"be berlin" - neuer slogan kleingeschrieben

Helene in am 22. Februar 2008, 15:30   49 Kommentare »

Da haben sich nach aufwendiger Ausschreibung also zwei Kommunikations- Agenturen im Auftrag des Berlin Board hingesetzt und in monatelanger Arbeit den neuen Reklame-Slogan und eine neue Marketing-Kampagne für die Haupstadt ausgetüftelt, jetzt einen Tusch, atemlose Stille und dann…

be berlin.

That’s it, ihr müden Metropolengesichter! Seit wenigen Stunden nicht mehr top secret aber unheimlich kleingeschrieben. Es soll die Identifikation der Berliner mit ihrer Stadt verbessern. Okay, denkt sich der Bürger. Alles nicht so peinlich wie vorangegangene Vorschläge: “Bärlin – zum KNUTschen” zum Beispiel oder das biersabberige DFB-Hooligan-Credo “Wir fahren nach Berlin” (siehe T-Shirt der Berlin Tourismus Marketing GmbH). Aber der neue Slogan klingt vor allem wirklich sehr kleingeschrieben, bescheiden und nach sachlicher Selbstbeatmung. So als hätte man sich das mit dem “arm aber sexy” dann doch nicht getraut. Immerhin sagt er nichts aus. Das ist vermutlich das Beste, was Kommunikationsstrategen zustande kriegen.

Woher überhaupt diese dumme Sitte kommt, dass jeder Gemeinderat seinen eigenen Schlachtruf aus dem Muppet-Labor braucht, ist mir ein Rätsel. Stets doppeldeutig, gern denglish mit der einzigen Einzigartigkeit wuchernd. Für Berlin gilt jetzt: Augen zu und to be. For bloß nicht not to be oder so. Da lob ich mir Borken: “Die Kreisstadt aus gutem Grund”. Oder Bonn, noch schlichter degradiert: “Die Stadt” (nix mehr Haupt-). Argh! Her mit dem Borken-T-Shirt.

Nachtrag:

einer der größten Geistesgegenwartsdenker und Liedgutverbrater mit Namen Olli Schulz fragte heute abend (in einem Hinterderbühne-Gespräch):
“Wie jetzt? Bi Berlin? Weil hier alle gay sind?” – Und das meinte er garantiert nicht schwulenfeindlich. Immerhin kommt er auch aus einer Stadt mit einem homosexuellen Bürgermeister. Doch dürfte die akustische Doppeldeutigkeit vielleicht noch eine heitere Rolle in der Debatte spielen.

49 Kommentare

1

karsten

Die Slogan-Datenbank ist ja lustig, vor allem, wenn man mal nach “berlin” sucht, z.B.

> Was wäre Berlin ohne Bewag. (1997)

Ich glaube, das können wir jetzt beantworten ;-)

2

Matthias HSB

Nun, dann werde ich mal in mich gehen und überlegen, wie ich Berlin sein kann.

Nebenbei werde ich auch noch für mehr Gelassenheit meditieren.

3

Robert

Na es gibt sicherlich viele Leute, die (wie) Berlin sind: arm und verschuldet, grau und trist, möchtergern sexy…

4

Will Sagen

Erinnert mich ein wenig an den Jingle von “Kraftwerk” zur Expo 2000 in Hannover.
Ich be dann mal berlin. be-be-be be-be-berlin

5

Philipp

und ich frage mich, ob diese Herren jetzt ein Angebot vom Senat bekommen für die Verkauf der url: www.beberlin.de (.com)

Immerhin hat sich Berlin Partner www.be-berlin.de (.com) bereits gesichert.

Am merkwürdigsten finde ich allerdings, dass der Slogan klein geschrieben ist…

6

Susanne HSB

Bä Bärlin!

7

Helene HSB

Wüsste gern, was diese zwei Wörtlein gekostet haben. So von der Konzeption her mit allem Drumherum.

8

kleen b

Hach, wie anstrengend. Erst ist man ständig Deutschland, dann soll man auch noch Berlin sein. Muss ich jetzt auch noch Pankow werden?

9

claudia hsb

_Wüsste gern, was diese zwei Wörtlein gekostet haben. So von der Konzeption her mit allem Drumherum._

Och besser nicht! ,-(

10

Nick

Wahnsinn. Nur die deutsche Hauptstadt kann es fertigbringen, für sich selbst in einer anderen Sprache zu werben. Man stelle sich vor, dass Warschau innerhalb von Polen auf deutsch für sich werben würde. Absolut verrückt!! Und genau das macht den Slogan so deutsch.

