Montag, den 30. November 2009
Sebastian in Schlagzeilen am 30. November 2009, 11:36 Kommentare
Die Schweizer stimmen über ein Bauverbot von Minaretten ab und in Deutschland fühlt sich die CDU bemüßigt, darauf hinzuweisen, die Ängste der Menschen bezüglich des Islam ernst zu nehmen. Auch der Landeschef der Berliner CDU, Frank Henkel macht da keine Ausnahme. Man müsse die Bürger frühzeitig in Bauvorhaben mit einbeziehen. Der Mann kennt aber schon die Bauvorschriften und die vorgeschriebene Bürgerbeteiligung? Und wann werden die Bürger in Bauvorhaben von irgendwelchen Großinvestoren einbezogen? Auch schön, finde ich, dass die CDU die einzige Partei in Deutschland ist, die gegen bundesweite Volksentscheide ist, jetzt aber versucht, mit dem Ergebnis eines solchen (wenn auch nicht aus Deutschland) Politik zu machen. Es regt mich auf!
Die LINKE hat am Wochenende auf einem Landesparteitag über ihre Koalition mit der SPD, die Rekommunalisierung der Wasserbetriebe und die Diätenerhöhung diskutiert. Die eigenen stabilen Umfragewerte geben Selbstbewusstsein, die der Koalition eher Anlass zur Sorge.
Ein Investor hat das ehemalige Freizeitbad “Blubb” in Britz vom Liegenschaftsfond des Landes gekauft und will ein Familienhotel mit Badelandschaft daraus machen. Mit teuren Eintrittspreisen versteht sich. Der Artikel im Tagesspiegel hat auch eine Miniaturansicht zu bieten.
Im Montagsinterview mit der taz erzählt Sozialarbeiter Semih Kneip von seiner Kindheit im Berlin der 70er-Jahre, warum gesellschaftliche Eliten auch als Parallelgesellschaften gesehen werden können und warum er in einer Kirche wohnt.
Sonst noch was?
- “Panke 2015” – so lautet der Titel des Projektes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Renaturierung der Panke.
- Ein toter Vogel machte der Bahn und ihren Kunden am Wochenende zu schaffen.
- Die Schweinegrippe interessiert die Berliner nur peripher.
81 Kommentare
Django
am 30. November 2009, 12:26 #
“Die Impfabneigung der Berliner sieht Gesundheitssenatorin Lompscher mit gemischten Gefühlen. Es sei zwar gut, dass unter den Berlinern keine Panik herrsche, sagt sie. Sie befürchtet aber, dass die Menschen die Gefahren einer Pandemie nicht ernst nehmen.”
Von welcher Pandemie labert die denn ?
Wo sind denn die zichtausend Toten ?
In Australien ist die Grippewelle gerade vorbei, haben jetzt den Frühling, haben sich auch das Hirn weichlabern lassen, und für Millionen den Impfstoff geordert, völlig umsonst. Es sind sogar weniger gestorben, als bei der üblichen Grippe.
Experten meinen, das neue Virus wird das alte Grippevirus auf Dauer verdrängen, und besser handelbar sein, und weniger tödlich, als das Alte.
Kann man mal sehen wie mächtig die Pharmas und deren Lobbyisten sind.
Gibt ja auch Journalisten, die am “Tropf” der Pharams hängen, was leider immerwieder verschwiegen wird.
Und das in der Schweiz, etwas halbherzig, wenn sie den Neubau von Moscheen verboten hätten, dann könnte ich die lächerliche Schockiertheit der sogn. politischen Eliten etwas verstehen. Obwohl, wenn man sich anschaut, wieviele christliche Gotteshäuser z.B. in den letzten Jahren im arabisch-moslemischen Raum gebaut wurden, da wirkt dann diese Schockiertheit sogar ziemlich verlogen, vielleicht auch aus Angst um’s Image, schließlich hängt die Welt z.T. am Öltropf arabischen Welt.
Was in dem Zusammenhang auch ganz interessant ist, wer in Saudi-Arabien mit einer Bibel im Gepäck einreisen will, kann gleich wieder umdrehen, oder muß mit Sanktionen rechnen, weil es nämlich verboten ist. So viel zur vielbeschworenen Toleranz. Leider wird dahingend immernoch mit zweierlei Maß gemessen, besonders bei den sogn. Eliten.
Aber war schon lustig zu sehen, wie die schweizer Politiker wie die Lemminge da saßen, und anscheinend nicht mal ahnen konnten, wie ihr Volk tickt.
1704
am 30. November 2009, 13:26 #
@ Django
wir wollen uns aber doch nicht etwa von Saudi-Arabien vorschreiben lassen, wie wir es hier mit der religionsfreiheit halten wollen?
im übrigen verstößt die entscheidung in der Schweiz gegen die europäische menschenrechtskonvention – da bin ich eher beruhigt, wenn sich die mehrzahl der politiker dort schockiert zeigt. und wie man gestern im fernsehen sehen konnte, nach bekanntgabe des ergebnisses, sind auch viele schweizer über ihre landsleute schockiert, und es gab sogar solche, die sich für die entscheidung ihrer landsleute schämten… und Sie wissen schon, daß es in der gesamten schweiz nur 4 moscheen gibt, die überhaupt ein minarett haben? von daher kann man durchaus entsetzt sein über die “vernunft und klugheit” mancher Schweizer…
Django
am 30. November 2009, 13:51 #
@ 1704
“wir wollen uns aber doch nicht etwa von Saudi-Arabien vorschreiben lassen, wie wir es hier mit der religionsfreiheit halten wollen?”
Vielleicht nicht von Saudi-Arabien, aber man hat den Eindruck von den Türken. Was die beiden verbindet? Der Islam.
“im übrigen verstößt die entscheidung in der Schweiz gegen die europäische menschenrechtskonvention”
Kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber akzeptieren. Was haben eigentlich Bauvorschriften mit Menschenrechten zu tun? Na egal, irgendein türkischstämmiger EU-Abgeordneter wird’s schon wissen und erklären können.
“sind auch viele schweizer über ihre landsleute schockiert”
Na klar, will mal wieder keiner gewesen sein. Die Blöd-Zeitung liest ja auch niemand, von kaufen ganz zu schweigen. Typisch deutsch, könnte man sagen, wenn es nicht die Schweiz wäre, obwohl auch dort u.a. Deutsch gesprochen wird.
“und Sie wissen schon, daß es in der gesamten schweiz nur 4 moscheen gibt, die überhaupt ein minarett haben?”
Klar weiss ich das, wurde ja gestern bis zum Erbrechen wiederholt. Doch wie sagen die Linken immer, wehret den Anfängen. Komischerweise gilt das aber immer nur für eine Seite.
Ich möchte kein Minarett vor meiner Haustür haben. Und wenn es dazu kommen sollte, werde ich wohl umziehen. Falls eine Kirche vor meiner Haustür enstehen sollte, würde ich auch umziehen, weil so gut wie jede “Religion” im Kern intolerant ist.
1704
am 30. November 2009, 14:31 #
@ Django #3
“Wehret den Anfängen” geht auf das hier zurück: “Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.” und stammt keineswegs von den “linken”, sondern von Publius Ovidius Naso, besser bekannt unter dem namen Ovid. besagter ovid lebte von 43 v. Chr. bis 17 n. Chr. übersetzt lautet das zitat: “Wehre den Anfängen! zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind“ und es stammt aus Ovids schrift “Remedia amoris“ (”Heilmittel gegen die Liebe“). vielleicht interessiert Sie das…
am 30. November 2009, 15:02 #
Wer seine Religionsfreiheit durch das Verbot von Minaretten eingeschränkt sieht, hat wohl prinzipiell ein anderes Problem. Es klingt abgedroschen, aber probier doch mal im Iran oder selbst noch in der ach so toleranten ich will in die EU Türkei, eine christliche Einrichtung zu bauen.
am 30. November 2009, 15:09 #
@Django @schwarz: Ich kann keinen Zusammenhang zwischen mangelnder Toleranz anderswo und einem von Freiheit und Toleranz geprägten Land, das ich eben darum schätze und dessen Freiheit und Toleranz ich verteidige, sehen. Wenn das hier zu einem “andere Länder /Religionen sind aber auch intolerant, deshalb sollten wir auch weniger tolerant sein”-Thread wird, dann mache ich die Kommentare für diesen Beitrag zu. Danke für die Aufmerksamkeit!
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 15:44 #
nur weil sich woanders irgendwer intolerant verhält muss ich das noch nicht nachmachen. klingt ja wie im mittelalter:aug um aug, zahn um zahn. ja liebe mitleser: genauso entsteht krieg. und das kanns ja nun nicht sein. ich denke schon das man irgendwie versuchen sollte die mauern in den köpfen einzureissen. vor allem gebe ich zu bedenken, das es ja woanders wieder ganz anders abläuft: in istanbul z.B. ist die trennung zwischen kirche und staat nun definitiv durchgeführt. und das stringent. auch ist das eine blühende metropole, in der sich westliche touristen durchaus frei bewegen können und man glaubt es kaum: sich dabei auch noch wohlzufühlen ohne religionszwänge. also ist es doch gar nicht gesagt, das alle moslems oder islamisten so ein brett vorm kopf haben wie sich manche das immer wieder nur allzu gerne vorstellen.
ausserdem gebe ich zu bedenken das ein minarett in erster linie eine architektonische bauform ist – sogar schloss neuschwanstein hat etliche und ist sicher nicht das einzige westlich/christlich geprägte bauwerk dieser art. das muss ja noch lange nicht heisen das da oben ein imam steht der lauter jodelt als die kirchturmglocke – das sind zwei paar unterschiedliche stiefel………….
p.s.:
ich weis jetzt gibts wieder schelte, aber mich wird von dieser meinung niemand abbringen können………..
