Graffiti: Bombing an der U8
Michael in Aufnahmen am 22. Januar 2010, 17:08 77 Kommentare »
77 Kommentare
steelblueflames
am 22. Januar 2010, 18:32 #
Müssen die hässlichen Machwerke dieser Kriminellen jetzt auch auf dieser Plattform so offen zur Schau gestellt werden? Kann ick nur’n Kopp schütteln…
Prokrastes
am 22. Januar 2010, 19:31 #
Werden hier demnächst auch vollgeschissene Hausflure mit Bild veröffentlicht?
ulla
am 22. Januar 2010, 19:36 #
Wer ist eigentlich Schuld, wenn die “Künstler” mal an die Stromschiene
oder unter eine unplanmäßig einfahrende Bahn kommen? Die böse BVG?
Müßte die BVG dann, weil da eine saubere Wand war, die zum sprayen einlud, Schmerzensgeld oder evtl. eine Hinterbliebenenrente zahlen?
Und wer zahlt mir Schmerzensgeld, wenn ich mir dieses Geschmiere ansehen muß während ich auf den Zug warte?
Mal wieder Fragen über Fragen…
Hernando
am 22. Januar 2010, 19:47 #
Sicher wird uns bald jemand erklären, wie politisch wertvoll solche Aktionen sind.
am 22. Januar 2010, 19:50 #
By the way, was soll das eigentlich heißen? Life Uhu. Naja, wahrscheinlich der übliche Reflex den Hunde auch haben, wenn sie zwanghaft ihr Beinchen heben müssen. Reviermarkierungen. Nicht schön, aber eben zwanghaft.
Passant
am 22. Januar 2010, 20:35 #
interessant diese aggressivität hier. ich finde solche sachen auch nicht gut, noch schlimmer tagschmierei aber geradezu hass wie die dame mit den stromschienen … nee. holt mal wieder luft.
ulla
am 22. Januar 2010, 21:22 #
Wieso Haß, Nr. 8? Ich hab’ doch nicht gesagt, daß die bösen Buben (oder auch Mädchen) daran kommen sollen. Ich habe nur gefragt “was ist wenn?” Sie müssen zugeben: Ausgeschlossen ist diese Möglichkeit nicht – so etwas ist schon in ganz anderen Fällen passiert.
cre
am 22. Januar 2010, 21:58 #
Ja eben, @Passant. Somit wars eher Sorge als Hass :-)
Ich persönlich find ja die ganzen Werbeplakate, -kästen, -monolithe , die man überall sehen muss, viel schlimmer. Das ist erst recht Stadtbildverschmutzung. Na, und das da auf dem Bild ist zumindest mal was anderes als immer diese langweiligen Tags. Frische Abwechslung. Ist hier ne reine Ästhetikfrage, aber wer fragt uns denn, ob wir ein schweinchenrosa Alexa-Shoppingcenter rumstehen haben wollen?
(OmG, jetzt klinge ich schon exakt so wie die Leute, über die ich mich vor nem Jahr noch total aufgeregt hätte)
Aber ist so. Für mich ist das kein richtiger Vandalismus, da so gesehen nichts kaputt geht. Und es ist auch nichts in seiner Funktion beeinträchtigt – bei beschmierten Scheiben oder Hinweisschildern seh ich das schon anders.
Bei ner bemalten Wand aber wird “nur” das Ästhetikempfinden strapaziert, und das ist ja, wie wir wissen, subjektiv. :-)
Hernando
am 22. Januar 2010, 22:04 #
@cre
Bei ner bemalten Wand aber wird “nur” das Ästhetikempfinden strapaziert, und das ist ja, wie wir wissen, subjektiv. :-)
Sie irren.
Es geht um Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Gefährdung des Schienenverkehrs.
Außerdem müssen die immensen Kosten für Beseitigung von Vandalismus auf die Fahrpreise aufgeschlagen werden.
am 22. Januar 2010, 22:07 #
@ulla: so etwas ist schon kmer passiert. Er kam um, wir haben darüber berichtet.
Ansonsten wird hier keiner etwas dazu erklären – wir hatten im Sommer unsere Graffiti-Serie, und es gibt demnächst wieder mehr Infos dazu. Graffiti gehört zu dieser Stadt, genau so wie ihr Unausgegoren sein, ihre freundliche Unfreundlichkeit, das Kauzige, das Gleichgültige, das Laute, das Chaotische, das Meckrige, das Künstlerische, das Improvisierende, das Provinzeille Hauptstadtsein. Das Einfach-So-Liebenswert-Seiende.
Und ob es nun gefällt oder nicht: ich zeige hier jede Woche Momentaufnahmen, Zustände in der Stadt, die Meinung hervorrufen können. Das ist gut so. Denn nur eine kontroverse Diskussion, ein Meinungsaustausch garantiert einen lebendigen Blog, eine lebendige Stadt. Mit allem, was dazu gehört an Auf- und Anregern, Schönem und Häßlichem.
Sigurd
am 22. Januar 2010, 22:14 #
Also manches Graffiti finde ich auch nicht schön. Aber dies ist mein subjektives Empfinden. Meist werden diese auch gegen den Willen der jeweiligen Haus-, bzw. Grund-, oder sonstiger -eigentümer angebracht. Mit Erlaubnis fehlt wohl der Kick. Aber es gibt auch wunderschöne Graffitis, wozu das oben gezeigte meiner Meinung nach nicht zählt. Ich betone, meiner Meinung nach.
Was ich aber tatsächlich als Verschmutzung der Umwelt ansehe, mehr als die meisten Graffitis, sind diese einfallslosen Werbeplakate, die von den verschiedensten Parteien zu den Wahlen aufgestellt werden. Diese gehen mir persönlich mehr auf den Wecker. Davon können mich auch „üppige“ Dekoltes nicht überzeugen. ;-))
Passant
am 22. Januar 2010, 22:25 #
@ulla geschrieben nicht aber der ton kam mir doch recht eindeutig vor. implizierter hass.
“Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Gefährdung des Schienenverkehrs”
Sachbeschädigung: ja.
Hausfriedensbruch: theoretisch, vielleicht praktisch im öffentlichen raum etwas seltsam vorzuschieben.
Gefährdung des Schienenverkehrs: nun ja, wohl nur für den Sprayer.
was die fahrpreise betrifft, ich glaube, die eigentlichen kosten entstehen durch ganz andere dinge. siehe s-bahn, auch wenn das db ist.
also wie gesagt im grunde stimmt es ja, aber viele äußerungen klingen hier doch seeehr spießig. nicht wegen ihrer einstellung, sondern wegen ihrer formulierung.
zumal mir ein hochpoliertes berlin unheimlich wäre weil es dann wohl münchen heißen würde. womit genau das verloren ginge was viele hier im hauptstadtblog begeistert. kein feuer ohne funken.
und ehrlich gesagt ist bspw die strahelnde o2-arena-werbung auf der brücke an der spree und am der arena ganz wesentlich störender für mein empfinden und eine verletzung der ich nicht ausweichen kann. und die ist offiziell da.
am 22. Januar 2010, 22:30 #
@Passant: Einfach nur Danke. Das sehe ich ganz genauso mit Berlin – es ist so, wie es ist, und das schmuddelige, graffiti und die Hundekacke sind einfach Bestandteil. Ich persönlich mag zum beispiel die Hundekacke weder vom Anblick noch vom Geruch. Aber das sehen 350 000 andere Berliner auch anders.