Schade – dabei ist spätestens seit der Studie der Hamburger Agentur Endmark bewiesen, dass englischsprachige Slogans eben gerade nicht zur Identifikation mit dem Produkt führen. Aber das war den Leuten im Gremium wohl egal.

11

Babs

@ Nick – stimme Dir zu.

Bleibt nur zu hoffen, dass innerhalb Deutschlands mit “sei Berlin” geworben wird. Alles andere wäre lächerlich und würde auch nicht dem Anspruch der Kampagne gerecht.

12

alain

nu, der ansatz könnte tatsächlich mutiger sein. aber wenigstens ist er besser als ‘berlin, berlin, wir fahren nach berlin’ erst nach der WM rauszubringen, oder?

im weiteren besteht ja bis zum 11.3. immernoch die möglichkeit, sich anders zu entscheiden – andere “unternehmen” richten sich erst an die öffentlichkeit, wenn es schon zu spät ist. mal ehrlich, was würde der gemeine hsb-leser von “berlin – genau deine stadt” oder eben “berlin – your city” halten?!

da muss man be berlin loben. obwohl das irgendwie nach scatman joe erinnert…man hätte doch einfach BErlin oder eben, wenn alle wörter kleingeschrieben anfangen sollen, beRLIN nehmen sollen. wobei das dann doch scheisse aussieht.

ich bin für ein schlichtes “berlin.” – bis jemand einen geistesblitz hat, der dann auch bestimmt nicht mehr kostet als dieses neue, zukunftsweisende, bahnbrechende konzept von beberlin. bebé-rlin? sehr be-sitzergreifend.

13

Philipp

Zitat: Wahnsinn. Nur die deutsche Hauptstadt kann es fertigbringen, für sich selbst in einer anderen Sprache zu werben. Zitatende.

Der Slogan soll halt “international” verwendbar sein. Dabei unterschätzen die “Kommunikationsprofis”, dass Deutsch auf der ganzen Welt verstanden und von einigen Unternehmen in deren internationalen Werbekampagnen durchaus wirksam eingesetzt wird.
Erinnert sei z.B. an die “Fahrvergnugen”-Kampagne von VW, die vor allem in den USA bekannt ist.
Ich finde, Berlin könnte ruhig ein bisschen von den echten Profis abkupfern. New York (“The Big Apple” bzw. I “Herz” NY) —> das sind eingängige Slogans (inhaltlich und grafisch) und werden in der heimlichen Hauptstadt der USA durchgängig verwendet (“Buckle up in the Big Apple”)

In diesem Sinne mein Vorschlag: “Herzlich BERLIN
(und zwar ohne Übersetzung).

14

Lür Waldmann

Da rufe ich mal einen alten Saktburder an und erzähle was unser bekennend schwuler Regierender da so macht.
Ausgesprochen heißt be berlin am Telefon : Bi Berlin
und der “Westdeutsche Gesprächspartner” sagt: Hä?

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Axel Porsch

Spiesser Alfons vom Horizont hat die Claim-Suche der “hochkarätigen” Berater ebenfalls aufgegriffen:

off-the-record.de

Mal schauen, wie man sich aus der Geschichte rausredet. Etwaige Friktionen konnten sehr gut im Vorfeld bereits geräuschlos beseitigt werden, immerhin hat jemand (wahrscheinlich Berlin Partner) Be Berlin über White, Case LLP am 22.11.07 als Wortmarke eintragen lassen. Von einem Irrtum kann man Seitens der Namensfinder aber nicht sprechen, da man ja auch beberlin.eu und beberlin.info gebucht hat und auf die Berlin Partner Seite umleitet.

Also, ich bin sehr gespannt. Der Slogan ist nach meiner Einschätzung ok, kann auf ausländischen Märkten sehr gut eingesetzt werden. Nun sollte man nur noch die ursprünglichen Initiatoren – also beberlin.de und beberlin.com aus Heidelberg großzügigst abfinden.

16

Knut Bauwahn

wie wäre es mit

“Be-Kloppt”

17

Lichtblick

Fand den Slogan “City of Change” – bzw. “Stadt des Wandels” eigentlich ganz passend, der aber nur Arbeitstitel war.

