Streik wird ausgesetzt - Busse und Bahnen fahren ab Montag wieder

Stephan in am 15. März 2008, 14:55   54 Kommentare »

Vorerst wird der Streik der BVG ausgesetzt – aus Rücksicht auf die Berlinerinnen und Berliner. Ab Montag sollen Busse und Bahnen wieder (eingeschränkt) rollen.

54 Kommentare

1

Helen

Ich denke, Ver.di hat endlich mitgekriegt, dass die Berliner langsam die Nase voll haben von dem Gezerre. Ich würde es begrüßen, wenn sich Ver.di mehr um die Arbeitsbedingungen der BGV’er kümmern würde. Ich denke nur an die Busfahrer, denen vorgeschrieben wird, wie lange sie an einer Haltestelle stehen bleiben dürfen. Es ist doch ein Unterschied, ob 8 Fahrgäste mit einer Monatskafrte einsteigen oder 8 Fahrgäste sich erst einen Fahrschein kaufen müssen. Das ist doch ….

2

Helen

Wie soll es jetzt weitergehen? Ich habe z.Zt. kein TV.

3

Tom030

Nach 11 Tagen Streik & kaum Bewegung im Tarifstreit bewegt sich nun Ver.di & setzt damit die Arbeitgeber unter Druck. Denn auch wenn ganz Berlin aufatmen wird, durchgestanden haben wir die Sache noch nicht. Das verharren der Arbeitgeber auf ihrer kompromisslosen Position, steht nun dem Einsehen der Angestellten gegenüber, nicht der Bevölkerung dieser Stadt alles zumuten zu müssen.

Die Uhr der Arbeitgeber tickt weiter, …
[weiter lesen:] tomten115.myblog.de

4

mitarbeiter

Das ist aber schön.
für unsere Fahrgäste.
Aber wir werden bestimmt auf der Strecke bleiben.
Die gesamten Führungs-Menschen werden ihren warmen Parties feiern.
Die BVG Streikt seit 11 Tagen und diese Regierungszombies fahren in den Urlaub.Als wäre alles in Butter. Das zeigt doch Deutlich das es Zeit wird die alle zum Teufel zu jagen.

Kollegen bitte denkt immer daran genauestens eure Dienstvorschriften einzuhalten.

5

Der Hönower

Streik wird ausgesetzt!
Sagte ich doch bereits!
Wahrscheinlich gehen die Flieger der ver.di-Bosse am Montagmorgen.

Und wenn die denn schön zurück sind aus dem Urlaub, dann streiken sie halt wieder ein bischen weiter.
Das die Beschäftigten dieses Zirkus und diesen Profilierungsneurotiker, der da fast täglich in den Berlin-Nachrichten zu sehen war nicht durchschauen, wundert mich nun doch schon.
Ohne Ergebnis einfach zu sagen, der Streik werde zeitweise ausgesetzt- das hat schon was!
Also ich würde jetzt mal am Montag die Flugplätze bestreiken!

6

L'Beloong

Super, genau in der Zeit wo ich in der Schweiz bin fährts hier wieder. Wenn ich wieder da bin is wahrscheinlich dann wieder alles tot. Aber es geht ja zum Glück stramm auf den Sommer zu, dann kann mich das alles mal am A…. usw usf ;)

7

HiLu

@Der Hönower
…Also ich würde jetzt mal am Montag die Flugplätze bestreiken!…

Einverstanden, aber erst, nachdem die ver.di-Bosse abgeflogen sind .

8

Marco

Warum sollte sich ein Arbeitgeber auch bewegen, wenn selbst die gegenwärtig gezahlten Löhne schon zu hoch sind?
Das eigentliche Interesse des Arbeitgebers ist dann doch, die bestehenden Löhne abzusenken.
Dies ist bei der BVG 2005 nur teilweise gelungen, also nur für die danach neu Eingestellten (dort aber ein wenig zu heftig!). Bei den Alt-Beschäftigten setzte man alles auf den demographischen Faktor: nach und nach werden sie aus dem Arbeitsprozess ausscheiden. Und solange dieser Prozess läuft (dürfte noch ca. 20-30 Jahre dauern), wird auch kein (oder nur wenig) Platz für Gehaltserhöhungen sein!
Wäre schön, wenn das alle mal langsam bei ver.di verstehen würden.

9

Seppel

Genau. Ersetzen wir doch dieses ganze “Geld-für-Arbeit” einfordernde Pack durch Nordkoreaner. Die sind anspruchslos und brauchen nur ‘ne Handvoll Reis pro Tag. Sprachliche Probleme sind ein leicht hinzunehmender Kollateralschaden, und wenn der 100er plötzlich nach Spandau fährt, dann kann uns das ja auch wurscht sein – wir, die wir sowieso mit dem Auto unterwegs sind, zur INSM oder zur Reichsparteizentrale der Christkorruption.

Ich könnte kotzen, mache es aber nicht, da heute Sonntag ist.

10

Helene HSB

Der Berliner Kurier macht sich Sorgen:
“Wenn zwei sich streiten, zittert der Fahrgast: Ab morgen wollen sich die Bus-, Bahn- und Tram-Fahrer der BVG wieder hinter ihre Steuer setzen. Angestellte der Leitstellen und des Sicherheitspersonals wollen aber weiter streiken …”

11

Uwe

Und was dies bedeutet wird erst dann jedem wohl klar,wenn ein Bus oder anderes Verkehrsmittel plötzlich defekt ist? Ja wir Alten werden immer weniger und dann sind unsere Politker im Senat zufrieden. Warum Sprechen nur alle von den VERDI FUNKIONÄRERN,die in URLAUBFLIEGEN! Auch die gewählten Senatsmitglieder fliegen weg. IST JA OSTERN . DA will man nichts von Problemen wissen.

12

petrus

@Der Hönower

Ich bin auch dafür die Flughäfen zu bestreiken, besonders Tegel und Schönefeld, damit man jetzt noch allen den Urlaub vermiesen kann.
Sind aber leider nicht nur die Gewerkschaftsbonzen und Politiker, die da fliegen, sondern auch ganz normale Arbeitnehmer, die lange für ihren Osterurlaub gespart haben.

