Pommes, Sicherheitspersonal, Raucher. Ein Treffen in der U-Bahn.
Michael in Stadtnotizen am 28. Juni 2009, 23:35 Kommentare
Die U-Bahn Station ist halbvoll, zwei Sicherheitssheriffs (Pat und Patachon) watscheln durch den Bahnhof, müder Blick, der Mann ganz fett, so 130kg auf 175cm, die Uniform sitzt wie in die Wurstpelle gepresst. Sie ist sehr klein, die Uniform übergroß, mit 50er Jahr Hornbrille, kein Retro, die langen blonden Haare wirken wie in der Friteuse gewaschen – sie riechen zumindestens auf 5m Abstand noch so und sehen auch so aus.
Der Sheriff schiebt sich Pommes mit einem dicken Doppelklecks Mayonaise in seinen Mund. In der Station. Dann bleiben beide stehen, schauen auf die Anzeige – in drei Minuten kommt die U-Bahn.
Wahrscheinlich mussten sie lange in der Pommesbude auf ihr Essen warten, deshalb wohl der Geruch, geht es mir noch durch den Kopf.
Mein Blick fällt auf drei Mädels und einen Typen, vielleicht 16 – 19 Jahre alt, die auf der Bank sitzen und alle drei rauchen. Die beiden Sheriffs sehen das auch, schauen sich an, drehen sich weg und nehmen dann ein paar Schritte Abstand von den Rauchern.
Eine gepflegte ältere Dame geht zu den Sheriffs hin und spricht sie an:“Ist hier nicht Rauchverbot? Sollten sie den Jugendlichen nicht das Rauchen hier verbieten?”
Der Dicke dreht sich zu der Frau, ungläubig, verdutzt, fühlt sich gestört beim Essen, in seiner Ruhe.
Dann, mit halbvollem Mund, presst er ein “Wa?” heraus?
Die Frau antwortet: “Wie bitte?”, ungläubig mustert sie das Wachpersonal. “Ich hatte Ihnen eine Frage gestellt.”
In etwas energischerer Tonlage raunt sie mit aufsteigender und lauter werdender Stimme: “Ist hier ist nicht Rauchverbot? Warum sagen Sie nichts?”
Der Wachmann bekommt keinen Ton heraus. Sein Gesichtsausdruck schwankt zwischen Unverständnis, Gereiztheit und dem Bewusstsein, ja im Job zu sein und nun irgendwie reagieren zu müssen.
Ich überlege, ob ich mich einmische, bleibe aber doch in der beobachtenden Position, mittlerweile selbst zwischen Entsetzen (ob der schwerfälligen, bräsigen Art des Wachpersonals) und Belustigung pendelnd.
Die ältere Frau gibt nicht auf: “Können Sie mich nicht verstehen oder wollen nicht?”, dreht sich herum, geht zu den Jugendlichen und herrscht die an: “Macht sofort die Zigaretten aus, oder könnt ihr nicht lesen?”
Der Wachmann grunzt nochmal: “Wa?” So stelle ich mir eigentlich einen Comic vor. Seine Kollegin hat einen Gesichtsausdruck, als möchte sie tausend Klafter tief im Erdboden versinken.
Die Mädels drücken ihre Kippen auf den Boden aus, der Junge schnippt seine weg.
Der Wachmann schaut in die Runde, mit leerem Gesichtsausdruck. Schmeißt den Rest seiner Portion Pommes in den Papierkorb. Seine Kollegin nimmt ihn am Arm, die beiden watscheln davon. Kein Wort, keine Reaktion.
Die ältere Frau wendet sich ab von den Jugendlichen, schaut dem Wachpersonal nach, sagt dann zu mir: “Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ganz Berlin eine Irrenanstalt ist oder ob ich einfach nur alt werde.”
Ich grinse sie an, sage aber nichts. Die U-Bahn fährt ein, das übliche Gedrängel, kein Platz zum Aussteigen an mehreren Türen, und ich muss über ihren Spruch nachdenken.
82 Kommentare
berlinhauptbahnhof
am 29. Juni 2009, 00:03 #
Die Sicherheitsleute der BVG scheinen sich ja nicht sonderlich von denen der DB zu unterscheiden ,-)
Was ich bemerkenswert finde, ist dass die Jugendlichen drauf gehört haben. Kommt nicht oft vor.
Ich sage mittlerweile nichts mehr zu Rauchern, weil ich schon froh bin, wennse “nur” rauchen ;-)
Hm, ab wann ist man alt?
Also ich bin noch unter 30 und denke trotzdem oftmals schon dasselbe…
am 29. Juni 2009, 01:55 #
Warum hast du nix zu ihr gesagt? Bzw. ihr nicht Recht gegeben? Das würde ich gerne mal wissen
Meiner Meinung nach ist das einer der Gründe, warum sich die meisten Menschen nicht trauen, etwas dagegen zu sagen, wenn sie sich von jemandem belästigt fühlen – sei es durchs rauchen, durch laute handygespräche, dumme sprüche: niemand kann hoffen, dass er unterstützt wird. die anderen schauen immer nur zu und sagen nichts.
am 29. Juni 2009, 04:21 #
In Berlin wollen die Jugendlichen von Jahr zu Jahr nur noch cooler, geiler und gefährlicher wirken.
Niemand wird heute unter den Jugendlichen noch durch Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und vor allem Bildung wahrgenommen – nur noch über Körperverletzung, Sachbeschädigung, Vandalismus und das er immer eine dicke Palette an Drogen klar machen kann.
Marcel
am 29. Juni 2009, 06:30 #
was bitte ist die message? das wachleute assis sind? das alte leute alte leuteansichten haben? das jugendliche per se kriminell sind und man selbst nie jung war und wenn zufällig doch, dann nur auf der seite des lichtes? schon seit langem hab ich nicht mehr so viele klischees und vorurteile in so wenig zeilen zeilen gelesen.
@3: genau! und erst die haschischspritzen im zahnfleisch der süchtigen 3jährigen neuköllner killerbanden werden auch von jahr zu jahr größer.
am 29. Juni 2009, 07:29 #
Ich fand den Text sehr amüsant, auch wenn er sicher nicht so gemeint war. Keine Reaktion von beiden Polizisten ist schon arg … okay, es war ja auch keine Gefahr im Verzug sondern nur Rauchen, wo selbiges verboten ist. Darum kann sich ja die BVG-Sicherheit kümmern, sicher war das einer der Gedanken der beiden Beamten und wer weiß, vielleicht sind sie ja gerade zu diesen gelaufen. Wie auch immer, finde es schon ziemlich traurig, auch wenn man sich darüber streiten kann, ob vier auf einer Bank sitzende und rauchende Jugendliche so ein Problem darstellen. Sie wären nicht die ersten, die beim Warten auf die U-Bahn schnell noch eine rauchen.
cora
am 29. Juni 2009, 08:16 #
@Sebastian(Tanis)
Guten Morgen, erstmal :-)
Ich denke, hier ist genau das Sicherheitspersonal gemeint und nicht Polizisten (“zwei Sicherheitssheriffs”, “Wachmann”).
Ein riesen Problem sind rauchenden Jugendliche nun nicht, aber immerhin besteht ein Rauchverbot und daran sollte man sich schon halten – die U-Bahn kommt alle 5 bis 10 Min., da könnte man ja außerhalb des Bahnhofs aufrauchen. Zudem sind die Bahnhöfe nun mal auch keine großen Aschenbecher.
Was hat sich die BVG eigentlich dabei gedacht, auf den Bahnsteigen die Mülleimer auszutauschen??? Auf der U8 wurden jeweils viele kleine Papierkörbe durch wenige Große ersetzt – d.h.: An den Bänken sind die Dinger weg und die Versuchung, seinen Müll auf dem Platz liegen zu lassen, dürfte bei vielen sehr groß sein, statt sich auf die Suche nach den wenigen, schicken, neuen, Silbrigglänzenden zu machen.
*ch*
am 29. Juni 2009, 09:06 #
Das ist doch das typische Verhalten. Die wollen halt nichts auf die Nase bekommen und sie werden dafür so schlecht bezahlt, dass natürlich auch keinerlei Motivation für die Erledigung der Dienste vorliegt.
Aber nur am Rande: Es ist eigentlich total egal, ob das nun staatliche oder private Ordnungshüter sind. Ich bin schon mehrmals auf dem Fahrrad angehalten worden, weil ich gegen die StVO verstoßen haben (das ist ja auch richtig). Aber eher der Punkszene oder sonstigen Gruppen Zugehörige, bei denen potentiell Gegenwehr zu erwarten gewesen wäre, sind nicht angehalten worden.
