Haus wird geräumt
Linda in Schlagzeilen am 24. November 2009, 17:49 Kommentare
In der Brunnenstraße 183 im Wedding tiefsten Ost-Berlin wird ein besetztes Haus geräumt, hier in der Morgenpost, in der taz, und hier auf Youtube.
[update] Hintergrundinfos liefert Andrej Holm
69 Kommentare
am 24. November 2009, 18:45 #
DAS IST UNSER HAUS UND IHR KRIEGT UNS HIER NICHT RAUS !
schade vor allem um den umsonststladen……….
und sie haben wieder ein stück stadtgeschichte plattgemacht……………
p.s.:
ja in solchen fällen benutze ich ihn gerne wohlwissend als parole……………..
Hernando Velasquez
am 24. November 2009, 19:00 #
@Linda
Das Haus steht in Alt-Mitte.
In der Weddinger Brunnenstraße wohnen Türken, die machen sowas nicht :-))
ICHO TOLOT
am 24. November 2009, 19:08 #
@HV Nr.2
woher willst das denn wissen ???????????
war ich blind zu meinen besetzerzeiten oder haben teile meiner mitbewohner/besetzer den namen “HUI-BUH” getragen…………………….
Hernando Velasquez
am 24. November 2009, 19:45 #
Wedding, Tiergarten und Alt-Mitte bilden den neuen Bezirk Mitte.
Die Brunnenstraße 183 steht in Mitte oder in Alt-Mitte aber definitiv nicht im Wedding.
Max
am 24. November 2009, 19:56 #
na dann kann man darauf warten, wann die liebigstr. 14 in frdh. geräumt wird.
gesäubert werden die bezirke. wohnprojekte werden wohl bald der vergangenheit angehören.
Aussteiger
am 24. November 2009, 20:00 #
Ich hoffe das der Eigentümer nun endlich den Umbau des Hauses zügig beginnen kann. Zeit wurde es ja.
ICHO TOLOT
am 24. November 2009, 20:39 #
@max
wär das was neues ??? seit schönbohm (90’er) nix neues im westen, ist doch klar das der osten auch noch überfallen wird……………
p.s.:
ich schlies ich mich deiner meinung an,……… zum kotzen……….
Prokrastes
am 24. November 2009, 20:49 #
HV hat recht.
Das ist am Weinberg zwischen Torstraße (Rosenthaler Platz) und Invalidenstraße.
Tiefstes Ost-Berlin, und definitiv überhaupt und gar nicht im Wedding. Der fängt erst gut einen Kilometer weiter nördlich an der Bernauer Straße an.
Scheiß-Bezirkezusammenlegung.
westberlin
am 24. November 2009, 21:09 #
wer jemals in der nähe eines besetzten hauses gewohnt hat,wird
in diesem moment vor lauter glück weinen.
die damen und herren können gerne mal einen sommer gegenüber der liebig
14 oder der rigaer 94 wohnen,ich geb euch keine 2 wochen und ihr habt die schnauze voll von kacke,sterni,feuer,kreischenden lesben,muttipunx,
horden von italienern,die sich das italien nie erlauben würden,usw usw usw.
das ganze auch noch projekt zu nennen….
Aussteiger
am 24. November 2009, 21:16 #
@ ICHO TOLOT
Die Besitzer hatten sich das Eigentum eines anderen Menschen unberechtigt zu Eigen gemacht. So sah es auch das Gericht, schön das Deutschland ein Rechtsstaat ist.
Helen
am 24. November 2009, 21:28 #
Die ganze Gegend sieht verkommen aus, in der sich so ein Haus befindet. Das Wort “Besetzer” sieht schon wie Aggression aus, und so benehmen sich auch diese Leute. Auf der einen Seite bekämpfen sie den Kapitalismus und auf der anderen Seite nehmen sie einem anderen sein Eigentum weg, denn was soll er sonst machen als sein Haus räumen zu lassen.
Manch einer sollte mal seine Großeltern fragen, so er welche hat, was alternatives Wohnen bedeutete.
ICHO TOLOT
am 24. November 2009, 22:16 #
wo benehmen sich diese leute agressiv wenn sie strukturen in einem kiez schaffen der so aussieht wie er ausieht, und das dank der eigentümer? wer hat denn die häuser verfallen lassen, das es dort so aussieht wie es aussieht – sicher nicht die besetzer !
welche aggression besteht eigentlich darin ein seit jahren einigermasen funktionierendes tauschgeschäft das komplett auf geld verzichtet wie der “umsonst-laden” am leben zu halten (von dem vor allem hartzIV-eempfänger profitieren)? welche aggression besteht darin ein haus in anspruch zu nehmen für das der eigentümer seit jahren keinen pfennig mehr für instandhaltung zurr verfügung stellt und verwahrlosen lässt?
zusatzfrage: wer hat denn fenster und türen instandgesetzt? besetzer oder eigentümer ???
zusatzfrage2: warum sind denn hier in erlin soviele mietwohnugen unter aller sau? wegen den besetzern die brachland wieder aufbauen ?
welche gewalt findet eigentlich dadurch statt, das hausbesetzer immer wieder versuchen, immobilienleichen in eigeninitative bewohnbar zu machen ?
zusatzfrage3: wer hat die häuser denn verfallen lassen? der eigentümer oder der besetzer ?
zusatzfrage4: (siehe zusatzfrage3) vor allem vor der besetzung ?
zusatzfrage5: gibt es hier in berlin denn nicht ein gesetz, das eindeutig regelt, inwieweit das verfallenlassen von gebäuden durch unterlassung von sanierungs und renovierungsarbeiten rechtswidrig ist ???????
ICHO TOLOT
am 24. November 2009, 22:26 #
nachtrag:
gibt es eigentlich nicht auch ein gesetz das auf die brunnenstraße zutrifft: gewohnheitsrecht? nach zehn jahren besetzung besteht das nämlich und siehe auch hafenstraße-hamburg, darf dann nicht so ohne weiteres geräumt werden, vor allem wenn kaufinteressen seitens der besitzer bestehen……
und das trifft eben alles auf die brunnenstraße zu………….
woher ich das weis?…… betriebsgeheimniss……….
