Mittwoch, den 19. August

Michael in am 19. August 2009, 12:48   35 Leserbriefe »

Berlin im Sommer. Kurz die heißen, öffentlichen, rekordverdächtigen und blauen News und ein vernünftiges Verbot, voilà:

  • Wird es bald ein öffentliches W-LAN Netz, von Privaten betrieben, in Berlin geben? Die Gespräche zwischen möglichen Betreibern und dem Senat laufen schon seit Jahren. Ein erfolgreiches Pilot-Projekt wurde kürzlich erst wegen “möglicher technischer Schwierigkeiten” abgelehnt. In der Hauptstadt gibt es übrigens immer noch ganze Stadtteile, die entweder gar kein DSL oder nur Verbindungen in 768er Geschwindigkeit (Standard: 2000) vorweisen.
  • Die Berliner Schlösser können bis 2017 mit 155 Millionen Euro saniert werden. Das ist aber zu wenig, um die sehr marode Substanz zu erhalten, sagt ein Experte, 700 Millionen seien notwendig Mit den jetzt zur Verfügung stehenden Mitteln könne lediglich der Erhalt gesichert werden. In Berlin und Brandenburg gibt es rund 300 Schlösser, Palais und Gartenanlagen.

Einen kühlen Kopf bewahren lohnt sich!

35 Kommentare

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Die Erklaerung

Ich werde dem alten Ostkreuz nicht nachweinen.

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Apothekenrundschau

Aber ich! Pausenlos geht was über die Wupper… Ich weiß nicht, aber 2-3 Brücken neu bauen sollte nicht so viel kosten wie ein ganz neuer Bahnhof. Egal, ich weiß nur nicht, wer den ganzen Kram bezahlt!?

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central station

@Micha, heut ist der 19. :-)

Naja, wären beim Ostkreuz “nur” die Brücken marode, könnte man das Sonstige auch stehen lassen. Leider ist dem nicht so.
Scheint ganz hübsch zu werden, der neue (hehe, Glas und Stahl und sterile Sachlichkeit! :-)).
Hoffentlich gibt’s nicht wieder mehr Geschäftsfläche als Bahnhof, wie (leider) im HBF.
Wenn’s so ähnlich wie Südkreuz wird, wäre es doch fein.

4

Susanne (hsb)

Der 19. also. Ist akzeptiert. Und korrigiert. ;-)

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Nter0ne

Trauer macht sich breit… hab mir grad zum ersten Mal die Pläne angeschaut …. :`( www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/bauprojekte/broschuere__das__neue__ostkreuz.pdf

Es gibt doch so schöne Details, die dann wieder gnadenlos der Gefühlslosigkeit weichen werden…

Der S-Bhf Hackenscher ist für mich so ein Beispiel wie das sein kann wenn man einen Bahnhof restauriert, aber überall Mini-HBFs hinzuknallen… nee find ick doof!

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Drösel

Der S-Bhf Hackenscher ist für mich so ein Beispiel wie das sein kann wenn man einen Bahnhof restauriert

Ich nehme an, daß “Hackenscher” “Hackescher Markt” heißen soll.

So ähnlich sah der frisch restaurierte S-Bahnhof “Lehrter Bahnhof” übrigens auch aus, bevor er abgerissen und durch die Glaswurst ersetzt wurde.

7

asd

Welche Stadtteile sollen das denn sein, die ganz ohne DSL leben müssen? Nur so interessehalber…

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Sigurd

Weshalb sollte man die Ticketpreise für die Leichtathletikweltmeisterschaft jetzt senken? Dies wäre ein Affront gegen die bisher ca. 350.000 Kartenkäufer. Diese würden sich mit recht verscheißert vorkommen.
Ob die Eintrittskarten zu teuer sind oder nicht, ist dabei ein ganz anderes Thema. Da muss man jetzt durch und hätte sich früher Gedanken machen müssen. Die Eintrittspreise kennt man nicht erst seit einem Monat.