Das ist zwar nur allzu menschlich, aber …
@cora
Ich denke mal, dass die Zahl der Körbe auch reduziert wurde um die Anzahl der potentiellen Drogenverstecke zu reduzieren…
am 29. Juni 2009, 09:26 #
@ Marcel: Du musst dann doch selbst zugeben das in Neukölln nicht alles mit Rechten Dingen zugeht?!
Und was denn für Killerbanden mit Haschischspritzen? Du ziehst das doch ins Lächerliche auf diese ‘…du Spießer lebst auch immer nach den Regeln…’-Art. Ich finde es widerlich wenn die Leute unteririsch Rauchen, die Luft ist sowieso schon schlecht genug und ich muss wieder zurückstecken weil die Jugendlichen wieder steil gehen müssen?
Und wie im Beitrag zu sehen und in den Kommentaren ist: Die Leute können es verstehen das da niemand eingreift weil man glücklich sein kann nur dämlich angemacht zu werden und nicht gleich ins aufs Maul zu bekommen. Die Zeiten haben sich doch zum Schlechteren – also zum Aggressiveren – gewandelt.
ulla
am 29. Juni 2009, 10:31 #
@ Marcel
Danke für den Beitrag – ich schließe mich dem vorbehatlos an.
am 29. Juni 2009, 10:55 #
@tba, Sebastian (Tanis): ich hätte mich eingemischt, wenn es eskaliert wäre oder Gefahr im Verzuge gewesen wäre. Das habe ich auch schon des öfteren in Berlin getan – Zivilcourage tut Not in dieser Stadt. So war es halt eine erlebte Geschichte aus dem Alltag, die eher traurig ist. Die ältere Dame war sich über Blickkontakt meiner Zustimmung und die einiger anderer sicher.
@uncleboob: die Jugendlichen dortz waren NICHT patzig oder prollig. Ansonsten stimmt es – die Kids sind zunehmend desorientierter und agressiver, aber wen wundert es! Es ist zumeist ncht ihre Schuld!
@Marcel, @ulla: die Message ist das was ihr beide herauslesen wollt.
Schon mal vom Sender-Empfänger Modell gehört???
Es ist eine Zustandsbeschreibung, ich beobachte gern. Nicht mehr, nicht weniger.
Wer das, was um ihn herum passiert, nicht mehr sieht, oder es als Klischee empfindet, wenn es authentisch geschildert wird, ist entweder abgestumpft, oder hat ein Problem mit der Realität. Kommt vor! ;-)
am 29. Juni 2009, 11:11 #
Also ich frag mich ja echt, was in den Köpfen des Wachpersonals wirklich vorging. Irgendwie kann ich mir das nicht erklären.
weirdo
am 29. Juni 2009, 11:30 #
Leider Tatsache: Die meisten dieser “Sicherheitsleute” sind ehemalige (Langzeit)Arbeitslose, die per ARGE einen Kurs (“IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a”) absolviert haben und im Grunde zu dieser Tätigkeit gezwungen sind. Deshalb bestimmt auch der überbordernde Enthusiasmus.
ulla
am 29. Juni 2009, 11:55 #
Also ich für meinen Teil mußte da nichts extra “herauslesen”. Sie haben doch alles sehr schön plastisch geschildert, @Michael. Ich kann mir auch so richtig gut vorstellen, wie Sie sich eingemischt hätten, wenn diese unsäglichen Wachleute etwas gegen die Raucher unternommen hätten – ein gewisses Schmunzeln ob Ihres “Mutes” kann ich mir allerdings nicht verkneifen.
Wenn Sie denn meinen, es hilft, blickkontakten Sie ruhig weiter mit älteren Damen – hoffentlich halten die das nicht für Annäherungsversuche ;-).
Sie mögen ja ein besonders gut gelungenes Exemplar Mensch – was Aussehen, stilsichere Kleidung und Intellekt betrifft – zu sein. Aber haben Sie Erbarmen – nicht jedem Wachmann, bzw. -frau wurde das auch in die Wiege gelegt. Sie haben ja auch Erbarmen (wenn auch in anderer Form) mit der armen East side Gallery und den dort Schaffenden.
Marcel
am 29. Juni 2009, 12:03 #
@10 was mir das sender empfänger modell im moment sagt, ist, dass du anderen meinungen ganz gern aggressiv entgegentritts und nicht so gerne liest.
was bitte hat eine hornbrille und nach pommes riechende haare oder überhaupt das aussehen der wachleute mit dem rest der story zu tun, außer das stimmung gemacht wird? ich beobachte auch ne menge dinge, aber deshalb selle ich mich nicht über andere menschen oder ziehe sie durch den dreck. ich be und verurteile menschen auch nicht aufgrund ihres äußeren (da hast du noch viel zu lernen im beobachten).
das hat auch nichts mit nem verschwommenem blick auf die realität zu tun. oder ist die realität vielleicht die, dass gerade die vor urbanität und highlive und tolleranzfassade aus allen nähten platzenden mitmenschen insgeheim die konservativsten landrocker überhaupt sind?
was ist das für ein quark zu behaupten, dass nur noch das faustrecht regiert, nur noch mord und totschlag herrscht (@uncleboob).
ich glaube ihr seid die kandidaten, die nur das sehen, was sie sehen wollen.
weirdo
am 29. Juni 2009, 12:10 #
@Marcel:
Und sie finden ihren letzten Kommentar nicht aggressiv?
:-)
am 29. Juni 2009, 12:18 #
Ich finde es auch zum K… dass die Sicherheitsmenschen nicht ihrem Job nachgehn und man alles selbst machen muss.
Aber kann es zugleich auch nachvollziehen – Gründe wurden hier ne Menge genannt.
Einen davon, die immer mehr sich verbreitende Gewalttätigkeit aus nichtigen Anlässen, kann ich nur bestätigen.
Die Bundespolizei im HBF ist auch so’n Fall. Samstagnacht, wenn erfahrungsgemäß so einiges an angetrunkenen randalierfreudigen Menschlein da rumläuft (kein Klischee – Erfahrung!), verkriechen sich die diensthabenden Herren immer schön in ihren Räumen. Draußen wird auch nicht patrouilliert, das macht unsereins dann manchmal selber noch…
Morgens oder abends inner Woche aber, wenn nix weiter los ist, werden manchmal die harmlosesten Reisenden oder Besucher angesprochen (und immer gleich von zwei oder drei Beamten) und nach dem Ausweis gefragt….da reicht es wenn man irgendwo steht oder sitzt. Schon zigmal beobachtet und einmal selbst “Opfer” geworden. Dafür hab ich kein Verständnis.
Wie oft man schon den Spruch los lassen musste: “Wenn man se mal braucht, dann sucht man se vergebens!”
Wenn Leute am hellichten Tag ins Gebäude pissen (draußen ist man’s ja eh schon gewohnt)….. wenn total coole junge Leute wieder mal absichtlich die Rolltreppe stoppen oder solange mit den Aufzügen “spielen” bis die Technik streikt… wenn man angepöbelt wird…. wenn von der obersten Ebene aus runtergespuckt oder Dinge nach unten geworfen werden (wen’s trifft ist ja egal)…
und nicht zuletzt bei Vandalismusaktivitäten. Es ist keiner da. Und die Kameras sind Atrappen.
Ich selber wäge inzwischen schon ab, wo ich dann mal den Mund aufmache und wofür ich mir dann im Zweifelsfall eine fange…
Rauchen gehört nicht mehr dazu.
Mich stört rauchen auch gar nicht.
Aber es ist ja meistens “aus Sicherheitsgründen” verboten, und nicht wegen Schikane. Was passiert, wenn so ne Kippe mal unglücklich fällt, war letztes Jahr am Bahnhof Zoo zu sehen.
Und wie cora schon sagt, die Bahnhöfe sind keine Aschenbecher.
Naja…. sollten sie zumindest nicht sein. :-(
:-)
am 29. Juni 2009, 12:22 #
Was die Bewertung nach dem Äußeren betrifft, muss ich Marcel recht geben.
Sonst aber find ich seinen Kommentar (14) reichlich überzogen.