Hernando Velasquez
am 30. November 2009, 15:48 #
Sollte irgendein tief betroffener Schweizer Gutmensch mit dem Ergebnis der Abstimmung Probleme haben und mit der Keule “Europäische Menschenrechtskonvention” kommen, dann wird der Schweiz nichts anderes übrig bleiben, als aus dem Europarat (Türkei, Albanien, Russland…) auszutreten. So hat sich gestern auch schon die Justizministerin geäußert.
Das kostet keinen Rappen und bleibt ansonsten folgenlos für die Schweiz.
Die Alternative, sich als Regierung oder Parlament gegen den demokratisch geäußerten Volkswillen zu stellen, scheidet wohl aus. Das wäre fatal für das politische Establishment. Die Quittung käme mit Sicherheit bei der nächsten Abstimmung.
Das gestern Beschlossene hat heute bereits Verfassungsrang in der Schweiz.
Logisch, denn Demokratie heißt ja bekanntlich Volksherrschaft.
Das ist der Unterschied zwischen direkter Demokratie und solch Spielereien wie den Volksbegehren in Berlin.
Hier können 70% für Tempelhof sein, Wowi macht dann doch, was er will.
Herr Bosbach sollte sich mal verbal zurückhalten und lieber Taten sehen lassen. In Punkto Multikulti gibt es ja kaum noch Unterschiede zwischen unseren 5 Bundestagsparteien.
Was die Herrschaften vergessen: Wo 5 Parteien Platz haben, da ist auch Platz für eine 6. Das Potenzial ist gestern ja aufgezeigt worden.
Noch eins zum Schluss: Die Sache an den Minaretten aufzuhängen, war höchst albern. Das hätte man besser formulieren können. Klare Regeln für das multikulturelle Zusammenleben. Definition der Leitkultur. Jeder, der da einwandern will, sollte wissen, worauf er sich einläßt.
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 16:00 #
@HV
also der vergleich mit tempelhof hinkt, immerhin hat eine mehrheit entschieden, das er geschlossen werden soll, und zwar per volksentscheid. wenn der rest nicht wählen geht, isser selbst schuld, aber es gibt für die 70% die du ansprichst keine belege.
wo ich dir recht gebe ist das prozedere um einen volksentscheid: hier sind die rechtlich nicht bindend, sondern haben empfehlenden charakter. das heist jeder volksentscheid ist eine farce die nur sinnlos geld verpulvert. das ist in der schweiz anders. dort ist er bindend. deswegen muss ich die entscheidung auch akzeptieren obwohl sie mir nicht schmeckt. kritisieren darf ich sie trotzdem.
nochmal zurück zum volksentscheid: wenn sebastian sich aufregt, das sich die cdu auf volksentscheide beruft, obwohl sie eigentlich volksentscheide ablehnt, dann regt mich das auch auf. und so wie sie volksentscheide ablehnen hätten sie den um tempelhof gar nicht forcieren dürfen. das ist einfach inkonsequent und bringt meineserachtens die glaubwürdigkeit der politik weiter in bedrängniss, mal hü mal hott, wies grad passt, bloss keine eigene meinung und vor allem nicht zu stehen……………
Aussteiger
am 30. November 2009, 16:09 #
@ Hernando Velasquez
Klasse!
Definition der Leitkultur. Jeder, der da einwandern will, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
Wenn ich auswandern will muss ich mich an die Gepflogenheiten des neuen Landes anpassen. Nur in Deutschland ist es anders, hier hat sich die Bevölkerung an die Zugezogenen anzupassen.
am 30. November 2009, 16:13 #
Ein weiteres Objekt christlichen Ursprungs hat gestern unter großer Beteiligung und unter Mitwirkung zweier Außenminister die Welt in Berlin erblickt …
wishbringer.twoday.net/stories/6068646/
Obwohl … christlichen Ursprungs isser ja gar nicht, die Kirchen haben ihn erst adaptiert, als sie nicht mehr dran vorbeikamen. Der Ursprung hat eher etwas heidnisches. Mehr dazu findet sich wie üblich in der Wikipedia …
de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum
Schöne Adventszeit
Ach ja: “Minarette zu Pflugscharen ;-)”
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 16:16 #
@aussteiger
“Nur in Deutschland ist es anders, hier hat sich die Bevölkerung an die Zugezogenen anzupassen.”
leiden wir wieder an verfolgungswahn ????? wer zwingt dich denn ??? frau merkel mit dem nudelholz ??????……………
apropos leitkultur: und wenn mir die leitkultur als einheimischer nicht schmeckt, was dann ????????
ganz klar: wer sich anpassen lässt ist selber schuld………….
p.s:
wärs nicht an der zeit sich nen anderen nick zuzulegen ??
Sigurd
am 30. November 2009, 17:29 #
Als ich das Ergebnis der Abstimmung in der Schweiz gestern in der Tagesschau sah, dachte ich so bei mir, hoffentlich kommt dies nicht im HSB zur Sprache. Einige werden es nie lernen, was Toleranz von Anpassung, oder gar Unterwerfung unterscheidet. Deshalb bringt es nicht das Geringste, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Schade finde ich nur, dass die hohlen Sprüche vom AS-Blog hier nun endgültig rüberschwappen, denn bisher ging es hier recht tolerant zu. Tolerant, nicht unterwürfig oder angepasst.
oStsEE
am 30. November 2009, 17:35 #
Danke, Sigurd.
(Dann werden wir dieses Jahr noch ein letztes Weihnachtsfest begehen – der Untergang der Abendandes steht ja bereits bevor…)
1704
am 30. November 2009, 17:39 #
@ Hernando Velasquez #8
es geht zu einem teil um die religionsfreiheit, aber es geht auch um das dikriminierungsverbot, und es geht um einen fundamentalen rechtsgrundstz, nämlich den der rechtsgleichheit. im übrigen würde die Schweiz durch die annahme des mehrheitsbeschlusses nicht nur gegen die europäische menschenrechtskonvention verstoßen, sondern auch gegen viele internationale abkommen, die die Schweiz unterzeichnet hat, darunter auch der UNO-Pakt II. die meinung, das bliebe folgenlos für die Schweiz, dürfte irrig sein…
“Die Sache an den Minaretten aufzuhängen, war höchst albern. Das hätte man besser formulieren können. Klare Regeln für das multikulturelle Zusammenleben. Definition der Leitkultur. Jeder, der da einwandern will, sollte wissen, worauf er sich einläßt.”
Sie geben hier zwar gut wieder, worum es den “minarett-gegnern” tatsächlich mit dem verbot ging/geht, aber was macht Sie so sicher, daß, hätten diese es nicht an der “albernen” frage der minarette “aufgehängt”, überhaupt eine mehrheit zustande gekommen wäre? es ist klar, daß man jetzt versucht, das ganze politisch auszuschlachten, denn darum wurde es ja initiiert, aber es steht nicht widerspruchsfrei zur rechtsordnung der Schweiz, und das wissen diese herrschaften ganz genau und nehmen es billigend in kauf. das gleiche gälte übrigens auch für Deutschland, sollten sich jetzt einige ermuntert fühlen…
Toska
am 30. November 2009, 18:09 #
Ach @Ulla – falls Sie auf diese Seiten stossen
hatten Sie nicht mal was von “ Platzhirsche “ geschrieben.??
na schön, nun haben wir den Salat.
Hernando Velasquez
am 30. November 2009, 19:24 #
@Sigurd 13
Einige werden es nie lernen, was Toleranz von Anpassung, oder gar Unterwerfung unterscheidet.
Das ist ein weites Feld.
Viel schlimmer finde ich, dass “einige” die Toleranz der Deutschen als Schwäche sehen und das austesten bis ans Limit.
Dabei sollte es doch auch in deren Sprache solch ein Sprichwort geben: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Aber wenn das Kind in den Brunnen…
Im As-Blog wird man Sie mit offenen Armen aufnehmen. Dort kann man jetzt leicht die Meinungsführerschaft übernehmen.
Übrigens – finden Sie Ihr #13 eigentlich tolerant?
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 19:36 #
@HV
du sagst es: “einige”. das stimmt ja auch durchaus, rechtfertigt aber noch lange keine kollektivstrafen bei denen auch unbescholtene abgewatscht werden die sich absolut friedlich verhalten und gar kein interesse haben uns ihren lebensstil aufzudrängen…………….
Hernando Velasquez
am 30. November 2009, 19:37 #
Hallo @Toska!
Du sprichst in Rätseln ( #16 ).
-
@1704 #15
aber was macht Sie so sicher, daß, hätten diese es nicht an der “albernen” frage der minarette “aufgehängt”, überhaupt eine mehrheit zustande gekommen wäre?
Schwer zu sagen.
Kann aber auch sein, dass sogar noch mehr zugestimmt hätten.
Die Schweizer sind ja erfahrene Abstimmer. Im Lesen und Interpretieren von politischen Texten sicher erfahrener als manche Nachbarn.
Mal folgen sie den Empfehlungen der Parteien, mal nicht.
Beim Minarett stimmten sie gestern gegen fast alle Parteien, bei der Waffenausfuhr folgten sie den Empfehlungen.
Die Schweiz ist mit ihrem Anders-Sein über die Jahrhunderte sehr gut gefahren. Man denke nur an die beiden Weltkriege.
Sigurd
am 30. November 2009, 20:04 #
In der Saunalandschaft des „Blub’s“ haben wir uns früher sehr gerne mehrere Stunden aufgehalten. Es war stets eine willkommene Erholung. Eine ruhige, gepflegte Atmosphäre und mehrere verschiedene Saunen, sorgten für das Wohlbefinden.