9

central station

@NterOne

Mit dem HBF hat das neue Ostkreuz doch nun wirklich keine Ähnlichkeit…nur weil die Ringbahnhalle aus Stahl und Glas sein wird.
Und “überall” werden doch nun auch keine Glasbahnhöfe “hingeknallt”.
Man hätte ja das Ostkreuz auch im Stil vom Bf. Gesundbrunnen erneuern können – vielleicht hätte das (Backstein und Beton) dem ein oder anderen mehr gefallen? Aber die Pläne für die neueren Bahnhöfe entstanden nun mal allesamt in den 90ern, auch die Architektenentwürfe, in einer Zeit also, wo Glas und Stahl noch nicht ganz so verpönt war ,-)
Außerdem:

Das alte wird im neuen Ostkreuz erkennbar bleiben
Mit dem neuen Ostkreuz wird nicht alles anders. Unter anderem
bleibt der 1912 errichtete Wasserturm – das weithin
sichtbare Wahrzeichen des Ostkreuzes – erhalten. Ebenso
werden das 1902 errichtete Bahnsteigdach des ehemaligen
Vorortbahnsteiges „E“ nach historischem Vorbild rekonstruiert
und das wenig später errichtete, von Walzstahlträgern
getragene Dach am Bahnsteig „D“ saniert.

Ist doch klasse.

Übrigens, viele ältere Berliner Bahnhöfe bzw deren Bahnhofshallen sind auch aus Stahl und Glas (Bahnhof Zoo, Alexanderplatz, Ostbahnhof…).
Nur mal so angemerkt.

@Drösel

Manche sagen auch Glasbanane dazu ;-)
In jedem Fall muss es heißen: abgebissene Glaswurst. Die Enden sind ja offen, oh Graus, und der Fahrgast steht im Regen.

Warum man den Lehrter Stadtbahnhof noch fein sanierte, obwohl es schon lange vorher klar war, dass er weichen muss, ist mir auch ein großes Rätsel.

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Bricky Merlon

Thema Ostkreuz:
Warum der Kleinkrieg?
Ostkreuz in alter und neuer Form mit dem Hackeschen M. zu vergleichen ist obsolet …
Die beiden Bahnhöfe haben und hatten doch architektonisch nie was gemein. Und Höschi wird uns noch lange erhalten bleiben (der kleine Süße)!

Viele Teile von O. sind denkmalgeschützt und werden behutsam regeneriert und wieder eingebaut.
Der arme Bahnhof hat dringend eine Wellnesskur nötig, weil vieles wirklich marode ist.
Und: Stahl-Glas Verbundbauerei ist keine Erfindung von bösen Architekten, die uns Berliner neuerdings ärgen wollen … ;-))

11

Nter0ne

Mir geht es schlichtweg darum dass mir diese uniformierung der Bahnhöfe nicht gefällt. Das fängt an bei den einheitlich gestalteten Bodenplatten über die standartisierte Beleuchtung und zieht sich einfach wie ein roter Faden durch jeden bahnhof. Das mag vielleicht im interesse der DB sein aber in meinen Augen verliert damit jeder Bahnhof án Charme. Da ist es völlig wurscht ob der nun eher Gesundbrunnen oder HBF oder Spandau oder Südkreuz gleicht… für mich alles das gleiche!!!

und um das Thema mal wieder abdriften zu lassen… (hehe)

solche Bahnhöfe betteln förmlich darum betaggt, beklebt und besprüht zu werden.

12

Michael (hsb)

@NterOne: ich bin für ein zusammenspiel von neu und alt, und ich mag auch moderne architektur.

jede zeit hat ihre bevorzugten materialien und baustile, die wilhelminische zeit ebenso wie der 20er und 30er jahre stil, bauhaus wirkt bis heute über die 50er und 60er jahre funktionale nachkriegsarchitektur.

in berlin machen die stadtplaner leider den fehler, über 20 oder 30 jahre bei öffentlichen bauten einem stil zu frönen und heraus kommt dabei eine kaum im stil zu unterscheidende einheitsarchitektur – schade drum! stimme dir da zu, das diese öffentlichen stadtflächen in gewissem maß zurückerobert werden könnten.

ob allerdings begabungslose taggerei, dafür aber um so enthuasiastischer ausgeübt, dazu beiträgt, die norm-architektur (sozusagen mit berliner norm-taggerei) wirklich aufzuhübschen, wage ich zu bezweifeln.

schön wäre es mal, so einen graumodernen bahnhof von jungen graffiteuren gestalten zu lassen, um ihm einen individuellen charakter zu geben. wäre ein weiterer kreativer anzihungspunkt für berlin!