@Marco

Irgendwie hast Du wohl noch nicht verstanden, dass die, die ein bisschen Geld verdienen, auch die sind, die
1. in die Binnenwirtschaft investieren, indem sie konsumieren
2. die sind, die auch in die Sozialkassen einzahlen
3. die sind, die den Reichtum dieses Staates erst erwirtschaftet haben.

Ja, dieser Staat ist nicht arm, er gibt nur Geld an der falschen Stelle aus.
Wie kann man denn glauben, dass die Stadt kein Geld mehr hat, wenn 5 – 6 Millionen für eine sinnlose “Imagekampagne” da sind:
Be Berlin (für alle Stotterer, das soll Englisch sein und wird “bi” gesprochen)

Und wie kommst Du zu der Behauptung, dass die Altbeschäftigten der BVG viel zu viel verdienen ? Das sind abgeschlossene Tarifverträge zu Zeiten von BAT und BMTG gewesen, da war der Arbeitgeber der Meinung, dass sie genau richtig entlohnt werden für ihre Tätigkeit.
Und das ist keine “Westberliner Versorgungsmentalität”, denn der Öffentliche Dienst wurde überall im Lande so entlohnt.
Die Folgen der Wiedervereinigung durften die Berliner Beschäftigten auch schon tragen, da ihnen die Berlin-Zulage gestrichen wurde, während gleichzeitig die Bonner noch heute ihre “Hauptstadtzulage” bekommen.

Nein, das ist kein Neid auf die Bonner, das ist nur mein Gerechtigkeitssinn – warum soll eine Stadt dafür bezahlen, dass wir uns eine “Republikerweiterung” geleistet haben und eine andere nicht ?

13

AJ

Das Fahrpersonal arbeitet über Ostern wieder, ohne ersichtlichen Grund. Ein Schelm wer dabei an Eigennutz denkt. Über Ostern gibt es kräftig Zuschläge wegen der vielen Feiertage.

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Michael

Die Flughäfen sind frühestens im April wieder dran. Der ÖD hat jetzt Friedenspflicht und darf erst nach dem 29.03. (andere Quellen sprechen vom 01.04.) wieder ran. Dann gibts eine Urabstimmung und dann … wer weiß. Es sein denn der ÖD einigt sich mittels Schlichter am/vor dem 29.03.

Ich bin kein Hauptstädter, verfolge beide Streikparteien (ÖD + BVG) aber mit Sorge, denn ich bin Anfang April mal wieder in der Hauptstadt und würde ungerne in Tegel übernachten oder von dort aus in die Stadt laufen.

Ich denke Streik ist zwar ein Mittel, daß wir keinem verwehren sollten, aber wenn sich 11 Tage verhandlungsmäßig nichts tut frage ich mich schon was die “hohen” Herren in der Zeit machen.

15

Berlin Portal

>>Wahrscheinlich gehen die Flieger der ver.di-Bosse am Montagmorgen.<<
Das vermute ich auch! Was gibt es sonst für einen Grund den Streik zu unterbrechen?
Senioren, (z. B.) die nicht zum Arzt oder Einkaufen kommen interessieren die ver.di Bosse ja nicht! Das haben die ja 11 Tage lang demonstriert!

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hund

@15
echt interessant ,was da auf deinem blog steht.egal wie man zu einer verdi steht aber deine bemerkung ist ja voll sinnfrei (kassen sind leer)jeder der will kann in aller presse lesen das die BE kloppte BERLIN kampagne ca 10 Millionen kostet.Wie die Kassen sind leer ?Die Fahrpreiserhöhung zum 1.4.2008 hat also mit der Lohnerhöhung zu tun über die noch verhandelt werden soll ÄH wie begreif ich den das.
Wieso wird eigentlich immer auf die Gewerkschaft rumgeschimpft.Jeder der da drin ist kann und soll diese doch mitgestalten.wenn er dies nicht tut ist das ja sein ding.auch wenn es eine alte kamelle ist: WO WÄREN WIR DENN OHNE Gewerkschaft noch bei 48 Stunden und 6 Tage Urlaub im jahr Lohnfortzahlung wäre auch nicht.Also was soll das, klar wird auch bei verdi viel scheiss verzapft aber dann müssen die mitglieder dagegen angehen.
demokratie lebt vom mitgestalten und nicht vom :ihr da macht das schon :
Solche mitmenschen kann man ja täglich im streiklokal geniessen.wollen schnell ihren Streikstempel und dann ab nach Hause.BLOß begreifen tun die gar nichts, entweder streiken wir alle, die es beschlossen haben.Oder wir verlieren sowieso weil die mehrheit nicht selbst aktiv mitmacht.

wer mehr als 3 fehler findet hat gewonnen

17

mitmensch

Zum Leidwesen der BVGer und den Berlinern gehört nun leider das sich unsere Eigentümer bzw die Vorstandsvorsitzenden wohl in den Urlaub verabschiedet haben.Da sieht man deutlich die Haltung zum Betrieb und zu den Wählern.Sie scheren sich ein Sch… um die Probleme.
Ich kann alle BVGer und Wähler nur auffordern teilt dem Sarazin eure unmut doch mal persönlich mit. Geht online doch ohne Probleme dazu die Bitte auf Antwort, schauen wir mal was die mit tausenden von Mails umgehen.

Einfach an :poststelle@senfin.berlin.de oder schaut unter Berlin.de
Auch an Verdi kann man seine Zustimmung oder Unmut äussern.
unter Verdi.de steht auch eine Mail Adresse.Zeigt das wir alle Demokraten sind denn die Demokratie lebt vom mitmachen.Wer dies nicht will oder kann hat sowieso schon verloren und sollte seinen Schnabel halten.
Denn nur Pöbeln in Blogs oder am Stammtisch ist wenig hilfreich.
Auf meine Mail hab ich noch keine Antwort aber ist ja auch Sonntag heute.

