Torstraße oder so etwas.
am 21. Januar 2008, 09:54 #
Im Bildblog haben sie diese super “Kriegsberichterstattung” auch gleich ausgegraben und verweisen dabei auf eine schöne Glosse in der Süddeutschen:
www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/714/153323/
Der Wagner ist schon ein toller Kerl, echt jetzt ;-)
Harald
am 21. Januar 2008, 14:39 #
Im Parteibuch gibt es auch einen Artikel über marodierende Banden in der U8:
;-)
am 21. Januar 2008, 14:53 #
Ach, die U8. Schlimme Linie. Neulich erst habe ich mir da einen Schnupfenvirus eingefangen.
am 21. Januar 2008, 15:10 #
Das Gesicht mit der Zahnlücke vorne ist in der Tat gruselig. Zum Glück habe ich es in der U8 noch nicht gesehen.
am 29. Januar 2008, 19:35 #
Oweia, da war ich vor ein paar Tagen auch – mit Einkaufstüten von C&A in der Hand. Wenn mich da blos mal keiner registriert hat.
fredi
am 3. Februar 2008, 21:01 #
dieses video auf der bild-seite, wo wagner mit frau zypries u-bahn fährt, ist auch sowas von lächerlich.
da wird der eindruck vermittelt, das u-bahnfahren in berlin lebensgefährlich ist, und man nach jeder fahrt heilfroh sein kann, nochmal mit dem leben davongekommen zu sein.