Leider hatten auch wir über die Jahre diese Einrichtung aus den Augen verloren. Ich wusste gar nicht, dass das Blub bis auf die Saunaanlage geschlossen wurde.
Schade drum, ich fand es war etwas anderes, als die „normalen“ Hallenbäder. Soweit mir bekannt ist, auch das erste Erlebnisbad in Berlin.
Hernando Velasquez
am 30. November 2009, 20:28 #
Es gab im Blub erhebliche Sicherheitsmängel mit schweren Unfällen und auch Hygieneprobleme.
Bin mir jetzt aber nicht sicher, ob es deswegen zwangsweise geschlossen wurde.
Django
am 30. November 2009, 20:37 #
@ 1704
“und stammt keineswegs von den “linken”, sondern von Publius Ovidius Naso”
Wußte ich bisher noch nicht, aber danke für die Aufklärung.
Im Übrigen, wenn sie nochmal bitte genau lesen möchten, dann
hätten sie sich ihren, wenn auch lehrreichen, Einwand sparen können.
@ Sigurd
“Einige werden es nie lernen, was Toleranz von Anpassung, oder gar Unterwerfung unterscheidet.”
Leider schrieben sie nichts von Akzeptanz. Aber nun gut, ich will es mal tolerieren. Toleranz liegt nicht weit weg von der Ignoranz, von daher ist Akzeptanz durchaus besser.
Übrigens, auch das gilt widerum für beide Seiten. Wir, sowie die arabische Welt, sollten akzeptieren, daß die Schweizer nunmal so abgestimmt haben, wie sie es haben;natürlich auch die tiefgeschockten schweizer Politiker.
Ich, bzw. viele Europäer haben ja auch bestimmte Gegenbenheiten im arabisch-moslemischen Raum zu akzeptieren, ganz besonders dann, wenn sie sich in selbigem bewegen, meist ja als als Minderheit.
Wenn ich dann lese, das in Pakistan mal wieder demonstriert wird, diesmal wegen den Schweizern, wird wahrscheinlich gleich jemand beschwichtigen, aber trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack. Ein Mufti aus Ägypten hatte sich auch schon zu Wort gemeldet, und nach der nächsten Bundestagswahl, also, ich wage gar nicht weiterzudenken.
Heinz Buschkowsky (spd) hat’s vorhin in der AS schon richtig gesagt, in so einigen Ländern sind christliche Kirchen verboten. Aber wir, gerade wir Deutsche mit unserer nicht so lupenreinen Vergangenheit, gerade wir müssen “tolerant” sein, und alles “ertragen”, denn sonst ist man aber ganz schnell in einer ganz bestimmten Ecke.
@ (HSB) Sebastian
“Ich kann keinen Zusammenhang zwischen mangelnder Toleranz anderswo und einem von Freiheit und Toleranz geprägten Land, das ich eben darum schätze und dessen Freiheit und Toleranz ich verteidige, sehen.”
Also ich schon. Aber vielleicht haben wir beide dahingend ja unterschiedliche Perspektiven, was ja im Grunde nicht schlimm ist.
Ein kluger Mann sagte übrigens einmal, “um die Freiheit zu verteidigen, muß man an einem bestimmten Punkt intolerant sein.”
“Wenn das hier zu einem “andere Länder /Religionen sind aber auch intolerant, deshalb sollten wir auch weniger tolerant sein”-Thread wird, dann mache ich die Kommentare für diesen Beitrag zu.”
Nun ja, können sie halten wie sie wollen. Bezeichend ist aber schon wie hier, aber auch bei Kulturschaffenden, oder anders gesagt Eliten, eine gewisse Schwäche bezüglich Begrifflichkeiten auszumachen ist, wie z.B. vorhin in der “Kulturzeit”. Am Ende war dann nämlich ganz lapidar von Ausländerfeindlichkeit die Rede. Also wenn schon, dann bitte Islamfeindlichkeit. Und wie schon erwähnt, ich halte Toleranz für das weitaus schwächere Wort, Akzeptanz ist da viel stärker, da es u.a. bedeutet, das man aufeinander zugeht, was aber vielen schwierig fällt, da sie nur zu gern in alte Dogmen fallen, wie z.B. wer was gegen Minarette hat, ist auch automatisch auslanderfeindlich. Nur um klarzustellen, das sollte man im Einzelfall analysieren und nicht über einen Kamm scheren. Die neue Forderung der Rechtspopulisten in der Schweiz, nun die bestehenden 4 Minarette abzureißen ist natürlich völliger Blödsinn.
Vielleicht sollte man das schweizer Votum als das sehen was es ist, ein Ausdruck fehlgeschlagener Integration der Moslems, verschuldet von Leuten, die es wohl aus falsch verstandener Toleranz gut meinten, aber dadurch nur weitere Probleme schafften und vielleicht auch z.T. durch die Moslems selbst mitverschuldet wurde.
Eines noch, ich wollte nur meiner Meinung zu dem Thema Ausdruck verleihen, und wer meint, mich dadurch in eine ausländerfeindlich Schublade stecken zu wollen, dem sei gesagt, ich bin selbst mit einer zusammen, und sehr glücklich mit Ihr (wir beide haben übrigens bei dem Thema ganz ähnliche Meinungen).
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 21:03 #
@django
also wenns um die lupenreine vergangenheit geht, hat wohl so jedes völkchen seine leichen im keller. aber deswegen müssen die fehler ja nicht unbedingt aus trotz widerholt werden, vor allem wenn man sie als fehler erkannt hat.
und ja man muss das akzeptieren wie die schweizer entschieden haben aber deswegen nicht für richtig empfinden.
und nein nicht jeder wird automatisch in die schublade gesteckt, aber es ist doch sehr wohl so, das man darauf hinweisen muss sollte, wenn sich jemand da hart an der grenze bewegt, b.z.w die gefahr des abgleitens besteht, weil man ja weis wie schnell das mit dem mob und den geistigen brandstiftern am stammtisch geht und sehr schnell die rattenfänger große ohren bekommen und ihre chance spüren und deswegen ist definitiv auch kritik wichtig an entscheidungen die man zu akzeptieren hat: es heist ja deswegen nicht, das man es für gut befinden muss und genau deswegen gehört es auch ausdikutiert um klarheit zu schaffen wenn unklarheiten bestehen………….
ulla
am 30. November 2009, 21:14 #
Man sollte den Schweizer Volksentscheid auch mal von einer anderen Seite beleuchten:
4 Minarette gibt es schon – wenn jetzt noch mehr dazu kommen, vielleicht 10 oder 100 oder noch mehr, und von jedem läßt der Muezzin 5 x am Tag seinen Ruf erschallen, steigt nämlich die Lawinengefahr in der Schweiz von wegen der Schallwellen enorm.
Der Entscheid hat also möglicherweise gar nichts mit Islamfeindlichkeit zu tun und läßt sich deshalb nicht mit deutschen Verhältnissen, außer in den Alpen, vergleichen.
@Sigurd, oStsEE und Toska (13, 14 und 16) – da hatten wir mal wieder ähnliche Gedanken ;-)).
1704
am 30. November 2009, 21:38 #
@ Hernando Velasquez #19
man kann, man kann nicht, man kann, man kann nicht…
ist Ihnen z.b. der Art. 261 StGB (der Schweiz) bekannt? danach steht das öffentliche diskriminieren, verunglimpfen oder verfolgen von angehörigen einer religion unter strafe.
wie kann man nun das verbot von minaretten sehen, wo doch z.b. kirchtürme nicht verboten werden? wie verhält es sich mit dem grundsatz der rechtsgleichheit (Art. 8 der Bundesverfassung), wenn ein verfassungsgebot schon eine ungleichbehandlung vorsieht (christen dürfen, muslime nicht), indem es zwischen kirchtürmen und minaretten unterscheidet? wenn solche widersprüche zukünftig erlaubt sind, dann könnte es auch sein, daß die verfassung der Schweiz bald das papier nicht wert ist, worauf sie gedruckt wurde…
@ Django #22
wenn Sie es lehrreich fanden, dann war es doch gut, daß ich es mir nicht “gespart” habe, nicht? es war auch nicht als “einwand” gemeint, sondern als erläuterung, und genauso bitte ich auch das mit den linken zu lesen…
können Sie mit einem satz wie diesem hier etwas anfangen: “ein denken im sinne einer symmetrisierung von unrecht führt zu unrecht”?
und, bzgl. “akzeptanz” vs. “toleranz” – da erliegen Sie, denke ich, einem verständnisirrtum. akzeptanz ist aktiv im sinne von zustimmen, toleranz passiv im sinne von dulden, hinnehmen zu verstehen. es macht schon einen großen unterschied aus, ob man die meinung/lebensart/usw. eines anderen akzeptiert oder ob man sie toleriert, im ersten fall hieße das nämlich, daß man dieser meinung/etc. zustimmt, während man im zweiten fall diese meinung/etc. nur so stehen läßt, sie hinnimmt, aber nicht teilt, und schon gar nicht zustimmt…
“Die neue Forderung der Rechtspopulisten in der Schweiz, nun die bestehenden 4 Minarette abzureißen ist natürlich völliger Blödsinn.”
nein, das ist leider kein “blödsinn”, sondern ganz folgerichtig – der blödsinn hat nämlich methode! und klammheimlich hofft man natürlich auch, daß die von diesem blödsinn betroffenen ebenso blödsinnig reagieren, dann hat man nämlich die gründe, die amn braucht, um weiteren blödsinn machen zu können…
1704
am 30. November 2009, 21:42 #
@ ulla #24
schade, daß Sie sich nicht vor dem schreiben zum thema etwas schlau gemacht haben, denn genau das, was sie hier ansprechen, ist in der Schweiz längst verboten. es gibt da nämlich bau- und umweltvorschriften, die das eindeutig regeln, sprich: längst geregelt haben, und zwar in dem sinne, daß es verboten ist…
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 21:46 #
@ulla
also hier in berlin gibts mehrere minarette, und deswegen jodelt auch nicht von jedem ein imam viermal am tag runter (siehe auch mein beitrag :Nr.7) also die angst sehe ich unbegründet, können uns ja mal in neukölln an der hasenheide hinsetzten und mit nem grill und ein paar getränken beobachten und nachzählen………….
