Die Freiheit der Andersleuchtenden
Günter in Stadtnotizen am 25. März 2009, 21:00 33 Kommentare »
Annett Mängel hat uns die folgenden beiden Screenshots der “Pro Reli”-Webseite freie-wahl-berlin.de zur Verfügung gestellt, über die bereits die taz berichtet hat. Zur Erklärung: Am 18. März um halb sechs leuchteten bereits 96 “Lichter für die Freiheit”, unter anderem im Südosten Berlins ein “No”. Um halb zwölf waren es nur noch 89 Lichter. Das “No” war verschwunden.
Annett kommentiert das wiefolgt:
Die Verfechter der Freiheit greifen also ganz offenbar auf die Programmierung der entzündeten Lichter zu – die ganze Aktion erscheint dadurch nun in einem anderen Licht, um im Bild zu bleiben: wenn bereits entzündete Lichter gelöscht werden, dann können ja auch beliebig viele neue Lichter entzündet werden, und damit wäre ein wenig die ganze schöne PR-Aktion desavouiert, die ja wohl das Ziel hat, bis zur Wahl auf die benötigten 610.000 Lichter/Stimmen zu kommen.
Interessant ist übrigens, wie einig sich einige prominente Unterstützer sind: Man vergleiche hier (unter “Prominente Lichter”) mal die Pro-Reli-Gründe von Béla Anda, Johannes Kerner und Alissa Jung (wer auch immer das sein mag). Und noch ein kleines Detail: Sabine Christiansen und ihr Ex Theo Baltz stehen beide auf der Liste.
33 Kommentare
ulla
am 25. März 2009, 21:51 #
…und ich wäre froh, wenn beide Seiten am 26. April 2009 pünktlich um 18.00 Uhr anfingen, ihre Wahlplakate zu entfernen, mit denen sie schon wieder die ganze Stadt verschandeln.
Bricky
am 25. März 2009, 22:10 #
“Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden” hatte vor fast 100 Jahren eine sehr intelligente und leider ermordete Persönlichkeit als Motto freigegeben.
Das kann man leicht missbrauchen, man kann es aber auch als einen sehr interessanten und wichtigen Denkansatz zur Grenzüberwältigung verstehen…
Ein Schulfach, was vielgefächterte religiöse Themen anspricht und den Bezug zum Alltag herstellen möchte kann nicht so arg verkehrt sein .
am 26. März 2009, 09:55 #
Man versucht es mit allen Mitteln. Sehr unchristllich und zugleich auch wieder typisch. Ich will die absolute Trennung von Staat und Kirche!
ulla
am 26. März 2009, 11:14 #
Da haben Sie mich ja gerade auf eine Idee gebracht, @ die Erklaerung. Was sagen denn Bischof Huber und sein katholischer Kollege eigentlich, wenn in einem großen Teil der Schulen in Wedding, Neukölln, Moabit, Teilen von Charlottenburg etc. gar kein christlicher Religionsunterricht gefragt ist, weil über 80 % der Schüler Muslime sind? Gibt’s an diesen Schulen dann bei RELI nur Islam-Unterricht oder für 2 evangelische und 1 katholischen Schüler jeweils auch noch nach Konfession getrennten Unterricht? Andere Religionen, z.B. griechisch- oder russisch-orthodox oder jüdisch sind in Berlin ebenfalls stark vertreten. Bekommen die alle Ihren eigenen Religionsunterricht angeboten?
Fragen über Fragen………
Egon
am 26. März 2009, 11:51 #
Einen verlogeneren Gebrauch des Wortes “Freiheit”, als ihn derzeit diese Religionskampagne betreibt, wird man lange suchen müssen. In der DDR gab es mal ein Lied “DDR, das Land meiner Wahl”, das war ähnlich verlogen.
Vor allem glänzt diese fundamentalistisch-christliche Kampagne vor Desinformation und erstaunlichen Geldquellen.
Einerseits wird “Ethik” als Kontrapunkt zum Religionsunterricht dargestellt, was den interessanten Schluss zulässt, daß religiöse Menschen sich nicht ethisch verhalten müssen(!), andererseits wird der Zwang zum Religionsunterricht gefordert.