Ach sind nicht im Herbst WAHLEN immer dran denken /Aber nicht wählen gehen ist dumm

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Berlin Portal

@ 16
Warum ist der Beitrag in meinem Blog “sinnfrei”?
Wenn sich ver.di durchsetzt, wird es nicht bei der Fahrpreiserhöhung zum 1.4. bleiben!
Und ist es nicht so, dass BVG Busfahrer schon jetzt weit mehr verdienen als ihre Kollegen in der “freien” Wirtschaft? Und wer hat schon eine Beschäftigungsgarantie bis 2020?
Mir geht es hier um die Verhältnismäßigkeit!
Klar sollen die BVGler fair bezahlt werden und es ist auch richtig, dass die Gehälter mal “angepasst” werden müssen, nur halte ich die Forderungen von Ver.di für weit überzogen!

>>WO WÄREN WIR DENN OHNE Gewerkschaft noch bei 48 Stunden und 6 Tage Urlaub im jahr Lohnfortzahlung wäre auch nicht.<< Nun ja und wo sind wir mit Gewerkschaften?
Nicht ohne Grund gehen viele Firmen ins Ausland und bauen in Deutschland dafür Arbeitsplätze ab! Ist es das was die Gewerkschaften wollen?
36-Stunden-Woche und 30 Tage Urlaub im Jahr kann sich heute kaum noch eine Firma leisten!
Es ist doch nicht so, dass ich es den BVGlern und den anderen Gewerkschaftern nicht gönne, aber es muss halt auch alles bezahlbar sein!
Wo soll das Geld herkommen?

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Petrus

@Berlin Portal

Hatten wir doch alles schon mehrfach, die Kassen sind nicht leer, das erzählt man bloß den doofen Arbeitnehmern, damit sie sich zurückhalten.

Berlin-Kampagne: Ob es 10 Mill. waren, weiß ich jetzt nicht, hatte 5 – 6 Millionen gelesen – aber auf jeden Fall war Geld für diesen Unsinn da

Und hatte nicht der SPD-Chef Müller gesagt:
“Nun sollten auch die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst am Aufschwung teilnehmen, sie sollten jetzt auch etwas davon in ihrer Lohntüte merken”

Das war doch die Aufforderung für ver.di, dass es an der Zeit sei mehr Lohn zu fordern.

Und die Kanzlerin hat auch schon laut genug gerufen “Der Aufschwung ist bei den Menschen angekommen” um die kleinen Arbeitnehmer glauben zu machen, dass sie nun mehr Geld bekommen könnten.

Also die Signale sind doch von der Politik ausgegangen, da kann man nicht ver.di die Schuld daran geben.

Und über das Thema, Beschäftigungsgarantien gegen Bezahlung aufzurechnen, haben wir auch genug diskutiert.
Von einer Beschäftigungsgarantie kann niemand seine Miete, sein Telefon, sein Essen bezahlen – die nehmen überall nur Geld

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hund

@16
wiederholen ist eigentlich albern ,zum Beispiel wäre da das verpulverte Geld vom Spreedreieck waren ja wohl auch zweistellige millionen-und wurde vor 8 oder 9 jahren nicht etliche millionen zum ankauf von grundstücken für den bbi ausgegeben die sich im nachhinein als ungeeignet rausstellten -Schon vergessen – Also dieses Argument ist nicht vernüftig -wo soll es denn herkommen-recherchiert.Daimler macht über 6 Milliarden Gewinn und zahlt keine Steuern !
u.s.w. u.s.w. DA KANN DAS GELD HERKOMMEN
vom mir kann es jedenfalls nicht kommen ,bei 5 Personen fehlt mir schon lange mal ein schluck in der Lohntüte um meiner Familie vielleicht auch mal wieder einen Urlaub auf den ((Bahamas zu spendieren )) will sagen selbst der Harz für eine Woche ist nicht mehr drin.

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Marco

@ Petrus (12)
Irgendwie hast Du wohl nicht verstanden, worum es geht:
Wenn es keine “Westberliner Versorgungsmentalität” ist, um die es hier geht, dann erklär mir bitte mal – und zwar ganz langsam, belegbar und nachvollziehbar – warum überall im Lande im ÖPNV (teilweise deutlich) weniger gezahlt wird als in Berlin!

Ich gönne jedem Arbeitnehmer mehr Geld in den Taschen, doch das führt nicht daran vorbei, dass wir wohl akzeptieren müssen, dass sich die Alt-BVG-Preise am Markt nicht halten lassen!

22

Marco

@ Hund
Sorry, aber ich war auch seit 2 Jahren nicht mehr im Urlaub!

23

Berlin Portal

>>Hatten wir doch alles schon mehrfach, die Kassen sind nicht leer, das erzählt man bloß den doofen Arbeitnehmern, damit sie sich zurückhalten.<<
Ok sorry mein Fehler, ich dachte das Land Berlin hätte Schulden und die BVG arbeitet nicht kostendeckend … Da habe ich mich wohl geirrt …

>>Berlin-Kampagne: Ob es 10 Mill. waren, weiß ich jetzt nicht, hatte 5 – 6 Millionen gelesen – aber auf jeden Fall war Geld für diesen Unsinn da<< Ob das Geld nun gut angelegt ist oder nicht ist eine andere Sache. Aber die BVG Löhne werden wohl aus einer “anderen Kasse” bezahlt wie die Kosten für diese Kampagne!
Und Werbung für Berlin kommt auch der BVG zu gute! Und sichert so Arbeitsplätze …
Das soll aber nicht heißen, dass ich die Kampagne gut finde!

>>Also die Signale sind doch von der Politik ausgegangen, da kann man nicht ver.di die Schuld daran geben.<<
Ja und? Seit wann können Politiker mit Geld umgehen? Politiker und Gewerkschafter reden immer über das Geld anderer Leute, da rutscht schon mal ein “leichtfertiger Spruch” raus … Wenns Blödsinn war, hat das ja für den Sprücheklopfer keine Folgen … Aber man hat mal wieder was “angesagt”.