Ich habe an der East-Side-Gallery gearbeitet, da empfindet man die o2 World mit der Lichtwerbung und diese riesigen Werbetafeln einfach nur noch als grausame Umweltverschmutzung.
Das gleiche gilt übrigens für das Schöneberger Gasometer!
peggy
am 22. Januar 2010, 22:34 #
ach naja, zum niederknien schön sind die Dinger nicht – aber hier im Bild irgendwie doch besser als das triste Vorher. Ich mag die kleinen blauen Wölkchen. Das versüßt das Warten auf die U-Bahn.
Helen
am 22. Januar 2010, 22:42 #
Auf Mamis neuem Küchenschrank würde das auch sehr schön aussehen, nur Mami würde ihm eins hinter die Löffel geben.
So ist meine Meinung zu Grafitti…
feedreader
am 22. Januar 2010, 22:52 #
Es gibt hier tatsächlich wunderbare Streetart und Graffiti. “Kunst” von einem pubertierendem 12-Jährigen im U Weinmeisterstr. gehört sicherlich nicht dazu. Wie belangloser gehts eigentlich noch?
Ich war hier lange Zeit einer der Besucher, wenn auch nicht Kommentator. Wirklich schade, dass die Qualität hier so abgenommen hat. Das gibt mir den Rest.
RSS… Unsubscribed!
cre
am 23. Januar 2010, 01:38 #
Natürlich isses juristisch gesehen Sachbeschädigung. Für mich aber nicht (schrieb ich ja zuvor, und, btw, ich verachte Sachbeschädigungen!)), es sei denn Flusssäure oder anderweitig das Material angreifende Substanzen wurden verwendet, oder aber etwas (hier: die Wand) in seiner Funktion beeinträchtigt. Da liegt der Unterschied meiner persönlichen Bewertung.
Gefährdung des Schienenverkehrs: Ja. Und ich denke mal, dass so eine Aktion in erster Linie deswegen richtigerweise illegal ist. Und der Mensch ist selbstverständlich selbst schuld, wenn ihm was passiert.
Und die Kosten für die Entfernung des Graffito kommen auf die Fahrpreise drauf, stimmt. Nur… Muss man es denn entfernen? Es stört die Ästhetik, aber auch nicht für alle. Und da U-Bahnhöfe zwar der BVG gehören, aber öffentlich, also für die Fahrgäste geschaffen sind, sollten diese entscheiden. Aber natürlich kann man da auch nicht jeden Einzelnen befragen…. Hm. Volksentscheid? :-)
Bin sehr zwiegespalten in meiner Ansicht. Verstehe natürlich auch, wenn Privateigentum bemalt wird und der Besitzer nicht gefragt wird, dass es den so richtig auf die Palme bringt. Und dass es seitens der Künstler/ Schmierer oft ein Zeichen fehlenden Respekts ist.
am 23. Januar 2010, 01:59 #
@cre: ich kenne diese Zerissenheit selbst.
Zum einen ist es wirklich Sachbeschädigung, ja. Zum anderen ist es ein Freiraum für Jugendliche, Künstler, alle anderen. Zum anderen gibt es wirklich blöde Schmierereien an Orten, wo sie zerstören und auch keine Gestaltung zeigen. An anderen Orten sind die Graffitis eine totale Bereicherung.
Ich hätte an stelle der BVG bei der anstehenden Sanierung ein paar Stationen dafür hergegeben, einige geplant gestaltet (Graffiti, strettArt), bei anderen hätte ich Freiraum für Contemporaries gelassen, für spontane und wechselnde Graffitis.
Klar ist die Aktion illegal oben im Bild. Aber es ist oft auch ein Kommunikationsbedürfnis, ein Ruf: “Ich will teilhaben”. Leider wird der oft falsch verstanden.
@feedreader: wenn es nur an so einem Bild liegt, kann ich nicht helfen. Belanglos ist vieles – es ist immer eine subjektive Sicht.
Außerdem haben wir viele verschiedenartige Graffitis hier veröffentlicht.
Ich finde die Kommentarqualität im Internet im Allgemeinen recht niveaulos (nicht nur das, was Schreiber von sich geben), aber gerade hier ist es meist noch okay!
necurryauffefaust
am 23. Januar 2010, 02:11 #
@ulla:
es sollte dir eigentlich klar sein das die bvg in solch einen fall kein schmerzensgeld zahlen müsste/würde.
in so einem fall wäre es eigenes verschulden.
als würdest du als fussgängerin bei rot über die ampel gehen,vom auto erfasst werden und der autofahrer müsste blechen.
@feedreader:
woher wissen sie das da 12jährige am werk waren?
es ist stark zu bezweifeln das die urheber im alter von 12 waren.
belanglos finde ich übrigens einen haufen der kommentare hier.
man kann graffiti mögen oder nicht.
ich finde korrupte,verlogene politiker schlimmer.
aber anscheinend hat euch mutti merkel mit dem kaspertheater von clown guido,kriegsminister von guttenberg und multi tasking supernanny von der leyen eingelullt.
warum wird hier z.b. keine diskussion über,ich sag mal ministerhopping,gestartet?
wieso wechseln die damen und herren minister scheinbar einfach so ihre posten.
heute finanzen morgen krieg.
heute famillie morgen gesundheit.
warum muss ich,wenn ich n anderen job haben will,erst eine umschulung machen welche ich womöglich noch selbst bezahlen muss?
ich schweife ab.
mich regt z.b. diese betonklotzarchitektur auf,
mich kotzt die ständige dauerpräsenz von werbung an,
mich nervt graffiti ist geschmier street-art ist kunst geschwafel.
solange eine sache geld bringt oder wie im falle von vielen street-art sachen knuffig große augen hat o.ä, ist es scheinbar ok und kein vergleich mit strassenköter oder minderbemittelnden 12 jährigen.
schön ist auch das die ganze zeit von respekt geredet wird ihr aber selbst keinen gebt weil ihr kein bock habt das ganze mal zu hinterfragen, sich näher damit zu beschäftigen.
nö dann doch die einfache “scheiß schmierer nummer” sündenböcke sind immer gefragt.
abgesehen davon was hässlich ist was nicht ,was gut ist was nicht,
entscheiden immer der/die urheber/in und der/die betrachter/in.
somit ist eine diskussion über sinn oder unsinn von graffiti o.ä. eigentlich unsinnig.
und einen blog nur aufgrund eines fotos abzuwerten zeugt auch nicht gerade von respekt oder gar intellegenz.
cre
am 23. Januar 2010, 02:34 #
Michael, Deine Vorschläge find ich gut. Warum kommt die BVG (oder auch DB) da nicht drauf?
Illegal isses in diesem Fall aus meiner Sicht aufgrund der Gefährdung vom Sprayer selbst und der Allgemeinheit (Schienenverkehr).
Aber warum nicht einfach mal Flächen in mitten eines Bahnhofs (nicht an den Gleisen) für Streetart & Malerei (so würd ich das da oben nennen) freigeben an Stelle von Werbeflächen?
necurry:
Ich hab hier von Respekt gesprochen. Aber ich finde, dass ich selbst schon welchen habe, auch vor Graffiti. Ey, die Diskussion damals hier im Blog hat mich bereichert! Da hab ich echt begonnen, einiges mit anderen Augen zu betrachten ;-)
“Schmierer” (und zugleich “Künstler”!) schrieb ich, weil Leute da verschiedene Ansichten haben, und ich nicht wollte, dass sich jemand wieder an einem Begriff aufhängt (scheinbar doch misslungen..).