Zwang, keine Freiheit.
“Ethik” wird nur den nichtgläubigen bzw. den vom staatlich subventionierten Religionsunterricht nicht vertretenen Religionsgemeinschaften als “Alternative” überlassen.
Der Zwang in Form eines “ordentlichen” Unterrichtsfaches ab der ersten Klasse aber steht krass dem bisherigen freiwilligen Religionsunterricht mit Zwang zu Ethik nur in den vier Schuljahren 7. – 10. Klasse gegenüber.
Verlogener geht es kaum.
am 26. März 2009, 11:51 #
In der tat gute frage, ulla. Ich frage mich zudem, warum eine solche trennung denn sein muss. Glaube und religionen koennen doch genausogut als themen in den ethikunterricht eingebunden werden. Geht doch da sowieso um die gleichen werte, wie sie in den meisten religionen auch vermittelt werden. Wozu die extrawurst?
:-)
am 26. März 2009, 12:06 #
Pro Reli ist Betrug am Kind. Es sollen in die Köpfe der kleinsten falsche, verlogene Bilder fest implementiert werden. Bei der katholischen Kirche geht es noch zusätzlich darum ängstliche Opfer für den Missbrauch von Kindern durch deren Priester zu erschaffen. Wenn es nicht so übel ausgeht, bleiben verbogene und verängstige Erwachsene die nicht in Freiheit und Eigenverantwortung leben können.
Kirchensteuer abschaffen, die Gemeinnützigkeit aberkennen und dann sollen sie tun was auch immer sie tun wollen. Aber Abseits von Kindern und Schwachen.
Egon
am 26. März 2009, 13:19 #
Geht doch da sowieso um die gleichen werte, wie sie in den meisten religionen auch vermittelt werden. Wozu die extrawurst?
Die üblichen Religionen sind monotheistisch, was prinzipielle Intoleranz gegenüber der Konkurrenz impliziert.
lichtblick
am 26. März 2009, 14:39 #
Nicht unbedingt, egon. Man kann ja an seine sache/ seinen gott glauben, und trotzdem andere sichtweisen tolerieren. Idealerweise. Dass das in der praxis nicht immer so gelebt wird (verlogen, wie sie schon sagten), steht auf nem anderen blatt. Aber prinzipiell steht monotheismus nicht fuer intoleranz. Bei ethik sollen ja auch ideale vermittelt werden. Aber ob dann jeder nach diesen lebt…?
Nter0ne
am 26. März 2009, 14:46 #
Das Fach Religion als Fach zu verstehen in welchem Wissen über Religion vermittelt wird kann nicht verkehrt sein. Aber soweit ich das verstehe geht es den Befürwortern darum christlichen Unterricht abzuhalten. Das kann dann nur als Interessenvermittlung nicht als Vermittlung von sachlichem Wissen gesehen werden. Letzteres sollte aber in der Schule Ziel sein.
Ich habe damals selbst am freiwilligen evangelischen Religionsunterricht teilgenommen. Dieser war aber zum Glück eher eine Mischung aus Ethik und Religion. Dort wurden ethische Werte und Allgemeinwissen über die Weihnachtsgeschichte (als Beispiel) vermittelt.
Ich denke Ethik mit einem Schuss allgemeiner Religionswissensvermittlung sollte Pflicht sein. Alles was Religion darüber hinaus betrifft sollte freiwillig erfolgen.
Die Schule ist nunmal kein Ort für Rekrutierung von Jüngern!!!!
Bert
am 26. März 2009, 19:21 #
Die sollten eher Geschichtsunterricht fördern als Religionsunterricht:
Helen
am 26. März 2009, 19:22 #
Nun, soviel ich weiß, kommen im Ethik-Unterricht alle Religionen zu Wort, d.h. über sie wird gesprochen und informiert.
Was mich beschäftigt, ist aber die Frage, wie soll das praktisch gehen mit dem getrennten Religionsunterricht. Ich bin strikt dagegen, daß meine Steuern für Lehrer und Klassenräume ausgegeben werden, wenn ab 1. Klasse, – Ehtik wird erst ab 7. Kl. unterrichtet – jeder seins macht. Hat sich diese Kampagne mal dazu geäußert? Soll das auch durch Spenden finanziert werden?