>>DA KANN DAS GELD HERKOMMEN << Ja wegen mir, nur im Moment ist es nicht da …

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Christian

Herrje, natürlich werden hier und da mal ein paar Millionen verschwendet. Das geschieht nunmal ganz zwangsweise, wenn man Geld nicht rein auf finanzielle Effizienz hin von einem Rechner verwalten lässt, sondern noch mit so Hintergedanken als weichen Faktoren wie gesellschaftlicher Gerechtigkeit, Politik (das schließt Wirtschaftspolitik ein) und Demokratie. Die lassen sich gegenwärtig nunmal nur mit einer Bürokratie umsetzen, der gewisse Ineffizienzen inhärent sind. Ich könnte mir durchaus so manches effizientere System denken, von der Diktatur bis zur Anarchie, nur konsensfähig wäre hier wohl kaum eines.

Kurz: Das Argument “so lange noch Geld für xyz verschwendet wird, ist offenbar zu viel Geld in den Kassen, also haben wir Anspruch darauf” greift in einem System mit eingebauter Ineffizienz daneben.

25

Marco

@ Christian
Du hast so recht. Das Problem ist nur, dass Deine komplexen und richtigen Gedanken keinen Platz auf der Titelseite (wohl auch nicht im Innenteil) der Zeitung mit den großen Buchstaben haben.

26

Stefan S.

“Gewerkschaftsbonzen “ / “die “hohen” Herren”

Ich kann es nicht mehr lesen, schreiben hier Arbeitnehmer oder Arbeitgeber. Auf beiden Seiten der Verhandlungspartner sitzen FRAUEN!!!

“>>Wahrscheinlich gehen die Flieger der ver.di-Bosse am Montagmorgen.<< Das vermute ich auch! Was gibt es sonst für einen Grund den Streik zu unterbrechen?”

Wowereit und Sarazin machen Urlaub. Angeblich unterbricht Verdi den Streik, da die Entscheidungsträger nicht in der Stadt sind. ((Das könte zumindest eine Wahrheit sein))

UND, es geht nicht Schwerpunktmäßig um die alt BVGer, warum verschließen sich immer mehr Menschen der Wahrheit.

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René

Der Hönower schrieb:
“Ich bin auch dafür die Flughäfen zu bestreiken, besonders Tegel und Schönefeld, damit man jetzt noch allen den Urlaub vermiesen kann.”

“petrus” schrieb:
“Sind aber leider nicht nur die Gewerkschaftsbonzen und Politiker, die da fliegen, sondern auch ganz normale Arbeitnehmer, die lange für ihren Osterurlaub gespart haben.”

@petrus:
Tja, beim BVG-Streik waren leider auch nicht nur “Gewerkschaftsbonzen” und “Politiker” betroffen … na und? – Hat doch scheinbar auch niemanden gejukt, also wo ist das Problem? Haben wir beim BVG-Streik nicht gelernt, das sowas scheinbar keine Rolle spielt, wenn Unbeteiligte davon betroffen sind?

28

Marco

@ Stefan S.
UND, es geht nicht Schwerpunktmäßig um die alt BVGer, warum verschließen sich immer mehr Menschen der Wahrheit.”

Es geht also nicht um die Alt-BVGler? Dann erzähl mir mal worum es dann geht?

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weirdo

Ich dachte, es ginge vor allem um die ungerechte Entlohnung der Neu-BVGler… So kann man sich irren…

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Petrus

Das Problem beim Arbeitskampf bei einem Dienstleistungsunternehmen ist doch immer, dass Unbeteiligte darunter leiden.
Da ist der ÖPNV keine Einzelfall, wenn die Müllabfuhr streikt sind auch die normalen Bürger die Betroffenen, wenn die Kita-Erzieherinnen streiken ebenso.
Und natürlich ist nicht nachvollziehbar, dass für Löhne und Gehälter kein Geld da sein soll, wenn Millionen sinnlos verschwendet werden.
Die Argumentationen, dass es ein anderer Topf wäre, kann ich nicht nachvollziehen – das sind alles Steuergelder, und die Imagekampagne bringt nicht mal Arbeitsplätze.

Natürlich kann man sich auch auf die Sprüche der Politiker nicht verlassen, so naiv wird kaum noch jemand sein, doch dieselben Leute stellen sich dann plötzlich hin und sind erstaunt über die Folgen ihrer Äußerungen.

Zur Bezahlung im ÖPNV:
Überall dort, wo man Busleistungen ausgeschrieben und privat vergeben hat, werden die Bediensteten schlecht (nicht nur schlechter !) bezahlt, da hat ver.di schon vor Jahren geschlafen.
Dagegen solltest Du mal in den Großstädten nachforschen, welche Löhne gezahlt werden und welche Zulagen dazu kommen, und so wirst Du feststellen, dass z.B. in München die Löhne ähnlich hoch sind wie in Berlin.

Letztlich – hatten wir auch schon mehrmal erwähnt – haben die Alt-BVGer schon vor drei Jahren auf 8 – 10% ihres Gehalts einschließlich Urlaubsgeld verzichtet, nachdem es auch vorher über etliche Jahre keine Erhöhungen gab.
Preise und Mieten sind aber nicht stehengeblieben, sondern kräftig weiter gewachsen.

Wollt Ihr denn ernsthaft eine Gesellschaft, die nur noch aus Hungerlöhnern besteht ?
In der nur noch Wirtschaftsmanager und Politiker richtig Geld verdienen ?

Diese Neiddebatte um die Löhne von Altbeschäftigten ist doch zum Ko… (Entschuldigung), dabei sind wir uns doch einig, dass die Erhöhung für die Neueingestellten deutlich höher ausfallen muss.

Und im April dürfen wir uns dann auf größere Streiks gefasst machen, weil dann die restlichen Bediensteten im Öffentlichen Dienst auch noch streiken werden, so ver.di will….