Jaja, wir sind alle Spießer, es lebe die Respektlosigkeit!
weirdo
am 29. Juni 2009, 12:24 #
Ich finde schon, dass “Sicherheitspersonal” auch ein dementsprechend gepflegtes Äusseres haben sollten. Vertrauensbildende Massnahmen und so… Ungewaschene Haare und schlecht sitzende Dienstkleidung (ganz abgesehen von mit vollem Mund sprechen) lösen eher gegenteilige Empfindungen aus.
ulla
am 29. Juni 2009, 12:29 #
Haben Sie selbst das auch gesehen, das mit den ungewaschenen Haaren usw., oder sind Sie jetzt auch so ein “Sender/Empfänger-Modell” wie @Michael es Marcel und mir unterstellt?
ulla
am 29. Juni 2009, 12:41 #
Meinen Sie damit, die hatten kein “gepflegtes Äußeres”, wie Sie in Nr. 19 schrieben, oder waren die nicht steril ;-)?
weirdo
am 29. Juni 2009, 12:43 #
Ach Ulla… Sie lassen auch keinen Zaun aus,
um einen Streit davon zu brechen, hm? ;-)
ulla
am 29. Juni 2009, 12:47 #
Wieso ich? “Gepflegt = steril” ist doch auf Ihrem Mist gewachsen ;-))
…und jetzt ist Pause vorbei – ich muß wieder was tun.
weirdo
am 29. Juni 2009, 12:51 #
Puh… rechthaberische Zicken sind echt anstrengend… :/
Das gehört doch auch überhaupt nicht in dieses Thema!
Nein, das wächst ganz eindeutig auf Ihrem eigenen Haufen.
Lesen UND verstehen müssen Sie noch ein bisschen üben.
Marco
am 29. Juni 2009, 14:03 #
Ich kann mir auch hier einen Kommentar nicht verkneifen, weil ich mich wundere, dass Ulla nicht schon längst eine Verschwendung von Steuergeldern entdeckt hat. Oder anders gefragt: Warum sollen die bilder an der East Side Gallery verrotten und Wilmersdorfer Mittelstreifen gemäht werden? Aber Schule und Lesben keine lustige Demonstration feiern und Sicherheitspersonal ungepflegt seiner Pflicht entgehen?
Mensch Ulla, sie werden inkonsequent!
brauner71
am 29. Juni 2009, 14:58 #
@ulla
ach, sie arbeiten? ich dachte sie existieren nur um hier ihre seltsamen lebensweisheiten zum besten zu geben.
lassen sie mich raten…sie sind 68 er-diplompsychologin?!
am 29. Juni 2009, 15:24 #
@Marco; @:-), Ulla: Okay, die Bewertung an sich nach Äußerlichkeiten: darüber kann und darf man streiten. Aber wo ist das angebliche Vorurteil?
Ich stelle mich nicht über andere Menschen, das brauche ich nicht für mein Ego. In Berlin wird nur oft eine “IST”-Beschreibung als Angriff bewertet. Oder als Stimmungsmache. Beschreibung=Meinung=Stimmungsmache wird unreflektiert als Summe zusammengerechnet und ergibt einen Angriff vom Leser/Zuhörer? Das wäre ein billiges Klischee, oder? Und ein Vorurteil.
Ich habe deshalb explizit das Äußere beschrieben, weil mir beide extrem unangenehm auffielen. Ich habe schon die Auffassung, das man – egal zu welcher Arbeit – gepflegt und gewaschen erscheinen sollte, besonders, wenn man mit Kunden zu tun hat.
Und wenn ich als Chef einen 130kg Mann mit Eßproblemen beschäftige, ist mir nicht egal, ob er krank oder gesund ist, sprich: ich kümmere mich auch um ihn, und wenn ich ihm eine Therapie anteilig oder ganz bezahle. Ansonsten hat weder er noch ich noch die Kunden etwas von seinem Leben / seiner Arbeitskraft / Dienstleistung.
Und: ich habe bei einer Bewerbung bei Lufthansa vom Personalchef hören müssen, das ich unbedingt einen Zahn herrichten müsse. Man könne Kunden nicht zumuten, darauf zu schauen. Das fand ich nicht nett, aber ehrlich.
2step
am 29. Juni 2009, 15:50 #
Kommt ganz witzig, auch der Spruch der älteren Frau, woraufhin ich ihr bestimmt entsprechend geantwortet hätte.
Pat & Patterchon, nun ja, schön es mal von anderen zu lesen, wie träge Dicke sein können, mir passiert das leider häufiger. Einen Dicken mit beispielhafter Arbeitsmoral habe ich ehrlich gesagt lange nicht mehr gesehen, vielleicht auch besser so.
“die langen blonden Haare wirken wie in der Friteuse gewaschen – sie riechen zumindestens auf 5m Abstand noch so und sehen auch so aus.”
Ich solchen Fällen, da lob ich mir das ich Brillenträger bin, ich nehme sie einfach ab, und alles sieht gleich ganz anders aus, viel besser. Es ist ein Fluch immer und ständig scharf zu sehen.
Vielleicht hätte man die Begleiterin des Dicken danach fragen sollen, ob der gute noch eine Portion Pommes will ? Klar, den Spaß hätte ich mir gegönnt und sie ihm sogar spendiert. Vielleicht sogar die Jumbo-Version, schließlich ist er ja ein richtig kräftiger. Ich meine, im Sicherheitsbereich kräftige Kerle einzustellen, nichts dagegen, nur kräftig und dick bzw. fett beißt sich eher für mich. Denn so kann Dickie immer mal wieder Ziel genau solcher Sprüche werden, so das sowas wie Respekt gar nicht erst aufkommen kann. Gar nicht auszudenken, was wohl Jugendlich in anderen Stadtbezirken mit dem Dicken gemacht hätten, na zumindest hätten sie sich über seine Körperfülle lustig gemacht, mag zwar nicht gefallen, aber so ist es nunmal.
Und ganz ehrlich, vor jemanden mit einer Esstörung soll ich Respekt haben, hm. Wer überlegt sich denn solchen Unsinn ? Respekt muß man sich verdienen, erarbeiten !
oStsEE
am 29. Juni 2009, 15:55 #
Also ich finde den Text gut, betrachte ihn auch nur als Beschreibung, nicht als Bewertung.
Diejenigen, die sich hier über angeblich formulierte Vorurteile “aufregen”, mögen mal vor der eigenen Haustür…
soeren
am 29. Juni 2009, 16:05 #
es hilfts nichts. man liest den beitrag und weiss:
es ist die, vom autor möglicherweise unbeabsichtigte, absicht des textes sich über die beiden “sicherheitssheriffs” lustig zu machen.
ein beruf, eine gruppe, ein klischee. täterätä!
Marcel
am 29. Juni 2009, 16:15 #
jemand der 130 kg wiegt und pommes isst hat essprobleme… braucht eine therapie…
wird nicht besser -> im gegenteil
@ostsee: wenn ich hier kommentiere sind menschen wie z.b. 2step und michael vor meiner haustür. und genau vor der kehre ich ja.
oStsEE
am 29. Juni 2009, 16:33 #
Aber wenn schon so ein Text als Diskriminierung verstanden wird, ist künstlerische Freiheit ja wohl nur noch eine hohle Floskel… Natürlich ist die Szenerie subjektiv beschrieben worden, aber das darf man doch?
Man kann das In-Schutz-Nehmen auch übertreiben. So ein Text darf durchaus mit Klischees spielen – und es war doch alles so wie beschrieben? Davon gehe ich jedenfalls aus.
Sigurd
am 29. Juni 2009, 18:32 #
@Michael
Ich finde es ungeheuerlich, einen Wachmann, der eine Ewigkeit auf seine Pommes warten musste, beim Essen zu stören. Seiner Kollegin sind beim Warten auch noch die Haare fettig geworden. Alleine daran kann man schon erkennen, wie lange dies gedauert haben mag.
Etwas mehr Sensibilität wäre also vonseiten der Rentnerin angebracht gewesen. Sie hätte ja auch warten können, bis der Wachmann fertig gefuttert hatte. Wahrscheinlich hätte sich das Problem der rauchenden Jugendlichen auch schon erledigt gehabt. So eine Zigarette brennt ja nicht ewig. Aber nein, da wird ein Wachmann wegen einer Banalität aufgefordert, etwas zu unternehmen. Eventuell war er ja gar nicht mehr im Dienst, oder machte gerade Pause.
Ist dieser aufdringlichen Rentnerin mal solch ein Gedanke gekommen?