@all
was heist integration vom wort her eigentlich: “Integration (fem., von lat. integer bzw. griech. entagros = unberührt, unversehrt, ganz)”
d.h. ich baue ein element in ein großes ganzes ein, aber auch gleichzeitig ohne es zu verändern sondern seine integrität, sprich eigenständigkeit (lat. integritas „unversehrt“, „intakt“, „vollständig“) zu bewahren………….
ich vergleiche das jetzt mal mit legosteinen, selbst wenn der vergleich hinkt: ich bau ein häuschen, mir fehlt ein stein und nehme deswegen einen stein einer anderen serie. ich male ihn aber deswegen nicht an, damit er passt oder säge daran rum, ich könnte ja das ursprungsmodell aus der serie wo der stein herkommt nochmal im urzustand brauchen sei es um ihn sammler zu verkaufen oder selber sammler bin, die auf vollständigkeit wert legen, weil ansonsten der preis gemindert wird, sprich der wert der eigenständigkeit des einzelnen menschen in seinem glauen und wesen gemindert und damit ja auch automatisch die wertschätzung sinkt, weshalb eine integration ja überhaupt von vornverherein zum scheitern verurteilt ist, weil man sich über etwas drüberstellt und versucht umzubauen ……….
stellt sich also die frage:
ist integration eigentlich von integrierern überhaupt gewollt, oder wird hier sogar der falsche begriff benutzt und wir diskutieren auf großer bühne über einen völlig falschen sachverhalt ??? geht es hier um integration oder doch wie sigurd das schreibt: unterwerfung und gleichschaltung ??? und wenn es nicht darum geht, worum geht es dann ??? das wüsste ich dann aber doch mal gerne…………
ulla
am 30. November 2009, 21:54 #
Da können Sie mal sehen, wie einfältig ich bin, @1704. Und Kirchenglocken dürfen auch nicht mehr läuten? Aber Kuhglocken doch – oder?
Jetzt ist mir auch klar, warum Wilhelm Tell mit der Armbrust geschossen hat!
Daß man keine Silvesterböller abschießen darf wußte ich aber schon von einem Urlaub in Tirol her – gut, was?
ulla
am 30. November 2009, 22:02 #
@Icho
Grill mag ich nicht; aber Getränke, warum nicht?
Und ansonsten werde ich mir wieder angewöhnen, bei Kommentaren wie der Nummer 24 “Ironie an” – “Ironie aus” zu vermerken.
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 22:02 #
@ulla
die kuglocken bimmeln auch nicht so laut, das ne lawine ausgelöst wird aber dafür sogar noch öfter ;-)
mal ganz abgesehn von den alphörnern und jodlern………….
ne glaub mir, das überstehen die alpen schon, die sind einiges an krach gewöhnt………..
1704
am 30. November 2009, 22:11 #
@ ulla #28
ich denke, Sie argumentieren hier wie anderswo etwas fern der realität, aber egal, Ihnen gefällt ´s, und, klar, Sie wollten mal wieder irgendwie komisch sein…
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 22:12 #
@ulla
na dann halt ne ghettotonne für den glühwein sollte es wieder kalt werden…………..
central station
am 30. November 2009, 22:14 #
Ein kluger Mann sagte übrigens einmal, “um die Freiheit zu verteidigen, muß man an einem bestimmten Punkt intolerant sein.”
Wenn man denn seine Freiheit durch ein Bauwerk bedroht sieht…
Vielleicht gefallen die Dinger den Schweizern auch einfach nur nicht.
Oder wurde tatsächlich offen die drohende Islamisierung als Grund für das Verbot genannt (habe jetzt nicht alles gründlich gelesen, pardon)?
Das fände ich dann doch sehr albern.
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 22:24 #
@central station:
hier ein interview mit dem initiator, das eine eindeutige sprache spricht……..
derstandard.at/1259280842889/Minarettverbot
interesannt dabei, wie sehr er sich gegen das verbot von christlichen symbolen in der schule wehrt, was dem widerspricht, was manch anderer hier schon ins feld geführt hat, womit sich eigentlich nur zeigt, wie populistisch und wenig inhaltlich diese diskussion um integration eigentlich geführt wird………….
und noch ein paar hintergründe aus der faz:
ulla
am 30. November 2009, 22:34 #
@1704 (31)
…und, fühlen Sie sich nun wohler?
@c s
Sehe ich auch so – die Schweizer haben ja nicht gegen Moscheen sondern gegen die Minarette gestimmt. Wenn ich mir überlege, gegen welche Bauwerke wieviele Berliner (Hauptbahnhof z.B.) immer sind, kann man nur froh sein, daß es nicht jedesmal einen Volksentscheid gibt mit anschließender Diskussion um Xxxx-Feindlichkeit.
Bernd
am 30. November 2009, 22:36 #
Die Volksabstimmung in der Schweiz trifft wahrscheinlich in eine “Wespennest”. Ich möchte gar nicht wissen wie es ausgehen würde, wenn so eine Abstimmung in Deutschland möglich wäre.
Was man aus der Schweiz, wahrscheinlich lernen kann ist, dass bei genügend Propaganda aus einen politischen Richtung letztendlich jedes Ergebnis durchsetzbar ist.
Irgendwie hab ich das Gefühl, das ich eigentlich nie weiß was “das Volk” will. Trifft man sich privat gehen die Meinungen zur Integration von “politisch korrekt” als wichtige Aufgabe
bis hin zu “Stammtischgeschwätz” von großer Ablehnung. Und wenn ich mich selber hinterfrage kommt auch ein weites Spektrum heraus. Hätte ich was gegen Minarette und Moscheenbau? – nein. Was ist wenn direkt in meiner Nachbarschaft eine Moschee gebaut wird? – werd ich schon nachdenklicher und versteh mich nicht, weil ich sicher nix dagegen hätte wenn da eine Kirche hingebaut würde. Einen Muezzin auf dem Minarett kann ich definitiv ablehnen – aber auch da frag ich mich, warum ich Kirchenglocken so eindeutig ohne Probleme annehme.
Ich weiß nicht ob ich dem Beitrag von Django zustimmen kann:
“Vielleicht sollte man das schweizer Votum als das sehen was es ist, ein Ausdruck fehlgeschlagener Integration der Moslems, verschuldet von Leuten, die es wohl aus falsch verstandener Toleranz gut meinten, aber dadurch nur weitere Probleme schafften und vielleicht auch z.T. durch die Moslems selbst mitverschuldet wurde.”
Klingt auf den ersten Blick nicht unlogisch – aber die Frage ist was wir eigentlich mit Integration meinen? Dass auch Islamisten möglichst angepasst in der Gesellschaft verkehren – am besten so, dass man sie gar nicht mehr von “guten Deutschen” unterscheiden kann?
Ich tu mir eigentlich immer schwer mit dem Begriff “Integration” – hab das Gefühl, dass damit eben vor allem Anpassung an alles was halt so bei uns “üblich” ist gemeint ist. Und dabei eben ausschließlich Anpassung der “fremden Kultur” an unsere Eigene.
Und ich glaube, dass diese Auffassung von Integration wirklich unmöglich ist – unmöglich für die Zuwanderer die damit Ihre eigene Kultur aufgeben müssten. Statt “Integration” müssten eigentlich “Bedingungen für ein mögliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen” angestrebt werden.
Keine bedingungsloses “MultiKulti”, sondern die Frage wie es für alle möglich sein könnte ein möglichst reibungsarmes Zusammenleben zu ermöglichen. Die derzeitig bestehende “Ghettobildung” die jahrzehntelange Politik mitverursacht hat, kann ja wirklich nicht das gewünschte Ergebnis sein.
1704
am 30. November 2009, 22:37 #
@ central station #33
aber wo denken Sie denn hin, das schweizer volk hat lediglich ein anliegen und sorgen zum ausdruck gebracht. nun ist alles wieder gut, denn das volk hat der regierung mal wieder den (rechten) weg gewiesen.
aber wer weiß, vielleicht wächst sich das ganze ja noch zu einem regelrechten verfassungsstreit aus, denn die gefühlten sieger dieser abstimmung argumentieren: “… Sollten es Gerichte wagen, den Volksentscheid mit Verweis auf die Europäische Menschenrechtskonvention oder den Uno-Pakt über die bürgerlichen und politischen Rechte umzustossen, müsste die Schweiz die entsprechenden Verträge künd[ig]en. Es kann und darf nicht sein, dass das Völkerrecht unsere direkte Demokratie aushebelt. Die SVP wird sich auch hier mit aller Vehemenz für das Volk uns seine Interessen einsetzen.” (quelle: hier)
bemerkenswert: wenn man gegen die europäische menschenrechtskonvention oder gegen das völkerrecht verstößt, na, dann kündigt man einfach die zustimmung zu diesem vertrag und alles ist gut. ich glaube wirklich, die wissen nicht wirklich, was sie da tun, kann aber auch gut sein, daß das brett vor´m kopf so weit und breit ist, daß sie gar nicht sehen können, wohin sie stolpern (wollen)…
ICHO TOLOT
am 30. November 2009, 22:44 #
@1704
können wir nur froh sein, das es wenigstens auch noch einen recht großen anteil an menschen von 43 % gibt die nicht so denken………..