Helen
am 24. November 2009, 22:33 #
Und wieviel Eigentümer hatten denn gar nicht die Möglichkeit ihr Haus instandzusetzen? Was vor 20 Jahren vielleicht als Eigentinitiative möglich war, ist doch heute nicht mehr der Fall. Diese Häuser wurden abgewohnt und sehen deshalb so heruntergekommen aus. Und auch der Eigentümr muß sich erst einmal Geld beschaffen, um dort wieder etwas machen zu lassen. Welche Bank gibt einen Kredit bei einem besetzten Haus?
1704
am 24. November 2009, 23:24 #
@ helen #16
nichts für ungut, aber es wurden ja einige links genannt, die man vielleicht erst einmal lesen sollte. das bild, das sich dann ergibt, sieht doch etwas komplizierter aus als es hier einige glauben machen wollen. ich persönlich neige zu der ansicht, daß es hier weniger um eine rechtsfrage geht, sondern um ein exempel. und so ganz nebenbei spielt das auch wieder weiter der gentrifizierung eines bezirkes in die hände. ist doch schön, wenn man da gegen “linke gewalttäter” = “hausbesetzer” = 2autos anzünder” zu felde ziehen kann, beruhigt die volksseele ungemein, hilft der gentrifizierung des viertels, schafft raum für verwertungsinteressen, ermöglicht eine bestimmte form von stadtentwicklung und alle sind glücklich, nur die dummen hausbesetzer wollen das par tout nicht einsehen – einmal abgesehen davon, daß die rechtsfrage so eindeutig geklärt nun doch wieder nicht zu sein scheint1
anthrazit
am 24. November 2009, 23:53 #
was passiert nun eigentlich mit denjenigen, die in dem haus gewohnt haben? landen die nun auf der straße?
ich tendiere in der sache eher zu einer ansicht wie in kommentar 14. diese leute sind doch keine verbrecher, aber sie werden wie welche behandelt. hausbesetzer kümmern sich meistens um ihr haus, halten es in stand, so dass es eben nicht zusammenfällt. warum teure sanierung, wenn’s auch billig geht?
sicher es gibt solche und solche, auch aggressive prolls, aber das kann man doch nicht generalisieren!
wahrscheinlich wird man sich nun für die räumung wieder “rächen”, so wie auf zahlreichen plakaten angekündigt. ist wieder ein “netter” anlass zum zündeln.
(müssen ja nicht die bewohner selbst sein, es sind oft genug eher sympathisanten – nur um dem vorurteil hausbesetzer=brandstifter vorzubeugen!)
und die rache trifft dann mal wieder völlig unbeteiligte. als konsequenz wird seitens der polizei bei der nächsten räumung oder demo dann wieder härter vorgegangen (schublade auf und rein, linke=brandstifter), also indirekt auch eine rache an unbeteiligten, des vorurteils oder der symbolkraft oder auch nur der prävention wegen.
ein teufelskreis. :-(
westberlin
am 25. November 2009, 00:02 #
@icho tolot
gibt es in mitte,ich meine DAS mitte,überhaupt noch h4empfänger?
ich glaube nicht,das die besetzer in der liebig 14 die fenster saniert haben.
ich habe noch KEINE sanierungsmaßnahmen der bewohner der liebig 34 gesehen.das haus fällt bald auseinander.
welche wohnungen sind denn in berlin bitte unter aller sau???????????
westberlin
am 25. November 2009, 00:05 #
@ anthrazit
soso,die kümmern sich um ihr haus.
haben sie mal die köpi gesehen? oder die liebig 34???
ICHO TOLOT
am 25. November 2009, 00:17 #
@helen
vieleicht hast du dabei vergessen, dass die brunnenstraße gerade zu wendezeiten besetzt wurde also vor ca. 20 jahren…………….
und heute als zum teil ( je nach haussflügel) es nicht mehr oder immer noch besetzt ist……………….
blöde frage: wie würdest du dich fühlen, 20 ahre in einem haus zu wohnen in dem du um mietverträge kämpfst, fenster türen, e.t.c. reparierst……….. und plötzlich kommt der rauswurf, weil der kieez hip wird und der hauseigentümer sich plötzlich für sachen interessiert, wofür du nie die knete hattest und trotzdem ausgegeben (was eigentlich er hätte machen müssen), aber statt ihm reingeschmissen(sonst wär dein zimmer kalt und die dusche auch nicht warm?)
und dann so ne ansage ???????? durch den fünfgewürfelten anbieter (je nach aktien und eigentümer)…………
ich stelle die frage nach dem fühlen auch deswegen um zu vermitteln, was in einem menschen vorgeht, der das mitmacht, das andere
von ausen nicht verstehen,…………….
und mal ganz grundsätzlich ob gestern oder heute: hausbesetzer sind nicht perse böse sondern sie reagieren nur auf die zeichen ihrer zeit………….
zusatzfrage:
gilt eigentlich rechtsfreiheit für hauseigentümer wenn ihr eigentum in besitz genommen wird?
zusatzfrage2: ist es eigentlich in ordnung das jemand recht an etwas behält welches recht er durch zuwiderhanddlung (sanierungsmasnahmen) mit füßen tritt und verkommen läst ????????
zusatzfrage3:
warum ist eigentlich immer der hausbesetzer perse der böse ????????
