Wahlmaterial der hauptstädtischen Kandidaten

Linda in am 1. August 2009, 14:22   7 Kommentare »

So kurz vor den Bundestagswahlen findet sich wieder aufschlussreiches Wahlmaterial in den Briefkästen des Wahlvolks ein. Beispielhaft möchte ich heute nur die zwei Flyer von den Volksparteien CDU und SPD zeigen:

Die CDU mit einem sparsamen, fotokopierten A5-Blatt, mit der Aufforderung, dem Kandidaten beim Wildwuchsaufräumen in der Schloßstraße zu helfen. Wie sollte man das jetzt verstehn? Herrn Schmitt beim Unkrautjäten helfen? Oder gar ein paar störende Boulespieler slappen? Sehr rätselhaft. Aber sparsam. Außerdem war der Termin schon vorbei, als ich den Zettel in meinem Kasten fand.
Die SPD-Kandidatin Petra Merkel (nicht verwandt mit Angela Merkel) spendiert uns immerhin einen doppelseitigen Hochglanzflyer mit einem Scheck. Beim Öffnen findet man dann die Angebote der Kandidatin: eine ganze Serie von 11 Veranstaltungen, von der Reichstagsführung über Sportstunden, von einer Technik-Führung über einen Besuch bei der Deutschen Kinemathek und bei Hertha bis hin zu einer Kochstunde können sich die Wähler über ihre Aktivitäten informieren.
Also: der Punkt geht klar an die SPD! Schauen wir mal, was noch von anderen Parteien kommt …

7 Kommentare

1

Jürgen (hsb)

Lange hat Ingo ja keene Idee jehabt. Und nu dit: Subottnik uff`n Freitag nachmittag!

Nimm den Pinsel, nimm den Besen,
Freizeit ist doch fürchterlich.
Nichtwähler bist du gewesen,
wähl jetzt CDU, wähl mich!

2

linda (hsb)

@ Jürgen: ich zitiere nur Goethe:

“In die Ecke, Besen, Besen! – Seid’s gewesen.”

3

steffka (hsb)

Interessant, dass ich in Prenzlauer Berg noch nie solches Material in meinem Briefkasten gefunden habe. Sag mir, was soll es bedeuten…?

4

Prokrastes

Bei der letzten Bundestagswahl war ja die Merkel eine Möglichkeit, zu versuchen, das Merkel zu verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine sinnvollere Partei als die SPD die Mehrheit in Wilmersdorf gewinnt, war damals schon niedrig. Und also wurde Merkel gewählt, mit der Hoffnung Merkel zu verhindern.

Hat nicht geklappt.

Und diesmal ist die SPD unwählbar, weil sie sich bei der Errichtung des totalitären Überwachungsstaates ähnlich fleißig zeigt wie die schon immer menschenhassende CDU.

Ich bin ja dafür, daß es auf Wahlzetteln auch Negativstimmen geben muss, bei denen man explizit gegen einen bestimmten Kandidaten/eine bestimmte Partei stimmen kann.

5

Sigurd

An alle die solchen Dreck nicht in ihrem Briefkasten finden möchten. Man kann mit einer schriftlichen Erklärung, die man meines Wissens an das zuständige Bürgeramt schreibt, kundtun, dass man diese „Werbung“ nicht haben möchte.

6

Helen

In unserem Haus steht gleich unter den Briefkästen ein großer Korb, wo man Unangenehmes und Überflüssiges gleich entsorgen kann.

7

Prokrastes

So ein Werbesammelbehälter darf in keinem Haus fehlen …

Besser noch wäre ein Trog direkt unter den Briefkästen, mit ausreichender Breite.

Kommentar schreiben

Kein html! URLs werden automatisch zu Links konvertiert.
Formatierung nur mit Textile: *betont*, _kursiv_ , Zitat: bq. Zitattext. Textile-Hilfe

Hinweise

  • Kommentare werden gelöscht, wenn kein Bezug zum Artikel besteht, der Kommentar ausschließlich Werbezwecken dient, oder Rechte Dritter verletzt werden. Dies gilt auch, wenn der Kommentar Leser oder Autoren beleidigt.
  • Ab drei Links im Kommentar wird dieser moderiert und muss erst freigeschaltet werden.
  • Icons neben dem Kommentar: www.gravatar.com