31

Peet van Zeutel

hier läuft die größte verarsche! Verdi will den öffentlichen Dienst bestreiken. 50% der Politiker kommen aus Gewerkschaftskreisen. Die beißen sich also nicht. Also wird aufs Volk gedroschen. Bahn und BVG Streik trifft nur unbeteiligte und nicht die Streikparteieen. Die Grünen wollen (aus Umweltschutzgründen?) alle auf die Öffentlichen verbringen. Dann kommt der “Grüne” Bsirske und macht die Öffentlichen dicht. Wäre VERDI ehrlich, würden Sie die Vertragspartei der Bahn und BVG – Beschäftigten bestreiken und nicht das Volk in Geisel haft nehmen. Dann müßte Verdi das rote Rathaus und die Finanzämter dichtmachen und die Vollstrecker zu Hause lassen, die Dienstwagengarage besetzen u.s.w. damit den regierenden Arbeitgebern die Luft und Kohle ausgeht.

32

Stefan S.

“Also wird aufs Volk gedroschen.”

WO IST DAS MOTIV?

33

Peet van Zeutel

d.h. VERDI ist viel zu feige gegen die Verursacher zu streiken. Alle Streiks werden gegen Mitbürger (“das Volk”) geführt die weder Einfluss haben, noch sich dagegen wehren können. Der “Feind” sitzt in der Politik!

34

Justus

Also die bvg, besser was davon derzeitig übrig geblieben ist, fährt also wieder. Der Rest der bvg streikt weiter.
Jedenfalls solange bis die ersten Räder von den Bussen abfallen.
Wirklich ein “perfekt” organisierter Streik.
Der ja schon damit anfing, dass er die Bürger anfangs mit einem extrem spät angekündigtem Streik übers Wochenende ankündigte.

So gings dann weiter; die Einheits Gewerkschaft verdi dachte, alles ist so wie früher. Wir streiken und alles wird schon seinen “sozialistischen” Lauf nehmen.

Leider lebt diese Gewerkschaft, besser träumt, noch in den 70iger Jahren.
Da gab es noch keine Läden in den U-Bahnhöfen, die davon leben, dass Fahrgäste dort einkaufen.
Auch gab es vor 30Jahren keine Einkauf-Center, die ebenfalls hochgradig davon abhängig sind, dass Busse + Bahnen funktionieren.

Selbst jetzt nach 3 Tagen “Eier”-Betrieb ist die bvg noch relativ leer.
Auch wenn man uns was anderes weismachen will.

Ich fühle mich jedenfalls von verdi&bvg hochgradig verschaukelt.
Immerhin befinden wir(?) uns in einer sog. Streikpause. Einen sog. Waffenstillstand, wie in Kriegszeiten.
Glatte 5,70€ habe ich bis dato heute für Fahrscheine diesen Monat ausgegeben.
Das ziehen eines Fahrscheins wird zum ekligen Geduldsspiel, weil selbst Berliner mit den merkwürdigen Automaten überhaupt nicht klar kommen.
Gestern selbst erlebt: sechs junge Menschen standen am Fahrschein Automaten und kamen nicht klar damit. Seltsamerweise hatte der Automat ein erbarmen mit mir und spuckte meine Kurzstrecke samt Wechselgeld noch rechtzeitig auf dem S-Bhf aus bevor die Bahn kam.

Als Belohnung für den Streik bekommt der treudoofe Fahrgast zum 1.April eine kleine Tariferhöhung verpasst.

Und weil Ostern ist, müssen unsere schwer beschäftigten Politiker Wowireit&Sarrazinale erstmal die Ostereier suchen, die verdi-bvg anscheinend versteckt haben.

Der dumme Bürger braucht sich ja nicht weiter aufregen. Die bvg eiert ja erstmal durch Berlin.
Das war schon mal der erste Fehler, den dieser rot/rot Senat machte.
Er nimmt bvg/verdi und bürger nicht ernst und lässt es erstmal so, wie alles ist.
Den zweiten Fehler wird Wowereit/Sarrazin schon teurer zu stehen bekommen, wenn dann auch noch der Ö.D von verdi nach Ostern lahmgelegt wird.
Der Wind kann sich schnell drehen. Schon so manche Regierung ging in die Knie, wenn die Räder des öffentlichen Dienstes still stehen.

Dann freue ich mich schon, auf einen Sarrazinalen Spruch unseres Finanzsenators.
Wird dann bestimmt wieder ein Lacher werden.
Mal sehen, wer zuletzt lacht.

35

Stefan S.

@ Justus
“Immerhin befinden wir(?) uns in einer sog. Streikpause. Einen sog. Waffenstillstand, wie in Kriegszeiten.”
Es gibt keine Streikpause und der Streik ist auch nicht zuende, du wurdest von den Medien belogen.

“weil selbst Berliner mit den merkwürdigen Automaten überhaupt nicht klar kommen.”
Jeder mit Hauptschulabschluss kann so einen Automaten bedienen, einfacher gehts wirklich nicht. Was hat das eigentlich mit dem Streik zu tun?

36

Petrus

Wie schon mehrfach – hier im Blog und im entsprechenden Abendschaublog – erwähnt, war die Taktik von ver.di von Anfang an völlig falsch.
Die Forderung nach einer besseren Vergütung sei mal dahingestellt, die halte ich schon für berechtigt. Auch, dass die Neubeschäftigten mit ihren kargen Löhnen mehr bekommen müssten, während eine moderate Lohnerhöhung bei den Altbeschäftigten angemessen ist.

Aber statt erst einmal in Verhandlungen zu sondieren, was machbar ist, hat ver.di voll auf Streik gesetzt.
Sarrazin hat sich dabei sehr konsequent verhalten, wenn auch die provokanten Sprüche (die wir ja von ihm gewohnt sind) nicht zur Entspannung beigetragen haben, sondern eher die Wut der BVGer aufgestachelt haben.
Ein offensichtlich überbezahlter Senator wirft Arbeitnahmern vor, dass ihre Arbeit weniger wert ist, als das Geld, das sie bekommen….
Hätte er mal seinen Kollegen im Abgeordnetenhaus sagen sollen, für die trifft das mindestens genauso zu.
Aber gut, seine Provokationen sind eine Sache, die Taktik von ver.di, besonders dem drögen Verhandler Bäsler, ging voll daneben.
Besonders unverständlich war doch, dass nicht über das Angebot von 3,3 bzw. 4,3& verhandelt wurde, sondern Bäsler stattdessen einen “Verhandlungskorridor von 3 – 9%” forderte.
Hallo, Herr Bäsler, das Angebot liegt genau in diesem Rahmen ! Wohl in der Schule beim Rechnen immer gefehlt ?