ICHO TOLOT
am 25. November 2009, 00:22 #
@westberlin
was willst du denn zum taschengedtarif verlangen, die frage ist doch wie es vorher ausgesehen hat – und nicht ob der job gut oder professionell gemacht wurde, als besetzer interessiert dich: läuft das wasser wieder oder immer noch nicht……..,……………. und nicht ob die fassade im sonnenlicht blinkt !
am 25. November 2009, 07:38 #
Ich bin kein experte auf dem Bereich Hausbesetzerszene, aber ich sehe dass dort, ethische Werte geschaffen werden, weit weg von den Vorstellungen des Kapitalismus. Klar stört sich der eine oder andere Nachbar am Lärm, der vermutlich manchmal aufkommt, und an den Sterni-Flaschen, aber solange man nicht zu den Alteingesessenen mietern gehört hatte man doch vorher die Möglichkeit zu sagen “nö ick hab keen Bock uff sowat! Da zieh ick nich hin!” Natürlich juckt es dem Eigentümer wenn er feststellt, da gehört mir ja was! Da hab ich mich nie drum gekümmert, weils nie lukrativ war, aber die Immobilienpreise dort steigen… hey da kann ich nen richtigen reibach mit machen… ich müsste nur die Besetzer rausschmeißen. Hier ist dann auch der Punkt wo ich jedem Besetzer recht gebe, der sagt: “Wir haben das Haus doch am Leben erhalten! Wir haben Instandsetzungsarbeiten gemacht und dafür gesorgt dass die Bude nicht zusammenfällt.” Mich würde es auch nicht wundern wenn der Eigentümer sich dachte ich lass es baufällig werden und schwups bauen wir billig was Neues drauf. Ist ja meist günstiger als nen maroden altbeu nach den Regeln der Bauaufsicht instandzusetzen.
Versöhnlich wäre es wenn der Eigentümer den (ehem.) Bewohnern einen Teil des Hauses als Dankeschön für die Pflege überlassen würde, mit Wohn- und Gestaltungsrechten etc. Aber dazu wird es wohl kaum kommen.
Ein Danke ist dem reinen Kapitalismus meist genauso fremd wie ein Bitte. Der kennt nur Angebot und Nachfrage.
Aussteiger
am 25. November 2009, 09:32 #
@ nter0ne,
auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, wir leben nun mal im Kapitalismus und ich persönlich finde das gut. Wem es nicht gefällt, sein Problem. Egal ob es einem gefällt oder nicht, man muss sich an Spielregeln halten und eine davon ist, das man für Wohnraum bezahlen muss, das war sogar in der DDR so. Das die Miete in Ballungsräumen höher als in der Provinz sollte auch jeder verstehen. Wie war das mit Angebot und Nachfrage? Ach so, das ist ja wieder der böse Kapitalismus.
am 25. November 2009, 10:17 #
grundsätzlich würde ich gerne die gute alte Diskussion vom bösen kapitalismus lostreten… leider führt das dann wieder zu weit an dieser Stelle. Fakt ist aber, (und da lass ich mir auch nicht reinreden) dass der Kapitalismus auf Dauer mehr Verlierer als Gewinner hervorbringt! Global gesehen ist das schon bittere Realität und auch in Deutschland spreizt sich liebe Einkommensschere. Mir kann auch keiner erzählen es Läge an mangelnder Einsatzbereitschaft wenn man nicht zu den Gewinnern gehört. Kann man manchmal einfach nicht. Jemand der sich entschlossen hat einen sozialen Beruf auszuüben wird sich eher selten am oberen Ende der Gehaltsskala bewegen. Ein Straßenbauer leistet mit Sicherheit auch nicht weniger als ein Bankierssohn tut!
Soviel nur in aller Kürze warum der Kapitalismus nicht die Lösung der Menschheitsprobleme und schon gar kein Dauerzustand sein darf! Es sei denn die wohlhabenden 1,5% der Menschheit wollen sich irgendwann nur noch in Panzern von A nach B bewegen um nicht von den restlichen ausgehungerten und ausgebeuteten 98,5% gelyncht zu werden!
am 25. November 2009, 10:19 #
Nachtrag:
Deshalb will ich noch lange nicht behaupten wir sollten den Sozialismus einführen, aber Gedanken machen sollte man sich dennoch wie diese Welt gerechter werden kann und genau da setzen so Projekte wie ein Umsonst-Laden an!
kann man sich mal durch den Kopf gehen lassen oder????
am 25. November 2009, 12:01 #
Spreeblick hat gerade auf seinem Blog auch noch mal das Geschehen zusammengefasst. Es gibt nicht nur schwarz und weiss wie es sich nach den Kommentaren vielleicht erschließen könnte.
www.spreeblick.com/2009/11/25/monopoly
Harald
1704
am 25. November 2009, 13:52 #
@ Aussteiger #26
“auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, wir leben nun mal im Kapitalismus…”
wer will das denn nicht wahrhaben? meinen Sie, die leute hierzulande sind zu dämlich, das zu begreifen?
“auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, wir leben nun mal im Kapitalismus und ich persönlich finde das gut….”
tja, und womit Sie sich etwas arg schwer tun ist die tatsache, daß andere das leben im kapitalismus eben nicht “gut finden”.
“auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, wir leben nun mal im Kapitalismus und ich persönlich finde das gut. Wem es nicht gefällt, sein Problem…”
bei “wem es nicht gefällt” erinnerte ich mich an die sonst übliche fortsetzung dieses satzes. der soll doch nach “drüben” gehen, blöd nur, daß es dieses “drüben” ja nicht mehr gibt. so verkürzt sich das eben, realist, der man ist, eben auf: “sein problem”. letzteres sehen Sie aber trotzdem völlig falsch. denn es ist auch “ihr problem”.