1704
am 30. November 2009, 22:50 #
falls jemand das interesse hat, sich einmal die sicht derjeniger (Bundesrat und parlament) anzuhören, die sich gegen ein minarettverbot ausgesprochen hatten, dann kann er das hier tun… (dabei ein wenig geduld üben, es dauert ein wenig, bis die begründung dargelegt wird)
necurryauffefaust
am 30. November 2009, 23:04 #
na toll kirchen dürfen gebaut werden mit dazugehörigen glockentürmen,synagogen dürfen gebaut werden aber moscheen und minaretten uhhhhhhh ganz gefährlich.
“…sich die CDU bemüßigt, darauf hinzuweisen, die Ängste der Menschen bezüglich des Islam ernst zu nehmen.”
welche ängste?ich habe keine angst vor muslimen und ich bin da bestimmt nicht der einzigste.
und wenn die was ernst nehmen sollten dann den abbau solcher ängste und da hilft ein minarettenverbot oder moscheeverbot sicher nicht da ist dann wohl eher das gegenteil der fall.
nach dem motto “na wenn die das verbieten dann muss da wohl was schlechtes sein.
als ob alle islamisten terroristen wären.
wenn das so ist,dann sind christen feige mörder und juden längst täter statt opfer.
diese islamphobie nervt genau wie schweinigrippe, steuergeldverschwendung und ministerpostenvergabe ala lotto totto
1704
am 30. November 2009, 23:13 #
@ ICHO TOLOT #38
froh sein? wohl eher: es besteht noch begründeter anlaß zur hoffnung…
central station
am 1. Dezember 2009, 00:24 #
Danke, ICHO TOLOT, für den verlinkten Artikel.
Besonders seltsam fand ich dies Zitat hier
Das hat mit der Religion nichts zu tun, außer als Symbol für den ganzen Islam, für das Scharia-Recht, für den politischen Islam.
Beinhaltet nicht “der ganze Islam” die Religion?
Wie ist das eigentlich (kennt sich hier jemand islamtechnisch aus?), haben Minarette wirklich eine so starke Symbolkraft, sind sie wirklich nur da um zu repräsentieren? Per se sind sie doch kein Symbol, sondern in erster Linie Architektur.
Mir fällt das immer besonders schwer, dieser Schiene “Architektur als (politisches, religiöses, wasweißich) Symbol” zu folgen, weil in meinen Augen ein Bauwerk in erster Linie für sich selbst steht, und erst dann folgt für mich eventuell, aus Interesse, was der Architekt / Bauherr damit aussagen will, und als letztes, welchem Zweck es dient. Architektur an sich ist weder gut noch böse. Sie ist höchstens (subjektiv) schön oder hässlich.
Ein Gebäude tötet nicht, es liebt und hasst nicht. Es huldigt selbst auch nicht irgendeinem Gott oder einer Ideologie. Und seine Wirkung ist auch immer subjektiv, da kann der Bauherr zehnmal damit Einschüchterung oder Macht demonstrieren wollen, letztendlich entfaltet der Bau seine wahrhaftige Wirkung beim jeweiligen Betrachter. So empfinde ich das, ich will damit niemandem zu nahe treten. Ganz gleich ob es nun ein Sakralbau oder der Palast eines Herrschers ist, auch bei so genannter “Nazi-Architektur” (ist ja ein besonders sensibles Thema) ist das so – auf mich hat Architektur nicht immer die Wirkung, die vielleicht beabsichtigt ist… und ich glaube, das würde noch mehr Leuten so gehen, wenn sie sich unvoreingenommen und unbefangen der Betrachtung von Architektur widmen würden, mal völlig ohne Hintergrund der gewollten oder prädestinierten Bedeutung eines Baus. Wichtig ist der Gedanke: Architektur selbst ist ungefährlich. Die Idee dahinter ist es eventuell. Nur muss man diese Idee, diese vorgeschriebene Bedeutung, ja nicht für sich selbst übernehmen. Man kann einen Bau auch völlig unbehelligt davon schön/ nicht schön, anziehend/ abstoßend finden.
Bla… Wieder zu weit ausgeholt.
Also, ich halte die Überleitung von Minaretten zur Scharia aus o.g. Gründen für übertrieben.
@ ulla:
Warum keine Volksentscheide? Ich fände das besser, gerade weil es immer so viel Gezänk gibt. Gut, in Berlin würden nach einem Jahr praktisch angewandter Demokratie dann vermutlich nur noch die Grillen zirpen (Stillstand) :-)
Die einzige Feindlichkeit, die in Berlin durch solche Entscheide ausgedrückt würde, wäre die Veränderungsfeindlichkeit. Ist doch keine Diskussion wert ,-)
Hernando Velasquez
am 1. Dezember 2009, 00:24 #
@necurryauffefaust
als ob alle islamisten terroristen wären
Wo war denn von Terroristen die Rede?
Es wurde noch nicht mal behauptet, dass alle Moslems Islamisten sind.
Also bitte: Mal schön die Kirche im Dorf lassen.
Es geht doch um ganz was anderes.
Lesen Sie doch einfach mal, was Muslime selbst sagen:
Ministerpräsident der Türkei Recep Tayyip Erdogan:
«Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die Gläubigen unsere Armee.»
oder:
Die deutschtürkische Islam-Soziologin Necla Kelek:
«Minarette sind im Bewusstsein der muslimischen Herrscher immer eine offensichtliche Machtdemonstration gewesen. Heute geht es den Moscheevereinen nicht um Spiritualität und auch nicht um Integration, sondern um Politik, um die Besetzung von Terrain. Und auch, wenn man jetzt auf den Ruf des Muezzins zu verzichten vorgibt – irgendwann kommt er doch.»
oder:
Die Deutsche Orientalistin und Islamschwärmerin Annemarie Schimmel gibt offen zu: «Das Minarett ist eine Art Siegesturm, das sichtbare Zeichen der Gegenwart des Islam in einem neu eroberten Gebiet.»
necurryauffefaust
am 1. Dezember 2009, 01:44 #
@HV:
“Es wurde noch nicht mal behauptet, dass alle Moslems Islamisten sind.”
wie? aber die religion der moslems heisst doch islam ebenso die von den “isalmisten”.
“…unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die Gläubigen unsere Armee.”
“…Minarette sind im Bewusstsein der muslimischen Herrscher immer eine offensichtliche Machtdemonstration gewesen. Heute geht es…um Politik, um die Besetzung von Terrain. “
“Das Minarett ist eine Art Siegesturm, das sichtbare Zeichen der Gegenwart des Islam in einem neu eroberten Gebiet.”
also doch alles terroristen,mindestens aber böse menschen?
wenn ich mir die standpunkte durchlese die sie zitieren,dann verstehe ich auch warum die minaretten weg sollen.
beschneidung.
macht man bei männlichen tieren ja auch so dannach sind sie meist ruhiger,ausgeglichener und zutraulicher.
@central station:
in gedanken habe ich die wörter gebäude,sakralbau,palast,bau,bauwerk,architektur und architiekt durch graffiti,bombing,wildstyle und sprüher ersetzt.
liest sich auch gut. ;)
central station
am 1. Dezember 2009, 01:59 #
Kleine Ergänzung noch zu 43:
Nur muss man diese Idee, diese vorgeschriebene Bedeutung, ja nicht für sich selbst übernehmen. Eventuell nimmt man auf diese Weise sogar der eigentlichen Idee den Wind aus den Segeln.
Sprich, wenn Architektur nicht mehr wirkt, wie sie soll,wird sich der Bauherr bewusst, dass er mittels Architektur keine Macht ausüben kann.
Für ihn kann ein Minarett ein Bajonett sein – wenn’s für Dich aber ein Küchenmesser ist, kann er Dir damit nicht nur nichts anhaben,
sondern Du wirst es ihm auch ganz sanft und freundlich lächelnd aus der Hand nehmen können. :-)
@necurry:
Jou, und da haste auch recht, irgendwie.
Wenn wir den Vergleich aber bis zum Ende durchziehen, bedeutet das konsequenterweise auch: Volksentscheide über Flächen, die mit Graffiti geziert werden (sollen) (dürfen) … bei Bauwerken bin ich ja dafür auch. :-)
Hernando Velasquez
am 1. Dezember 2009, 08:50 #
@necurryauffefaust #45
wie? aber die religion der moslems heisst doch islam ebenso die von den “isalmisten”.
Die Religion heisst Islam. Das stimmt.
“Islamist” meint aber nicht wertfrei das normale Mitglied dieser Religion, so wie die Bezeichnungen “Christ” oder “Jude”.
Der Begriff ist eher negativ besetzt und meint die Anhänger des islamischen Fundamentalismus.
am 1. Dezember 2009, 10:53 #
Guter, sehr lesenswerter Kommentar (Hamed Abdel-Samad) wie ich finde.
Kleiner Auszug:
“Dänemark und die Schweiz haben ihre Jungfräulichkeit verloren, und das ist gut so. Die kleinen Staaten haben angefangen und bald werden die großen auch folgen. Auch wenn es vielen nicht passt, finde ich es besser, wenn die Menschen laut und deutlich sagen, wie sie denken und was sie empfinden. Erst dann kann man ihnen antworten.”
Aber der Text im Ganzen ist noch viel besser!