Schreib ich jetzt Satire on/off, oder lass ich’s lieber? ;-))
Marcel
am 29. Juni 2009, 18:41 #
ach so. dann ist das was ahmadenischad über israelis sagt auch künstlerische freiheit? oder wenn ich sagen würde alle schwulen sind krank und gehören geheilt (so wie alle dicken die pommes essen ja scheinbar eine therapie brauchen), dann ist das auch künstlerische freiheit?
man muss aufpassen, dass man nicht ein in sich geschlossenes bild konstruiert, welches dazu taugt auch andere, unbeteiligte zu bewerten.
es darf doch nicht wahr sein, dass man hier ganz von vorne anfangen muss. und ja, der text ist diskriminierend. kann man nicht ändern.
oStsEE
am 29. Juni 2009, 18:46 #
Du meine Güte Marcel, können Sie eine Glosse (oder Ähnliches) nicht von Hetzschriften oder ideologischen Kampagnen unterscheiden?
Sie Armer, was müssen Sie für ein furchtbar angestrengtes und anstrengendes Leben führen, wenn Sie an solchen “Fronten” zu meinen kämpfen zu müssen.
ulla
am 29. Juni 2009, 21:47 #
@Marco und alle, die mit meinen ““seltsamen Lebensweisheiten” nicht klar kommen:
Ja, mir sind gemähte Wilmersdorfer Mittelstreifen wichtiger als die Bilder an der East side Gallery und ja, schrieb’ ich doch schon, mir ist es egal ob Schwule und Lesben feiern oder auch nicht – ich hab’ nichts gegen Homos, allerdings auch nichts für sie. Ja, ich finde auch, daß Sicherheitspersonal gepflegt sein soll; aber ich hasse es, wenn die Michaels dieser Welt Beiträge wie diesen Eingangstext hier verfassen. Wenn das wirklich ‘ne Glosse (Nr. 36) sein soll, bräuchte er sie doch nicht so zu verteidigen.
So, war noch was? Ach ja, ich fahre lieber Auto statt mit dem Rad oder den Öffentlichen, finde aber trotzdem nicht, daß es nur gemeine Busfahrer gibt, die einem immer vor der Nase wegfahren oder daß überall böse Polizisten lauern um arme linke Radikale an allem Möglichen zu hindern – und das auch noch mit Schlagstöcken und Wasserwerfern. Und daß Emily zu Recht entlassen wurde glaube ich auch.
Warum ich das jetzt geschrieben habe? Na, ganz einfach (schrieb’ ich auch schon mal irgendwo): Ich heule nicht immer mit den Wölfen oder, neudeutsch ausgedrückt, ich folge nicht immer dem mainstream sondern erlaube mir eigene Gedanken – übrigens auch über Verwendung von Steuergeldern, Marco.
Nobbi
am 29. Juni 2009, 22:03 #
(38)
Immer wieder dasselbe Repertoire:
aber ich hasse es, wenn die Michaels dieser Welt Beiträge wie diesen Eingangstext hier verfassen.
Dann bin ich ja in guter Gesellschaft! Von “allen Nobbis dieser Welt” war bei Ulla schon einmal in der Vergangenheit die Rede :-D
ulla
am 29. Juni 2009, 22:11 #
Dann werde ich’s wohl auch so gemeint haben.
Aber mal ‘ne Frage: Hatten Sie denn das gleiche Thema wie Michael?
Nein? Warum dann “beste Gesellschaft”?
:-)
am 29. Juni 2009, 23:01 #
ulla, das ist jetzt Blasphemie. Der einzige, der hier konsequent Anti-Mainstream geht, ist unsre Apothekenrundschau. Und Sie wagen es, dieses Weltbild anzukratzen! ,-)
Na nee, jetzt im Ernst: aus Prinzip gegen den Strom ist genauso doof wie aus Prinzip mit dem Strom.
Warum nicht einfach sein Leben leben – egal ob Mainstream oder nicht?
Solang man selber Spaß dran hat :-)
Zum Äußeren der Sicherheitsleute vielleicht nochmal: Also mich wundert ja auch, dass die meisten eher dick sind, ob DB oder BVG.
Nicht, weil dick mich stört, nee, es wundert mich, weil die in ihrem Job doch manchmal auch schnell sein, rennen müssen (oder nicht?).
Für den Job braucht man gewisse körperliche Fitness, denk ich mal.
Aber vielleicht sind sie’s auf ihre Art ja doch ,-)
Wer sind eigentlich “die Michaels dieser Welt” ?
Den Michael vom HSB scheint’s doch nur einmal zu geben, oder ist mir was entgangen?
Oder sollte das etwa tatsächlich auf alle Leute mit diesem Namen gemünzt sein?
ulla, ulla, Sie werden sich untreu und schreiben noch im selben Post, in dem Sie Klischeedenken ankreiden, in eben solchen.
Das hat so bisher auch nur Mr. Apotheke hinbekommen…
:-)
am 29. Juni 2009, 23:26 #
@:-): Danke! Dem brauch ich sonst nichts hinzuzufügen.
@Ulla: Apropos Steuergelder: Die Sanierung der East Side Gallery beschäftigt derzeit über 40 Menschen direkt, 10 weitere indirekt, die in Lohn und Brot stehen statt arbeitslos zu sein. Vom Künstler über den Bauarbeiter über den Übersetzer/Betreuer über den Ingenieur bis hin zum Verwaltungsangestellten, dieser übrigens in Wilmersdorf. Und zieht unzählige Touristen an, die hier in der stadt Geld ausgeben.
Und falls es noch nicht aufgefallen ist: in Berlin ist der Mainstream der, der ewig etwas am anderen auszusetzen hat. Mir sind Heteros nicht egal, weil ich Menschen mag, egal ob hetero oder homo. Wenn ich Dinge plakativ beschreibe, fordere ich heraus, aber stehe auch für Diskussionen zur Verfügung.
Der Text ist übrigens KEINE Glosse, sondern eine subjektive Beobachtung einer Situation, die genau so stattgefunden hat. Eine Zustandsbeschreibung aus MEINER Sicht. Ich verteidige nichts, sondern kommuniziere und erkläre.
Oder vertreten sie die amerikanische (neoliberale) Kommunikations-Philosophie des “never explain, never complain?”
Ich schreib jetzt nicht ausführlich über alle Ullas dieser Welt, denn die gibt es nicht. Oder vielleicht nur in ihrer (Wunsch-)Vorstellung. Wenn es sie gäbe, würde es nur sog. Anti-Mainstream-Nörgler geben, die auf gepflegte Wilmersdorfer Mittelstreifen blicken, alle kritisch-subjektiven Menschen hassen und dafür ach so objektiv politisch korrekt sind – die verlogenste Art der Kommunikation, die es gibt. What a wonderful World!
Ist das Ihr Anti-Mainstream Traum??? Nur mal so als Frage?
Bricky
am 30. Juni 2009, 01:17 #
Ach nee, ich schon wieder …
Na, aber Hallo, selbstverliebt und desaströs wie immer ;-))) !!!
@Michael:
Na, Sie (oder Du, wäre mir lieber ;-) ) bekommen hier ja auch die einfallsreichten Fiesitäten übergeholfen …
“Und falls es noch nicht aufgefallen ist: in Berlin ist der Mainstream der, der ewig etwas am anderen auszusetzen hat.”
Yuppidei, da stimme ich völlig zu! Der Urberliner ist am Meckern … aaaber der vor X-Jahren hinzugezogene Berliner ist noch mehr am Meckern!
Der ist nur noch am Zetern und alles Neue geht gar nicht.
Vielleicht versuchen die Leutchen, die Zeit anzuhalten …
An Dich ein gedankliches Umärmelchen hier !
Nobbi
am 30. Juni 2009, 06:51 #
@Michael (hsb) (41)
Also wenn diese “Sicherheitssheriffs” in etwa das Geld verdienen, mit dem die “Grünjacken” an der East Side Gallery entlohnt werden, nämlich mit “ca. 1050€ BRUTTO (ca. 800€ netto)”, dann braucht man das Idyll aus dem Eingangstext gar nicht weiter zu kommentieren.
Man rechne: Kosten der Unterkunft + Regelsatz + Mehrbedarf (= Ein-€-Job-Löhnung) … dann liegen wir in sehr vielen Fällen unter Hartz-IV+1€-Job.
Ich würde da nicht laut loben, dass dank der die East Side Gallery Menschen “in Lohn und Brot stehen statt arbeitslos zu sein.”
Jede Arbeitsleistung ist ihr Geld wert, und da sollte generell und bundesweit bei einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn begonnen werden, mit dem dann die arbeitsstätigen Menschen deutlich besser gestellt sind als die 1-€-Jobber (Lohnabstandsgebot!) Hierzu müsste dieser Mindestlohn sich mindestens auf 8€ pro Stunde beziffern.