@ Knut Bauwahn: Auch vom Abendschaublog hierher geflüchtet ausgewandert? ;-)

18

claudia hsb

€ 200.000

19

Axel Porsch

200 k für den Research ist ein ganz schöner Happen, zumal die professionellen Touristiker sicher auch eine valide Quelle abgegeben hätten. Herr Nerger scheint ja schon auf Distanz zu gehen.

Oder meinste 200 k als Entschädigung und Nutzungsentgelt für bberlin.de? Wäre ein lucky punch, dafür könnten sie gern umfirmieren, z.B. in beberlin-projects…

20

Carl

Zum Vergleich:
Schleswig Holstein:
“Land der Horizonte” & “Urlaub, so weit das Auge reicht.”

Mecklenburg Vorpommern:
“MV tut gut.”

Niedersachsen:
“Sie kennen unsere Pferde, erleben Sie unsere Stärken.”

Hamburg:
“Metropole Hamburg. Wachsende Stadt.”

Bremen:
“Bremen erleben”

Brandenburg:
“Brandeburg. Offen für…
…Macher und Gründer.”
…Ideen und Perspektiven.”
…Entdecker.”

Sachsen-Anhalt:
“Sachen-Anhalt. Wir stehen früher auf.”

Nordrhein-Westfalen:
“Nordrhein-Westfalen. Zusammen. Stark.”

Hessen:
“An Hessen führt kein Weg vorbei.”

Sachsen:
“Sachsen. Land von Welt.”

Rheinland-Pfalz:
“Wir machen’s einfach.”

Saarland:
“Saarland. Schön, dass du da bist.”

und der Klassiker (der erste, seit 1999)
Baden-Würtemberg:
“Wir können alles. Außer Hochdeutsch.”

(aus dem Zeit-Magazin, August 2007)

21

Matthias HSB

Eine lesenswerte Einlassung als manueller Trackback.

22

recipient

Die Nutzungsrechte (exklusiv, international) kosten laut Ausschreibung 60.000 Euro, wenn ich mich recht erinnere, die Entwicklung selbst hat gar nichts gekostet, die war Teil eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs. Der Slogan reiß mich nicht vom Stuhl, aber es hätte schlimmer kommen können.

23

recipient

Mit „schlimmer“ meine ich zum Beispiel sowas:

“Metropole Hamburg. Wachsende Stadt.”

24

marks

be-Berlin = Bekloppte Einwohner ? =Bürgermeister Einlauf ?
Wat nehm die im Senat eigentlich für beschi…. Tabletten.
Jeder Cent für diese Aktion ist zuviel.

25

Jochen Hoff

@marks

Det Jeld muss doch wech. Nachher fällt da noch wer rüber wenns da so rumliecht. Besser is jleich ausjeben dann isses wech und alles ist jut.

Det dauert nen halbet Jahr, vielleleichte auch ein janzes, dann is dat wieder wech, mit bee Beerlin und dann jibt es den nächsten Schwachsinn. Die Kinners müssen schließelich doch spielen. Dafür spart der Sarassani dat bei de Hartz IV Verhungerer wieder ein, dat kürzcht der denen jlatt wech un jut is.

Also nich aufrejen und nich am Bär packen.

26

lear

Berlin is metropolis !

Be Berlin, and nothing else, always!

27

Andreas

Was sagt eigentlich das BE dazu?

28

Lür Waldmann

Berliner
Einheitsbrei

goes
denglish

29

claudia hsb

Danke Carl! Das habe ich gebraucht. ;-)

30

Sven HSB

Zeh Zerlin!

31

Dominos

kleingeschrieben soll er sein, der neue slogan. aber warum hat berlin-partner dann Be Berlin und Sei Berlin mit großen anfangsbuchstaben als marke angemeldet. da is doch wat faul.

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dotBERLINer

schlichte be.berlin t-shirts gibts ja schon etwas länger bei den .berlin-leuten unter www.dotberlin.biz

das sieht gar nicht mal so schlecht aus und ich würde sagen: “da kann man nicht meckern”.