1704
am 1. Dezember 2009, 11:38 #
@ Hernando Velasquez #44
wenn Sie hier schon so viel zitieren, dann wären doch quellenangaben nicht nur nützlich, sondern auch redlich!
z.b. das zitat, das sie hier Recep Tayyip Erdogan:zuschreiben ist nicht von diesem, sondern von Ziya Gökalp. Ziya Gökalp (Mehmet Ziya) lebte von 1875-1924. Ziya Gökalp wird z.b. in wikipedia wie folgt charakterisiert. “Die Errichtung der modernen Türkei als säkularer Staat geht großteils auf die gedankliche Orientierung zurück, die Gökalps Ideen vorbereitet hatten…” (wikipedia, Ziya Gökalp, hervorhebung 1704).
und wenn Sie sich ein wenig mit der geschichte der Türkei auskennen würden und das gedicht dort einordneten, wohin es gehört, dann ergibt sich ein völlig anderer sinn. dazu muß man z.b. wissen, daß erst 1922 das sultanat, 1924 das Kalifat und die Scharia abgeschafft worden sind.
wenn man das weiß, dann liest sich so eine zeile wie “Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind” völlig anders, aber natürlich nur, wenn man will. paßt aber auch zu schön in das bild vom angeblich “demokratiefeindlichen islam”…
Hernando
am 1. Dezember 2009, 12:19 #
@1704
Das mit den Quellen hab ich von Ihnen erwartet. Ich hab dennoch auf den Link verzichtet, weil er nur zum Ziel führt, wenn man in facebook eingelogt ist.
Zur Sache: Erdogan hat das vollinhaltlich zitiert und zu seiner eigenen Meinung gemacht.
Sie wissen sicher, dass er in der Türkei wegen religiöser Hetze verurteilt wurde und deswegen im Gefängnis war.
Mögen die linken Verächter von Christentum und Abendland ruhig blauäugig bei ihrer Sicht vom gemäßigten und liberalen Islam und von der ach so fortschrittlichen Türkei bleiben. Time will tell.
Ich war heute jedenfalls hoch erfreut, als die Karlsruher Richter von “christlich-abendländischen Traditionen” sprachen, die es zu verteidigen und zu erhalten gelte.
Darauf gestützt schützt unser Grundgesetz eben gerade den Sonntag. Und nicht etwa den Freitag oder den Samstag.
ulla
am 1. Dezember 2009, 12:43 #
@Hernando
Sie wissen aber, daß die Kirchen nur teilweise Recht bekommen haben, oder?
ulla
am 1. Dezember 2009, 14:06 #
@Hernando
Haben Sie heute schon in den Tagesspiegel geschaut?
www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf
Mir gefällt der Kommentar und ganz besonders der letzte Absatz.
Hernando
am 1. Dezember 2009, 14:19 #
@ulla #52 #53
Mit den Kirchen hab ich nichts im Sinn.
Gleichwohl bekenne ich mich zur christlich-abendländischen Grundordnung mit Nächstenliebe, Gewaltfreiheit und Aufklärung.
Ich bin bereit, das zu schützen und zu verteidigen.
Nicht am Hindukusch. Aber hier im Blog.
Das mit den klingenden Kassen im armen Berlin ist natürlich ein Totschlagargument.
Was soll man dagegen einwenden?
Vielleicht das: Jeder EURO kann nur einmal ausgegeben werden. Ob nun sonnabends um 21.45 Uhr oder sonntags um 13.45 Uhr.
Weg ist weg.
1704
am 1. Dezember 2009, 15:51 #
@ Hernando #50
“… Erdogan hat das vollinhaltlich zitiert und zu seiner eigenen Meinung gemacht. Sie wissen sicher, dass er in der Türkei wegen religiöser Hetze verurteilt wurde und deswegen im Gefängnis war.”
ich weiß, daß Erdogan in einer rede dieses gedicht zitiert hat, und ich weiß, daß Erdogan “wegen religiöser Hetze” auch oder gerade wegen dieses gedichtzitats verurteilt worden ist. nur, was weder Sie noch ich wissen: wie das gericht dieses gedicht verstanden hat, möglicherweise ebenso kontextlos wie sie es hier vorführen? zum anderen kennen wir wohl beide nicht den vollen wortlaut dieses urteils.
es ist m.m.n. im hohen maße unredlich, zitate einzustellen, ohne angabe einer quelle. facebook wäre für mich zudem schon einmal eine “quelle” mit sehr fragwürdigem ruf, mithin keine “quelle”, die ich als “seriös” einschätzen würde… aer Ihnn ist ds evtl. egal, weil es ihnen eben auf die message ankommt, und dabei bedienen Sie sich ja des öfteren sehr plakativer mittel…
es geht hier auch nicht um “linke[n] Verächter von Christentum und Abendland”, sondern um Ihre art der argumentation. Sie argumentieren sehr undifferenziert und bewußt einseitig, und stützen sich dabei auf vermeintliche “belege”, die sich dann aber bei näherem hinsehen nicht als das erweisen, wofür sie ausgegeben werden.
die originäre quelle des zweiten zitats dürfte wohl das hier sein. und wenn man das interview in gänze liest, dann erkennt man auch die widersprüche oder argumentationsschwächen, mit denen Necla Kelek kämpft. z.b. mit dem, daß Sie für sich konstatiert, was sie bei anderen für unmöglich hält. auf die frage nämlich “Glauben Sie wirklich, dass die muslimischen Frauen irgendwann gleichberechtigt sein werden?” antwortet Necla Kelek: “Ich bin Muslimin und gleichberechtigt! Seit drei Jahren spreche ich darüber, und es sind immer mehr Frauen, die sich gegen die Patriarchen wehren und sagen: Auch diese Religion muss jetzt in der Moderne ankommen.” d.h. es geht ihr nicht etwa um abschaffung/ausgrenzung/abwehr dieser religion, sondern sie möchte sie modifiziert sehen. insgesamt ordnet sich so auch Ihre haltung dem islam bzw. der minarettfrage gegenüber ein, aber das unterschlagen Sie mit dem zitat, evtl. nicht einmal absichtlich, aber dadurch, daß Sie ihre quelle nicht offenlegen bzw. sich nicht die mühe machen, nachzuprüfen, woher das gefundene denn eigentlich stammt…
und, aber das nur nebenbei, wenn Sie sätze wie “Ich war heute jedenfalls hoch erfreut, als die Karlsruher Richter von ‘christlich-abendländischen Traditionen’ sprachen, die es zu verteidigen und zu erhalten gelte.” sehe ich Sie überhaupt nicht so schrecklich weit entfenrt von jenen, die Sie letztlich ständig kritisieren. Sie verwahren sich schließlich auch ständig dagegen, daß man die christliche religion ständig mit ihren auswüchsen, irrtümern und gräultaten gleichsetzt, und Sie blenden auch aus, daß es auf dieser welt genügend christliche fundamentalisten gibt, die notfalls auch bereit wären, das christentum wieder mit feuer und schwert unter die mesnchheit zu bringen. nur bzgl. der anhänger des islams erweisen Sie sich in diskussionen immer als jemand, der in pauschalisierungen denkt und differenzierungen negiert.
und wenn hier von “christlich-abendländischen traditionen” die rede ist, dann gehört dazu auch die tradition, die sich gegen den absoluten anspruch der christlichen relgiion zur wehr gesetzt hat und sich von den beschränkungen des religiösen, speziell hier des christentums, emanzipiert, die den gültigkeitsanspruch der christlichen lehre beharrlich in frage gestellt und angezweifelt hat, die den papst zu einem kirchenfunktionär gemacht hat und eben nicht als stellvertreter Gottes auf erden. und sie blenden dabei auch aus, daß das christentum eben mit feuer und schwert in diese kultur getragen worden ist, und daß das christentum viel schuld auf sich geladen hat, im namen eines gottes, den andere als solchen eben nicht haben wollten. in diesem sinne kann man kirchtürme auch als wahrzeichen der unterwerfung verstehen, siegzeichen der eroberung, markzeichen der territorialen ausbreitung. aber es heute so zu sehen, würde vielen christenmenschen nicht gerecht werden, weil sie sich zu einem teil von den vielen dogmen und irrtümern dieser religion emanzipiert haben. weil sie längst in einer säkularisierten welt angekommen sind, die ihnen aber durchaus ermöglicht, ihrer religion weiter anzuhängen. und das, werter Hernando Velasquez, wird auch mit dem islam passieren, wenn man sich mit diesem intellektuell auseinandersetzt und mit den anhängern dieser religion das gespräch sucht. wer dabei aber auf konfrontation und ausgrenzung setzt, der wird auch konfrontation und ausgrenzung ernten. der islam wird sich im gleichen maße “modernisieren” müssen wie jede andere religion in diesen breiten und in diesem jahrhundert auch, und wenn Sie sich einmal die mühe machten, nicht immer wie das kaninchen die schlange den islm zu sehen, sondern mal den blick etwas freier schweifen ließen, dann würden Sie sehen, daß der islam keineswegs so ein einheitlich-dogmatischer block ist als der er hier immer dargestellt wird, und daß der islam längst auch schon säkularisierungstendenzen hat, wenn man sich einmal unverstellter und offener mit jenen beschäftigt, die man so pauschal als “muslime” bezeichnet…
was Sie wahrscheinlich niemals begreifen werden: Ihre art der auseinandersetzung schafft die feinde, gegen die Sie zu felde ziehen, von daher werden sie auch immer in ihrer überzeugung bestätigt werden, denn zu einem großen teil sind Sie (im verein mit jenen, die so denken/argumentieren wie Sie) eben auch teil des problems. Sie neigen leider zu einer form von rigorismus, der die extreme braucht, um bestand haben zu können, und das, werter hernando Velasquez, ist in einer pluralistischen gesellschaft nicht nur kontraproduktiv, sondern auch demokratiefeindlich!