Diese (welche?) Betonklotzarchitektur? Berlin besteht doch nicht nur aus dem Regierungsviertel ;-)
Gibt vieles, das schlimmer ist als Graffiti. “Richtiger” Vandalismus, Körperverletzung, Mord…. Aber soll ja hier nicht darum gehen.
Und ja, schön + hässlich ist subjektiv. Absolut Deiner Meinung.
1704
am 23. Januar 2010, 03:09 #
eigentlich finde ich es ja irgendwie lustig, daß ein thema wie graffiti in kürzester zeit doch recht viele kommentare produziert, während andere themen, die den leuten eigentlich wesentlich mehr auf den nägeln brennen müßten, so vor sich hindümpeln…
@ cre #23
“Illegal isses in diesem Fall aus meiner Sicht aufgrund der Gefährdung vom Sprayer selbst und der Allgemeinheit (Schienenverkehr).”
§ 303 Sachbeschädigung
(1) Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.
(3) Der Versuch ist strafbar.
§ 304 Gemeinschädliche Sachbeschädigung
(1) Wer rechtswidrig Gegenstände der Verehrung einer im Staat bestehenden Religionsgesellschaft oder Sachen, die dem Gottesdienst gewidmet sind, oder Grabmäler, öffentliche Denkmäler, Naturdenkmäler, Gegenstände der Kunst, der Wissenschaft oder des Gewerbes, welche in öffentlichen Sammlungen aufbewahrt werden oder öffentlich aufgestellt sind, oder Gegenstände, welche zum öffentlichen Nutzen oder zur Verschönerung öffentlicher Wege, Plätze oder Anlagen dienen, beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer in Absatz 1 bezeichneten Sache oder eines dort bezeichneten Gegenstandes nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.
(3) Der Versuch ist strafbar.
beiden §§ wurde 2005 durch das 39. Strafrechtsänderungsgesetz jeweils der absatz 2 hinzugefügt, um graffitis juristisch besser faßbar zu machen.
ob in dem vorliegenden beispiel ein gefährlicher eingriff in den bahnverkehr (§315 StGB) zu sehen ist, halte ich für zweifelhaft. zumindest wäre mir neu, daß in diesem zusammenhang die eigengefährdung oder dadurch herbeigeführte selbstschädigung mit strafe beschwert wäre… (andernfalls müßte man selbstmördern dringend abraten, ihren selbstmordversuch via vor den zug werfen etwa zu überleben, weil es dann nicht nur verdammt teuer werden könnte, sondern auch sehr eng, und sie ihres lebens ganz sicher nicht mehr froh werden würden, aber das nur nebenbei).
ulla
am 23. Januar 2010, 07:44 #
Wenn wir Sie nicht hätten, @1704, müßten wir wohl alle dumm sterben.
Toska
am 23. Januar 2010, 08:31 #
Na ja , so ganz unrecht hat ja @1704 nun nicht, wenn er da sagt, dass es wohl andere Sachen gibt die den Leuten unter den Nägeln brennen.
Da stimme ich @1704 voll und ganz zu.
Mit den Graffiti ist ja wohl so ein Steckenpferd von unserem lieben Michael (HSB ) und da tobt er sich halt hier aus. Finde ich zwar nicht so in Ordnung, da es wahrhaftig andere Themen gibt als nun immer wieder Graffiti.
Aber das wird @Michael und Kollegen kalt am Hintern vorbeigehen, nach dem Motto: wir sind hier die Hausherren.
Und der Ausschaltknopf an meinen PC funktioniert ausgezeichnet und wird auch gleich betätigt.
@Ulla
Was hat denn jetzt die Meinung von @1704 mit dumm sterben zu tun?
Es gibt da einen schönen Satz der lautet: Dumm stirbt früher.
Also trägt ja @1704 dazu bei, dass Sie lange leben. Da solltense ein wenig dankbar sein.
Tschö………………..
ulla
am 23. Januar 2010, 08:42 #
@Toska
Hat @1704 eine Meinung geäußert? Vielleicht andeutungsweise im 1. Absatz – der Rest sind juristische Hinweise und auf diese bezog sich mein Kommentar.
cora
am 23. Januar 2010, 08:47 #
@26
“Es gibt da einen schönen Satz der lautet: Dumm stirbt früher.”
Also DEN kenn ich aber GANZ anders, aber sowas von….
cora
am 23. Januar 2010, 12:44 #
Ach Toska, das ging doch nicht gegen Sie, das ging doch nur um den Spruch, den altbekannten :-).
1704
am 23. Januar 2010, 14:37 #
@ ulla #25, #27
im kommentar von @cre (#23) wird eine auffassung/meinung formuliert, die durch das von mir widergegebene korrigiert werden könnte, wenn der/die angeschriebene es denn korrigieren will, z.b. weil die entsprechenden rechtsvorschriften (besser) bekannt sind…
zum anderen wird es wohl nicht schaden (meine ich), hier und da auch einmal strafgesetzbuchparagraphen im originalen wortlaut zu lesen. andererseits hätten Sie sich aber auch gar nicht angesprochen fühlen müssen, denn der kommentar richtet sich gar nicht an Sie.
im übrigen entzieht es sich meiner kenntnis und besteht auch kein interesse zu wissen, wie sie belieben, dermaleinst in die kiste gelegt zu werden, ob nun dumm oder kenntnisreich, mit oder ohne erfahrungsschatz … – das bleibt ganz allein Ihnen selbst überlassen.
am 23. Januar 2010, 15:25 #
@Toska: ich tobe mich nicht damit aus. das sähe noch ganz anders aus.
Graffiti gehört zu Berlin, und nur wenn wir darüber reden, Ansichten überprüfen, disktutieren, etc. und an die Jugendlichen herankommen, dann ist etwas gewonnen, nämlich ein MITEINANDER. Das muß und kann nicht immer im Einverständnis sein, sollte es aber zumindest anstreben.
@1704, necurryaufffaust: ich schreibe gern über Politik, mache gern richtige Reportagen, mit Hintergrund, aber es interessiert nicht so sehr viele. Wenn kein Feedback dazu hier kommt, diskutiere ich das lieber mit Freunden. Es stimmt schon, es gibt Aufreger-Themen, die sind nicht wirklich wichtig, werden aber dazu “mißbraucht”, auf einem Nebenschauplatz einen Kampf zu führen, der eigentlich auf dem Hauptschauplatz mit den wirklich wichtigen Themen (da, wo es ans Eingemachte geht) geführt werden müsste.
necurryauffefaust
am 23. Januar 2010, 16:31 #
mich würde mal interessieren wie eine welt ohne graffiti ausehen würde.
also die welt wie sie jetzt ist nur eben ohne graffiti,sowohl legal als auch illegales.
auch kein street-art oder sontiges.
wäre meiner meinug nach ziemlich trist.