Sigurd
am 26. März 2009, 19:53 #
@ulla
Sie sind froh, wenn die Wahlplakate schnell verschwinden? Da habe ich eine traurige Nachricht für Sie. Nach dem Volksentscheid ist vor der Europawahl. Nach der Europawahl ist vor der Bundestagswahl. Da graust es einem, oder? Die Stadt permanent verunstaltet durch diese dummen nichtssagenden Plakate. Und wenn alles vorüber ist, kommt schon bald wieder Schnee. Na dann prost Mahlzeit.
Lutz
am 26. März 2009, 22:03 #
@Sigurd
So wie das aussieht hast du die besten Chancen, dass die gleichen Leute wie bei Pro Reli auch die Wahlplakate für die Europawahl machen.
Bricky
am 27. März 2009, 03:47 #
Meine kleine Meinung ist:
Sowas wie ein Unterrichtsfach “Ethik”, wenn es ernsthaft und gut durchdacht besprochen wird …
ist sehr wertvoll !
Religionen sind nicht unbedingt falsch, aber sollten nicht Pflichtfach sein.
Sigurd
am 27. März 2009, 17:01 #
@Lutz
Dem Gesetz der Serie folgend, könnte man sagen: Wer Wambach engagiert, verliert. Ein gutes Omen für Berlin. (Aus Ihrem Link).
Sollte dies so eintreffen, kann ich wohlgelaunt durchs Jahr gehen. Bei solchen Aussichten sagte der Metrologe wohl „heiter bis wolkenlos“.
ulla
am 27. März 2009, 22:20 #
@Sigurd
Zu Nr. 14: Ich frage mich immer wieder, was sagen denn die “umweltpolitischen Sprecher”, ohne die doch keine Partei, die etwas auf sich hält, heutzutage auskommt, zu diesem Papierwust? Es sind ja nicht nur die Wahlplakate sondern auch all das, was man auf der Straße so in die Hand gedrückt bekommt und im Briefkasten vorfindet.
Wenn ich mal davon ausgehe, wie genau sie ausrechnen können, was 1 kg Äpfel aus Neuseeland bis auf meinen Tisch so an Energie verbraucht und die Umwelt verschmutzt und damit also Klimakiller ist, müßten sie das mit diesem Wahlpapiermüllberg (natürlich nur dem vom Gegner, ihrer ist ja umweltverträglich) auch können.
…und der Zeit von jetzt an bis zum ersten Schnee sehe ich mit Grausen entgegen .
Stefan
am 27. März 2009, 22:52 #
Heute erstmals etliche Plakate gesehen. Was für ein Dreck. Ich werd wohl wählen gehen, gegen den Quatsch.
Gott sei Dank bin ich Atheist.
ulla
am 27. März 2009, 23:25 #
@Stefan
Atheist und dann “Gott sei Dank” ;-) ?
Ich werde wohl nicht wählen gehen, wegen dem Quatsch. Ich hoffe, daß jede nicht abgegebene Stimme wieder als Nein gedeutet wird.
Na gut, zur Sicherheit werde ich mir die Wahlunterlagen mal ansehen.
Toska
am 28. März 2009, 06:53 #
Hm, wenn ich einiges lese wird mir schlecht.
Was sind doch manche intollerant und engstirnig im Denken.
Tun so, als ob sie alles wissen , und genau das Gegenteil ist der Fall.
Na ja, sind ja nur einige im Blogg hier und Gott sei Dank nicht die Mehrheit.
Stefan
am 28. März 2009, 10:36 #
@Toska
Det ist ja det schöne an Berlin. Die “Nicht-Gläubigen” sind in der Mehrheit.
So, und jetzt geh ich ne Runde mein fliegendes Spaghetti-Monster anbeten. ;-)
Toska
am 28. März 2009, 11:14 #
@Stefan
Ob Du da so richtig liegst?!