So aber kann ich die Haltung von “Pat und Patachon” aus dem Eingangstext verstehen.
ulla
am 30. Juni 2009, 08:36 #
@ :-)
“Wer lesen kann…” Ich schrieb nicht, daß ich aus Prinzip gegen den Strom schwimme sondern daß ich nicht immer mit den Wölfen heule und mir eigene Meinungen gestatte.
Und unser “weltoffener” Michael frömmelt weiter und. hat mal wieder gar nichts verstanden. Ich trag’s mit Fassung.
Abends werde ich nochmal hier reinschauen um zu lesen, wer sonst noch so alles vom Leder gezogen hat und mir mal so richtig sein Mißfallen entgegenschleudern möchte. Ich freu’ mich schon drauf ;-)).
Nobbi
am 30. Juni 2009, 08:57 #
Ich überlege gerade, Ulla, ob ich mir Sie so als den glänzenden Mittelpunkt im literarischen Salon einer Rahel Varnhagen oder Henriette Herz vorstellen könnte.
Der kultivierte Brite würde es wohl so bezeichnen: „A pain in the a..“
2step
am 30. Juni 2009, 11:25 #
@ Marcel am 29. Juni 2009, 16:15 #
“jemand der 130 kg wiegt und pommes isst hat essprobleme… braucht eine therapie…
wird nicht besser -> im gegenteil”
Warum denn im Gegenteil ? Was ist an einer Therapie so falsch bei 130kg Körpergewicht ? Jeder Hausarzt wird ihnen das bestätigen, daß es ab einer gewissen Körpermasse zu Problemen kommen kann, sei es der Rücken, die Knie, oder das Herz. Und das gerade Kinder und Jugendliche kein Blatt vor dem Mund nehmen, und bei offensichtlichen körperlichen Defiziten bzw. genau dem Gegenteil, mal einen Spruch oder eine Bemerkung fallen lassen, die schnell als Beleidigung aufgefasst werden kann, sollte bekannt sein. Auch aus diesem Hintergrund, wäre eine Therapie nur von Vorteil.
Aus der eigenen Familie weiss ich ( nur angeheiratet! ), das Dicke selbst auch oftmals unter ihrer Fülle leiden, nämlich psychisch, was in schwerste Depressionen münden kann, die zu heilen auf Kosten der Allgemeinheit geht, Kur etc.
Übrigens, bei super dünnen Menschen würde ich das auch sagen, Esstörung, Therapie kann helfen. Hier ging es aber eher um einen Dicken, seine Pommes, ein Paar lecker fritierte Haare, einige rauchende Jugendliche, und eine lustige alte Frau mit Sinn für Humor.
“und ja, der text ist diskriminierend. kann man nicht ändern.”
Ich bin gestern an meinem Haus vorbeigekommen, dort war ein Schild mit Reklame angebracht, darauf stand, “Zimmervermietung für Monteure” (kein Witz!). Also ehrlich gesagt, irgendwie fühlte ich mich leicht diskriminiert.
Aber ich muß ihnen doch schon recht geben, wirklich diskriminierend gute frische Pommes einfachso wegzuschmeißen. Und mit der älteren Frau hatte auch keiner geredet… wie diskriminierend !
Marco
am 30. Juni 2009, 11:30 #
@ Ulla
Alles, was ich hier bisher von Ihnen gelesen haben klingt weder nach nach mit noch nach gegen, sondern eher nach planschen im Strom.
Was ist freigeistig daran, mit dem Auto quer durch die Stadt fahren zu wollen, ohne von einem Straßenfest aufgehalten zu werden? Oder frisch gemähte Mittelstreifen in Wilmersdorf zu vermissen? Künstlerische Anliegen (East Side Gallery) oder gesellschaftliche Anliegen (CSD) zu ignorieren?
am 30. Juni 2009, 12:32 #
@Nobby (43): da hast du Recht mit den Mindestlöhnen – aber das ist ein anderes Thema, führt dann zu weit ab vom jetztigen Thema. Ich habe eine Story hierzu in Vorbereitung.
@Ulla: Schön, wie einfach es sein kann, andere abzutun. Im Zweifelsfall zieht man die “nix verstanden”, “zum kotzen”, oder die “xy ist ja ach so weltoffen” Keule. Gut gelernt, das hat eine lange deutsche Tradtion…
Na, dann werde ich heute mal weiter frömmeln und eine Kerze in der Kirche anzünden, damit Sie weiter das Leiden des Wilmersdorfer Non-Mainstreams auf Ihre (hoffentlich starken) Schultern nehmen können.
Ich gehe aber im Osten in eine Kirche!!! ;-)am 30. Juni 2009, 19:40 #
Wow! 48 Kommentare und ich haue jetzt mal eine ganz fiese Hypothese als Erste in die Runde: die hatten schlicht und einfach Pause.
Soll es ja geben, dass auch Jobknechte, die mal haben dürfen.
Sigurd
am 30. Juni 2009, 21:12 #
@claudia (HSB)
Die Pausenvermutung hatte ich auch schon geäußert (33). ;-))
Jürgen (hsb)
am 30. Juni 2009, 22:24 #
@Michael: Ich hab mir heut mal Deinen Text durchgelesen. Du schreibst, es ist eine Beobachtung. Mich irritiert z.B. der Anfang Deines Beitrages – der erste Absatz. Durch die Art und Weise Deiner Beschreibung und die Wortwahl diffamierst Du diese Sicherheitsleute, auch als Personen, als Menschen. Du verwendest Verben wie “watscheln” und “grunzen”. Das läßt an Tiere denken. War das Deine Absicht, sicher nicht. Wo ist in diesem Text Deine Toleranz?
Die beiden Wachleute, woher sie auch immer kommen, sind Menschen mit Stärken und Schwächen, wie jeder von uns. Selbst, wenn sie älter sind, sich unvorteilhaft kleiden und ungepflegt aussehen, kann man so nicht über Menschen reden. Liebst Du Berlin und seine Menschen wirklich?
Nichts für ungut. Jürgen
am 30. Juni 2009, 23:52 #
@Jürgen: ich diffamiere diese Menschen nicht – sie diffamieren sich durch ihr Verhalten und auftreten selber. Sie haben sich nicht respektabel verhalten. Das ist nicht schlimm; aber woher nimmst du das Recht, mir das Recht zu nehmen, sie so zu beschreiben?
Du nimmst dir doch auch das Recht heraus, mich mit Deinem Post anzugreifen – ich finde das okay. Genauso okay ist, so über Menschen zu schreiben – gerade diese Stadt und ihre Bewohner, meine Freunde hier haben es mir ermöglicht, offener, drastischer, aber auch liebevoller Dinge zu sehen.
Ich habe gesagt – das ist mein Stil und ich stehe dazu – das ich sicher manchmal provokant schreibe (eher unbeabsichtigt) oder darstelle. In diesem Fall ist dieser Wachmann gewatschelt, sorry. Ist eine Zustandsbeschreibung verwerflich, nur weil sie subjektiv ist? Jeder kann sich aber genau vorstellen, wie er gegangen ist. Ich will dem Mann gar nichts – er wäre mir auch in anderer Situation nie aufgefallen.
Das ganze hatte nur eine gewisse traurige Komik- und etwas abstossendes. Wenn ich als Journalist hingehe und alle adjektivischen Beschreibungen weglasse, bin ich nur noch Gerüstbauer, stelle aber kein Gebäude, kein Ganzes mehr her.
Das wir alle Stärken und schwächen haben, ist klar – ist auch nicht neu. Muß ich hier über meine Schwächen schreiben, um mich zu qualifizieren, auch mal weniger sympathisch wirkendes über andere zu schreiben?
Oder darf man gar nicht mehr über Schwächen schreiben? Nur das Gute, Reine, Wahre, Superobjektive? Gähn, sag ich da nur, gähn!
Ich glaube eher, die Menschen, die alles an so einer eher harmlosen Zustandsbeschreibung negativ sehen (der Text muß ja nicht gefallen), lieben sich selber nicht. Und müssen deshalb andere persönlich angreifen.
Diese Stadt kann sehr liebenswert sein, besonders die Melange der Menschen, die sie ausmacht. Aber grundsätzlich und für alle und jeden gilt diese Liebe nicht, bin zwar altruistisch veranlagt, aber keine Florence Nightingale.
Trotz Altruismus bin ich aber KEINESFALLS ein ewiger Gutmensch, der auf einer rosa Wolke des Positivismus lebt. Mich stösst eher Gleichgültigkeit, Ungerechtigkeit und Selbstgefälligkeit ab.