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central station

Das ist einfach nicht wahr, NterOne.
Da sieht nichts gleich aus, es gibt höchstens Ähnlichkeiten (das Baumaterial halt, die ach so verhasste Stahlglasbauweise).
Südkreuz hat ganz andere Bodenplatten als der HBF. Die Bahnsteige des HBF erkenne ich anhand eines winzigen Bildausschnitts, so einzigartig sind sie.
Die Beleuchtung ist auch an jedem Bahnhof individuell, sogar die Ansagen waren es mal, die aber sind nun an den Großbahnhöfen leider vereinheitlicht worden.

Vielleicht verschließt Du ja einfach nur die Augen vor den Details, weil allein Glas Dich schon so abstößt, dass Du gar nicht näher hinsehen magst?

Für mich gleichen eher die älteren S-Bahnstationen einander, allein die entlang der Ringbahn (u.a. auch Ostkreuz). Nur Bahnsteig und Dach drüber, nichts individuelles, mit wenigen Ausnahmen. Überhaupt wurden die neu entstandenen S-Bahnhöfe Ende des 19. Jh alle ziemlich uniform gestaltet, immer diese gelb-roten Ziegelhäuschen, immer Backstein, wobei ich das auch sehr hübsch finde.

Und was auch immer gleich aussieht: Tags.
Wie Michael schon sagt, Tags (nicht Graffiti an sich!), vereinheitlichen das Stadtbild und drücken jedem Ort, an dem sie sind, denselben Stempel auf! Langweiliger, monokultureller Mainstream.

Und dass die neuen Bahnhöfe um irgendwas betteln, das bezweifle ich doch sehr – oder sprechen sie seit neuestem zu Dir? ;-)

14

Apothekenrundschau

@Michael: “ich bin für ein zusammenspiel von neu und alt, und ich mag auch moderne architektur”

Durchaus richtig und da bin ich derselben Meinung. Nur gibts leider einen kleinen Fehler dabei: das Gleichgewicht zwischen alt und neu stimmt nicht mehr.
Bye bye Ostkreuz, echt mal. Jetzt ist endlich die Latte-macchiato-Gesellschaft auch am Ostkreuz angekommen.

15

Südi

Ostkreuz wird doch ein Zusammenspiel von alt und neu. Steht doch in dem DB-Link.
Wer im Szenebezirk wohnt und so an Verfolgungswahn leidet wie 14, sollte da echt mal raus und entdecken, dass es noch etliche Refugien gibt in Berlin.

Außerdem ist Latte Machiato längst out. Chai Latte trinkt man heute!

16

central station

Ach, die Latte-Gesellschaft war auch vorher schon da. Sie ist nicht an bestimmte Orte gebunden, weil es Latte Macchiato mittlerweile überall, in jedem noch so kleinen Kaffeeladen/ Bäcker gibt, sogar manch türkischer Dönerstand verkauft Latte to go. Latte Macchiato rulezzz! :-))

Übrigens @Apo, da fiel mir doch heute direkt auf, dass, wäre nun diese Beton-Seelenlosigkeit nicht, der neue U-Bahnhof Bundestag wohl d e r perfekte Bahnhof für Dich wäre! –
Es gibt weit und breit keine Werbung, keinen BVG-Servicestore, nicht mal einen Kiosk (und somit auch keinen Latte), keine Rolltreppen, keine Leute mit Trolleykoffern, verwirrte Touris halten sich in Grenzen, zwar viel Beton, aber kein Stahl und Glas…
Schön schlicht, na ist das nichts? Die Wände kannste ja bunt anmalen, zB mit dem großen umkreisten Anarchisten Apotheken-A.
,-)