Dazu kommt die offensichtliche Hilflosigkeit der BVG-Führung, die mit diesem Streik überhaupt nicht umgehen kann.
Meiner Ansicht nach gibt es für die Arbeitgeberseite zwei Strategien, die jedoch beide nicht angewandt wurden:

1. Aussperrung: Konsequent alle Mitarbeiter aussperren mit Ausnahme der wenigen Arbeitsstellen, die zur Erhaltung der Lebensfähigkeit des Betriebes notwendig sind.
Das wurde jedoch nicht getan !
Wer seinen Arbeitsplatz erreichte und sich bei seinem Chef meldete, der bekam die Arbeit auch bezahlt

2. Härte gegen die Gewerkschaft: Mit Polizeihilfe die Zufahrt zu den Betriebshöfen und den Zugang zu den Verwaltungsgebäuden räumen lassen und alle Arbeitswilligen (immerhin rund 2000 nicht organiserte Mitarbeiter) auffordern, an ihre Arbeitsplätze zu kommen und ihre Arbeit zu machen.
Wollte man offensichtlich vermeiden, vor der harten Konfrontation mit ver.di scheut man sich.

Stattdessen lässt man ver.di bestimmen, welche Abteilungen nun wieder arbeiten dürfen und welche nicht. Konsequent nimmt ver.di die mit einem hohen Grad an Gewerkschaftmitgliedern (dadurch spart man Streikgeld) und bestreikt die Abteilungen, die kaum organisiert sind (bedeutet Lohnverluste für nicht Gewerkschaftsmitglieder). Es wird also “Krieg” geführt gegen die, die nicht der Gewerkschaft beitreten wollen, nicht aber gegen den Arbeitgeber.
Das verschafft der Gewerkschaft ganz sicher viele Freunde !

Statt nun von Arbeitgeberseite zu sagen: “Alle oder keiner !” gibt man klein bei – die Vorstände und Direktoren bekommen ja ihr Gehalt, was schert es die, wie viel Lohnverluste ihre Mitarbeiter haben.
Da spart ja die BVG ! Vielleicht gibt es dafür sogar Prämien ?

Durch den von ver.di verordneten Streik gegen die Verwaltung bleiben jetzt viele Rechnungen externer Firmen unbezahlt, die Löhne für März können nicht abgerechnet werden (also im April erst mal kein Geld für alle !), notwendige Reparaturen bleiben aus (viele Fahrtreppen sind derzeit defekt), Service für Kunden fehlt völlig.
Ist das das Ziel von ver.di ?

Und wie soll es nun weiter gehen ?
Ab Dienstag wieder “Vollstreik” für alle ?
Oder doch mal wieder verhandeln ?

37

Seppel

Jeder mit Hauptschulabschluss kann so einen Automaten bedienen, einfacher gehts wirklich nicht.

Und warum sind die Scheissdinger so unglaublich langsam?

38

Marco

Die Automaten sind pupseinfach und nicht langsam! Ansonsten gehören die echt nicht hierher…

@ Justus: verstörende Gedanken, denen ich in ihrer Gänze nicht vollständig folgen kann. Liegt’s an mir oder Deinen Gedanken?

@ Petrus: sehr interessante Gedanken, die ich sehr gut nachvollziehen kann, auch wenn ich nicht immer mit den Shclussfolgerungen übereinstimme.
Ist die BVG-Führung hilflos, weil sie nicht aussperren oder vom hausrecht Gebrauch machen? Oder woran machst Du das fest?
Und dann würd mich noch interessieren, wo Du die zahlen vom Organisationsgrad der BVGler bei ver.di hast. Ich dachte immer, dass von den ca 12.000 Beschäftigten gerade mal 4000 bei ver.di sind. Weiß aber ehrlich gesagt auch nicht mehr, wo ich diese Zahl mal aufgeschnappt habe ;-)

39

Petrus

@Marco
Da macht ver.di kein Geheimnis aus den Zahlen.
Im Fahrdienst ist der Organisationsgrad sehr hoch, es sollen mehr als 80%, eher sogar 90% organisiert sein, die Verwaltungsangestellten sind wohl nur zu 40% in einer Gewerkschaft organisiert.

Warum die Vorstände so hilflos auf den Streik reagieren ist mir nicht bekannt, entweder will man es sich mit ver.di nicht verderben (der Personalvorstand Lothar Zweiniger kommt ja aus Gewerkschaftskreisen) oder sie haben diese Situation noch nie erlebt (Andreas Sturmowski hat noch nie zuvor einen so großen Betrieb als Vorstandsvorsitzender geführt).
Der Vorstand Betrieb wurde bereits “abserviert”, d.h. Thomas Necker weiß bereits, dass sein Vertrag, der Ende 2008 ausläuft, nicht verlängert wird.
Erwartet man da noch Engagement ?

Aber ich erwarte, dass dieses inkonsequente Verhalten eine Menge Arbeitsrechtsprozesse nach sich ziehen wird, wenn die Nichtorganisierten versuchen, ihre Gehälter einzuklagen.

40

Stefan S.

@ Petrus
“Aber statt erst einmal in Verhandlungen zu sondieren, was machbar ist, hat ver.di voll auf Streik gesetzt”
Spricht da ein Insider, warst du überall dabei?

Die Arbeitgeber (hier BVG) sind doch nicht blöd, wenn die gleich aussperren treiben die auch noch die 20% Nichtmitglieder den Gewerkschaften zu. ((Andere haben hier behauptet, dass das nicht so ist. Also es wird ausgesperrt. Wer hat recht?))

