Sonntags schön in die Kirche

Steffka in am 20. November 2009, 11:45   11 Kommentare »

“Pah”, denkst Du Dir jetzt bestimmt lieber Leser. Fangen die vom HSB jetzt auch noch an christliche Werte zu propagieren und geben Empfehlungen für sonntägliche Kirchenbesuche? Nein, wir möchten euch wenn, dann überhaupt nur darin missionieren, die Schönheit dieser Stadt zu entdecken. Und aus diesem Grunde empfehle ich allen, die noch nie auf dem Kirchturm der Zionskirche waren, diesen unbedingt zu besuchen. Wenn man die etwas klaustrophobische Wendeltreppe (also nix für Oma) und das anschließende Schwindelgefühl überwunden hat, bietet sich einem das – wie ich behaupten möchte – schönste Panorama Berlins.

Bei gutem Wetter kann man die Windränder vor den Toren der Stadt sehen und natürlich sowieso alle tollen Gebäude, dafür ist man auf dem Fernsehturm nämlich irgendwie zu weit oben. Die Kirche öffnet bei erträglichem Wetter jeden Sonntag die Pforten des Turms ab 12 Uhr und gegen einen minimalen Beitrag von einem Euro könnt ihr euch oder eure Besucher beeindrucken. Ganz abgesehen davon, dass sich eine Visite dieser Kirche auch wegen der schlichten Eleganz des gesamten Gebäudes lohnt.

11 Kommentare

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oStsEE

Kann ich leider nicht machen, Höhenangst… Würde ich aber gern. Berlin von oben (an dieser Stelle) ist da bestimmt ein interessanter Anblick.

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frau zauder

…ist auch sonst ein interessanter ort und ein freundlicher mensch lässt einen auch abends rein, um ein bisschen geschichte zu atmen: z.B. umweltbibliothek

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1704

@ Steffka

“… Fangen die vom HSB jetzt auch noch an christliche Werte zu propagieren und geben Empfehlungen für sonntägliche Kirchenbesuche? Nein, wir möchten euch wenn, dann überhaupt nur darin missionieren, die Schönheit dieser Stadt zu entdecken…”

so ganz abwegig ist es aber trotzdem nicht, hier eine art “missionieren” im verneinten sinne zu sehen. schon die gewählte überschrift widerspricht der angeblichen intention, weil man doch weiß, welche “message”-wirkungen überschriften erzeugen. hieße der titel z.b. “Das schönste Panorama”, wäre es schon wesentlich “unverfänglicher”…

“… und gegen einen minimalen Beitrag von einem Euro könnt ihr euch oder eure Besucher beeindrucken. Ganz abgesehen davon, dass sich eine Visite dieser Kirche auch wegen der schlichten Eleganz des gesamten Gebäudes lohnt.”

die kirchen denken seit langem darüber nach, wie man durch “angebote” wieder mehr menschen in die kirchen lockt, und die ideen, die dazu entwickelt werden können, müssen auch nicht auf den ersten blick dazu führen, daß die menschen dann regelmäßig gottesdienste besuchen. oftmals reicht es schon, wenn auf diese weise der eine oder andere euro in den kassen der kirchen landet.

missionieren würde ich nicht unbedingt “unterstellen” wollen, eher so etwas wie “promoting” oder “marketing-förderung”. und evtl. hat sich ja doch die seit einigen jahren wieder einsetzende besinnung auf “frömmigkeit” (so nenne ich das mal) über einen umweg intentionale wirkung entfaltet.

in der rhetorik ist es übrigens ein besonderer “dreh”, mit der verneinung dessen zu beginnen, was man eigentlich vertiefen oder verteidigen möchte. das nur mal nebenbei.

das soll jetzt aber niemanden abhalten, sich den spaß zu machen, diesen ort aufzusuchen, um sich dem rundblick hingeben zu können, wenn denn schwindelfrei und ohne kreislaufschwächen…

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Hernando Velasquez

Danke für den Tipp, werd ich mal machen.

Von oben sieht der Turm auch ganz nett aus.

@Steffka
Ohne die distanzierenden Bemerkungen über Christliches und Kirche wär es auch gegangen. Oder?

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Toska

Ja, werter @Steffka, da kann ich mich nur @HV anschliessen.

Nichts gegen die Aussicht und als 4-fache Grossmutter schaffe ich auch Wendeltreppen, aber wenn man die Aussicht genossen hat, kann man auch den Gottesdienst besuchen.

Denn das, ist immer noch der Sinn einer Kirche.

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1704

@ Toska #5

“… , kann man auch den Gottesdienst besuchen.
Denn das, ist immer noch der Sinn einer Kirche.”

aber nicht unbedingt der sinn eines “Panoramas”. man kann da durchaus sinnvolle trennungen vornehmen…

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cora

@Toska
Und welchen Dienst besuche ich, wenn ich von der Goldelse den Ausblick genoß?

Ich kann das gut trennen, muss ich sagen. ich gucke mir ja auch Kirchen so an, von innen und von außen, ohne den Gottesdienst zu besuchen.

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Hernando Velasquez

@Toska hat geschrieben, dass man “kann” – nicht, dass man “muss”.
So what?

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1704

@ Hernando Velasquez #8

“kann” – falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: alle haben mit “kann” argumentiert, so what?

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Toska

@cora

Du kann doch machen was Du willst. Da war als ein Hinweis gemeint. Ich verstehe immer nicht Deine Agression dabei……

Deine Antisymphatie mir gegenüber ist schon drastisch.

Wenn ich mir Kirchen anschaue, egal ob nun wegen der schönen Aussicht oder schönen Fresken oder einen schönen Kreuzweg, versuche ich immer es mit dem Besuch des Gottesdienstes zu verbinden.

Und wenn Du es anders machst, ist es für mich auch in Ordnung.

Versuche es doch mal bitte mehr Sachlichkeit.

Wir müssen ja nicht heiraten

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cora

@Toska
Ich habe keinerlei Aggressionen gegen dich. Auch nicht gegen die Kirche.
Erwähnte ich nicht, warum mein Kind in einer ev. KiTa war?

Nun gut, dann noch einmal:
Weil ich (1986 aus der kath. Kirche ausgetreten) fand, mein Kind solle ein wenig mitbekommen von dem, was die christliche Religion ausmacht.

Aussuchen, ob sie glauen möchte oder nicht, das kann sie sich dann selbst.

Die Art und Weise, in welcher Religion transportiert wurde in dieser Kindertagesstätte, die gefiel mir ausgeprochen gut.

Es gab keine Essensgebete, keine Morgengebete, nichts dergleichen. Doch es wurde /wird den Kinder vermittelt, welcher Feiertag warum bei uns begangen warum wird.

Was blieb hängen?
Nicht viel zu bemerken zur Zeit, sie ist 14. na und? Aber der Grundgedanke ist da, ich habe getan, was ich tun konnte, um meinem Kind die christliche Religion nicht vorzuenthalten. Alles andere ist ihr Part.

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