Und nun mal im Ernst (muss da einfach nochmal nachhaken):
Wegen der Einheitsarchitektur – findet echt keiner, dass auch S-Bahnstationen wie Yorckstraße, Charlottenburg (alter Teil), Savignyplatz oder Schöneberg, Westkreuz, Tempelhof sich total gleichen?
Findet ihr die nur gut/ nicht so schlimm, weil sie eben älter sind?
Was ist mit Großbahnhöfen wie Friedrichstraße, Zoo, Ostbahnhof? Die wurden vor einigen Jahren auch zu großen Teilen umgestaltet (gerade Ostbahnhof auch mit viel Glaaaas), modernisiert, vereinheitlicht, und mit Shoppingmöglichkeiten ausgestattet, dennoch erwähnt es kaum einer negativ.
Warum diese Einseitigkeit? Und warum müssen Bahnhöfe zwangsläufig immer so’n Schmuddel-Image haben, bzw ihm gerecht werden, um nicht als leblos zu gelten (da sind wir wieder bei Dreck=Leben)?
Mainstream ist blöd (@Apothekenrundschau), aber wenn Schmuddeligkeit oder Taggerei zum Mainstream wird, ist Mainstream dann gut? Begreif ich nicht. Ich weiß, dass es in erster Linie der Kommerz ist, der stört (hat man mir auch in der Graffiti-Diskussion in der Berliner Zeitung geantwortet), doch es ist ziemlich naiv zu glauben, dass Kommerz nur an den “sterilen seelenlosen” Orten (Potsplatz & Co.) stattfindet, und dass man sich durch Tags davor schützen kann.

Zum Schluss vielleicht noch folgender Gedanke…
Begriffe wie “alt” und “neu” bzw “modern” sind eigentlich relativ, und im Grunde ist diese ganze Diskussion darum unsinnig.
Bahnhöfe wie Hackescher Markt sind heute selten, das stimmt.
Früher waren sie Massenware. Heute ist anderes (vermeintlich) Massenware, in einigen Jahrzehnten wird auch das alt und vertraut sein, Nostalgieschübe auslösen, um irgendwann durch neues ersetzt zu werden, woraufhin dann andere Generationen darum trauern werden. Die Zeit ist ein Fluss.
Stellt Euch nur vor, die Leute hätten sich zu damaligen Zeiten schon so enorm gegen alles Neue gesperrt (haben sie ja zT auch – prominentes Beispiel: Brandenburger Tor, heute eines d e r Wahrzeichen Berlins!).
Was uns heute so ans Herz gewachsen ist – sei es ein schöner Gründerzeit-Straßenzug, Gaslaternen, der Flughafen Tempelhof, Bahnhöfe wie Hackescher Markt oder eben Ostkreuz – wäre ja dann niemals entstanden!

17

central station

Da habe ich ja grad noch eine ganz schlechte Nachricht:

Der Bahnhof Zoo soll modernisiert und gesäubert werden!
Schockschwerenot! Er soll sein Schmuddel-Image loswerden…

(Konkreteres hier)

Startet ein Bürgerbegehren!!!

,-)

18

Apothekenrundschau

So Cental station, ich werde jetzt mal zynisch:
Der geilste Ort dieser Welt ist Hackescher Markt.
Wie auf einer ital. Piazza. Jeder Mann ist der König, jedes Wesen mit so bescheuerten Okolüten vorne ist die Queen und lässt sich bewundern. In der Mutter aller Strandbars – im Monbijoupark – ist jetzt diese aufgesetzte dumpfe Masse zu Hause (mit Bedienung im Liegestuhl, so schön mit offenen Feuer), jeder setzt sich cool auf, positioniert sich und ist sooooo sexy. Naja – Zynismus aus – ich finde diese Kreaturen äußerst ekelig und übel; es ist ein Misch aus Schwaben-Neureich, Paderborn-ich bin da!!!!- und Kreativindustrie-ich bin so guuuuuut! Nicht? Fühlst du dich dort wohl?
Wenn ich eine Kalaschnikow hätte….

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Apothekenrundschau

Naja Cental station, dann lass uns alle alten Bahnhöfen abreißen und neu machen, wie den in der J. Leber Brücke. Und schön mit abkassieren. OOOach, so schön 0-8-15 wie überall. Hauptsache ein McDoof ist in Reichweite und die Rolltreppe! Klar, auch der Service-Store mit Latte to go! Sexy sind nur Menschen mit Trolley!!! (hat was von senioren, geiiiil)

20

central station

Sehr schön, Apotheke – und kannst Du auch ernst?
Magst Du nicht mal eingehen auf Post 16? Hast Du ihn denn gelesen?
Ich denke mal nicht. Du willst Dich mit nichts auseinandersetzen, ist mir auch LATTE ;-)
Zu Deiner Frage: Ich muss Dich enttäuschen, im Monbijoupark war ich noch kein einziges Mal. Hackescher Markt, da sind mir zu viele Menschenmassen.
Und da fühle ich mich generell nicht wohl.
(Im HBF ertrage ich sie auch blos notgedrungen)
Sexy finde ich weder Menschen mit Trolley noch aufgesetzt-coole Strandbarbesucher. Ich finde den HBF sexy – nicht das in ihm integrierte Shoppingcenter, nicht die Menschen in ihm, sondern das Gebäude an sich.
McDoof und Hertha und Swarovski können ruhig achtkantig rausfliegen, da würde ich nix vermissen.
Soo, und nu?

