Montag, den 23. November 2009

Sebastian in am 23. November 2009, 12:49   9 Leserbriefe »

Selbstmorde im Gefängnis sind offenbar nicht ganz zu unterbinden. Der dritte Suizid innerhalb von 4 Wochen, darunter der des jungen Mannes, dem Datendiebstahl von SchülerVZ und Erpressung vorgeworfen wurde, beschäftigt die Justizbehörden.

Über die Bahn hat sich jeder schon mal geärgert, aber ob das der Grund für das Anzünden von fünf Kleintransportern der DB AG gewesen ist, darf bezweifelt werden. In Hamburg sind übrigens auch fünf Transporter der DB AG angezündet worden.

Bei der Demonstration zum Gedenken an den vor 17 Jahren von Nazis ermordeten Silvio Meier gab es nur wenige Zusammenstöße und Festnahmen. Dass es so friedlich abgehen kann, lässt die vereinzelten Flaschen- und Steinewerfer nur noch dümmer aussehen, als sie es ohnehin schon sind.

Der Präsident der Berliner FU Prof. Lenzen wandert nach Hamburg ab. Das seine Berufung dort nicht störungsfrei war, lässt den Schluss zu, dass auch in Hamburg angekommen ist, was sie sich da gerade “eingefangen” haben und weshalb in Berlin wohl einige auch aufatmen.

Im Montagsinterview der taz erzählt Sharon Adler, die als Fotografin und Betreiberin des Onlineportals Aviva arbeitet, wie sie es mit koscherem Essen hält, die Idee hinter ihrem Frauen-Portal, Autos als Statussymbole und ihr Verhältnis zu Israel.

9 Kommentare

1

Metro

Ich frage mich bzw. mal so in die offene Runde, warum man diese sogn. besetzten Häuser nicht einfach räumt? Von dort geht doch nur Krawall aus, zwar mit linkem Anstrich, aber letztendlich auch nur Krawall.
Und wo bitte steht geschrieben, daß es unbedingt “Freiräume” für bestimmte Gruppen geben muß? Da könnte ja jeder kommen.
Ich würde diese Häuser alle räumen lassen, notfalls mit einem Feuerwehrschlauch, und alle rausspülen. Ist doch assi dieses Gehause dort.

2

(HSB) Sebastian

Leute, die sich E-Mailadressen anlegen, die nur 10 Minuten gültig sind, um hier so etwas undifferenziertes zu kommentieren, sollten von “assi” lieber nicht reden.

3

Helen

Laßt den Herrn Prof. Lenzen ziehen, schließlich wird überall nur mit Wasser gekocht.
Ich hatte immr den Eindruck, daß mehr auf Forschung als auf Lehre Wert gelegt wurde.

4

nter0ne

Diese “assis” in den besetzten Häusern hägne ja da nicht einfach immer nur rum (auch wenn der betreffende das nicht liest, will ich meinen Senf dazu geben). Für gewöhnlich steht hinter nem besetzten Haus eine Idee, ein versuch ein alternatives Lebensmodell darzustellen und zu leben. Gerne nutzt man hierzu das motiv der der utopischen gemeinschaft in der jeder jedem alles gibt und sich selbst nur das nimmt was er braucht…

klar aus ner S-Klasse mit dem Bild der Vorstadtvilla im Kopf sieht so ein Haus und deren Bewohner assig aus und manchmal ist es da drin auch net so schön. Liegt dann aber vielleicht auch daran, dass die Leute die das Modell vorleben am unteren sozialen rand leben. Ansonsten haben schon so manche Hausbesetzer abrissreife Gebäude am Leben erhalten und auf freigeistliche Art und Weise gestaltet und verschönert.

5

Aussteiger

@ nter0ne,

alternative Wohnideen schön und gut aber ich Frage mich:
Könnte man dafür nicht ein Haus mieten? Warum muss man denn Häuser besetzen. Jeder Mensch muss für seinen Wohnraum bezahlen, egal ob für das Eingenheim in Pankow oder den Plattenbau im MV. Warum sollen denn für diese Menschen andere Regeln gelten?

6

Hernando Velasquez

@Aussteiger # 5

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht das: Darf ich mit demselben “Recht” nun auch in die 6. Etage des KdDeWe gehen und dort nach Herzenslust schlemmen – für lau?

7

Metro

@ nter0ne

Dann gehen sie doch mal hin, in die Liebigstraße&Co., dann können sie ja selbst sehen, wie doll dort die Hausbesetzer verschönern und in welchem Tempo. Gehen sie mal abends vorbei, wenn der Späterverkauf dort noch offen hat. Durchaus möglich, daß das dieselben Leute sind, die man an der Frankfurter Allee betteln sieht, teils ziemlich aggressiv und alkoholisiert und meist mit mehreren freilaufenden Hunden.
Stimmt, für manche scheint das ein echtes alternatives Lebensmodell zu sein, allerdings verrottet langsam die Bausubstanz mancher besetzter Häuser, aber wahrscheinlich gehört das auch mit zum Konzept.
Und von den so dollen Ideen aus dem Hinterhof, naja, wahrscheinlich befinden sie sich noch in der Entwicklung. Komisch, in der selben Zeit, wurden Häuser nebenan oder gegenüber saniert und neue Läden zogen ein.