Hernando
am 1. Dezember 2009, 16:25 #
@1704
Die Bewegründe des türkischen Gerichts sind mir egal.
Ich hab das Zitat eingeführt, weil es die Minarett-Problematik auf einen Punkt bringt. Und zwar nicht von Hinz und Kunz, sondern von einer türkischen Exzellenz.
Ich setze den Islam keineswegs mit islamistischem Fundamentalismus gleich.
Christlicher Fundamentalismus ist natürlich ebenso zu verurteilen. Egal ob nun beispielsweise bei den entsprechenden Amis mit ihrem Kreationismus oder den Polen mit der mittelalterlichen Sexualmoral. Auch Benedikt in seinem betulichen Umgang mit dieser ominösen Bruderschaft ist höchst kritikwürdig.
Sie brauchen mir nicht die dunklen Seiten des Christentums aufzuzeigen. Ich hab Karheinz Deschner gelesen.
central station
am 1. Dezember 2009, 17:05 #
zu 56:
Einigen wir uns doch auf Fundamentalismus. Die Attribute “christlich” oder “islamistisch” sind doch lediglich Ausschmückungen. Ähnlich wie “rechts” und “links” bezüglich Extremismus.
Toska
am 1. Dezember 2009, 17:33 #
Zu Recht, dass sich die Schweiz mehr und mehr distanziert. Das war ein Volksentscheid, warum sollte dieser angezweifelt oder gar verurteilt werden.
Ich betrachte die Schweiz als weitaus fortschrittlicher, was Meinungsfreiheit anbelangt, als hierzulande….
Ich glaube nicht, dass man die Souveränität eines Staates an bewilligten oder abgelehnten Baus eines Minarett festschreiben kann.
Ich würde mal sagen, die Schweiz hat uns vieles voraus, was diesen Volkentscheid betrifft.
Das alles hat weder was mit Intoleranz oder Fremdenfeindlichkeit oder Unterdrückung der Religionsfreiheit zu tun.
ICHO TOLOT
am 1. Dezember 2009, 18:28 #
@central station
nur ganz kurz am rande, weil ich wenig zeit habe:
auch das schloss neuschwanstein hat minarette………….
glaube ich habe ich oben aber schon mal irgendwo geschrieben……………
necurryauffefaust
am 1. Dezember 2009, 20:08 #
@central station: zu nr 46 und 57 stimme ich dir zu.
m.m nach haben diese sog. christen (ich bin keiner) mal schön den mund zu halten von wegen terror,gefahr usw.
abgesehen von dem hier beschriebenen kreatonismus und mittelalterlichen sexualansichten,dürfen sich alle christen mal schön an die nase fassen und sich fragen was ihre tolle friedfertige religion vor ein paar hundert jahren so getrieben hat bzw. immer noch triebt:
kreuzzüge,missionierung sog. heidnischer stämme,hexenverbrennug,mord im “auftrag des herren also im grunde fast dasselbe was den islamisten oder msulimen vorgeworfen wird.
da muss man sich doch nicht wundern das es auf der gegenseite leute gibt dich sich nach rache für all das sehnen auch wenn das schon ewig her ist.
die christen müssten doch wissen wie das ist wenn man verfolgt wird bzw. selbst verfolgt und folglich darraus gelernt ahben aber anscheinend ist dem nicht so.
und ich finde ein antiterroreinsatz oder krieg wir ihn gutenberg mit seinem kugelsicheren helm auf dem köpf bezeichnet,trägt mehr dazu bei das terror sich ausbreitet als moscheen und minaretten.
man liesst ja auch das sich die gegner dieser minaretten vom lärm ausgehend von selbigen gestört fühlen würden.
erstrecht nicht wenn man in einer großstadt wohnt da wunderts das die nicht andere dinge stören wie z.b:verkehrslärm,dreck,baustellen,feierndes partvolk,stadien aus denen man die fans meilenweit hört,karneval.sirenen…bzw. das da nicht so strigent gegen vorgegangen wird.
man stelle sich das mal vor: schweizer stimmen über die verunreinigung von kot auf den strassen,baustellen,verkehr ab.
ab sofort darf kein tier mehr im öffentlichen raum sein geschäft machen,werkzeuge,geräte und fahrzeuge von baufirmen müssen mit gummischonern ausgerüstet werden,autos dürfen nicht fahren,kinder dürfen nicht mehr schreien,volksfeste werden wegen lärm abgesagt…
necurryauffefaust
am 1. Dezember 2009, 23:31 #
@nobbi: ich glaube eher sie haben tomaten auf den augen.
wo steht denn das ICH nach rache lechze?
gemeint waren die gemeinen muslime,islamisten,fundamentalisten oder was weiß ich wie die sich nennen.(wie gesagt ich bin kein christ das heisst aber nicht das ich automatisch muslim bin.ich bin unreligiös und unpolitisch)
bah was hier die kommentare immer zurecht gedreht werden wie es einem passt.
1704
am 2. Dezember 2009, 00:27 #
1704
am 2. Dezember 2009, 00:04 #
@ Hernando #55
wie finden Sie selbst denn Ihre antwort an @1704 (#54)?
@ Nobbi #56
Sie unterstellen mir immer, daß ich so etwas wie ein “stubengelehrter” bin, wahrscheinlich in der vorstellung, ich lebe irgendwo verborgen hinter bücherwänden, bestenfalls via fernsehen mit der außenwelt weit draußen verbunden, essen auf rädern und manchmal besucht mich die Caritas. aber ich wohne, lebe und arbeite mitten in einem kiez, der angeblich schon völlig überfremdet ist, manche sprechen längst davon, man müsse diesen kiez aufgeben, weil er angeblich längst verloren ist. aber, merkwürdig, ich sehe und erlebe dort hauptsächlich menschen, die mindestens so harmlos oder gefährlich sind wie Sie. soll ich also davon ausgehen, daß ich irgendwie in einem wahn lebe, eine gestörte wahrnehmung habe, die falschen schlüsse aus dem erlebten ziehe?
klar haben menschen auch ängste, und ich nehme die auch ernst. aber Sie verwechseln ängste ernst nehmen mit diese ängste zu den eigenen machen. sie so weit ernst zu nehmen, daß sie handlungsoptionen determinieren. das, werter @Nobbi, mag Ihre art sein, mit den ängsten anderer leute umzugehen (und damit wahrscheinlich/vermutlich mit Ihren eigenen), aber es ist nicht die meine. ich weiß aus eigener erfahrung, daß ängste nicht gleich ängste sind. es gibt ängste, die werden immer da sein, da kann man machen, was man “will”, aber es gibt auch ängste, die nur deshalb da sind, weil man nicht damit anfangen will, sie zu überwinden. ich rede hier nicht aus irgendeinem lehrbuch der psychologie oder psychiatrie, sondern von ureigenster erfahrung. und, glauben Sie es mir oder eben nicht: die meisten ängste sind irrational, und die meisten ängste sind deshalb so wirksam, weil sie sich mit dem wesen auf das innigste verwoben haben, das diese angst empfindet. dagegen hilft nicht politik, ganz sicher nicht rücksichtnahme im sinne von “akzeptanz”, sondern professionelle psychologische hilfe! falls Sie es so psychologisch tiefgreifend nicht gemeint haben sollten: umso besser, denn dann kann man doch darüber reden, erfahrungen austauschen, oder? und natürlich kollidiert das dann auch mit den weltbildern, die sich im laufe eines lebens gebildet und verfestigt haben. und einer der gründe, warum manche themen so schwierig sind, liegt nicht an den themen, sondern an den verfestigten einzelnen weltbildern des einzelnen subjekts, die eine ganz bestimmte sicht auf gesellschaftliche phänomene geradezu zwangsläufig diesem subjekt aufdrängen.