Deshalb wird es auch weiterhin von mir streitbare Beschreibungen, subjektive Eindrücke und persönlich gefärbte Positionen geben. Und nicht selten gehört manchen dieser beschriebenen Menschen meine ganz persönliche Zuneigung, wie auch andere Geschichten von mir hier zeigen. Manchmal aber mag ich sie auch nicht – oder ihre tiefgründigen Stärken offenbaren sich mir nicht in diesem Moment der Beobachtung. Deshalb habe ich dennoch das Recht, MEINEN Eindruck zu beschreiben. Dieses Land eine streitbare Demokratie, und Berlin die Hauptstadt von det janze!
Aber vielleicht hast die ja die anderen Geschichten mit den positiven Beschreibungen noch nicht gelesen. ;-)
:-)
am 1. Juli 2009, 01:11 #
Alles ist subjektiv, sage ich immer.
Jeder Mensch nimmt anders wahr. Daher kann es hier auch nur subjektive Beschreibungen geben.
Ob der Text jetzt so diffamierend war, bleibt dahingestellt.
Wer das so sieht, sollte bei einigen Kommentaren hier im HSB auch mal näher hinschauen, sag ich mal. Dass eher jemand aus den eigenen Reihen zurechtgestutzt wird als ein Kommentator (wenn’s nicht grad Toska, ulla oder der mit dem Smiley ist ,-)), ist schon arg verwunderlich.
Btw, habt ihr noch nie nen guten Roman gelesen? Die Figuren darin werden auch immer sehr genau beschrieben, und das auch nicht immer nett. Je nach Art des Textes unterstreichen äußerliche Merkmale der Figuren auch immer ihre “Funktion” in der Geschichte, sollen den Eindruck verstärken, den der Leser bekommt.
In diesem Fall brauchte Michael sich das Ganze nicht mal ausdenken, sondern lediglich um subjektive Eindrücke wie eben das Watscheln ergänzen. Letztendlich war denn auch nicht das Äußere ausschlaggebend, sonder das ignorante Verhalten der Sicherheitsleute. Ein Verhalten, das zum Kotzen ist.
Wo wir grad beim Thema sind – Micha, Du solltest öfter mal zum HBF kommen. Der ist ein Mikrokosmos für sich, und es gibt jeden Tag viel Kurioses, Liebenswertes sowie auch einfach nur Abstoßendes zu beobachten. Und jede Menge watschelnde Sicherheitsmenschen ,-)
Gestern war’s mal wieder die Krönung: Draußen direkt am Gebäude hat jemand seine vollgeschissenen Hosen ausgezogen und liegen gelassen…lecker, ne? Die bleiben wohl jetzt auch erstmal ein paar Monate da. Ein Anderer hat recht deutlich zum Ausdruck gebracht, was er von den hässlichen neuen Werbemonolithen im Erdgeschoss hält – einfach mal schön daneben gereiert. Ja, so läuft das im ach so sterilen HBF.
Die Leutchen führen ihre Hunde da drin Gassi (wozu stehen da denn so viele Säulen?), fahren auf den Rolltreppen spazieren, spielen Pfadfinder (bzw Gleisfinder), testen Fallgeschwindigkeit (da wird als Versuchsobjekt alles genommen, von Spucke bis hin zu Verpackungen und Geldstücken), ritzen wunderbar ausdrucksstarke Grafiken ins Interieur, schmieren Essensreste irgendwo hin, zerdeppern Flaschen (bestimmt ein Fanal gegen das lästige Pfandsystem!), erschaffen künstliche Seen aus Hochprozentigem auf den Böden (das klebt hinterher so schön) oder verwechseln die runden Aufzüge mit so Citytoiletten (was besonders gut kommt, wenn der Aufzug gerade in jener Etage anhält, und drinnen sich eine Gruppe aufgestylter Mädels mit ihren VeroModa-Einkaufstütchen befindet – deren Kreischen ob des ungewohnten Anblicks war sicher bis nach Brandenburg zu hören).
Rauchen kommt vergleichsweise selten vor :-)
Sicherheits- und Reinigungs“kräfte” haben in diesem Bahnhof (und auch in anderen) übrigens eins gemeinsam: Sie laufen gerne an Arbeit vorbei.
Lieber hocken sie Ewigkeiten unten im UG, Züge gucken (was ja in nem Bahnhof auch ganz was Exotisches ist).
Wenn man die mal rennen sieht, dann sind sie meistens auf dem Weg zu Kaiser’s (da gibt’s so tolle Bockwürste). Schließlich muss man ja was tun für seine Figur… :-)
War das jetzt auch diffamierend?
Nein, ich finde, ein Blog, in dessen Kommentarbereich des Öfteren von “impotenten Carloftbesitzern”, “dummen Touristenmassen” und überhaupt “dieser ganzen weichgespülten trolleyschiebenden rolltreppefahrenden Gesellschaft, die einfach nur ankotzt”, die Rede ist, ohne dass ein Pieps der Entrüstung ertönt, sollte doch solche Texte auch vertragen können.
Det is halt Berlin ,-) Oda nich?
Marcel
am 1. Juli 2009, 01:42 #
@55 genau. ein roman ist fiktiv. unter dieser überschrift läuft das dann auch. das ist etwas anderes. aber das hast du selbst ja ganz gut beschrieben.
und wenn man sich deinen vorletzten absatz anschaut -> nein, das ist nicht diffamierend. denn du beschreibst deine sichtweise. was du aber nicht tust ist, das aussehen oder die physis als grund für ihre lustlosigkeit herbeizureden (aus genau diesem grund stehen in seriösen medien z.b. nie die nationalität oder herkunft von kriminellen bis tat aufgeklärt ist). denn das(!) wäre diskriminierend. damit schürt man hass und erzeugt eben vorurteile.
unglaublich, dass das so schwer zu verstehen ist.
da hilft dann auch keine rummäanderei von wegen subjektivität, freiheit, demokratie, meinung, moral, mainstream, pc oder sonstwas.
:-)
am 1. Juli 2009, 01:57 #
56:
Was sagste denn hierzu
oder eins drunter ?
Das finde Ich diffamierend. Offenbar nur ich. Denn keiner weiter störte sich dran.
Kann es sein, dass manche dem Micha seinen sehr vorurteilslastigen Text über Union-Fans vor paar Monaten noch immer nicht verziehen haben? ,-)
Ganz oft habe ich den Eindruck, als “dürften” gewisse Leute gewisse Gruppen diffamieren, und man hört förmlich die Grillen zirpen, während andere in Bezug auf andere Gruppen mit einem Wort schon Wellen der Entrüstung auslösen. Immer wieder spaßig.
Aber das liegt wohl letztendlich dran, dass alles subjektiv ist :-)
am 1. Juli 2009, 02:27 #
@Marcel: Diese Geschichte hier ist nicht fiktiv. Aber wenn Sie das wäre, dürfte das dann so unbekrittelt stehen? Ich hab mein Handwerk gelernt, weiß, das es nur einen schmalen Grad gibt zwischen Wahrheit und Fiktion, und keine gute Reportage kommt ohne “Erhöhung” oder gar fiktive und subjektive Elemente aus. Nich nicht mal eine Doku.
Es gab viele Jahre eine Übereinkunft (DJV, Presserat, etc.), dass die Nationalität von Straftätern nur erwähnt wird, wenn es Deutsche sind. Das ist auch Rassismus, das begreifen nur manche nicht. Wenn ich Neger oder Farbiger gegen Mitbürger mit Migrationshintergrund austausche, ändert das für mich etwas, aber für viele andere nicht – sind es doch nur Worthülsen. Wenn ich meine Einstellung nicht ändere, ändert auch die jeweils modische Begrifflichkeit nichts.
Alle Latinos tanzen so toll, sie haben ein unglaubliches Körpergefühl – das wäre auch Rassismus, positiver. Es stimmt zwar m.M. nach (habe lange da gelebt), aber dennoch ist es ein Vorurteil. Denn es sind nicht ALLE so.
Ich beobachte allerdings auch, das es zunehmend in Berlin und in anderen grossen Städten das Totalfrontensystem gibt:
A Jederzeit immer alles und jeden subjektiv ansprechen oder Meinung kundtun
B alles politisch korrekt ausdrücken, d.h. NIEMALS IRGENDJEMANDEN IRGENDWIE MIT IRGENDETWAS MÖGLICHERWEISE ZU BENACHTEILIGEN. Wie ich schon mal sagte, das ist die verlogenste Form des Umgangs überhaupt.
Beide Formen sind anstrengend und führen entweder elegant oder primitiv an konstruktiver Kommunikation vorbei.
`@:-): ich bin da mehr bei Dir. Und das mit Union (das war meinerseits eine wirklich vorurteilsbelastete Story) stimmt leider auch!