überall nur werbung, kalte nackte gelb oder altrosa getünchte wände.
ihr müsst das auch mal so sehen:
graffiti ist ein wunderbarer indikator für das was in einer stadt passiert.
in einer stadt ohne graffiti kann man von ausgehen das dort nicht gerade das leben tobt bzw. kreativität und lebensfreude zuhause sind.
bzw. es einen gewissen anteil an jungen leuten gibt die eine stadt doch bereichern.
es ist ja allgemein bekannt das graffiti von meist 12 jährigen (achtung sarkasmus) ausgeführt wird.
stellt euch mal ne stadt wie berlin ohne graffiti vor:
nur wenige clubs,diskos,bars etc. die ganzen (wenigen) freizeitangebote für jugendliche fallen weg etc.
die ganze vitaltät und lebenskraft würde verloren gehen da kaum jugendliche da sind.
ich möchte mal in diesem zusammenhang auf die stadt bochum aufmerksam machen.
das ist eine stadt die kein signifikantes illegales graffiti problem hat für “sprühkreative” aber einen hohen anteil an legalen flächen bereithält.
in köln gibts nicht mal eine von der stadt freigegebene fläche und trotz kasa (kölnerantigraffitiaktion) und soko ist dort das illegale graffiti nicht von der straße wegzubekommen.
anstatt also unendlich viel geld in graffitibekämpfungsmassnahmen zu stecken die keinen nennensweten erfolg verzeichnen können,sollte man doch vllt mehr legale fläche zur verfügung stellen, den jugendlichen die möglichkeit geben sich im legalen rahmen auszutoben.
was die oft genannte fahrpreiserhöhung im zusammenhang mit graffiti angeht,so ist diese völliger unfug.
die reinigung eines zuges beläuft sich ca. auf 300€-500€ und soviele züge werden nun auch wieder nicht bemalt das da in der jahresbilanz plötzlich millardenbeträge rauskommen.
ausserdem sind viele züge mit einer “graffitischutzschicht” versehen von denen graffiti mit relativ wenig aufwand entfernt werden kann.
was diese silber-schwarz bilder angeht,so bekommt man diese meist mit haushaltsüblichen mitteln, welche man für sehr kleines geld (bewegt sich im cent bereich) im aldi o.ä. erwerben kann,wieder weg.
ihr würdet euch wundern wie leicht man dieses bitumenschwarz wieder wegbekommt und das ohne chemie.
würden die reinigungsdienste mit solchen mitteln arbeiten würden nie solch hohe kosten für die entfernung entstehen.
und wenn man schon mal dabei ist,ohne graffiti würde es auch keine graffitientfernugsbranche geben.
somit würden ein haufen arbeitsplätze wegfallen und die chefs müssten sich n anderern schmu suchen mit denen sie den leuten das geld aus der tasche ziehen können.
(meist sind die preise für graffitientfernung völlig überzogen)
ebenso in der chemischen industrie welche die lacke herstellt würden arbeitsplätze flöten gehen.
die bahnreiniger hätten weniger zutun.
rentner müssten wieder den autos beim parken zugucken statt mit dackel waldi auf partroullie zu gehen.
und dann stellt sich mir die frage was machen die ganzen jugendlichen dann mit ihren kreativen tatendrang stattdessen?
Hernando
am 23. Januar 2010, 16:53 #
@necurryauffefaust
“bereichern”
“Bereicherung”
…für mich ganz oben auf der Liste der Unwörter des Jahres.
Warum?
Nun, Bereicherungen, die (fast) niemand will, die eher sogar abgelehnt werden, sind keine “Bereicherungen” sondern Belästigungen.
Im Übrigen: Nichts gegen freigegebene Flächen, auf denen sich “Kids” austoben dürfen.
Das wurde alles schon in den 80ern mit großem Aufwand versucht.
Die kriminellen “Sprayer” würden sowas ohnehin nicht annehmen. Die zwanghaften “Künstler” sicher auch nicht.
1704
am 23. Januar 2010, 17:17 #
@ Michael (hsb) #36
ich habe prinzipiell gar nichts dagegen, wenn bilder statt text(e) dafür verwendet werden, um diskussionen anzustoßen, im gegenteil, bilder öffnen oftmals menschliche potentiale, die bei texten oder sowieso oft völlig ungenutzt bleiben. aber es kann zum einen auch etwas viel des guten sein (bzgl. bilder/diskussionen), zum anderen fehlt bildern etwas, was mit texten relativ mühelos vermittelt werden kann, z.b. “hintergrund(wissen)” (ist natürlich abhängig von der “güte” des textes). aber weder ein “gutes” bild noch ein “guter” text sind garantie dafür, daß es zu einer interessanten diskussion kommt. in den meisten fällen sind die diskussionen eher langweilig, besonders dann, wenn es um so etwas wie “meinungsaustausch” geht. im übrigen zeichnen sich nahezu alle blogs, die ich so kenne, von einem, wie ich meine. übertriebenen harmoniestreben aus…
und das letzte, was IMHO diskutanten/komentierende in einem blog wirklich wollen, sind diskussionen, die an das “eingemachte”, an die eigene substanz gehen, und was sie noch viel weniger wollen, ist, ihre meinung evtl. auch mal zu ändern – schon nur das hinterfragen einer meinung wird oftmals schon als ein persönlicher angriff auf die eigene person verstanden. von daher sind blümchen- oder stellvertreterthemen oder einfach nur irgendwie “schöne bilder” immer angesagter=willkommener als echte kontroversen, in denen es wirklich um etwas geht… das gilt leider auch zunehmend für die politische diskussion hierzulande oder die selbstdarstellung von politikern – es kommt nicht mehr so sehr auf inhalte an, sondern lediglich, daß man es gut “rüberbringt”, eine gute figur dabei abgibt, oder das sagt, was den meisten irgendwie gefällt, auch wenn es grundsätzlich von der sache her völlig falsch oder murx ist (und ohne kontroverse debatte/diskussion wird man das ja auch nie herausfinden oder widerlegen können); von daher kann einem blog daraus auch so eine art selbstverständnis erwachsen, dem etwas entgegensetzen zu wollen (muß man ja keineswegs permanent mit der brechstange versuchen)…
@ necurryauffefaust #37
im zusammenhang mit graffiti/_“farbschmierereien”_ wird als “schadenssumme” immer ein betrag zwischen 300 – 500 mio eur (bundesweit) genannt. allerdings habe ich noch nie eine konkrete aufschlüsselung gesehen, die aufzeigt, wie sich diese summen zusammensetzen und ob sie überhaupt stimmen…
die sache mit den freiflächen befürworte ich auch, obgleich ich nicht davon überzeugt bin, daß dadurch illegales graffiti hier in Berlin wirklich in gänze verschwinden oder nur noch marginal auftreten würden. ich denke, für viele, in dieser stadt, ist gerade das “illegale” der kick, der die sache so reizvoll macht. mich persönlich stören graffiti nicht wirklich, allerdings finde ich, daß die “ikonographie” bzw. _“innovation”_doch recht begrenzt ist und von daher das ganze insgesamt sehr schnell auch sehr langweilig wird, mit der zeit, für den betrachter… das unmaß an werbung im stadtblid finde ich auch eher störend, auch die politische plakatwerbung zu wahlkampfzeiten, aber eigentlich nur deshalb, weil der größte teil dieser werbung einfach nur einfallslos und blöd gemacht ist (vielleicht aber gerade dies der grund, warum sie vielen als so unverzichtbar erscheint)…
Toska
am 23. Januar 2010, 17:21 #
Sorry, ich nehme mal das n wieder weg. Mit Drohnen (Bienen ) hats ja nun nüscht zu tun.