“Liegt dann aber vielleicht auch daran, dass die Leute die das Modell vorleben am unteren sozialen rand leben.”

Es soll sogar Fälle geben, also da wurden alternative Lebensmodelle nicht nur entwickelt, sondern sogar gelebt, und nebenbei ging man sogar noch arbeiten, halbtags geht auch, so man man eben nicht am unteren sozialen Rand lebte.

Im Übrigen finde ich schon, daß man dazu ruhig mal Stellung beziehen kann, denn schließlich wird das alles ja finanziert, nur eben, so wie es den Anschein hat, nicht von den Betreibern “alternativer Lebensmodelle”, sondern vom Steuerzahler, also auch teils von mir.
Sonst wird sich über Steuergeldverschwendung auch schnell mal aufgeregt, aber sobald jemand rumrennt wie ein Punk und sich links nennt, ist wohl alles anders.
(am WE, wie zu lesen war, kam es wiedermal zu einem kleinerem Zwischenfall in der Nachtlinie des Buses, pöbelten und wollten wohl auch nicht bezahlen, der Busfahrer schloß die Türen und rief die Polizei, dann stellte sich heraus, einer der Punks (bestimmt auch links eingestellt) wurde per Haftbefehl gesucht)

Und zu den Alternativen nochmal, letztens war es in der Presse zu lesen, diejenigen, die zumindest mit den Auto-Brandtstiftern aus der linken Szene symphatisieren, wenn nicht sogar welche persönlich kennen, so doll sind deren Ideen nicht gewesen, in einer offenen Diskussion, bzw. da kam fast gar nichts an echten Alternativen.
Laut Statistik sind auch die meisten Krawallmacher unter 25Jahre und wohnen noch bei Mutti. Ich würde daher eher sagen, Problemkind bzw. Problemfamilie anstatt alternatives Lebensmodell bzw. Weltverbesserer.
Wenn sich Kapitalismuskritik in brennenden Autos manifestiert, nun ja, wo parken denn die Automobile vom Hauptstadtblog, oder ihres?
Auf der einen Seite das Bewußtsein besitzen, unterstelle ich mal, das alles Energie kostet in der Herstellung, was widerum zu massiven Umweltschäden führt, bei eben begrenzten Rohstoffen, und dann einfach mal so Autos abfackeln. Ist doch assi. Oder ausdruck von Dummheit, wobei assi und Dummheit sich nicht unbedingt ausschließen.

Sagt ja selbst der Text: “Dass es so friedlich abgehen kann, lässt die vereinzelten Flaschen- und Steinewerfer nur noch dümmer aussehen, als sie es ohnehin schon sind.” Allerdings wird nicht erwähnt, daß sich auch die Autoabfackler mit unter denen tummeln. Einer wurde ja in U-Haft genommen, weil er unter Verdacht steht, wenn ich mich recht entsinne “wohnte” er in der Liebigstraße. Vor kurzem gab es schonmal eine Festnahme diesbezüglich, und wieder aus der links-alternativen Szene.
Find’ ich schon assi, sich am Eigentum anderer zu vergreifen, die man nicht mal kennt, und mit denen man auch nichts zu tun hat. Das Auto ihrer Eltern z.B. würden sie doch kaum abfackeln.

“Ansonsten haben schon so manche Hausbesetzer abrissreife Gebäude am Leben erhalten und auf freigeistliche Art und Weise gestaltet und verschönert.”

Mag sein, will ich nicht per se in Abrede stellen, aber speziell hier und jetzt geht es um die in der Liebigstraße.

So, ich habe fertig.

8

nter0ne

Ich hab ja garnicht gesagt, dass man toll finden muss wie die Leute leben oder überhaupt dass sie Freiräume für sich beanspruchen. Mir ging es eher darum die Laterne auf der anderen Straßenseite auch an zu machen, damit man mehr sieht ;)

Klar zahlen wir alle für Wohnraum! Aber versuch doch mal Miete zu zahlen wenn du gerade dabei bist ein Leben ohne Geld auszuprobieren… köööönnte schwierig werden.
Natürlich isses assi die Umgebung mit in den Dreck zu ziehen wenn man sich da niederlässt. Man sollte da auch immer ein Auge drauf haben, damit das nicht über die Stränge schlagt, aber man sollte bei aller Fokussierung auf die Linken nicht die andere Ecke der politischen Gesinnung vergessen, denn dort lauert die wirklich Gefahr für unsere geliebte (den Linken zu beschränkte) Freiheit!

9

anthrazit

ein leben ohne geld? schöner gedanke, aber wie verwirklicht man das? insbesondere in einer stadt (in freier wildbahn kann ich mir das gut vorstellen).
geld regiert ja nunmal leider.

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