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Peter Mahlmann

Vielleicht sollte man wissen, dass die Ausschreibung im Claim eine Dramatisierung der “Stadt des Wandels” vorgab. Wir hatten darum das nahe liegende “Berlin bewegt” empfohlen. Merkwürdigerweise waren dann jedoch schon vor Ende der Ausschreibung die “Be Berlin” bzw. “Sei Berlin” Domains angemeldet worden, was leise Zweifel an den Modalitäten weckt.
Man kann jedoch abstimmen: www.berlin

34

Will Sagen

Irgendwie habe ich den Anschluss verpasst. Das ist jetzt nicht das Ergebnis der Expertenkommission “herausragender Persönlichkeiten aus dem gesamten Bundesgebiet als Ideengeber”? Da ging doch auch mal was durch die Presse. Ich erinnere mich dunkel an ein Foto mit sog. Prominenten und so.

35

Telespargel

Schade, dass wir nicht erfahren welche Vorschläge es noch in die engere Auswahl geschafft haben. 2./3. Platz? Wäre sicher spannend gewesen.
Unser Konzept liegt friedlich im Schneewittchensarg und freut sich über Besuch:
www.berlin

36

Johannes Hampel

Warum eigentlich Englisch? Hier leben hunderttausende Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache, Hunderttausende sind zugewandert, aus der Türkei, aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus dem Mittelmeeraum, aus dem östlichen Europa und Russland. Für sie alle, die in dieser Stadt leben, ist Deutsch die Verkehrssprache, die lingua franca, die ihnen das Leben und Wirtschaften in der Metropole und die Integration in diese Gesellschaft ermöglicht. Nur Menschen mit langjähriger Schulausbildung im westlichen Teil Berlins verfügen über hinreichende Englischkenntisse, um sich einen Reim auf diesen Slogan zu machen. Alle anderen werden sich ausgeschlossen fühlen, darunter auch die Bewohner des ehemaligen Ostteils von Berlin, die sich trotz hartnäckiger Beschulung weder im Russischen noch in Englischen hinreichende Gewandtheit aneignen konnten.

37

Helene HSB

Genau:
быть oder (ziyan) olmak – berlin
Dann kommwa hin.

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Marco

Also wenn ich das alles richtig verstanden habe, dann sind nun wir aufgefordert! Aber bevor das funktionieren kann, müssten wir wohl erstmal aufhören herumzunörgeln. Das Filmchen, dass sich hinter dem link verbirgt find ich persönlich ganz gelungen. Hochwertig, aber eben kein Hochglanzabziehbildchen.
be berlin – und Wowi sagt’s sogar auf deutsch, ebenso die zwei Wilmersdorfer Witwen…wie süß!

39

Ingo

In der Kampagne finden bisher die Menschen über 50 Jahre, Senioren, im Ehrenamt tätige, Träger des bürgerschaftlichen Engagements – ein wesentlicher Standortvorteil der Stadt – kaum statt.
Nun ist per se die Sorge um gutbetuchte Touristen nicht falsch, aber für über 10 Mio eine Kampagne – “Du bist Deutschland” – zu kopieren, ist ein großer Aufwand,der sicher effektiver eingesetzt werden könnte.
Man wird abwarten, ob die Bürger der Stadt eine ihnen gerecht werdende Rolle spielen sollen/wollen oder ob diese Aktion unter den anderen Werbekampagnen still verschwindet. Ob die sozial Benachteiligten Berlins überhaupt Teil sein werden, ist fraglich.

40

Helene HSB

Andere Leute haben’s übrigens auch nicht leicht mit ihren Slogans. (Was ist der Plural von “Motto”?)

41

Jochen Hoff

Ich glaube das Problem mit be bescheuert hat sich wohl erledigt. Wie es aussieht ist die ganzen Geschichte nichts als ein Plagiat mit dem wieder einmal Steuergelder vernichtet worden sind.

Mehr beim Werbeblogger:

www.werbeblogger.de/2008/03/18/be

Die Geschichte ist echt gut.

42

Sani

ielleicht hätte man die Kreativen des Slogans zur Werbeagentur von Berliner Pilsner (Berlin, du bisr so wundebar…Berlin etc) schicken sollen. Die Werbung sagt mehr über Berlin aus als be Berlin ?!

43

Lür Waldmann

Und für die 10 Mio EUR 20 Mio Liter Freibier ausschenken lassen am ALex. Dann kommen die Touristen :-)

44

Paul Hermann

Wer so was erfindet, muss bescheuert sein, und sollte für diesen Blödsinn blechen!