Also: Drohung
1704
am 23. Januar 2010, 17:51 #
@ Hernando #38
“belästigungen” sind z.b. für mich die flut an automobilen, die ständig diese stadt prägen, der mit ihnen verbundene lärm, die durch sie entstehende gefährdung, weil es mich zwingt, vorsichtig sein zu müssen. trotzdem kann ich an automobilen auch ein potential an “bereicherung” sehen, in einem völlig immateriellen sinne gemeint. denn automobile eröffnen auch möglichkeiten, geben über design auskunft über den vorherrschenden zeitgeist, sind technisch interessant usw. usf. ähnliches könnte ich z.b. über die stadtarchitektur sagen, denn auch diese “belästigt” mich dahingehend, daß ich sie tagtäglich ertragen muß, in ihrer ästhetik, in dem, was sie an aussagen transportiert, als einzelobjekt, ensemble oder gar environment. trotzdem stellt sie auch eine “bereicherung” dar, weil sie z.b. einen eindruck von dem vermittelt, was so zeitgeist ist, wie sich geschichte und zeitläufe materialisiert haben, was unter “schöner wohnen” verstanden wird, oder auch, daß durch die anwesenheit des “störenden”/_“belästigenden”_ das andere auffällt, das auch (noch) da ist…
“graffiti” wird wohl deshalb auch so negativ gesehen, weil es sich über ein verbot hinwegsetzt (“so etwas macht man nicht”), weil es das ordnungsempfinden vieler stört, die es sauber und aufgeräumt, “ordentlich” halt, haben wollen, und weil es eine heilige kuh dieser gesellschaft antastet: das recht auf eigentum, weshalb man die “aufwertung” eines öffentlichen objektes dann auch mühelos als “sachbeschädigung” klassifiziert. eine andere rolle spielt die graffiti-ästhetik, die den meisten eher als häßlich erscheint, abstoßend, ganz ganz schrecklich, weil sie alle ästhetisch von ganz anderen “vorbildern” geprägt sind. graffiti ist eben kein Van Gogh, kein Monet, kein Rembrandt, kein Cranach, kein Dürer – und daß einige graffiti-leute dann auch eingang in die geweihten hallen des kunstbetriebes finden, ist ja nicht ausdruck der vorstellungen des mainstreams. vielleicht sollte man sich graffiti einfach einmal als eine flut von automobilen vorstellen, um daran dann auch so etwas wie “bereicherung” entdecken zu können. ist aber, zugegeben, nicht so einfach…
im übrigen kann ja jeder bestehende graffiti auch crossen, allerdings darf er sich dabei nicht erwischen lassen…
cre
am 23. Januar 2010, 18:48 #
Allgemein find ich es echt lustig, dass so einige, die stets betonen, dass die Themen hier im Blog ihnen nicht passen oder unzureichend über dies und jenes gesprochen wird, trotzdem ständig hier rumhängen. Und trotzdem immer schön mittexten um nur ja was zu sagen. Oder androhen “ich mach jetzt aus, ich gehe”, etc. und wenig später trotzdem weiter frotzeln. Leute, es gibt soooo viele Blogs, da wird doch für jeden was dabei sein. Der Hauptstadtblog ist nicht das Zentrum des Sonnensystems. Also bitte. Ihr habt es jederzeit in der Hand, wo und worüber diskutiert wird, das ist der Vorteil des www.
1704 (24, 35):
Sie müssen meine Meinung (war ne Meinung, keine Behauptung :-)) nicht korrigieren. Ich schrieb ja “aus meiner Sicht” und bin mir bewusst, dass das StGb anderes sagt.
Persönliches Rechtsempfinden weicht doch öfter mal vom festgelegten Gesetz ab ;-)
Im vorliegenden Beispiel wäre es (meiner Meinung nach) ein Eingriff in den Bahnverkehr gewesen, wenn zu dem Zeitpunkt des Sprayens ein Zug eingefahren wäre. Ist aber wohl nicht. Somit bleibt es wenigstens ein Versuch.
Ihr letzter Comment (42) gefällt mir sehr gut. Ich bin größtenteils der gleichen Ansicht.
Warum hatte ich früher (und heute zum Teil noch immer) was gegen Graffiti? Bei mir hat das nichts mit Eigentum oder Illegalität zu tun (siehe oben, eigenes Rechtsempfinden, illegal ist nicht automatisch schlecht).
Die Sache ist ganz einfach: Respekt vor Dingen. Vor der Arbeit und Liebe, die Menschen in deren geistige und materielle Erschaffung gesteckt haben, vor der Bedeutung eines Objekts für einen Menschen (muss nicht der Besitzer sein!), und vor den Dingen selbst. So.
Heute sehe ich das lockerer. Warum? Wie gesagt, Graffiti richtet per se keinen Schaden an (man muss es ja nicht entfernen, bzw. jeder, den es stört, könnte es ja selbst entfernen (sofern es erreichbar ist), hab ich auch schon gemacht, ganz ohne Chemie!). Graffiti ist eine Art von Ausdruck, viele stecken da auch Mühe und Liebe hinein. Und es kann zudem auch eine Form sein, einem Objekt Respekt zu zollen (oft natürlich auch das Gegenteil). Eine einfarbige Wand wird m.E. aufgewertet durch Bemalen. Es ist eine Form von Aufmerksamkeit, die den alltäglichen Dingen somit verliehen wird.
Ich seh das immer individuell. Pauschal urteilen kann ich da nicht. An vielen Orten passt es, an einigen aber auch nicht. Werbe- und graffitifreie Orte sind selten geworden und ich empfinde sie als Erholung fürs Auge.
Sauber und ordentlich hab ich es auch gern. Aber Graffiti ist ja kein Dreck. Außerdem weiß man erst, was “ordentlich” heißt, wenn man das Chaos kennt. Mir wär’s halt lieb, wenn nicht überall getaggt würde (Bombings wie oben sind ja nicht überall und, imho, meistens dort wo sie auch gut hinpassen). Irgendwann hat man davon zu viel. Außerdem sollte man schon mitdenken und keine Schilder, Fahrpläne oder sonstiges übermalen. Wer sowas tut, drückt damit aus, dass er auf seine Mitmenschen sch…t oder den Kopf nicht anschaltet. Leute, die über Gleise klettern, tun das zwar auf eigene Gefahr, aber denken die evtl. auch an den Zugführer? Ich glaub, die wenigsten überfahren gern Leute.
Der Vergleich Architektur-Graffiti passt teils ziemlich gut. Genauso langweilig wie ich es fände, hätten wir hier überall dieselbe Art von Architektur, so langweilig fände ich auch eine Stadt voller oder gänzlich ohne Graffiti. Die Mischung macht’s, die Vielfalt und die Abwechslung. :-)
Toska
am 23. Januar 2010, 21:02 #
# 43
an irgendwas erinnert mich die Art und Weise Ihres Schreibstiels. Unter was für ein Nicknahme waren Sie denn vorher hier unterwegs.?
Helen
am 23. Januar 2010, 21:21 #
Es ist sehr schwierig diesen Blog mit anderen Themen zu belasten, aufzustocken oder wie man will, es ist der Hauptstadt-Blog. Es stehen also Ereignisse, Probleme usw, von Berlin als Hauptstadt oder doch nur als Stadt zur Verfügung. Wie will man politische Entscheidungen des Senats oder der Parteien hier angehen? Natürlich würde das rege Beiträge geben, aber ändern kann man daran doch nichts. Im Grunde kann man nur hinterher sich darüber auslassen, ob man einverstanden ist oder dagegen. Das haben wir bei Tempelhof erlebt.