eine gesellschaft steht und fällt mit dem sozialen, mentalen konsens, den sie herzustellen vermag, findet sie diesen konsens nicht, wird sie eines schönen tages ihr blaues wunder erleben. man kann das natürlich immer auch ein wenig herauszögern, indem ein teil der gesellschaft eben repressiv auf den anderen einwirkt, aber auf dauer hält auch das nicht. jüngste beispiele dafür konnten wir in der jüngeren geschichte zur genüge finden. diese gesellschaft tut also gut daran, den konsens zu suchen, nicht die repression oder gar die konfrontation. im moment meinen ja viele, durch wegfall der real existierenden sozialistischen “alternativen” sei ja alles zum besten bestellt, der kapitalismus hat gesiegt, jetzt können alle menschen frei und glücklich leben. aber diejenigen, die das denken, täuschen sich, denn sie verstehen den kapitalismus nicht, sie verstehen auch nicht die zeit, in denen es im westen so “golden” war, und was sie am allerwenigsten verstehen: diese gesellschaft ist schon seit einiger zeit damit beschäftigt, den sozialen, mentalen konsens aufzukündigen…
“auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, wir leben nun mal im Kapitalismus und ich persönlich finde das gut. Wem es nicht gefällt, sein Problem. Egal ob es einem gefällt oder nicht, man muss sich an Spielregeln halten…”
man muß sich eben nicht an die spielregeln halten, sondern hält sich an die spielregeln, weil man es will, und um es zu wollen, muß man von der sinnhaftigkeit dieser spielregeln überzeugt sein, oder, die wesentlich unschönere variante: man muß dann eben notfalls auch mit brachiale(re)n mitteln zu dieser überzeugung gebradcht werden. je mehr widersprüche in den spielregeln auftauchen, oder je mehr widersprüche diese spielregeln erzeugen, desto weniger “überzeugender” und damit desto weniger “bindend” sind sie, und, um die negativ-variante nicht zu vergessen: desto brachialer auch die mittel und methoden, die leute davon zu überzeugen, sich doch bitte an die spielregeln zu halten.
im übrigen sollten Sie sich in diesem speziellen fall einmal von der vorstellung lösen, es ginge hier um “hausbesetzer” – es geht hier nicht um ein “besetztes haus”. wenn Sie sich einmal die mühe machten, die vielen darstellungen zur Brunnenstraße 183 einmal zur kenntnis zu nehmen, könnten Sie sich zum thema evtl. auch differenzierter äußern. so ein klein wenig habe ich ja bei ihnen den verdacht, daß es ihnen hier darum geht, dieses linke gesocks, wie manche menschen gern andere menschen bezeichnen und was ich Ihnen hier gar nicht unterstellen möchte, los werden zu können. mit solchen aktionen wird man dieses “linke gesocks” aber nicht los, im gegenteil, man schafft sich damit neue probleme. es könnte also gut sein, daß so manche argumentation pro räumung nichts anderes ist als eine ideologisch bestimmte tarnkappe…
und noch ein wort bzgl. “kapitalismus”, der kapitalismus, den Sie allem anschein nach meinen, geht über leichen, wenn es darum geht, eigene interessen durchzusetzen, ein ernstes spiel, in dem es nur darum geht zu gewinnen, letztlich auch völlig egal, mit welchen mitteln und methoden. “gut finden” das immer nur jene, die davon profitieren oder nicht unmittelbar negativ davon betroffen sind. was Sie nämlich in ihrer anschauung völlig übersehen: im kapitalismus können nicht alle kapitalisten sein, und je stärker sich der kapitalismus entwickelt, desto stärker nimmt die konzentration auf seiten der kapitalisten zu, d.h. auch, daß kapitalisten immer auch bereit sind, kapitalisten kaputt zu machen, um eben ein noch größeres stück kuchen zu bekommen. ist also alles nur eine frage der zeit, bis man selbst negativ betroffen ist, wenn man glück hat, stirbt man natürlich vorher und muß es nicht mehr selbst erleben…
Aussteiger
am 25. November 2009, 15:48 #
@ 1704,
wollen Sie es nicht verstehen oder können Sie es nicht.
Die Räumung erfolgte auf richterliche Anordnung, zur Wahrnehmung der Eigentumsrechte des Eigentümers. Nicht mehr und nicht weniger.
Ob nun ein Umsonstladen, als Projekt im dem Haus war ist total unwichtig.
Hernando Velasquez
am 25. November 2009, 15:50 #
@Ulf #31
Die sollen arbeiten gehen!!!
Wo denn?
Bei wem denn?
Millionen anständiger, arbeitsamer, motivierter und (aus)gebildeter Menchen finden keine Arbeit.
Wer soll sich denn dann mit solchem Grobzeug abgeben?
Das einzige, was ich da sehe: Gemeinnützige Arbeit – oder aber keinen einzigen Cent “Staatsknete”.
Kranke und alte natürlich ausgenommen.
Das könnte helfen. Denen und der Gemeinschaft.
Die gesetzlichen Möglichkeiten sind gegeben.
1704
am 25. November 2009, 16:13 #
@ Aussteiger #32
wenn Sie das so dezidiert einfach sehen (wollen),
was reden Sie denn dann von kapitalismus, was Sie gut finden und anderem?
übrigens, und natürlich nur nebenbei: interessant finde ich einen kleinen hinweis in einem der zahlreichen veröffentlichungen zum thema Brunnenstraße 183, daß das problem evtl. auch aus einem ungelösten vater-sohn-konflikt herrühren könnte, papi zeigt sohnemann, daß, wer sich an die spielregeln hält, eben zu was kommt, und sohnemann muß halt lernen, daß papi der klügere weil stärkere ist (?) aber, rein rechtlich gesehen, natürlich völlig belanglos…
1704
am 25. November 2009, 16:18 #
@ Hernando Velasquez #33
können Sie auch erklären, wozu ausgerechnet “grobzeug” gemeinnützige arbeit verrichten soll? Ihnen schweben da so tätigkeiten wie steinbruch und häuserabriß vor?
ist Ihnen übrigens bekannt, daß schon andere auf den gedanken gekommen sind, durch arbeit menschen zu disziplinieren?
passen Sie auf, daß Sie hier nicht versehentlich die ultrarechte keule zum vorschein reden…
Hernando Velasquez
am 25. November 2009, 16:53 #
@1704 #35
passen Sie auf, daß Sie hier nicht versehentlich die ultrarechte keule zum vorschein reden…
Da steh ich voll dazu: Verpflichtende Gemeinnützige Arbeit für alle jungen und gesunden Transferleistungsbezieher, die alle Maßnahmen der Weiterbildung und Vermittlung erfolglos durchhaben.
Sicher wurde das in der Menschheitsgeschichte von den unterschiedlichsten Systemen so gehandhabt.
Diese Keule können sie stecken lassen.