Dein Punkt 2 Wiederspricht deinem Punk 1 total. Gehts noch? Wie hält man einen komplexen Betrieb wie die BVG lebensfähig? Wenn die Stahlarbeiter streiken ist es notwendig den Hochofen am brennen zu halten, das machen dann zur Not auch die leitenden Angestellten. Aber bei der BVG? Da spielt alles zusammen, das können wir doch gerade schön beobachten.

41

Petrus

@Stefan S.
Die Aussperrung ist normalerweise die Reaktion auf einen Streik. Und ob die Nichtorganisierten damit den Gewerkschaften zugetrieben werden oder ob man zusieht wie die Gewerkschaft sich anmasst, die Personen zu “kontrollieren”, die die Dienstgebäude betreten wollen, ist doch dabei einerlei.

Und Punkt 2 widerspricht nicht dem Punkt 1, sondern er stellt die andere Variante eines Arbeitgeberverhaltens dar, das schließlich auch schon exerziert wurde und ebenso legitim ist wie Punkt 1.

Bei der BVG bedarf es zur Erhaltung der notwendigsten Funktionen nur weniger Mitarbeiter in einigen Leitstellen. Da auch Bauwerke und Gebäude verwaltet werden, muss natürlich ein Notdienst vorhanden sein, der z.B. bei Vorfällen an und in diesen reagieren kann.
Ob jedoch alle Direktoren und Abteilungsleiter im Dienst sein müssen, ist eher fraglich, über die Vorstände müssen wir nicht urteilen, die vertreten hier die Interessen der Arbeitgeberseite, aber die Kommunikationsabteilung muss zum Beispiel nicht in voller Stärke antreten.

Kurzum: Es gab eine Menge Ungereimtheiten im Verhalten der Betriebsführung.
Eine offizielle Aussperrung übrigens gab es bisher nicht !

42

Stefan S.

“Die Aussperrung ist normalerweise die Reaktion auf einen Streik”
Das normalerweise ist hier falsch, Aussperrung ist eine Möglichkeit, wird aber eher selten genutzt. Wenn Punkt 1 und 2 verschiedenen Strategien sind warum erwartest du dann beide. Aus welchem Grund soll die Staatsgewalt den Zugang zur Produktion gewähren, besteht hier irgendeine Gefahr? In Sachsen wurden mal die Beschäftigten mit einem Hubschrauber eingeflogen, das kostet extrem viel Geld. Soll das die BVG zahlen.
Nein, den Streik müssen wir einfach ertragen und akzeptieren. Dass die BVG für unsere Stadt so lebensnotwendig ist haben wir doch erst durch den Streik verdeutlicht bekommen, dass das auch einen Wert hat schmiert uns Verdi jetzt täglich aufs Brot. Was nichts (wenig) kostet hat keinen Wert.

43

Petrus

Stefan, Du hast gar nichts von dem verstanden, was ich oben geschrieben habe.
Ich habe nicht beide Strategien erwartet, sondern aufgelistet welche Möglichkeiten der Arbeitgeber hat, auf einen Streik zu reagieren.

Und die Möglichkeit 2 ist nicht so abstrus, wie Du glaubst:
Das Blockieren von Zufahrten oder Zugängen durch die Gewerkschaft (und ihre Streikposten) stellt eindeutig den Straftatbestand der Nötigung dar, deshalb kann der Arbeitgeber durchaus die Polizei rufen und die Blockade beseitigen lassen.
Das ist aber eher die seltene Variante. Diese Konfrontation ersparen sich die Arbeitgeber meistens.

44

Stefan S.

45

Marco

@ Stefan S.
“Nein, den Streik müssen wir einfach ertragen und akzeptieren. Dass die BVG für unsere Stadt so lebensnotwendig ist haben wir doch erst durch den Streik verdeutlicht bekommen, dass das auch einen Wert hat schmiert uns Verdi jetzt täglich aufs Brot.”

Glaubst Du wirklich, was Du da schreibst? Fällt mir wirklich schwer, das zu glauben?

Sicherlich kann eine Stadt wie Berlin es sich auf Dauer nicht erlauben, auf U-Bahn & Busse zu verzichten (insbesondere wg. der Alten, Kranken, Schulkinder etc.), aber tatsächlich ist das große Chaos doch ausgeblieben. Wenn sich ein Gefühl breit machte, dann doch das, dass wir die BVG gar nicht brauchen. Die Leute wussten sich anderweitig zu helfen (vor allem dank der S-Bahn natürlich). Und das war doch letztlich der eigentliche Grund, warum ver.di den Streik runtergefahren hat. Er brachte einfach nix und kostete nur viel Geld aus der Streikkasse

Sie haben’s vergeigt!

Und wer war’s? Madame an der Spitze? Lief Bsirske Amok und gab die Total-Order? Oder war’s der inkompetente Bäsler (Man möge sich mal die Mühe machen und sein Streiktagebuch in der Berliner Zeitung lesen. In welch tiefen Schubladen er da greift, ist an Niveaulosigkeit kaum zu unterbieten! Hat ver.di keinen Pressesprecher, der sowas mal gegenliest?).

Hätte man sich bei ver.di zu Beginn der Auseinandersetzung mal die Mühe gemacht, in Ruhe nachzudenken, hätten sie den Streik von Beginn an in der Form organisiert, wie er jetzt läuft, denn
1. schont es die Streikkasse!
2. werden die BVG-Kunden nicht so stark getroffen, sondern
3. geht es tatsächlich gegen die Substanz der BVG!

Dumm gelaufen ver.di! Wird diesmal nix mit Eiersuchen zu Ostern. Lieber die Feiertage nutzen und überlegen, wie man ohne großen Gesichtsverlust aus der Sache wieder rauskommt.

46

Stefan S.

Leute, Leute, ich verstehe schon was ihr hier schreibt und ich glaube auch das was ich schreibe. JA, das Chaos ist ausgeblieben, aber jeden Tag die 2 U-Bahn-Stationen zwischen S-Bahn und Arbeitsplatz zu laufen ist vorübergehend akzeptabel und keinen Aufreger wert. Aber sicherlich kein Dauerzustand. Früher oder später würden andere Lösungen gesucht und gefunden.