Natürlich gibt es User, denen das Niveau hier nicht gefällt, es ist ihnen zu flach, zu nichtssagend oder nicht fundiert genug.
wenn ich die Meldungen in der Zeitung oder im FS Revue passieren lasse, dann sind es doch zum größten Teil Themen, die hier schon mehrfach durch sind.
Vielleicht kann sich mal jemand dazu äußern, wie er die Dinge sieht, allerdings würde das diesen Titelbeitrag sprengen.
cre
am 23. Januar 2010, 22:35 #
Toska:
Ich mach da kein Geheimnis draus. Bin alter ego von central station. :-)
Der jetzige Nick ist eben kürzer, nichtssagender, und lässt evtl nicht sofort die Schublade zugehen, dachte ich mir. CS ist nicht “tot”, wird sich jetzt aber auf zu jenem Nick passende Themen beschränken.
Helen:
Goldrichtig :-)
Und wenn ich nen Blog nicht mag, mir die Themen da nicht zusagen, muss ich da ja nicht lesen oder schreiben. Ist doch eigentlich recht simpel. Ich geh ja auch nicht in dauernd in nem Politik-Blog lesen, und beschwere mich dann, dass dort nicht über Architektur geschrieben wird. Ich les was mich interessiert, oder eben nicht.
Prokrastes
am 23. Januar 2010, 23:58 #
Ich hätte an stelle der BVG bei der anstehenden Sanierung ein paar Stationen dafür hergegeben, einige geplant gestaltet (Graffiti, strettArt), bei anderen hätte ich Freiraum für Contemporaries gelassen, für spontane und wechselnde Graffitis.
Das ist eine gute Idee. Denn es gibt U-Bahn-Stationen von so abgrundtief monströser Hässlichkeit, daß die fast schon danach schreien.
Fehrbelliner Platz (Nur U7, nicht U3!), Schloßstraße, Pankstraße …
Halt etliche der Verbrechen aus den 70er und 80er Jahren.
Prokrastes
am 24. Januar 2010, 00:01 #
Nachtrag
Und auch wenn es Naturstein ist: Otto-Grotewohl-Straße resp. Mohrenstraße. Diese mit Steinplatten aus der Nazi-Reichskanzlei ausgekleidete Station wird durch den Naturstein nicht schöner, erinnert der doch an etwas angealterte Blutwurst.
Toska
am 24. Januar 2010, 08:01 #
# 46 na, ich hatte mir schon Sorgen gemacht :-))
Ja sicher, trifft man hier nicht jeden Geschmack. Obwohl ich der Meinung bin, dass einzelne so wie @Michael oder @Jürgen die Angelegenheit immer sehr aufmöbeln. Jedenfalls gefallen mir deren Beiträge am besten.
Man hat das vorher in den Nachrichten oder Zeitungen schon alles durch.
Manch “alter “ user, so wie @Nobbi sind wohl ausgestiegen was ich auch nachvollziehen kann.
Andere machen alles platt und nutzen dies als Plattform für alles mögliche. ( ich möchte mich da nicht ausnehmen )
Man sollte es aber jeden selbst überlassen @cre ob er /sie nun was schreibt oder nicht und wie er schreibt. Tun Sie nicht so, als ob Sie über den Dingen stehen.
Mal ne Frage : Was ist denn mit euren Kollegen beim ASB los? Weltuntergang oder RBB -Untergang ?
Na ja , auch nicht so sehr wichtig ist halt nur schade.
schönen SonntagJürgen (hsb)
am 24. Januar 2010, 11:48 #
Nur eine ergänzende Information zum Thema Graffiti:
Lt. “Die Welt” vom 11.1.10 sollen im April die Street-Art-Künstler Sozyone, Honet und Flying Förtress die Fassade des Bierpinsel in Steglitz gestalten und zwar so, daß auf jeder Seite ein anderes Bild entsteht. U.a. soll der Kopf von Max Planck zu sehen sein.
Wer der Auftraggeber dafür ist, wurde in dem Artikel nicht erwähnt.
steelblueflames
am 24. Januar 2010, 13:40 #
UM GOTTES WILLEN!!
Damit wäre das einzigartige und typische 70er-Jahre-Ensemble rund um den Bierpinsel endgültig im Eimer…es reicht doch schon, dass man den U-Bahnhof derart hat verkommen lassen. Für den Bierpinsel gibt es nur eine Farbe: ROT! Es ist unglaublich, dass langsam aber sicher die gesamte städtebauliche Epoche der 60er und 70er von irgendwelchen “Kreativen” kaputtsaniert wird. Aber leider hat die Nachkriegsachitektur in Berlin anscheinend keine Lobby…
ulla
am 24. Januar 2010, 14:26 #
@steelblueflames
Nur keine Panik – das Ganze soll eine vorübergehende Angelegenheit sein:
am 24. Januar 2010, 15:21 #
@steelblueflames: ich mag zwar die 70er Jahre Architektur nicht grundsätzlich, aber ich finde auch, das nun gerade der Turm mit dieser Bemalung markant, typisch und einzigartig ist.
Leider zeigen sich die Berliner, auch langzeittechnisch betrachtet, nie besonders “architekturtreu”, hier wurde immer gebaut, abgeranzt, abgerissen, gebaut, abgeranzt, abgerissen usw.
Was ja wiederum den Berlin-eigenen Charme prägt.
Und dazu gehören auch Graffitis, ob man sie mag oder nicht.
Zumeist sind sie ja auch nur contepomporary.
ulla
am 24. Januar 2010, 15:58 #
Vorsicht, @ Michael – die Kölner reißen erst gar nicht ab – die lassen ihre Innenstadt lieber gleich einstürzen ;-))
1704
am 24. Januar 2010, 16:01 #
@ cre #43
“Sie müssen meine Meinung (war ne Meinung, keine Behauptung :-)) nicht korrigieren…”
ich weiß, daß ich das nicht muß! wobei es keine rolle spielt, ob es sich dabei um eine meinung oder eine behauptung handelt. nebenbei: eine “meinung” kann mindestens so falsch sein wie eine “behauptung” – und oftmals läßt sich das ja im einzelnen auch gar nicht so leicht auseinander halten, weder seitens desjenigen, der diese meinung/behauptung vertritt, noch seitens derjeniger, die das dann lesen/hören…
aber, was mich wundert: ich schrieb doch ausdrücklich (#35)
“im kommentar von @cre (#23) wird eine auffassung/meinung formuliert, die durch das von mir widergegebene korrigiert werden könnte, wenn der/die angeschriebene es denn korrigieren will”
“Allgemein find ich es echt lustig, dass so einige, die stets betonen, dass die Themen hier im Blog ihnen nicht passen oder unzureichend über dies und jenes gesprochen wird, trotzdem ständig hier rumhängen. Und trotzdem immer schön mittexten um nur ja was zu sagen.”
Ihre schlußfolgerung (“um nur ja was zu sagen”) ist m.m.n. falsch, denn man könnte auch aus völlig anderen motiven zum ausdruck bringen, daß einem ein blog nicht passe oder daß in diesem nur unzureichend über dies und jenes gesprochen würde. aber Sie zeigen hier ein schönes beispiel dafür, wie aus einer schlußfolgerung eine meinung wird, die nur solange bestand hat, wie die schlußfolgerung als richtig angesehen wird. deshalb kommen Se auch zu einer fragwürdigen einschätzung “Also bitte. Ihr habt es jederzeit in der Hand, wo und worüber diskutiert wird, das ist der Vorteil des www.” – einige sagen sich deshalb: genau hier, in diesem blog!