Und sensible Vermittler werden sicher die richtige Auswahl treffen, wer nun in der Schulbibliothek helfen oder wer im Park das Laub zusammenfegen darf.
Beides ehrenvolle Tätigkeiten.
Metro
am 25. November 2009, 17:25 #
“schade vor allem um den umsonststladen……….”
Warum eigentlich? War ja schließlich umsonst.
Schade das manche, Begriffe wie umsonst und kostenlos nicht auseinanderhalten können.
Wie zu lesen ist, einer der Grünen-Politiker fand das Projekt gut. Komisch, daß das die Besetzer wohl anders sahen, denn sonst wären sie bis zuletzt im Haus geblieben, um dieses so gute Projekt zu verteidigen.
Irgendwie feige, aber typisch, ganz ähnlich dem Autoabfackeln.
Wenn sich die sogn. Alternativen aus dem Linken Spektrum in dem Haus versammelt hätten, von ganz Berlin z.B., und locker die Zahl 600 geknackt hätten, und sich hätten alle abführen lassen, erhobenen Hauptes, mit Rückgrat, so das die Polizei mehrmals hätte fahren müssen um alle abzutransportieren, was dann vielleicht auch die U-Haftzellen gesprengt hätte, ja dann wäre mir bestimmt ein Schmunzeln übers Gesicht gehuscht.
Aber so, feiges linkes Gesockse!
Sigurd
am 25. November 2009, 17:56 #
Nun müsste von @ Hernando Velasquez kommen, aber @nobbi du bist natürlich nicht gemeint. Alle anderen die oftmals unschuldig in Hartz4 abgerutscht sind, nur du nicht.
Merken Sie eigentlich noch wie nahe Sie an dem sind, welches ich im Schah-Thread beschrieben hatte @ Hernando Velasquez?
ulla
am 25. November 2009, 21:05 #
Also den Kommentar von @Metro (Nr. 38) finde ich gar nicht so verkehrt. Besonders der letzte Absatz “Wenn sich die sogn. Alternativen…” gefällt mir. Na ja, ich würde vielleicht in Anbetracht einiger zart besaiteter user das Wort Gesockse vermeiden und dafür einfach “Zeug” oder “Typen” oder so ähnlich schreiben – das wäre aber auch mein einziger Änderungsvorschlag.
.
Ivo
am 25. November 2009, 21:12 #
Wohnprojekt ? Tolles Projekt.Heute gab es Bilder aus dem Inneren der Häuser zu sehen.Es sieht viel schlimmer aus,als die meisten sich das vorgestellt haben.Überall bergeweise Müll,frische und eingetrocknete Fäkalien,völliges Chaos,ein einziger Dreckstall.Es soll massiv nach Urin gerochen haben.
Diese Leute,die dort in dieser Höhle gehaust haben,diskreditieren echte alternative Wohnformen.
Ulf
am 25. November 2009, 21:16 #
@33 Hernando sorry aber jeder findet arbeit!!!! son rumgeeier geht mir auf die eier! kellnern, putzen kann man an einem tag lernen!
ulla
am 25. November 2009, 21:25 #
@Ivo
Das glaubt Ihnen hier im Blog wahrscheinlich kaum einer oder aber es kommen gleich Kommentare wie z.B. “…das hat bestimmt die brutale Polizei in der Nacht dort alles so hergerichtet um es der Presse zu zeigen” oder “der kapitalistische Hausbesitzer hat dafür gesorgt, daß niemand den Müll beseitigen oder aufs Klo gehen konnte” oder “diese Bilder hat die rechtsgerichtete Presse in den Slums von Hinterdingsda aufgenommen”. Sie werden sehen….;-)).
oStsEE
am 25. November 2009, 21:41 #
@ Metro
Haben Sie ein Auto? Wenn ja, dann findet das Gesockse es ja vielleicht…
ulla
am 25. November 2009, 21:43 #
@cora
Das, was ich geschrieben habe. Gucken Sie sich doch mal einen Teil der Kommentare an und auch sonst Kommentare, wenn’s um die linke Szene geht. Ich habe ja ganz bewußt “kaum einer” geschrieben weil ich weiß, daß nicht alle so etwas von sich geben würden.
Und bitte jetzt nicht “linke Szene” mit politisch eher links orientierten Leuten verwechseln, die links Orientierten, ob sie nun in der “die Linke” sind oder auch nicht, meine ich damit nicht.
Helen
am 25. November 2009, 21:45 #
@ 1704 zu Nr. 17
Ich habe die Links gelesen. sie sagen doch nichts anderes aus als im Text angegeben. Außerdem hatte ich vor meinen Augen auch das Haus in der Liebigstr., finden Sie diese Umgebung vielleicht attraktiv?
Allgemein habe ich aber immer das Gefühl, daß für Leute, die Geld verdienen, in der Stadt kein Platz ist. Nur, wo sollen die denn hin?
Außerdem haben auch “Besetzer” es geschafft, das Bethanien zu vertreiben. Es hat eine neue Bleibe gefunden, gut, und wie ich lesen konnte, gefällt es ihnen auch.
Dabei möchte ich aber auch sagen, daß es nicht nur die linke, sondern auch grüne Fraktionen unter den Besetzern gibt und das sind dann die Wähler, die Friedrichshain-Kreuzberg zum grünen Titel verhelfen.
oStsEE
am 25. November 2009, 21:56 #
Allgemein habe ich aber immer das Gefühl, daß für Leute, die Geld verdienen, in der Stadt kein Platz ist. Nur, wo sollen die denn hin?
@ Helen
Wirklich? Nun, das kann ich nun so gar nicht nachvollziehen. Ich nehme an Sie schreiben von Menschen, die viel oder mehr Geld als der “Durchschnitt” verdienen?
Ich habe im Gegenteil den Eindruck, es gibt (gerade in der alten Mitte) immer weniger Platz und Raum für Menschen, die nur wenig Geld bekommen…
Helen
am 25. November 2009, 22:08 #
@ Ostsee
Ganz so unrecht haben Sie nicht, ich meine auch die Leute mit etwas mehr Geld. Also, wo sollen die hin?
