No Bed of Roses
Susanne in Stadtnotizen am 28. Februar 2008, 12:56 Kommentar schreiben »
Es ist Frühling, so gut wie jedenfalls. Die Sonne strahlt, der Himmel ist klar. Eine gewisse Restkühle steckt noch in den Knochen. Insgesamt betrachtet war der Winter aber nicht besonders dramatisch. Zeit also, sich den urbanen Herausforderungen, dem Überleben in der Großstadt zu widmen. Basisnah, versteht sich. Laubbetten bauen ist angesagt.
Berlin ist arm, das ist bekannt. Ob sexy oder nicht, hier ist niemand auf Rosen gebettet. Solche Menschen leben woanders, oder? Berlin muss man lieben, wie es ist. Schmutzig und rau, und so kalt mitunter. Manchmal muss man das erst lernen. Das Lieben.
Aus Filmen und TV-Serien sind ja diese Pappkartonhütten bekannt. In New York zum Beispiel, eine an der anderen. In abgelegenen Straßen und Hinterhöfen, zwischen Mülltonnen und Dreck. Oder versteckte Wohnstätten in weitverzweigten U-Bahnschächten, wohnblockartig. Da unten soll es angenehm warm sein. Keine Ahnung, ob es das in Berlin auch schon gibt. Unterirdische Parallelgesellschaften. Menschen, die in die vorhandenen Löcher kriechen, ihr Zelt in abgelegenen Waldstücken aufschlagen oder im Winter in feuchte Keller einbrechen. Um ein Lager zu haben.
Aber was rede ich? Sicher gibt es das. Und nicht nur im Frühling.