@ Helen (#45)
“Es ist sehr schwierig diesen Blog mit anderen Themen zu belasten, aufzustocken oder wie man will, es ist der Hauptstadt-Blog. Es stehen also Ereignisse, Probleme usw, von Berlin als Hauptstadt oder doch nur als Stadt zur Verfügung. Wie will man politische Entscheidungen des Senats oder der Parteien hier angehen? …”
für entscheidungen sind die demokratisch gewählten gremien/institutionen verantwortlich und legitimiert. die legitimation erfolgt aber nicht nur über das ausgeübte wahlrecht, sondern auch über das, was als öffentliches meinungsbild den parteien/politikern bekannt wird/ist. politiker neigen i.d.r. nicht dazu, politischen selbstmord zu begehen. aber, je obeflächlicher politische diskussionen im öffentlichen raum geführt werden, desto leichter fällt es den entscheidungsträgern, z.b. reine klientelpolitik betreiben zu können, oder auch gesetzesinitiativen in ihrer tatsächlichen motivation/zielrichtung zu verschleiern. und, auch ein umstand, der gar nicht so unwichtig ist: je oberflächlicher/desinteressierter der bürger an politischen (meinungsbildungs)prozessen teilnimmt, desto stärker wird sich die politik auch vom bürger entfernen und umgekehrt. ein anderer aspekt ist z.b. auch die meinungshoheit der medien bei der öffentlichen meinungsbildung. es werden kaum noch nachrichten/informationen ohne dazu formulierte meinung vermittelt, desto wichtiger ist es, solche “nachrichten” kritisch zu hinterfragen oder fehlendes (hintergrund)wissen hinzuzufügen… warum sollte ein blog so etwas nicht leisten können?
es ist kein zufall, daß (in der bevölkerung) unliebsame gesetzesvorhaben z.b. immer am anfang oder der mitte einer legislaturperiode beschlossen werden, während zum ende hin beschwichtigungsbonbons verteilt werden. ein nur oberflächlich an politik und politischen entscheidungen interessierter bürger hat ein hohes vergeßlichkeitspotential, das politisch genutzt werden kann und auch tatsächlich genutzt wird. auch dem können blogs ein wenig entgegen wirken…
und das heißt keineswegs, daß in einem blog nur noch hochpolitisch brisante themen behandelt werden können oder sollten, aber wenn sie ausschließlich/vorwiegend “unterhaltsam” sein wollen, dann müssen sie auch den vorwurf ertragen (können), daß sie zu vielem, was gesellschaftlich in der meinung der bürger nicht richtig ist oder falsch läuft, auch (aktiv) beitragen…
zum abschluß. Sie kennen doch sicher etliche gemälde von Franz Carl Spitzweg (z.b. Der arme Poet oder Der Bücherwurm), diese bilder werden heute nahezu völlig im sinne idyllischer, “lustiger” darstellungen gesehen. aber sie waren einmal satirisch gemeint und formulieren auch eine ernsthafte kritik an gesellschaftlichen phänomenen. ich überlasse es Ihnen, das einmal gedanklich auf einen blog zu übertragen…
cre
am 24. Januar 2010, 22:02 #
1704:
Meine Meinung, Behauptung, whatever, weicht in dem Fall vom Inhalt des StGb ab – und? Solange ich keinen Allgemeingültigkeitsanspruch drauf erhebe, und solang mir bewusst ist, warum die Sache laut StGb tatsächlich illegal ist, braucht man doch da nicht rumzudiskutieren, finde ich. Das Gesetz sagt, es ist Sachbeschädigung, auch wenns für mich keine wirkliche ist. Können wir (bzw SIE) das jetzt so stehen lassen?
genau hier, in diesem blog!
Hätte gerne mal gewusst, warum. Warum ausgerechnet dieser Blog? Sind Sie denn sonst noch irgendwo (ASB ausgenommen) am Schreiben/ Lesen?
ein nur oberflächlich an politik und politischen entscheidungen interessierter bürger hat ein hohes vergeßlichkeitspotential, das politisch genutzt werden kann und auch tatsächlich genutzt wird. auch dem können blogs ein wenig entgegen wirken…
Ja, Blogs die sich damit beschäftigen. Und die gibt es zuhauf. Wer sich intensiv mit Politik beschäftigen will, der findet entsprechende Seiten en masse. Wen das aber eh nur peripher tangiert, der ist auf solchen Seiten wohl ohnehin überfordert und sucht sich andere, meinetwegen oberflächliche Seiten aus. Es ist vergeudete Energie, Blogmissionar spielen zu wollen :-)
Sie werden nen Blog nicht ändern können, denn wenn der/ die Autor/en über etwas Bestimmtes schreiben wollten, täten Sie es auch. Wenns Ihnen irgendwo zu oberflächlich ist, steht es Ihnen frei, sich Anspruchsvolleres, Ihrem Niveau entsprechendes zu suchen und Ihren wertvollen Input dort beizusteuern. ;-)
Warum haben Sie eigentlich selbst keinen Blog? Zeit scheinen Sie zu haben, und eine Menge zu sagen auch. Ich bin überzeugt, dass Sie viele Leser und Kommentatoren hätten.
Helen
am 24. Januar 2010, 22:12 #
@ 1704
Sie sagen mir nichts Neues. Ich bezog mich ja auf Ihren Eintrag Nr. 39 – andere Themen – ja aber welche. Über politische Entscheidungern kann man streiten, reden, schreiben, aber sie bringen nichts, und den HSB werden diese Leute nicht lesen.
Es gibt Themen, da halte ich mich raus, weil ich nichts davon verstehe – z.B. Malerei. Ich kann nur sagen ein Bild gefällt mir oder nicht.
Blümchen und Unterhaltung: Ich hatte im Leben soviel mit Gesetzen und Paragraphen, Lektionen und Symposien, Buchstaben und Zahlen zu tun, daß ich keine Lust habe, über dergleichen Dinge zu schreiben. Der Blog ist für mich – Just for Fun.
1704
am 25. Januar 2010, 02:25 #
@ cre #57
zu Ihrem ersten absatz: ich wundere mich, wie schwer Sie sich damit tun zu verstehen, daß ich Sie zu gar nichts überzeugen möchte, daß es allein an Ihnen liegt, was Sie mit geschriebenem gedanklich tun oder unterlassen. in diesem fall wollen Sie unterlassen, gut, Ihre entscheidung…
“Hätte gerne mal gewusst, warum. Warum ausgerechnet dieser Blog?”