Sigurd
am 25. November 2009, 22:18 #
@Helen
Ich verstehe Sie nicht. Diese Menschen können doch leben, wo es ihnen gefällt. Sie wären höchstwahrscheinlich sehr erstaunt, welch „normale“ Bedürfnisse sogenannte Besserverdiener haben. Oder glauben Sie, die benötigen eine Villa, oder ein Schloss?
Berlin und sein Umland hat viele schöne Ecken, und neuerdings sehen besser verdienende sich auch gerne nach Wohnmöglichkeiten in Kreuzberg um. Wobei besserverdienende auch früher schon in Kreuzberg wohnten. Und dies, ob Sie es nun glauben oder nicht, manchmal sogar in besetzten Häusern.
ulla
am 25. November 2009, 22:19 #
@Helen
Am besten wahrscheinlich nach Hamburg, München, Paris, Rom oder nach Übersee. Hier in Berlin brauchen wir keine Leute, die investieren, sei es nun in Wohnungen, Arbeitsplätze oder anderes.
Steuerzahler, die richtiges Geld verdienen und es, weil sie hier in der Stadt leben, auch hier für ihren Lebensunterhalt, wie hoch der auch sein mag, ausgeben, brauchen wir offensichtlich nicht. Wir bleiben arm aber sexy ;-)).
ulla
am 25. November 2009, 22:26 #
@Sigurd
nee, das geht nicht, wenn oStsEE diese Leute nicht in Prenzlberg, bzw. “der alten Mitte” haben will, kann sie doch nicht wirklich wollen, daß die jetzt alle nach Kreuzberg ziehen, noch dazu, wo da immerzu neue Häuser und teure Autos an- oder abgefackelt werden.
Helen
am 25. November 2009, 22:31 #
@ Sigurd
Aber das meine ich doch. Man will sie in Kreuzberg z.B. nicht haben, das alles läuft unter Gentrifizierung.
@ Ulla
So ist es.
Und jetzt schalte ich meine Kiste aus. Ich habe meine Meinung gesagt.
1704
am 25. November 2009, 23:31 #
@ Hernando Velasquez #36
“Da steh ich voll dazu: Verpflichtende Gemeinnützige Arbeit für alle jungen und gesunden Transferleistungsbezieher, die alle Maßnahmen der Weiterbildung und Vermittlung erfolglos durchhaben…”
ich weiß, daß Sie voll dazu stehen – ich kenne Sie nicht anders, und Sie sagen in dieser hinsicht auch unwandelbar immer das gleiche. bei so viel beharrlichkeit muß man doch wohl von einer gewissen überzeugtheit ausgehen, oder?
wieso eigentlich “für alle jungen und gesunden”? kann es etwa sein, daß Sie von früheren wesentlich umfassender formulierten gedankengängen mittlerweile abgerückt sind? oder denken Sie, das liest sich für andere hier in diesem thread etwas akzeptabler, weil es hier ja (evtl. oder auch) um junge leute geht? und, ja ja, es geht hier natürlich auch um “ein türchen aufstoßen”, weil ja weihnachten vor der tür steht und es ja so auch einfach nicht mehr weitergehen kann…
mal ehrlich, Hernando Velasquez, sind Sie wirklich so naiv und weltfremd zu glauben, daß es, wenn einmal so eingeführt, bei “jungen und gesunden” bliebe?
geradezu niedlich finde ich dieses hier von Ihnen: “sensible Vermittler werden sicher die richtige Auswahl treffen” – ich hoffe, daß Sie das nicht zynisch gemeint haben. ich kann mir nämlich beim besten willen nicht vorstellen, daß Ihnen entgangen sein sollte, in was für einer gesellschaft wir mittlerweile (wieder) leben? und: wo bitte sollen denn diese “sensiblen vermittler” herkommen? diese “sensiblen vermittler” werden froh sein, daß sie auf der anderen seite des schreibtisches sitzen, und sie werden tun, was von ihnen verlangt wird, meinen Sie wirklich, man wird denen eine “sensible” vermittlung ermöglichen? bestenfalls in dem einen oder anderen einzelfall, die masse der betroffenen wird abgefertigt werden, wie gehabt! und so ein ganz klein wenig zeigt es ja auch Ihre ignoranz gegenüber dem, was schon praxis ist, finden Sie nicht?
und, übrigens: den anderen können Sie dann noch nebenbei erklären, warum sie keinen arbeitsplatz in der schulbibliothek haben und daß laub im park zusammenfegen leider leider alle ist, sie aber, über den umweg “sensibler vermittler” evtl. aussicht haben, genau dort wieder zu landen…
@ Ivo #44
“… Diese Leute,die dort in dieser Höhle gehaust haben,diskreditieren echte alternative Wohnformen.”
Sie meinen, “echte alternative wohnformen” haben sich gefälligst an das zu halten, was Sie unter “echten alternativen wohnformen” verstehen? ich fürchte, dann muß man sich über “echte alternative wohnformen” eigentlich gar keine gedanken machen.
1704
am 25. November 2009, 23:37 #
@ Metro #38
erstens glaube ich nicht, daß nun ausgerechnet dieses linke gesockse dafür zuständig ist, daß Sie grund zum schmunzeln haben, zweitens mögen Sie ja meinen, es sei feige, aber gehen Sie ruhig mal davon aus, daß dieses linke gesockse zumindest nicht blöd ist!
nebenbei: zu welchem gesockse zählen Sie sich eigentlich?
1704
am 25. November 2009, 23:48 #
@ Helen #50
“… finden Sie diese Umgebung vielleicht attraktiv? “
ich weiß nicht, was Sie unter “attraktiv” verstehen. man sieht der gegend mangel an geld an, aber das könnte man ändern, und um das zu ändern, gibt es ganz bestimmt nicht nur eine möglichkeit.