Pass bloss auf mit den Spagetti-monstern ;-)
Stefan
am 28. März 2009, 11:27 #
@Toska
Ach, wann liegt bzw. lag man schon richtig bei dem Thema?
Mit ziemlicher Sicherheit wird die Menschheit in etlichen tausend Jahren über den heute verbreiteten Glauben an einen christlichen “Gott” oder islamischen “Allah” mit ähnlichem inneren Abstand lesen wie wir heute über Thor, Apollo, Zeus, Poseidon, Osiris, Hunabku, etc..
Ich find Glauben ja völlig ok, soll jeder sein Glück finden, wie auch immer (von mir aus auch durch Wahrsager!), nur eben bitte im Privaten. Der gerade aktuelle Glaube hat weder was an Schulen noch z.B. in Rundfunkräten verloren.
Glaube wird dann für mich nämlich zur Intoleranz.
Toska
am 28. März 2009, 11:41 #
Richtig @Stefan,
jeder nach seiner Facon. Aber nicht in geheimen oder privaten. Ich stehe zu meinen Glauben. Und nur weil jemand , wie Du selber sagst, Atheist ist, verachte ich ihn nicht. Ich akzeptiere das, und genau das selbe erwarte ich auch von anderen.
Das lese ich aber bei manchen nicht raus.
Deswegen sollte man hier nicht zu sehr mit seiner meinung haussieren gehen, und kunttun, dass nun alles Quatsch und Blödsinn ist.
So, und nun wollen wir es dabei belassen.
Wünsche viel Spaß mit den Spagettimonstern.
Stefan
am 28. März 2009, 12:32 #
@Toska
Religion gehört ins private. Ich will auch keine Kreuze in Klassenzimmern oder Gerichtssälen.
Und ich akzeptiere Religion nicht nur, sondern respektiere auch Menschen die glauben. Aber die Freiheit, Blödsinn auch öffentlich Blödsinn nennen zu dürfen, ist wichtig. Es sind Menschen gestorben, weil sie den jeweils aktuellen Religions-Zeitgeist in Frage stellten (und sterben immer noch, z.b. in manchen muslimischen Ländern).
Der Titel “Religion” darf kein Schild sein, hinter dem man sich versteckt und ruft “Du darfst jetzt meine Geschichte nicht mehr kritisieren, weil mich das sonst verletzt” (die Scientologen haben das übrigens perfektioniert: Als L Ron Hubbard in den 50er Jahren bei Wissenschaftlern immer mehr Kopfschütteln erntete, firmierte er seine Techniken halt mal eben zum Glauben um. Klappt ja leider immer besser für diese “Religion”)
Ich gestehe jedem zu, seinen Kram Religion zu dürfen. Aber umgekehrt will ich auch mein Recht, jene Teile als “Blödsinn” zu titulieren, die ich als Blödsinn empfinde. Sonst haben wir in 10 Jahren hier ebenfalls Kämpfe, ob man im Biologieunterricht den Kreationismus als gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie lehren sollte.
Es gibt übrigens nur ein Spaghettimonster, bitte kein Plural. Sowas verletzt die religiöse Würde der Pastafaris, die sind nämlich strikte Monotheisten.
oStsEE
am 28. März 2009, 15:44 #
Sonst haben wir in 10 Jahren hier ebenfalls Kämpfe, ob man im Biologieunterricht den Kreationismus als gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie lehren sollte.
Eben. Gruseliger Gedanke…
biscuit
am 29. März 2009, 00:25 #
“Und ich akzeptiere Religion nicht nur, sondern respektiere auch Menschen die glauben. Aber die Freiheit, Blödsinn auch öffentlich Blödsinn nennen zu dürfen, ist wichtig.”
Gut gesagt. So sehe ich das auch.
Allerdings ist es wichtig, seine Meinung auch respektvoll zu äußern.
Der Ton macht die Musik.
All zu häufig versteckt man Beleidigungen und Diffamierungen gern hinter freier Meinungsäußerung, denn gegen die wird sich keiner wehren.
Man muss nicht jemanden/ etwas abwerten, jemanden/ etwas lächerlich machen oder beleidigen, um seine Meinung zu sagen.
