Berlin, den 27. November 2009
Günter in Schlagzeilen am 27. November 2009, 09:13 14 Leserbriefe »
Gestern in Abgeordnetenhaus:
- Hochschulpolitik in Zeiten der Präsidenten-Flucht (während INSM-Mann Lenzen gegen die ‘Sozialisten und Sozialdemokraten’ wettert)
- Junge-Reyer droht der S-Bahn.
Und:
- Demo gegen Brunnenstraßen-Räumung.
- Hauptstadtpolitiker gegen Betreuungsgeld.
…muss jetzt leider los: Ausgerechnet Berlinpolis, bekannt für verdeckte PR bei der DB, macht eine Veranstaltung zu Grauzonen des Lobbyismus.
14 Kommentare
am 27. November 2009, 11:29 #
Mit dem Betreuungsgeld ist das so eine Sache… Gutscheine: Soll die Sozialpolitik jetzt wirklich die Eltern wie Kinder behandeln, nur weil manche sich wie Kinder verhalten?
ulla
am 27. November 2009, 12:40 #
Na, ich denke, wer sich wie ein Kind verhält, soll auch wie ein Kind behandelt werden. Was ist daran verkehrt?
Besser wäre natürlich, den Quatsch mit der Herdprämie, egal ob Bares oder Gutschein, ganz zu unterlassen. Mit der “Gerechtigkeit” kann man’s nämlich auch übertreiben.
Wer einen kostenlosen Krippenplatz nutzen möchte, kann es tun – wer es nicht möchte, nutzt den Platz eben nicht.
P.S.
Anders sähe es nur aus, wenn die Anzahl der Plätze begrenzt wäre – dann wären u.U. Gutscheine – kein Bargeld – eine vernünftige Lösung.
.
1704
am 27. November 2009, 13:34 #
@ ulla #2
in einem stimme ich ihnen zu: “… wer sich wie ein Kind verhält, soll auch wie ein Kind behandelt werden. Was ist daran verkehrt?” – ich meine auch, daß vielen politikern der besuch einer kita ganztägig ermöglicht werden sollte, und das verpflichtend, damit schon recht früh entwicklungshemmnissen entgegengewirkt werden kann und soziale kompetenzen sich entwickeln können…
“Mit der ‘Gerechtigkeit’ kann man’s nämlich auch übertreiben. “
wie übertreibt man “gerechtigkeit”?
Aussteiger
am 27. November 2009, 14:08 #
@ 1704,
das Sie das mit der Kitaverpflichtung für Kinder fordern war mir klar. Sie scheinen eine schlimmere DDR zu wollen als wie sie vor 20 Jahren war.
Allgemeine Schulpflicht ist ok aber Kitapflicht ist ja Entmündigung der Eltern.
Warum denn nicht alle Kinder den Eltern wegnehmen und in Grossheimen bis zur Volljährigkeit aufziehen und das Ganze nur von politisch ausgewählten Lehren.
Dann sollten Sie auch gleich eine neue Mauer um Deutschland bauen.
ulla
am 27. November 2009, 14:13 #
@1704
Neulich war, zur Eröffnung des Neuen Museums, 2 Tage lang der Eintritt frei.
Ich war nicht da – wenn ich jetzt dafür einen finanziellen Ausgleich verlange, weil andere Menschen etwas gratis sehen konnten, was ich nicht sehen wollte, dann hielte ich das z.B. für ein übertriebenes Verlangen nach Gerechtigkeit ;-).
Vergleiche hinken immer – aber mit den Krippenplätzen und der Herdprämie verhält sich’s ähnlich.
Aber auch sonst haben m.M. nach viele Menschen ein ziemlich gestörtes Verhältnis zur Gerechtigkeit – man könnte es häufig auch im weitesten Sinne mit Neid, bzw. Verkennung von Tatsachen umschreiben.
bln
am 27. November 2009, 15:18 #
@ Aussteiger
“Dann sollten Sie auch gleich eine neue Mauer um Deutschland bauen.”
Ach, brauchen wir doch gar nicht, solange manche noch eine Mauer im Kopf haben.
“Allgemeine Schulpflicht ist ok aber Kitapflicht ist ja Entmündigung der Eltern.”
Komischerweise scheinen sie dabei aber nicht an die Kinder zu denken. Haben sie schon mal überlegt, daß Kinder am Besten von mit und von anderen Kindern lernen können. Auch Kinder brauchen soziale Kontakte die über die eigene Familie hinausgehen.