“Allgemein habe ich aber immer das Gefühl, daß für Leute, die Geld verdienen, in der Stadt kein Platz ist. Nur, wo sollen die denn hin?”
nur eine gegenfrage, weil ich sehe, daß Ihnen darauf schon geantwortet worden ist: haben Sie eine ahnung wie verschieden das ist, ob man sich die frage “wo soll man hin” mit viel geld oder etwas weniger viel geld oder wenig oder gar keinem geld in der tasche stellt?
Hernando Velasquez
am 26. November 2009, 00:26 #
Statt hier Gift und Galle auszukübeln, kann mir mal bitte jemad mitteilen, was an gemeinnütziger Arbeit so schlimm ist?
@1704
Wenn ich “jung und gesund” schreibe, dann meine ich das auch.
Ebenso wiederhole ich: Nach allen möglichen Vermittlungsversuchen.
Ebenso wiederhole ich: Nach den jetzt geltenden gesetzlichen Grundlagen.
@Sigurd
Insofern muss ich auch @Nobbi nicht sagen, dass ich ihn nicht meine. Ich hab ja die Teilmenge klar umgrenzt. Bei @Nobbi und vielen anderen kann ich mir sogar vorstellen, dass sinnvolle gemeinnützige Arbeit den anderen Maßnahmen des Arbeitsamtes vorgezogen würde.
In anderen Teilen Deutschlands wird gemeinnützige Arbeit vernünftig organisiert.
In Berlin wird stattdessen öminösen Anbietern von “Maßnahmen” und Kursen eine sprudelnde Einnahmequelle eröffnet.
Was da meist läuft (oder besser: nicht läuft) ist doch bekannt.
Selbst offizielle Stellen geben zu, dass dadurch eigentlich nur noch eins erreicht werden soll/kann: Die Zeit für Schwarzarbeit zu schmälern.
Einem Grossteil der Klientel ist das aber egal. Sie gehen da nicht hin, lassen sich sperren und kürzen, weil die Schwarzarbeit lukrativer ist.
Was spricht dagegen, stattdesen lieber sinnvolle gemeinnützige Arbeit zu verlangen?
Den scheinheiligen durch “Grobzeug” Schockierten, sage ich: Aus dem Kontext ergibt sich genau, wen ich damit meine.
Metro
am 26. November 2009, 00:39 #
@ oStsEE
“Haben Sie ein Auto? Wenn ja, dann findet das Gesockse es ja vielleicht…”
Nun ja, vielleicht, vielleicht steht es aber auch in der Tiefgarage die Videoüberwacht ist.
Aber im Grunde, ich würde sogar was drum geben, vorausgesetzt ich würde den feigen Hund dabei erwischen.
Schon komisch, wenn man heutzutage als Autofahrer, von sogn. bzw. selbsternannten linken Weltverbesserern um sein Eigentum bangen muß, und wenn man dann daran Kritik übt, einem auch noch doof gekommen wird.
Für mich ist das Gesockse, kleine feige Pi**** oder wie man sie sonst bezeichnen will.
Wie ich letztens schomal schrieb’, sollen sich doch die vor alternativen Ideen nur so strotzenden Autoabfackler doch bitte erstmal um die ollen Schüsseln ihrer Eltern kümmern, sofern vorhanden, notfalls können sie ja auch deren Bude abfackeln, oder deren Gartenlaube. Kritik in der eigenen Familie ist nämlich auch nicht verkehrt. Aber damit haperts ja oftmals, leider.
@ 1704
“nebenbei: zu welchem gesockse zählen Sie sich eigentlich?”
Zu gar keinem, bzw. wie sie eigentlich wissen sollten, solche Einordnungen geschehen meist von anderen und nicht von einem selbst. Insofern kann ich ihre Frage nicht beantworten Herr von und zu Klugschiß.
Diese “linken” Weltverbesserer halten sich bestimmt auch nicht für Gesockse, allerdings sprechen deren Taten eine durchaus andere Sprache.
Und da ich noch nie Autos abgefackelt habe, oder Wohnraum besetzt habe, und es im Grunde auch nicht vor habe, zähle ich mich auf jeden Fall zu den anderen, wobei “andere” nicht näher definiert sind bzw. noch näher zu definieren sind.
Zu ihrem Absatz darüber, ja sicher, zuständig sind sie dafür nicht… allerdings wollte ich damit nur zum Ausdruck bringen, wie man eigentlich sehr leicht herauslesen kann, etwas mehr Rückgrat finde ich gut, so wie der einen Grünen-Politiker dieses “alternative” Projekt gut fand, jedoch diese “Alternativen” wohl nicht, denn sonst hätten sie ja diese Projekt bis zuletzt verteidigt, vielleicht durch eine Sitzblockade, wie es die Atomkraftgegner schon mehrfach vorgemacht haben. Doch außer 3 Hansels auf dem Dach war ja keiner da. Vielleicht war auch die Uhrzeit von der Polizei falsch gewählt, und die “Alternativen” waren alle noch unterwegs. Als “Alternativer” hat man bestimmt sehr viele Alternativen der induviduellen sowie kollektiven Zeitgestaltung. Am Besten die Polizei hätte sich 2 Wochen vorher angemeldet, genau, das wär’ es natürlich gewesen.
1704
am 26. November 2009, 00:48 #
@ Nobbi #37
“Man gebe dem Grobzeug eine Harke in die Hand und ziehe dann den Hut vor demselben Grobzeug??? Oder muss das Grobzeug dann dennoch den Hut vor Dir ziehen, weil Du rangmäßig höher rangierst?”
evtl. hilft da Otto von Bismarck weiter: “Ein braves Pferd stirbt in den Sielen.”
evtl. kennen Sie das hier:
“Arbeit macht das Leben süß,
macht es nur zur Last,
der nur hat Bekümmernis,
der die Arbeit haßt.”