Marcel
am 1. Juli 2009, 13:58 #
@58 ich merke wir kommen hier auf keinen grünen zweig. wenn du es als besonders mutig oder ehrlich oder hip bezeichnest randgruppen oder menschen mit defiziten in ihrer würde zu verletzen und bloßzustellen, dann werde ich dich daran nicht hindern. im übrigen machen sich hartz4 empfänger oder behinderte auch ganz gut um mal so richtig ehrlich zu sein. die geben manchmal auch ein lustiges bild ab, da kann man ganz unverlogen seine beobachtungen abgeben. es stellt sich wirklich die frage welches handwerk du gelernt hast. mit schreiben kanns nix zu tun gehabt haben.
und positiver rassismus? was ist das? linke nazis? fröhliche melancholiker? blaues rot?
das ist so ziemlich das absurdeste was ich seit längerem gelesen habe.
Drösel
am 1. Juli 2009, 14:17 #
Könnte es sein, daß hier im HB seit einiger Zeit einige 150%ige “political-correctness”-Verfechter aktiv sind?
@Marcel: Du hast nicht wirklich viel verstanden.
@Michael: Bitte schreib weiterhin so. Lass Dir nicht von irgendwelchen merkwürdigen Nichtverstehenwollern Neusprech aufzwängen!
Marcel
am 1. Juli 2009, 14:35 #
@60 danke für das schlagende argument. damit kann ich was anfangen…
am 1. Juli 2009, 14:51 #
@Marcel: dein Problem ist, das du nicht genug differenziert. Wenn mich jemand kritisiert, könnte ich auch sagen, der hat etwas gegen Schwule, ist ein Rassist. Wenn hier jemand schreibt, die Schwulen baggern auf dem CSD die Heteros an, ist das auch Rassismus. Es kommt vor, ist aber die Ausnahme. Ich sehe es trotzdem locker.
Wenn eine Rollstuhlfahrerin während des Gespräches mir Dir auf den Boden rotzt und sich sonst sozial daneben verhält, kann ich ihr das auch sagen oder darüber schreiben. Fast jeder wird verstehen, das es nicht um die Rollstuhlfahrerin, aber um das Verhalten geht. Manchmal ist eine adjektivische Ergänzung erklärend, vielleicht nicht notwendig, weil andere, wie Du, die Kombination nicht mögen, oder sie diskriminierend empfinden. Okay. Kann, muß aber nicht sein. Ich weiß, was Du meinst, teile aber Deine Meinung nicht, respektiere sie aber! Absurd ist eher deine Art, mir ständig etwas (negatives) zu unterstellen…
Wieso sind Wachmänner Randgruppen?
Apropo Randgruppen: Übergewicht hab ich auch selber, und die Hälfte meines Lebens war ich Ausländer, schwul bin ich, arbeitslos war ich mal, hab in meiner Jugend ein Haus besetzt, alles Minderheitenpositionen. Gerade deshalb kann ich aber lockerer damit umgehen.
Die Links zum positiven Rassismus gingen hier leider nicht durch.
weirdo
am 1. Juli 2009, 15:51 #
@Michael: Bitte schreib weiterhin so. Lass Dir nicht von irgendwelchen merkwürdigen Nichtverstehenwollern Neusprech aufzwängen!
Kann ich nur unterstreichen.
:-)
am 1. Juli 2009, 15:57 #
Achtung an die Moralapostel:
Hier wurde soeben was von einem ,,gackernden Bahnsteig,, geschrieben!
Der Bahnsteig wurde eindeutig diffamiert.
ulla
am 1. Juli 2009, 17:45 #
@ Michael (Nr. 41)
Eingeschnappt??? FallsSie Ihre Puppenlappen wieder haben wollen – können Sie haben.
Mir aber eine “verlogene Kommunikation” vorzuwerfen, halte ich für gewagt. Wenn ich meine ehrliche Meinung sage, die im Gegensatz zu Ihrer steht, bin ich wohl doch eher aufrichtig statt verlogen. Ich nehme damit ja sogar in Kauf, daß Sie vor allen usern mal so richtig deutlich aussprechen können, was Sie mir vielleicht schon immer mal sagen wollten ;-)).
Sollten wir uns nicht dahingehend einigen, daß Sie Ihre und ich meine Meinung weiterhin vertreten können? Sie dürfen mir dafür auch schriftlich geben, daß ich hier wohl im verkehrten Blog gelandet bin.
Toska
am 1. Juli 2009, 17:47 #
:-)) Dein Post 55 einfach super!!!!!!!!!!!!
Da kommt Michi garnicht ran. ( na ja , fast )
Aber das er zugibt, dass er Übergwicht hat, macht ihn um einiges sympatischer.
cora
am 1. Juli 2009, 18:02 #
@:-)
rofl
Sehr gut passend zu der Diskussion zwischen M und M, “dein Argument”.
Ich Frevler(in)!
am 1. Juli 2009, 19:29 #
@Ulla: ich bin nicht eingeschnappt. So schnell geht das nicht. Ich hab auch gar nichts gegen Sie. Aber das wissen Sie ja. Klar verteten wir unsere Meinung – so soll es sein. Unterschiedliche Meinungen machen das hier ja erst interessant.
Nur die persönlichen Angriffe schätze ich nicht so sehr, auch wenn ich selbst nicht immer frei davon bin.
Ich denke auch nicht, das Sie der Linie der “American Political Correctness” angehören. War nur mal so ein Pieks. ;-)
@:-). Werde mir in den kommenden Wochen den Hbf “vorknöpfen”, muß eh ein paar mal hin, um Freunde abzuholen und lass mir dann mal mehr Zeit! Ich versuche dann auch, Bilder und Interviews zu machen.
am 1. Juli 2009, 21:14 #
@Sigurd
Sorry, hatte ich glatt in dem Wust überlesen. Aber wenigstens eine! ;-)
Bricky
am 1. Juli 2009, 22:45 #
@54, und insbesondere @ 55:
Supergut beschrieben !!! Respekt!!
Endlich kann man mal was Lesen, was auf den Punkt gebracht ist und nicht einfach nur blafft ;-)!
2step
am 1. Juli 2009, 23:01 #
@ Michael (hsb)
“Werde mir in den kommenden Wochen den Hbf “vorknöpfen”, muß eh ein paar mal hin, um Freunde abzuholen und lass mir dann mal mehr Zeit! Ich versuche dann auch, Bilder und Interviews zu machen.”
Oh man, dann fahre ich über Südkreuz oder Gesundbrunnen, oder nehm’ den Nachtzug. :D
Zahlen sie was für ein Interview ? Hoffentlich macht ihnen keiner Ärger, von wegen Recht am eigenen Bild und so.
Ja ich weiss, sehr diskriminierend von mir, so einfach einen schönen, einen wunderschönen Bahnhof zu meiden. :D
am 1. Juli 2009, 23:14 #
@2step
Den Bahnhof kann man meiden??
Ich dachte immer, jeder, absolut jeder Fahrgast würde mit vorgehaltener Pistole vom Onkel Mehdorn gezwungen, da auszusteigen und erstmal shoppen zu gehen.
Doch nicht?
@Micha: Pass nur auf, dass Du beim Interview nicht an mich gerätst – das würde hier glaube ich keiner lesen wollen ;-)
Sequojah
am 1. Juli 2009, 23:30 #
Ich wundere mich, wie es hier wieder in den Kommentaren abgeht. Da wirft man dem Verfasser des Blog-Eintrages diskiminierung etc. vor. Leute, das hier ist ein Blog – keine Netzzeitung. i.d.R. werden (wie ind diesem Fall) halt Erlebnisberichte geschrieben. Wenn man dort seine subjektiven Eindrücke (wohl am ehesten um das fehlen an Bildmaterial) so deutlich ausschmückt, dann ist das nichts anderes, als wenn ich nach einem Supermarktbesuch am Stimmtisch sage “boah, diese komische Trulla an der Kasse, die kam ja mal gar nicht in die Hufe”.
Was ich dann hier an Kommentaren lese, da muss ich glatt mit dem Kopf auf den Tisch hauen. Dies ist halt ein Blog mit Eindrücken aus der berliner Welt. Wer ein Problem damit hat, sollte sich zum Lesen einen anderen Ort oder ein anderes Medium aussuchen. Aber es kommt mir dann doch Teilweise vor, als wenn einige Leute nur Kommentare schreiben um zu trollen – Sowas sollte man aus Erfahrung eigentlich ignorieren ;)
2step
am 2. Juli 2009, 13:25 #
@ berlin hauptbahnhof
“Den Bahnhof kann man meiden??