Wenn ich eine Kalaschnikow hätte…

Na, koof Dir doch eene! :-)
Mach doch, steht Dir alles frei. Räum den Laden hier mal bisschen auf, und dann bestimmst DU wo’s lang geht!

Aber vorher antwortest Du mir bitte noch: Wie hätte Dein geliebtes Ostkreuz entstehen können, wenn schon damals die Leute Deine Einstellung gehabt hätten? Wie hätte überhaupt Berlin entstehen können?
Warum hängst Du so krampfhaft am Alten, obgleich das kein Schutz vorm Kommerz ist? Woher kommt Deine Verbitterung?
Verrat’s mir bitte, nimm Bezug auf Post 16, argumentiere!

Und dann von mir aus Feuer frei! :-))

21

Michael (hsb)

@central station, apothekenrundschau: also bitte keine Gewaltphantasien aufkochen! Det is mir nüscht…! Im Ernst!

Spielerischer Umgang damit ja, habe eben mal ein Maschinengewehr als Graffiti gepostet, damit ein bisschen geistiges in den Umlauf kommt!

Erstaunlich finde ich bei euch beiden, dass ihr euch so an bestimmten Symbolen festbeißt. Lasst doch einfach die Leute so leben, wie sie wollen, ihr müsst die und deren Lebensstil ja weder mögen noch kopieren.

Ich bin jedenfalls noch nie von einer Latte-Bar verdrängt worden, mag aber sehr Chai-Latte als Tee-Trinker. Und das schon seit 10 Jahren, ist nämlich nicht neu! Dazu brauch ich aber keine schicke Bar. Und wenn Leute da ihr Geld ausgeben wollen und ihr Köfferchen hinterherziehen, so what? Und wenn in China ein sack Reis umfällt.

Lustig machen darüber ist okay, aber auf Dauer…gähn…

Die Überkommerzialisierung geht den meisten in dieser Stadt auf die Nerven. Wird sich aber selbst erledigen, wenn das genervt sein ehrlich ist (kein Umsatz keine Shopping Mall). Wenn aber alle meckern und doch hingehen ist es wie mit McDonalds: alle finden es ätzend, und die verkaufen Millionen Burger allein in Deutschland für einen superhohen Preis, dafür aber schön steril. Komisch, was?

Und, ja, auch bei den alten Bahnhöfen gab es einen einheitlichen Stil, und was heute viele schlimm finden, wird zur Hälfte in 40-60 Jahren wieder abgerissen, und was dann ünrigbleibt, finden die meisten dann wieder schön. Das ist der Lauf der Architekturgeschichte. Und der Geschmackszyklus der Menschen.

Beispiel: Gründerzeithaus, 1910 gebaut. 1950 fand man das hässlich, unkomfortabel. Abgerissen, oder verschlimm-saniert. Seit 1970 saniert man so etwas wieder stigerecht. Und findet es schön.
Das gleiche gilt für: Gotik, Neo-Gotik, Klassizismus, Bauhaus, Plattenbauten, etc. alles im eigenen Zeitzyklus.

22

central station

Hallo Michael

Ich finde es grad etwas verwunderlich, dass Du mich mit ansprichst.
Wo habe ICH denn Gewaltphantasien aufgekocht?
Ich hätte mich ja auch drüber aufregen können, wie schon einmal hier (ist ja nicht seine erste Gewaltverherrlichung im HSB), mit dem Ergebnis, dass der Thread geschlossen wurde.
Also dachte ich, nimmste’s mit Humor… naja, auch nicht richtig.

Lasst doch einfach die Leute so leben, wie sie wollen, ihr müsst die und deren Lebensstil ja weder mögen noch kopieren.