Auch Leute mit vermeintlich abstrusen Theorien oder Glauben als Spinner oder Verrückte abzutun zeugt nicht von Respekt, da niemand Anspruch auf die einzig wahre Wahrheit hat.
Bin auch nicht gläubig und halte so einiges für Blödsinn, bzw. unwahrscheinlich, aber schaue deswegen noch lang nicht auf jemanden herab, der anderes glaubt.
Es ist einfach ein sehr schmaler Grat zwischen der Vertretung der eigenen Meinung und Intoleranz einer anderen gegenüber, und es fällt jedem schwer, da die Balance zu halten.
Auf jeden Fall lohnt es sich immer, den Geist frei zu halten und offen gegenüber anderen Einstellungen zu sein – man muss sie ja deshalb noch lange nicht teilen.
(Das war jetzt an niemand Bestimmten hier gerichtet, sondern einfach spontane Gedanken)
Toska
am 29. März 2009, 08:16 #
Nr. 28
Wenn doch alle so denken würden wie Sie.
Finde Ihren Beitrag sehr gut.
ulla
am 29. März 2009, 09:41 #
@biscuit
Ihrem Beitrag stimme ich zu. Nur, in diesem thread geht es nicht um Religionen, die hat auch niemand als Blödsinn bezeichnet.
Hier geht es um die Kampagne Pro Reli – und die empfinden viele, nicht nur Atheisten, als Blödsinn. Ich auch.
Stefan
am 29. März 2009, 13:46 #
@biscuit
“niemand hat Anspruch auf die Wahrheit” – das genau ist es.
Leider sind es gerade die “Religionen”, die dies für sich in Anspruch nehmen. Der Islam sowieso (versuch mal im “Heiligen Land” einen anderen Glauben zu leben), aber auch die Christen (kirchliche Sektenbeauftragte z.B., die einem erklären, welche Gruppen nun weniger gläubig sind, sondern mehr eine Führer-bezogene Sekte mit Ziel der Ausbeutung).
Auch auf der Pro Reli Webseite wird unter “Häufige Fragen” nur das Thema Islam angesprochen, ob es im Religionsunterricht auch zur Sprache käme (das wird bejaht). Was ist mit den tausenden anderer Gruppen? Wer mag da entscheiden, über welche Gruppe wie gelehrt wird? Ich fürchte, da wird es dauernd zu Werturteilen kommen.
Deshalb gibt es u.a. auch Kampagnen wie “Jedi” oder “fliegendes Spaghetti-Monster”, um vorzuführen, dass es gerade grosse Religionen sind, die schon sehr genau absurderweise einteilen wollen, was nun Religion sei und was nicht.
Meine Idealwelt wäre:
- jeder darf seinen Glauben Religion nennen und sollte auch als solcher anerkannt werden. Egal ob katholisch, muslimisch, Zeugen Jehovas, von mir aus auch Scientologen oder eben das Spaghetti-Monster.
- strikteste Trennung von Staat und Religion. Nix Rundrunkräte, nix öffentliche Schulen, etc.
- keinerlei Steuervorteile. Warum soll ich als Bürger manche “Religion” indirekt subventionieren? Wenn eine Religion gemeinnütziges aufzieht (Obdachlosenunterkunft z.B.) dann natürlich wie andere Verein auch, sonst nein.
- und Blödsinn im Glauben muss man natürlich öffentlich Blödsinn nennen dürfen. Wenn sich jemand weisse Klamotten und weisse Nike-Schuhe anzieht und dann Massen-Selbstmord begeht, weil er glaubt, Raumschiffe holen ihn ab (Raelians), dann muss man das öffentlich als Unsinn bezeichnen dürfen, auch wenn niemand wissen kann, ob die Raelians nicht doch die “Wahrheit” wussten. ;-)
Und ich war auch schon an Schulen in den USA zu Besuch, wo Creationists wollten, dass man die Geschichte von Adam u Eva im Bio-Unterricht lehrt. Da hört dann auch meine eigene Toleranz auf (mangelnde Trennung Staat/Kirche).