Ich dachte immer, jeder, absolut jeder Fahrgast würde mit vorgehaltener Pistole vom Onkel Mehdorn gezwungen, da auszusteigen und erstmal shoppen zu gehen.
Doch nicht?”
Also da haben sie sich aber einen Bären aufbinden lassen, also mit Pistole schon mal gar nicht, wenn, dann hat Mehdorns Alter Ego versucht Druck zu machen, was immer mal wieder unter seinem Toupet hervor kam.
Allerdings, wenn man selber Toupetträger ist, ist man gegen solchen Unsinn immun.
Außerdem, die Preise für die Billjets, äh, Tickets, also die Fahrkarten sind teilweise so unverschämt, dazu kommt noch das Gefühlk, daß die so netten Damen einem hinter ihrem Monitor trotz Ansage einen den vollen Preis reindrücken, was soll man da noch shoppen ? Etwa diese drecks Gummipizza von “Ditsch”, die auch noch völlig überteuert ist, Analogkäse auch noch als Stichwort ? Ist ja ekelhaft. Das einzige was man sich dort kaufen kann ist eine Zeitung, obwohl, die Umwelt, die Energiefrage, dazu noch all der Unsinn der da drinne steht, ich weiss nicht.
Ich werd’ mich jetzt mal nach Alternativen umschauen, meine nächste Verbindung kostet per Flugzeug nur 10€ mehr, spare mir dabei aber enorm viel Zeit. Aber es soll ja schon super günstige Flüge für 29Valuta geben.
Ich behalte das im Auge !
@ Sequojah
“Wenn man dort seine subjektiven Eindrücke (wohl am ehesten um das fehlen an Bildmaterial) so deutlich ausschmückt, dann ist das nichts anderes, als wenn ich nach einem Supermarktbesuch am Stimmtisch sage “boah, diese komische Trulla an der Kasse, die kam ja mal gar nicht in die Hufe”.”
Gut bemerkt !
Leider begreifen das so einige Trullas nicht.
Wenn man mal in deren Alltag blickt, mit deren Augen, ich will gar nicht wissen wie diskriminierend die sind.
Marcel
am 2. Juli 2009, 18:32 #
@73 wer kritik nicht wünscht oder damit nicht umgehen kann (bis auf michael selbst, der hier so ziemlich der einzige ist, der eine argumentbezogene diskussion bevorzugt statt zynische spitzen zu werfen, die im übrigen überhaupt nicht lustig sind und teilweise vorschulniveau haben) der sollte sich überlegen, ob er seine meinung öffentlich(!) macht. so wird ein schuh draus. ich lauf ja auch nicht nackt durch die straßen und wundere mich dann wenns jemand nicht passt.
einfach mal drüber nachdenken.
Sequojah
am 2. Juli 2009, 22:31 #
@Marcel:
Och, das hat weniger mit Kritik zu tun sondern teilweise einfach mit der Fähigkeit, den Text zu verstehen. Wenn ich das richtig lese hat Michael mehrfach darauf hingewiesen (ich bitte mich zu korrigieren wenn dem nicht so ist), dass sein – nennen wir es Bericht – keine Weltanschauung ist und auch keine Pauschalisierung beinhaltet. Das kam überwiegend mehr oder weniger von anderen Kommentatoren.
Nichts desto trotz wird hier auf seine Beschreibung rumgeeiert. Diese fällt in diesem Kontext und in der Art und Weise eher unter “künstlerische Freiheit” (was ich gut finde). Und über Kunst kann man sich bekanntlich Streiten ohne dass jemand “Recht” hat.
Nun hat der eine oder andere Probleme mit der Darstellung des geschehens, insbesonders in der Beschreibung der Protagonisten ;) Nun – das ist dann in diesem Fall einfach nur Pech (aber es ist okay, dass man kritisiert oder halt einfach drüber ‘redet’).
soeren
am 3. Juli 2009, 10:05 #
der beitrag macht sich lustig. basta.
das ist nicht diskriminierend, das ist einfach nur doof. die “objektive” beschreibung will ganz klar menschen vorführen. sie zeichnet einen typus und wirft ihn den anderen zum fraß vor.
“hahaha, ja die wachschutz asis von der bvg, hahaha”
ansonsten hätte die geschichte mit dem rauchen im vordergrund gestanden. aber man muss ja auf den leuten rumreiten, hurra auf die berufsgruppen: “ist der fett. aber stell dir vor du müsstest das die ganze zeit machen! ist schon ein scheiss job aber wenigstens hat er arbeit. also gehts ihm doch insgesamt ganz gut. versteh gar nicht warum, er dann so fett ist. boah is der fett!”
uns gehts ja insgesamt dagegen doch irgendwie richtig gut. dann gehen wir nach hause und haben doch angst. weil eine wohnung noch lange kein zuhause ist. zuhause ist im kopf. da nagt der zweifel: “was wäre wenn?” aber abgegrenzt haben wir uns. immerhin.kennt jemand auch den unterschied zwischen gepflegt und überpflegt? das war in der sbahn morgens immer mein grösstes problem. der olfaktorische terrorismus der überpflegten. ja, lustig machen kann ich mich auch. ich könnte sie sogar genau beschreiben und in klischees pressen. die stimmen aber meistens unter strich dann doch nicht.
:-)
am 3. Juli 2009, 11:54 #
77&78:
Hauptsache, ihr verhaltet Euch in Eurem Leben niemals doof oder diskriminierend. Ihr seid perfekt, möchte ich doch hoffen, frei von Vorurteilen und Klischees, empfindet niemals Belustigung über andere und beurteilt Menschen erst wenn ihr sie mindestens zwei Jahre lang kennt. Herkunft und Berufsgruppe, gepflegt oder ungepflegt spielt keine Rolle, nur der Mensch zählt. So sollte es sein. Idealerweise. Das Dumme ist nur, leider ist kaum ein Mensch in der Lage so zu denken. Nun, Ihr seid eine der Ausnahmen, möchte ich hoffen.
Ansonsten versinkt im Boden ob Eurer Heuchelei!
Argumentbezogen habe ich anfangs auch diskutiert. Es ist aber zum Beispiel keiner der selbsternannten Moralapostel drauf eingegangen, was er von den in Post 55 unten zitierten Aussagen oder dem in Post 57 verlinkten Text hält. Da müssten sich Euch doch die Fußnägel hochrollen.
Sorry, aber so entsteht einfach der Eindruck, dass ihr hier nur Stress macht, weil ihr Micha vielleicht eben diesen Union-Text noch nicht verziehen habt oder sonstewas. Oder seid ihr selbst BVG-Angestellte, Sicherheitsleute, und fühlt Euch darum persönlich angegriffen? Seid ihr vielleicht sogar die beiden aus dem Text??
Vielleicht ist Euch auch einfach langweilig :-)
Denn würdet ihr wirklich hinter Eurer Meinung stehen (was voraussetzt, dass ihr Euch im realen Leben auch so korrekt verhaltet), dann müssten Euch so einige Sachen in den Augen brennen. Allerdings hättet ihr hier und in etlichen anderen Blogs dann ne Menge zu tun.
:-)
:-)
am 3. Juli 2009, 11:57 #
Hallo Blogpolizei – melde einen Fall von Diskriminierung!
www.hauptstadtblog.de/article/5686/fashion
(nicht böse sein, Drösel ,-))
Marcel
am 3. Juli 2009, 14:46 #
@79 auf post 55 bin ich in teilen eingegangen. der rest hatte nun mal nichts mit dem thema zu tun.
und was mit union ist weiß ich nicht.
ich weiß auch nicht was diese aggressionen sollen. bist du etwa gekränkt, weil niemand auf deine posts eingeht? das ist doch albern und kein grund wütend zu werden.
und ob ich ein heuchler bin oder wie ich mit anderen menschen umgehe, dass weißt du doch gar nicht. wieso urteilst du dann so? empfindest du das als eine korrekte gesprächsebene? und stress hat hier auch niemand (jedenfalls ich nicht) gemacht, bis auf du selbst!
ich denke auch nicht das ich ein moralapostel bin. ich habe lediglich meine meinung zu einem fakt gegeben den ich für überdenkenswert gehalten habe. und alles was den meisten darauf eingefallen ist, sind dümmliche witze und kindische provokationen gewesen -> siehe dein letzter post.
am 3. Juli 2009, 15:13 #
Ich spiele jetzt mal die Oberaufseherin und mache dem Jammer an dieser Stelle ein Ende.