Auch hier stört mich der Plural. Sorry, aber Apo ist derjenige, der damit ein Problem hat. Wann immer ich ihn darauf anspreche, ob zynisch, ironisch oder völlig ernst, ob freundlich oder unfreundlich, reagiert er entweder gar nicht oder wieder so wie in 18. Wie oft ich hier schon schrieb “lass doch die Leute einfach leben und mach Dein Ding” – er kann es nicht, er muss einfach immer wieder seinen Hass hier abladen und gnadenlos diffamieren.
Mein Fehler ist wohl, immer wieder drauf einzugehen.

Erstaunlich finde ich bei euch beiden, dass ihr euch so an bestimmten Symbolen festbeißt.

Woran beiße ich mich fest?
Dieses ganze Yuppie-Latte-Dingisbumsi hab ich doch fast ausschließlich von ihm. Vorher war mir das nicht mal ein Begriff! :-)
Auch der Kram mit dem steril und seelenlos ist mir erst vor einiger Zeit untergekommen und fällt mir jetzt immer öfter auf.
Ich beiß mich nicht fest, sondern stichel nur hier und da mal zwecks Infragestellung eben dieser Symbole, und damit vielleicht jemand mal merkt, wie idiotisch dieses ganze Stereotypenzeugs ist.
Erstaunlich, dass das mehr aneckt als jemand, der ein Dauer-Abo fürs Frustablassen auf alles und jeden hier im Blog hat…

Und, ja, auch bei den alten Bahnhöfen gab es einen einheitlichen Stil, und was heute viele schlimm finden, wird zur Hälfte in 40-60 Jahren wieder abgerissen, und was dann ünrigbleibt, finden die meisten dann wieder schön. Das ist der Lauf der Architekturgeschichte. Und der Geschmackszyklus der Menschen.

Ich glaube, Ähnliches in 16 geschrieben zu haben.
Sieht man bei meinen Posts eigentlich immer nur eine weiße Seite, oder sind sie zu lang, oder wie jetzt? ,-)
Ich nenne mich beim nächsten Mal einfach Ostkreuz. Vielleicht mag der ein oder andere ja dann etwas aufmeksamer lesen, statt sofort die Schublade “Wichtigtuer” oder “Be-Berlin-Fraktion” oder “spießiges Mainstreamopfer” zu öffnen, wenn er auch nur Central Station liest…

23

Michael (hsb)

@central station: ich hab dein post sehr wohl gelesen. aber du hast ja selbst zugegeben, das bestimmte dinge, meinungen, redewendungen abfärben…

mein post war als denkansatz gedacht. ich will niemanden damit angreifen, auch dich nicht. in vielem haben wir ja durchaus eine übereinstimmende meinung.

außerdem mach ich nun gerade keine schublade auf mit dem, was du zuletzt gepostet hat, im letzten absatz.

meine absicht ist es auch gewesen, deine sachen mit aufzugreifen (hast du ja auch bemerkt) und es in meinem stil halt darzustellen. umgekehrt kommt das hier auch des öfteren vor, ist normal.

apropos gewaltphantasien, das war auch eine stichelei. du bist auf ar’s kalschnikoff eingegangen, “von mir aus feuer frei”…ich weiß, das das nicht ernst war, aber du musst auch schon zulassen, das andere dann bezug darauf nehmen.

nix für ungut, einen stress- und (negativ)aufregungsfreien samstagabend, chai trinkend und die großstadt geniessend wünscht dir michael ;-)

24

Helen

Ich war neulich im Ostbahnhof. Also der Kommerz hält sich dort in Grenzen, vielleicht liegt es auch am Bau. Am meisten frequentiert sind die Imbißläden.
Ich liebe den Boston-Donut, aber er ist mir zu teuer.

25

central station

Ist ok ;-)

Der letzte Absatz bezog sich nun weniger auf Dich als die Erfahrung, die ich hier so oft mache, wann immer ich mich mal um nen ernsthaften Dialog mit Leuten bemühe, die total anderer Meinung sind als ich, die ich aber dennoch verstehen möchte.
Man wird missverstanden, ignoriert oder übergangen. Ist halt schade.
Am Ende bleibt nur Zynismus, Sarkasmus, Sticheln. Oder eben gar nichts schreiben.
Ick weeß ja, dass meine Texte manchmal ermüdend lang sind. Muss halt lernen mich kürzer/ präziser zu fassen ,-)

Dir auch nen schönen entspannten Abend! :-)

26

central station

25 ging an Michael :-)

@Helen, da müsste man wohl erstmal eingrenzen, was genau als Kommerz definiert wird.
(Wo bleibt unser Experte, um mal was konstruktives beizutragen?)
Sind nicht Imbissbuden auch Kommerz?