45

Thotti22

Also Sani, die Werbung von Berliner Pilsener (Berlin, du bist so wunderbar und der restliche Stuss) finde ich schon bezeichnend… im negativen Sinne.

Sie ist arrogant, zeigt oberflächliche dauerfeiernde Menschen die sich den Restverstand wegtrinken – so eine Werbung ist eher ein Armutszeugnis.

Sicher sollte die Werbung Lebensfreude und Feierlaune vermitteln – auf mich wirkt sie eher abstoßend. Fehlen nur noch ein paar Gestalten im Hintergrund der Werbespots, die mit glasigen Augen und einem gerollten Geldschein die Farbe von der Wand koksen oder die Schuppen von den Schultern der durchgeknallten Partygäste.

Was an Berlin wunderbar ist kann ich nicht nachvollziehen!? Ob nun “be Berlin”, “Wir sind Papst” oder “Wir sind Knut” – die Stadt ist pleite, dreckig, die Kriminalität nimmt zu und viele Menschen sind kalt und arrogant. Halt eine anonyme spießige Großstadt mit einem überteuerten Flughafenprojekt und einem durchgeknallten Bürgermeister.

Die die es sich leisen können ziehen ins “Umland” und bedauern die Stadtmenschen… der Rest vernebelt sich mit Alkopops, Flatrate-Saufen und Feinstaub-Schnüffeln den Geist und freut sich, wenn er mal einen Tag nicht in Hundesch…ße tritt.

Da wäre ein Slogan wie “Bi Berlin” oder “Häßlich pleite… haste mal nen Euro” treffender gewesen!

Heureka!

46

Jochen Hoff

Hi Trottli22 45

Ich weiß ja nicht welches Berlin du dir ausgesucht hast, ich habe auch keine Ahnung welche Drogen du nimmst, oder wie tief deine Depression sitzt, aber es ist schön das du uns einmal mitgeteilt hast, wie gefrustet du bist.

Mein Berlin ist freundlich und sauber. Die Müllabfuhr war um halb sieben durch, die kleinen lustigen Kehrmaschinen auch. Die Leute haben in der Mehrheit Fiffitüten für den Kot ihrer Hunde und der Rest wird auch noch erzogen.

Die Berliner Pilsner Werbung stört mich nicht, so lange ich das Zeug nicht trinken muss, was aber weniger am Bier als an mir liegt. Wir waren hier nie Papst und Menschen die über die Stadt so reden wie du müssen sie als kalt empfinden. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Ich hatte heute Morgen schon mindestens drei fremde Leute die mich angelächelt haben. Gut vielleicht haben sie mich auch ausgelacht.

Viele Leute die ins Umland ziehen, sind dort todunglücklich, weil das Umland oft wie der Zentralfriedhof von Chikago ist. Nicht so groß aber doppelt so tot. Diese entzückende Reihenhaussiedlung im Nirgendwo. Bus zweimal am Tag. Die nächste Kneipe eine Weltreise. Wenn das Leben für dich ist versuch es mal mit Vorpommern. Wundervolle Gegend. Kaum Menschen die dich stören könnten.

Du könntest natürlich auch etwas anderes machen. Sei einfach mal freundlich, Grüße Leute aus deinem Haus, deiner Straße, deinem Kiez. Hilf anderen und sie werden dir helfen. Sei aufmerksam, melde Kriminalität oder schreite selber ein. Deine Stadt ist wie du, denn du bist Teil dieser Stadt. Sie besteht aus Leuten wie dir. Wenn die Leute nichts taugen, kann die Stadt nichts taugen.

Fang du bei dir an und du hilfst nicht nur dir, sondern allen.

Et jibt wie Claire Walldorf schon sang nur ein Berlin. Aber wie jeder Edelstein hat auch Berlin viele Facetten.

47

und jetzt

mir gefällt der Slogan – Aus

48

Demoiselle

Kriegen WIR jetzt den Auftrag für die Campagnie??

Bitte schaut Euch unsre Homepage an …

Immerhin sind wir Geschichte und die Touristen des Herrn Bürgermeistern fragen alletage nach uns. ;)

Zierlich Complement
Demoiselle

49

Axel Lützow

ich fidne auch Das wir den schwulen keinen frei Raum lassen sollen erst bi berlin dann schwul berlin oder was ist Als nechstes dran ziet euch warm An da komt noch die gans Grosse sache

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