(Gottlob Wilhelm Burmann, Kleine Lieder für kleine Jünglinge mit Melodien von Gottlob Wilhelm Burmann. 1773)
[@ Nobbi #41
Kropp|zeug [n. -s; nur Sg.; ugs.] 1 Kleinvieh 2 [scherzh.] kleine Kinder 3 Gesindel 4 wertloser Kram [<mecklenburg. kropptüg ”kleine, unansehnliche Menschen, kleine Kinder“, eigtl. ‘kleine wertlose Fische beim Aalfang’, zu mnddt. krop, krûp ‘Vieh, kurzbeiniges Vieh, Federvieh’ (quelle)
— und wie jeder weiß, macht kleinvieh einfach auch viel mist…]
1704
am 26. November 2009, 01:15 #
@ Hernando Velasquez #61
wo lesen Sie denn etwas von “Gift und Galle” ?
“Wenn ich ‘jung und gesund’ schreibe, dann meine ich das auch.”
das ist doch gerade das schlimme, daß Sie das auch so meinen…
“Ebenso wiederhole ich: Nach allen möglichen Vermittlungsversuchen.
Ebenso wiederhole ich: Nach den jetzt geltenden gesetzlichen Grundlagen.”
nach allen “möglichen”, ach so, nur: wer bemißt, ob alle “möglichen Vermittlungsversuche” versucht worden sind? wer befindet darüber, ob die geeignete = individuell zutreffende “förderung” erfolgt ist? Sie wissen ja: “fordern und fördern”, was in den anfängen mal “fördern und fordern” hieß…
und, was Sie bei alldem immer ausblenden: die strukturelle arbeitslosigkeit in Deutschland ist sehr hoch. Sie erinnern mich mit Ihren vorschlägen ein wenig an so manches detail der französischen revolution. da meinte man, ein recht auf arbeit sei notwendig, zudem auch sittlich geboten und förderlich, es war aber nicht ausreichend “sinnvolle” arbeit da, und so ließ man leuten sand in säale schütten, damit sie den sand von der einen ecke in die andere schaufeln konnten…
1704
am 26. November 2009, 01:55 #
@ Metro #62
“… Zu gar keinem, bzw. wie sie eigentlich wissen sollten, solche Einordnungen geschehen meist von anderen und nicht von einem selbst. Insofern kann ich ihre Frage nicht beantworten Herr von und zu Klugschiß.”
nun, wenn Sie sich zu keinem gesockse zugehörig zählen, wozu zählen Sie sich denn dann zugehörig? ach ja, zu den “anderen”, die “nicht näher definiert sind bzw. noch näher zu definieren sind.” dann passen Sie schön auf, daß Ihnen am ende als ergebnis eines definitionsversuches nicht etwa klar wird, doch zu einem gesockse zu gehören, einem anderen eben.
und nebenbei könnten Sie doch einmal auch Ihren wortgebrauch “linkes gesockse” erläutern, da Sie ja durchaus zutreffend schreiben: “solche Einordnungen geschehen meist von anderen… Insofern…”, oder können Sie das auch nicht beantworten, weil Sie evtl. nicht so recht wissen, was in Ihrem kopf so vor sich geht?
“… wobei ‘andere’ nicht näher definiert sind bzw. noch näher zu definieren sind.” – schön, dann definieren Sie doch mal!
und bzgl. rückgrat – Sie haben hier wahrscheinlich so vorstellungen a la karl-may-festspiele, dabei sind es ja oft genug gerade jene, die rückgrat einfordern und dann in konkreten situationen, in denen es für sie eng werden könnte, davon dann doch fast schon gewohnheitsmäßig wieder abstand nehmen, oder meinen Sie gar, Sie bewiesen “Rückgrat”, indem Sie keine autos anzünden?
nur, um der höflichkeit genüge zu tun, wie möchten Sie denn tituliert werden, werter lactarius sprödblättler? oder einfach nur Krause, wie der hausmeister?
oStsEE
am 26. November 2009, 06:00 #
@ Helen
Ganz so unrecht haben Sie nicht, ich meine auch die Leute mit etwas mehr Geld. Also, wo sollen die hin?
Ich verstehe Ihre Frage nicht. Die sind doch schon da, überall? Ich glaube kaum, dass man sich als Gutverdiener wirklich Sorgen machen muss vertrieben zu werden.
@ Ulla
Gähn….
cora
am 26. November 2009, 07:24 #
@62
“Und da ich noch nie Autos abgefackelt habe, oder Wohnraum besetzt habe, und es im Grunde auch nicht vor habe, zähle ich mich auf jeden Fall zu den anderen,…”
Da böte sich doch dann die schlichte Umschreibung:
“ Das “andere” verp**** Gesockse….”
an.
Wenn wir denn hier schon Menschen mit solchen Ausdrücken belegen. Mal eine neue Form der Kommunikation hier im Block.
Zum Thema:
Natürlich ist es die Berechtigung des Hausbesitzers, über sein Eigentum zu verfügen. Und natürlich zeugt es nicht gerade von Engagement, wenn die eigentlichen Besetzer gar nicht (mehr) vor Ort sind.
@Ulla (46)
Ihre Ironie war auch schon mal besser.
Wenn denn ein derartiger kommentar kommt, wie Sie ihn vorhersagen, dann können Sie sich als Hellseherin outen – wow.
ulla
am 26. November 2009, 08:09 #
@cora
Mit dem Hellsehen ist es wie mit der Wettervorhersage – man liegt auch manchmal etwas daneben. Aber eben nur etwas, wenn ich mir hier die Stellungnahmen so ansehe. Und deshalb mache ich jetzt mal einen Vorschlag zur Güte bevor @oStsEE uns am frühen Morgen einschläft:
Wir sollten ganz schnell dafür sorgen, daß die Häuser in der “alten Mitte” wieder in den Zustand versetzt werden, den sie bis 1989 hatten. Dann ziehen die Besserverdiener von ganz alleine da weg, die alten Mieter können zu Ost-Mieten weiter da wohnen und, falls mal eines nicht bewohnt ist, können es selbstverständlich die Besetzer übernehmen – hat Frau Merkel ja damals auch gemacht, wie zu lesen war.
Und: oStsEE nicht schummeln! Ich kenne die Häuser, wie sie damals waren, nur von außen und das war schon schlimm genug.