Insofern bin ich für eine Kindergartenpflicht für alle Kinder, denn im Vordergrund sollte die gesunde soziale Entwicklung der Kinder stehen, und nicht irgendwelche Eltern, die sich nicht vorstellen können, daß ein Kindergartenbesuch ihres Nachwuchses, sich positiv auswirken kann, für beide Seiten übrigens, für die Kinder, wie für die Eltern.
Aus dem Wort “Entmündigung”, könnte man ableiten, daß sie der Meinung sind, Kinder gehören ihren Eltern, sind somit ihr Eigentum, was im Grunde völlig daneben ist. Sie sind Begleiter, Erzieher, aber in keinem Fall Eigentümer. Verantwortungsbewußte Eltern sollten eigentlich den Schritt begrüßen, sei es die Gutscheine oder die Kindergartenpflicht die angedacht ist. Aber leider wird es wohl doch nicht dazu kommen, da Kinder so gut wie keine Lobby haben, und Geld zu verteilen um so vieles leichter ist, selbst wenn es nicht vorhanden ist;selbst Schulden werden leichter gemacht, als wirklich etwas im Sinne für die Kinder zu tun.
Im Übrigen, warum sind sie denn dann für die Schulpflicht? Ist doch im Prinzip auch eine “Entmündigung” der Eltern? Oder denken sie wirklich, daß Kinder nichts im Kindergarten lernen bzw. gelernt haben;von ihnen vielleicht mal abgesehen?
Aussteiger
am 27. November 2009, 15:21 #
@ oStsEE,
warum sollte ich?
Ich bin mir sicher das 1704 inhaltlich das meinte, was ich verstanden habe. Seine Denkweise ist ja schon länger bekannt.
1704
am 27. November 2009, 18:04 #
@ Aussteiger #4,8
so ist das, werter @Aussteiger, wenn man meint, jemandes “denkweise” verstanden zu haben, sich zudem dabei auch noch “sicher” ist: man liegt oft meilenweit daneben- aber ich wundere mich mittlerweile bei Ihnen nicht einmal mehr, warum Ihnen so häufig gelingt, was kluge menschen zu vermeiden suchen…
ICHO TOLOT
am 27. November 2009, 18:14 #
na bei manchen eltern bin ich mir gar nicht so sicher ob die nicht entmündigt gehören,………..
allerdings sollte man sie nicht belohnen………….
aber mal zur praxis: statt hier über herdprämien zu debattieren, sollte das geld vielleicht dafür ausgenutzt werden endlich die MAE`s und co, die kompetent sind und lust auf den job haben festanzustellen…………..
1704
am 27. November 2009, 18:15 #
@ ulla #5
dann meinen Sie folglich nicht:“Mit der ‘Gerechtigkeit’ kann man’s nämlich auch übertreiben.“ sondern: manche vorstellungen mancher hinsichtlich “Gerechtigkeit” sind übertrieben oder unrealistisch, richtig?
zu neid fällt mir noch ein, daß viele vielen das unterstellen, weil sie nicht wollen, daß man über (soziale) gerechtigkeit diskutiert… aber, klar, es gibt auch neid, der sich wohl einzig und allein aus sich selbst nährt und der charakterlichen struktur des neiders zuzurechnen ist…
zur eröffnung des Neuen Museums war ich übrigens auch nicht. allerdings wäre ich auch nicht auf die idee gekommen, dafür einen materiellen ausgleich einfordern zu wollen, aber, hm, ich könnte darüber einmal nachdenken, ob der nicht sogar gerechtfertigt wäre. denn die kunst- und kulturförderung in diesem lande ist leider sehr weitgehend einem bestimmten kunst- und kulturdenken verpflichtet, in dem es ganz sicher nicht darum geht, allen künstlern etwa auch “gerecht” werden zu wollen. aber das nur nebenbei…
ulla
am 27. November 2009, 18:34 #
@1704
Ja, so in etwa meine ich’s – vielleicht hätte ich besser statt “Gerechtigkeit” “mit dem Gerechtigkeitsfimmel…” geschrieben. Das hätte es noch besser getroffen.
am 28. November 2009, 00:47 #
Ich denke auch, dass die Leute, die sich wie Kinder benehmen, auch ruhig so behandelt werden können.
Obwohl ich mich schon manchmal frage, in was für einer Gesellschaft wir denn leben.