Berlin am Mittwoch, 26. März 2008

Dani in am 26. März 2008, 08:57   4 Leserbriefe »

Bereits seit 1991 ist das 118 Meter hohe Zoofenster geplant. Jetzt, wo es endlich losgehen soll, damit das 37-geschossige Haus bis 2010 errichtet ist, klagt die Gemeinde der Gedächtniskirche, denn das Haus würde fast 43 Meter höher werden als die Gedächtniskirche. Aber lediglich Häuser mit fünf Geschossen seien an dieser Stelle zulässig, sagt der Sprecher des Verwaltungsgerichts.

Drei Berliner wurden gestern von der Polizei für ihre Zivilcourage geehrt und mit einer Urkunde und 100 Euro belohnt. Sie hatten am 2. März einem 19-jährigen wohl das Leben gerettet, nachdem dieser von einer deutschen Frau erst rassistisch beschimpft und danach ins Gleisbett am Berliner S-Bahnhof Frankfurter Allee geschubst wurde.

Die Oper verliert nächstes Jahr ihren Intendanten, sein Vertrag wird nicht verlängert. Über das Warum darf derweil spekuliert werden, denn fast alle Informationen sind vorerst vertraulich.

Ver.di verzichtet bis Ende der Woche auf Streik und will stattdessen immerhin wieder mit den Arbeitgebern sprechen, wenn auch nicht verhandeln. Im festgefahrenen Konflikt sollen Lösungen gefunden werden.

Und sonst?
Es bleibt kalt
NPD-Chef angeklagt
Die ersten Wahlunterlagen sind verschickt
Straßenarbeiten auf der Schönhauser Allee dauern 21 Monate

4 Kommentare

1

Der Hönower

zum “Zoo-Fenster”: Auch hierzu gilt wieder einmal trefflich: “Sei Provinzposse; Sei kleinkariert, dümmlich-arrogant; Sei Berlin”!

2

Seppel

Wieso? Was würde an Berlin besser werden, wenn an den eh’ schon architektonisch verkackten Breitscheidplatz ein 114m hoher Betonklotz gestellt wird?

Die Kirchengemeinde geht mir auch am Arsch vorbei, aber warum glauben sogenannte “Investoren” und “Architekten” (hier die Kölner Aussprache verwenden!) eine Stadt beliebig kaputtbauen zu dürfen?
Hier wohnen auch noch Menschen!

3

Jochen Hoff

Ich habe eine ganz andere Frage zu dem Thema. Wieso kommt der Senat ständig dazu seine eigenen Regeln für bestimmte Investoren und Architektengruppen aufzuheben.

Nein ich frage nicht welche Sondervergünstigungen und Spenden da fließen. Ich frage mich nur, warum wir dann nicht gleich alle Baugesetze aufheben und jeden machen lassen was er will.

Der Senat muss sich entscheiden. Entweder ist er ständig im Verdacht der Käuflichkeit weil seltsamerweise immer die gleichen Kreise solche Dinge genehmigt bekommen und dann der Senat oft auch noch als Mieter einspringen muss, oder er hält sich an seine Regeln.

Ob die Gedächtniskirche beschattet oder im Rahmen der Abfindung vergoldet wird, ist mir egal. Letztendlich kostet der Schwachsinn nur das Geld des Steuerzahlers. Immer.

4

Peter Mayer

Es darf nicht wahr sein! Sobald hier investiert werden soll findet sich immer wieder jemand, der klagt. In diesem Falle nach Jahren der Planung, Umplanung, Neuplanung. Dabei stand die Höhe des Gebäudes schon lange fest.
Die Kirchengemeinde in ihrem abgrundhässlichen Gedenkstein am “verkackten Breitscheidplatz” – was soll das alles?

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