der vorletzte absatz ist in meinen augen sehr töricht. ich entwickele eine angst, sage ich mal: ich habe angst davor, daß die Deutschen wieder in die barbarei zurückfallen könnten, die zum holocaust und den 2.WK geführt haben. ein anderer sagt mir, eh, das ist doch unsinn, Du hast doch gar keine belege dafür, daß diese angst oder befürchtung überhaupt zutrifft. ich antworte dann, gemäß dessen, was Sie zu vermitteln suchen: nein, nein, ich habe schon recht, denn: belege mir doch mal, daß die deutschen so nicht sind, vielleicht ist es ja doch so, daß die zahl der vernünftigen unter den Deutschen eben doch eher unbekannt ist und vlt. auch nicht so hoch, wie du jetzt gern behaupten möchtest… – mit dieser methode, werter @Nobbi, können Sie jede angst und jede unsinnige meinung über andere begründen und damit letztlich auch “legitimieren”. aber es bringt Sie weder der “wahrheit” auch nur einen schritt näher, noch kann die ausbleibende antwort darauf Sie darin bestärken, doch recht zu haben, es doch richtig zu sehen. wenn ich einen menschen treffe, der verborgen in seiner kleidung eine waffe trägt, und durch einen zufall oder durch aktive handlung dieses menschen werde ich dieser waffe gewahr, kann ich deshalb nicht schlußfolgern, daß alle menschen waffen tragen und mir böses wollen. und auf den einwand, hej 1704, Du spinnst, Du bauschst das auf, Du übertreibst, antworte ich dann: okay, dann beweise mir doch bitte, daß tatsächlich nicht alle menschen eine waffe tragen, oder, Ihrem beispiel gemäßer, belege doch mal bitte, daß der anteil der menschen, die keine waffen tragen wesentlich größer ist als derjenige der menschen, die waffen tragen – vielleicht wird Ihnen ja selbst deutlcih, daß solche frage nur den zweck haben, keine antwort zu bekommen, weil es darauf objektiv keine antwort gibt, es sei denn, man machte sich auf, empirisch jeden einzelnen menschen zu untersuchen, und hat man alle untersucht, kommt als nächstes, na ja, bei dieser untersuchung gerade nicht, aber vielelicht danach können sie ja eine waffe an sich gebracht haben. langer rede kurzer sinn: Ihre methodik führt zu leeren fragen, mit denen Sie absolut nichts anderes herausfinden können, außer das, vovon Sie sowieso schon überzeugt sind…
mit Ihrem letzten absatz kann ich nichts anfangen. es gehört ganz sicher nicht zum repertoire meiner “Lieblingsfrage[n]”…
1704
am 2. Dezember 2009, 00:39 #
@ necurryauffefaust #60,62
vielleicht sollten Sie sich einmal mit diesem kleinen satz beschäftigen:
“das denken in einer symmetrie des unrechts führt zu unrecht” – will sagen: man kann nicht mit dem unrecht der anderen seite argumentieren, um sein eigenes falsches verhalten damit zu rechtfertigen, denn es führt zu genau dem gleichen unrecht, das man anderen vorwirft. und das wiederum heißt, man muß eine verständigung darüber suchen, was falsch ist, jetzt und heute, und man kann dazu natürlich auch zurückliegende erfahrungen mit einbringen, aber man kann eben nicht darauf pochen a la ‘weil ihr uns damals, können wir heute auch’ oder ‘weil wir damals, dürft ihr das heute auch’, weil es nämlich dazu führt, daß man sich, sozusagen, im kreis des falschen zu drehen beginnt, ohne je diesen kreis verlassen zu können, weder man selbst, noch die anderen…
ulla
am 2. Dezember 2009, 09:39 #
@Nobbi
“Dass Blutlachen, Kugeln und Patronenhülsen nicht öfter aufgefunden liegt – aus meinen eigenen Erfahrungen heraus betrachtet – daran, dass „man“ den Deutschen (erwarten Sie von mir hier bitte keine Definition hierzu! … und mit Sicherheit nicht nur den Deutschen!) inzwischen beigebracht hat, fein zu schweigen (zu deutsch: die Klappe zu halten.)”
Das liegt wahrscheinlich eher daran, daß, wie jeder Krimi-Leser weiß, Gangster immer bemüht sind, alle Spuren restlos zu beseitigen.
Achten Sie mal drauf – natürlich aus sicherer Deckung – wie nach jeder Greueltat in den Problemkiezen die Helferchen des Obergangsters mit Besen, Müllschippe und Wischlappen zur Stelle sind, um alles wieder clean zu machen.
Hernando
am 2. Dezember 2009, 10:16 #
@ulla, ich staune auch etwas, wie Sie die für mich authentisch rüberkommenden Sorgen und Ängste von @Nobbi ins Lächerliche ziehen wollen.
@1704
Da Sie ja offensichtlich sehr viel “Tagesfreizeit” haben (wie wir fast alle hier), warum stellen Sie Ihre Kompetenz im Umgang mit den Problemkiezbewohnern nicht der Polizei zur Verfügung. Wo die sich nur noch mit Sonderkommandos hintrauen, wäre doch ein Mediator wie Sie von höchstem Nutzen.
Die Allgemeinheit würde es sicher auch würdigen und danken.
Meine Antwort #55 auf Ihr #54 ist eine von unzählig möglichen. Was haben sie daran auszusetzen?
ulla
am 2. Dezember 2009, 10:35 #
@HV
Der Wedding und Neukölln sind sich ziemlich ähnlich. Trotzdem kenne ich – außer Polizisten im Einsatz gegen Verdächtige egal welcher, auch deutscher, Nationalität – niemanden, der nur noch mit kugelsicherer Weste ins Freie geht.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit auf der Müllerstraße von einem Auto erfaßt zu werden wesentlich höher als die, sich irgendwo im Kiez eine Kugel einzufangen.
cora
am 2. Dezember 2009, 10:57 #
“Und „Enge, Beklemmung“ empfinde ich, weil ich mit diesem anders „ticken“ schon auch lebensbedrohliche Erfahrungen gemacht habe:
„Du hast meine Ehre beleidigt! (Dich mach ich kalt!!!)“”
Finde ich äußerst interessant. ich habe soetwas noch nie selbst zu hören bekommen, auch meine Freunde und Bekannten, die in NK leben, nicht. Was muss man denn machen, um solche Sätze(als Erwachsener, immerhin schrieben Sie ja in der Ich-Form) zu provozieren?
Ich arbeite derzeit Tempelhof, steige des nachts, wenn ich nach Schöneberg fahre, am Platz-der_Luftbrücke um und habe niemals Angst haben müssen. Weder beim Einsteigen in die U6 Ullsteinstraße, noch am Pla-de-Lu…. Auch nicht am Leo, wenn ich da um halb 3 stehe in der Nacht. Auch nicht tagsüber, als ich am Kotti arbeitete…
Nein, ich laufe nicht mit eingezogenem Kopf durch die Gegend.
ulla
am 2. Dezember 2009, 11:05 #
@cora
Bei diesen unchristlichen Zeiten, zu denen Sie unterwegs sein müssen, hätte ich meinerseits viel mehr Angst, auf besoffene Deutsche zu treffen als auf Mordlustige nichtdeutscher Herkunft
cora
am 2. Dezember 2009, 11:09 #
@Ulla
Und auch die tun nix.
Herrje, überfallen kann ich immer und überall werden, aber was bitte, muss ich tun, um “Ehre zu beleidigen”? Interessiert mich jetzt echt…
(Mordlustige :-)))), lalala, lass uns morden gehen – trällerpfeif…, hasse Messa bei? Klar! Denn feste druff!)
Hernando
am 2. Dezember 2009, 11:21 #
@cora
aber was bitte, muss ich tun, um “Ehre zu beleidigen”? Interessiert mich jetzt echt…
Fragen Sie doch mal Dominik Brunner und Bruno N.
Beide München.
ulla
am 2. Dezember 2009, 11:31 #
@cora
Bei – drücken’s wir mal dezenter aus – Volltrunkenen auf der Straße oder in den Öffentlichen denke ich ja immer “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste” und halte Abstand.
Sonst bin ich auch der Meinung – bevor Schießeisen oder Messer gezückt werden, wird schon irgendetwas vorgefallen sein. Das soll jetzt keine Hetze oder Diffamierung sein; aber wenn sich mancher im wirklichen Leben so benehmen sollte, wie er’s hier im Blog tut, würde es mich gar nicht wundern, wenn empfindliche Leute sich in ihrer Ehre angegriffen fühlen.
ulla
am 2. Dezember 2009, 11:42 #
@HV
Denken Sie doch mal an die beiden Schwerverbrecher, die aus dem Aachener Gefängnis ausgebrochen sind (ich weiß, Sie sind wieder da).
Sind alle Deutschen deshalb jetzt auch Schwerverbrecher auf der Flucht?
Hernando Velasquez
am 2. Dezember 2009, 11:56 #
@ulla 76
Sind alle Deutschen deshalb jetzt auch Schwerverbrecher auf der Flucht?
Sie sind heut irgendwie komisch drauf.
Ich kenn Sie so eigentlich gar nicht mehr in letzter Zeit. Da konnte man sich doch eigentlich ganz vernünftig austauschen.
Wo bitte hab ich irgendeine Nationalität erwähnt?
Wo bitte hab ich das Wort “alle” benutzt?
cora
am 2. Dezember 2009, 11:57 #
@N
Danke für die Erklärung…naja, handgreiflich werden ist ja auch nicht schön.
Bekehren kann man auch niemanden und wenn jemand von anderen ein solches wie von Ihnen geschildertes Bild hat, dann wird er es auch nicht durch “geschüttelt-werden” ändern.
Im Grunde kann man nur hoffen, das eigene Kind/ Mädchen stark genug zu erziehen, dass es einen Partner findet, der es als Mensch und nicht als gegenstand anerkennt. Egal, welcher Nationalität dieser zukünftige Partner sein wird.
am 2. Dezember 2009, 11:59 #
@all Liebe Leute seid mir nicht böse. Ich muss arbeiten und die vielen Kommentare zu lesen, schafft man kaum noch nebenbei. Aber insbesondere bei diesen “heissen Eisen” muss ich hier drauf schauen, denn es artet ja gerne mal aus. Deshalb mache ich hier mal die Kommentare zu. Aber eine neue Gelegenheit wird sich bieten, ich bin sicher ;-)
Aber ich will nicht schliessen, ohne Euch zu loben (so mir das zusteht): Auch wenn ihr erkennbar auf sehr unterschiedlichen Standpunkten steht, kommt es immer wieder zu einem konstruktiven Austausch von Argumenten. Manche Plattitüde, einige verallgemeinernde Stammtischparolen, Dinge an der Grenze zur Beleidigung, kann man besser ertragen, wenn hier ab und zu der Versuch unternommen wird, sich ernsthaft darüber auszutauschen, wie wir gemeinsam in dieser Stadt und diesem Land leben wollen. Die persönlichen Erlebnisse einzubringen ist dabei die Stärke von Blogs. Allerdings darf das nicht dazu führen, von persönlichen Erleben politische Handlungsoptionen abzuleiten. Das große Ganze sollte – wenn möglich – der Maßstab bleiben.