VBB und Senat haben in den letzten Jahren auch für eine bessere Abstimmung zwischen S-Bahn und BVG gesorgt. Ein Parallelbetrieb ist nicht (mehr) gewollt. Die BVG dient in der Regel als Ergänzung und Zubringer für die S-Bahn. Mit der BVG werden eher kürzere Wege zurückgelegt, die kann man kurzfristig substituieren.

Alle hacken auf Verdi rum und machen sich Sorgen um die Streikkasse. Fällt euch nicht mal was anderes ein. Glaubt ihr wirklich daran. Ping Pong.

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Petrus

Aber es ist schon so wie Marco es darstellt.
ver.di hat sich den Streikverlauf ganz anders vorgestellt.

Ich weiß auch nicht, Stefan, wie Du darauf kommst, dass die Aussperrung eher selten ist. Meintest Du im Öffentlichen Dienst oder generell bei Streiks ?
In der Metallbranche war das eigentlich bei einem IGM-Streik immer die kompromisslose Reaktion der Betriebe. Es ist die einzige Möglichkeit, den materiellen Schaden des Arbeitgebers möglichst gering zu halten. Die Ausfälle durch Produktionsstopp wurden zu einem Teil durch nicht zu zahlenden Gehälter ausgeglichen.

Im ÖD ist das immer anders gelaufen, zwar gibt es beim Streik Einnahmeausfälle dadurch, dass Dienstleistungen nicht mehr erbracht werden können, aber wenn man die nichtorganisierten Mitarbeiter als Notdienste einsetzt, kann man wenigstens einen Teil der Einnahmen bei den Kunden geltend machen.
Deshalb sperrt man dort eher selten aus.

Abzuwarten bleibt ja nun, welche Schadenersatzforderungen auf die BVG zukommen von Ladenbesitzern, die weder ihre Geschäfte betreiben noch ihr persönliches Eigentum aus den Lagern auf den Bahnhöfen holen konnten.
Vielleicht gibt es da auch Klagen gegen ver.di wegen der Unverhältnismäßigkeit des Streiks – das bleibt abzuwarten.

Das Streikrecht wird zwar von keinem Gericht angetastet, aber die Art des Streiks kann durchaus beanstandet werden, wie ja das Arbeitsgericht Chemnitz beim Lokführerstreik bewiesen hat.
Auch wenn das Urteil durch eine andere instanz aufgehoben wurde, haben sich die Chemnitzer Richter durchaus auf bestehende Gesetze bezogen, es war kein willkürliches Urteil ohne jede Grundlage.

48

Stefan S.

Ich will ja nicht immer das Gegenteil behauten, aber bei den Lokführern ging es rein rechtlich darum ob die GDL eine Gewerkschaft ist oder nicht. Das haben die Piloten und Ärzte auch hintersich. Jede anerkannte Gewerkschaft darf einen Streik ausrufen, wenn sie zuständig ist. Nur ein Generalstreik ist nicht erlaubt. Die Chemnitzer Richter haben bei der GDL den Status Gewerkschaft (als Teil einer Branche) angezweifelt.

Petrus, du glaubst also wirklich, dass ein Notbetrieb bei der BVG einfach so möglich ist und in der Industrie nicht? Ist das eine Annahme oder eine Feststellung? Die bei der BVG fahren ja auch einfach nur so durch die Gegend.

49

Petrus

@Stefan S.
Doch, ein Notbetrieb ist bei der BVG relativ einfach am Leben zu halten.
Natürlich hast Du recht, im Stahlbetrieb ist auch eine Notbesetzung z.B. für einen Hochofen notwendig, aber bei der BVG ist das sogar noch einfacher.
Gebäude und Bauwerke müssen verwaltet werden, sonst nichts (wenn kein Fahrgastbetrieb erfolgt)
Ich habe die Begründung des Chemnitzer Urteils noch nicht gefunden, vielleicht hast Du eine URL -aber zumindest bezog es sich auf eine Auslegung des Arbeitsrechts, die nicht unbedingt die allgemeine Meinung darstellt.

50

fatma

ich finde das so scheisse ich glaube die wollen us damit nur ergärn weil ich habe mitbeckommen, in den osterferien habe sie aufgehört zu streiken und jetzt fängt wieder die schule an und sie streiken auf einmal.

ganz erlich: endweder lasst nie wieder die busse streiken und ihr beckommt euer geld so oder so
: oder die busse sollen nie wieder fahren und ihr seit pleite wollen sie es so oder lieber wie m erste vorschlag machen???

ich würde das 1.nehmen dan seit ihr nicht arbeitslos und müsst verhungern denkt doch auch mal an die kinder heut zu tage

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louisa

mich nervt das total mit der bvg …
ich meine die könnten den streik in den ferien machen

was solln wir tun ???
wie solln wir zur schule kommen???

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weirdo

Stefan S. schrieb (42):
bq. Dass die BVG für unsere Stadt so lebensnotwendig ist haben wir doch erst durch den Streik verdeutlicht bekommen, …

Also ich für meinern Teil habe genau das Gegenteil bemerkt:
Dass ich mit dem Fahrrad und/oder den Fahrgemeinschaften, die gegründet wurden – und beibehalten werden – prima durch die Stadt komme und eigentlich gar nicht von der BVG abhängig bin. Und mich auch nicht mehr abhängig machen möchte nach diesem Kasperletheater.
(Wie gesagt: omao…)

53

weirdo

Aber anscheinend bin ich da mit meiner Erkenntnis nicht allein:
www.hauptstadtblog.de/article/4389/berlin >>>
www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/bahn

54

weirdo

“Jeder mit Hauptschulabschluss kann so einen Automaten bedienen, einfacher gehts wirklich nicht.”

Leider ist das wohl nicht so… in meiner Zeit als “Zugereiste” habe ich schon recht oft Menschen, die vor diesen Dingern verzweifelten, so gut es ging geholfen, zu ihrem korrekten Ticket zu kommen. Weitaus nicht alle machten den Eindruck, keinen Schulabschluss zu besitzen. ;)

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