Im Ostbahnhof ist mir postiv aufgefallen, dass es im Winter beheizt ist
(da hat der HBF einen seiner Minuspunkte!).
Die neu gemachte Empfangshalle gefällt mir auch, genauso die alte Dachkonstruktion (harmoniert wunderbar miteinander).
Geschäfte gibt es dort aber auch en masse (wie an jedem größeren Bahnhof). Und McDoof. Und Latte. Und Rolltreppen.
Und, ganz schlimm, Leute mit Trolleys!
,-)

27

Helen

Unter Kommerz verstehe ich große Geschäfte, oder viel Bekleidung usw. Das gibt es am Ostbahnhof weniger. Rolltreppen habe ich nur im Durchgang zu den Bahnsteigen gesehen. Ein paar Imbißläden gehören auf jeden Bahnhof, wenn ich in München umsteige, kaufe ich mich mir dort etwas zum Essen.

Aber vielleicht sollte ich mich beim nächsten Mal etwas mehr umsehen. Außerdem habe ich beim letzten Mal festgestellt, daß der 240er zum HBH fährt. Wenn der Touristentrubel in Berlin vorbei ist, werde ich mich wieder auf die Socken machen.
Was habt ihr gegen Leute mit Trolleys? Ich bin auch mit diesen Dingern unterwegs und bin froh, daß die Kofferschlepperei vorbei ist.

28

central station

Ein paar Imbißläden gehören auf jeden Bahnhof,

Insofern bin ich eigentlich ganz Deiner Ansicht.
Und wieder Nachteil HBF: Gibt zwar Imbiss und dergleichen, aber alles sauteuer.
Die Leute mit wenig Kohle werden praktisch zu McDoof gezwungen.
(ein Burger für 1 Euro)
Aber – psst, Geheimtipp! – seit kurzem hat neben dem HBF ne kleine Kantine geöffnet, und die Preise sind dort sehr, ich würde fast schon sagen, günstig.
WC ist auch dabei (wer möchte schon 80 Cent im “WC-Center” ausgeben??), hier sind’s “nur” 50 Cent.
Aber nicht weitersagen ,-)

Was habt ihr gegen Leute mit Trolleys?

Das musst Du Apothekenrundschau fragen.
Ich parodiere ihn blos ;-)

29

sycamore

ohhhh, alles soooo teuer….

30

Helen

@ central
Danke für den Tip. Dann kann ich meinen Rundgang über Mittag ausdehnen.

31

oStsEE

Na, bei McDoof kannste sozusagen gratis und sooo schlecht ist so ein Burger gar nicht.

Aber der Tipp mit der Kantine ist gut. Sowas gibts ja in Berlin zum Glück mehrfach, hab ich auch schon öfter ausprobiert.

32

Helen

Auf Reisen bin ich schon öfters auf McD angewiesen gewesen, aber gekauft habe ich nur die Stäbchen aus Kartoffeln (und die Stäbchen kommen dann dort ungeschält ins Fett).

33

Hernando Velasquez

@Apothekenrundschau

Ich wüßte nicht, wie ich meine Reisen ohne Rolltreppen und Trolley bewältigen sollte.

Muss ich mir nun darüber Gedanken machen?
Bin ich schon senil?

34

subway

nö, du bist steril, hernando;-)

ach, der apotheker da hat doch ein rad ab.

35

central station

Einen habe ich noch – und zwar einen netten Link für Apothekenrundschau:

Geschichte Berlins

Eine Stadt des Wandels, schon immer gewesen.
Welch kleines Licht ist doch unsere gegenwärtige Zeit in Anbetracht der vielen Jahrhunderte, die Berlin schon erlebt und überlebt hat.
Wie viele Menschen hat sie kommen und gehen sehen, wieviele Kriege überstanden. Und sie lebt noch immer! Und erfindet sich immer wieder neu :-)
Mach Dir keine Sorgen, Berlin ist so schnell nicht totzukriegen!

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