merkwürdige frage, einfache antwort: warum denn nicht diesen blog? aber ich kann Sie beruhigen, 1704 treibt auch anderswo sein unwesen… und, ganz grundsätzlich: wenn die betreiber des HSB oder irgendeines anderen blogs eine geschlossene (user)gesellschaft wollen, also z.b. nur user einer bestimmten denkrichtung, dann ist das technisch ganz unproblematisch möglich. aus dem umstand, daß sie diese technischen möglichkeiten nicht nutzen, können wir dann wohl auch unschwer schlußfolgern, daß Sie mit Ihrer frage eigentlich auf den falschen zielen. der richtige wären Sie und jene, die sich mit solchen fragen ernsthaft beschäftigen, und zwar in der hinsicht, warum Sie/sie meinen, eine solche frage wäre überhaupt wichtig/richtig…
räumen Sie evtl. mal mit einigen Ihrer vorurteile auf. 1704 ist kein “Blogmissionar” und “spielen” würde er das schon gar nicht. vergeudung von energie ist relativ, ich finde, Sie haben mit Ihrem letzten posting an 1704 recht viel davon verschwendet… 1704 will auch diesen blog nicht ändern, und selbstverständlich sollen die autoren schreiben, was sie wollen, oder eben nicht, aber, werter “cre”, dasselbe gilt auch für die user – das übersehen Sie ständig! und, nur einmal so nebenbei nachgefragt, warum meinen Sie denn, ich würde keine/n eigenen blog/s betreiben? haben Sie dafür irgendeinen anhaltspunkt? ich verlinke nie auf eigene seiten, nur einmal zur info…
@ Helen #58
“Sie sagen mir nichts Neues. Ich bezog mich ja auf Ihren Eintrag Nr. 39 – andere Themen – ja aber welche…”
die themen liegen förmlich auf der straße, man muß sie nur auflesen und etwas daraus machen.
“… Über politische Entscheidungern kann man streiten, reden, schreiben, aber sie bringen nichts, und den HSB werden diese Leute nicht lesen…”
komisch, ich meine doch tatsächlich, hier auch schon “politische entscheidungen” angesprochen gesehen zu haben, und die wurden sogar kommentiert. ist vielleicht dumm von mir, aber ich gehe davon aus, daß, wer etwas kommentiert, doch zumindest ein wenig von dem gelesen hat, was er/sie dann kommentiert… im gegensatz zu Ihnen meine ich, daß jede ernsthaft geführte diskussion “etwas bringt”, allerdings sollte man auch nicht erwarten, man könne damit die welt im gewünschten sinne ändern oder irgendwelche mißliebigen entscheidungen stante pede rückgängig machen oder angestrebte entscheidungen damit zwingend herbeiführen…
“Es gibt Themen, da halte ich mich raus, weil ich nichts davon verstehe – z.B. Malerei. Ich kann nur sagen ein Bild gefällt mir oder nicht.”
dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.
“Blümchen und Unterhaltung: Ich hatte im Leben soviel mit Gesetzen und Paragraphen, Lektionen und Symposien, Buchstaben und Zahlen zu tun, daß ich keine Lust habe, über dergleichen Dinge zu schreiben. Der Blog ist für mich – Just for Fun.”
finde ich schade, weil andere von Ihren erfahrungen profitieren könnten. und dieses “just for fun” sei Ihnen natürlich zugestanden, solange Sie nicht meinen, wie so manch andere/r hier im blog, alle anderen müßten auch nur “just for fun”…
übrigens meine ich, daß auch ein gespräch über blümchen sehr spannend sein kann, man muß es nur zu führen wissen und nicht per se sofort bei jedem “tiefgang über bord gehen wollen” – ich weiß allerdings aus beruflicher erfahrung, daß manche/viele (?) menschen enorme hindernisse und beschwernisse aufbauen, wenn es darum geht, das oberflächliche verlassen zu wollen. das ist manchmal wie einen berg ersteigen. auf dem weg zum gipfel ist es oftmals sehr beschwerlich, auf dem gipfel angekommen ist man oft recht froh, überhaupt auf den gedanken gekommen zu sein, den berg ersteigen zu wollen. und natürlich wird es immer menschen geben, denen der anblick eines berges völlig genügt, oder sie meinen zumindest, es genüge ihnen. und, natürlich, wird es auch immer menschen geben, die meinen, sie müßten jeden berg bezwingen, der in der gegend herumsteht. es soll sogar menschen geben, die ganz bewußt auf dem flachen lande leben, weil ihnen berge zuwider sind…
cre
am 25. Januar 2010, 04:22 #
1704:
merkwürdige frage, einfache antwort: warum denn nicht diesen blog?
Das war keine Antwort, sondern ne Gegenfrage. :-)
Warum nicht? Weil er nicht Ihren Vorstellungen zu entsprechen scheint.
wenn die betreiber des HSB oder irgendeines anderen blogs eine geschlossene (user)gesellschaft wollen, also z.b. nur user einer bestimmten denkrichtung, dann ist das technisch ganz unproblematisch möglich.
Nein, darum geht es nicht. Mich wundert einfach, warum Sie hier lesen, wenn Sie doch (scheinbar) so unzufrieden sind, das Niveau Ihnen nicht genügt. Hatten wir schon zigmal das Thema, denn Sie äußern das wirklich oft. Welchen Sinn hat das für Sie?
“Sie müssen hier nicht sein” ist übrigens nicht gleichbedeutend mit “Verschwinden Sie gefälligst hier”.
und selbstverständlich sollen die autoren schreiben, was sie wollen, oder eben nicht, aber, werter “cre”, dasselbe gilt auch für die user – das übersehen Sie ständig!
Öcht? Ständig? Ich könnte ja jetzt Nachweise für “ständig” verlangen.
Sie können doch hier schreiben, was sie wollen – und ich darf es wiederum lustig finden, bzw hinterfragen. Merken Sie was – wir drehn uns im Kreis.
und, nur einmal so nebenbei nachgefragt, warum meinen Sie denn, ich würde keine/n eigenen blog/s betreiben? haben Sie dafür irgendeinen anhaltspunkt? ich verlinke nie auf eigene seiten, nur einmal zur info…
Gut, das bisherige Fehlen dieser Info war mein Anhaltspunkt. :-)
Mögen Sie Ihre Prinzipien einmal brechen und nen Link setzen? Mich würde Ihr Blog oder Ihre Seite interessieren.
cre
am 25. Januar 2010, 04:29 #
Und um wieder zum Thema Graffiti zurück zu kommen:
Bei B-like-Berlin gibts auch ne Menge hübscher bunter Graffiti zu sehen. :-)
1704
am 25. Januar 2010, 10:30 #
@ cre #60
sicher war es eine antwort. Sie können es einfach mit “es gibt keinen wichtigen grund, der dagegen spricht” übersetzen.
“Nein, darum geht es nicht. Mich wundert einfach, warum Sie hier lesen, wenn Sie doch (scheinbar) so unzufrieden sind, das Niveau Ihnen nicht genügt. Hatten wir schon zigmal das Thema, denn Sie äußern das wirklich oft. Welchen Sinn hat das für Sie?”
ich fände es viel wichtiger, sich über jene gedanken zu machen, die mit dem “niveau” zufrieden sind und sogar meinen, das wäre auch gut so – insbesondere dann, wenn es um “politische themen” geht, zumal es ja im menschlichen dasein kaum etwas gibt, das nicht auch ein politisches thema darstellt. ich bin anhänger der these, daß der mensch an sich mindestens auch ein denkendes wesen ist, auch wenn er sich oft viel mühe gibt, genau das zu vermeiden.
“verlangen” können Sie alles, ob Sie es erhalten ist eine völlig andere frage. sich im kreis bewegen ist eine weit entwickelte fähigkeit des menschen, die dem “vorwärts kommen” oftmals planvoll entgegensteht, auch wenn der mensch subjektiv relativ häufig das gefühl hat, er sei tatsächlich voran gekommen. mitten im leben heißt ja für den menschen oft nichts anderes, als immer darum herum… andererseits bemerkt der mensch in seinem kreislauf oftmals nicht, daß er gar nicht mehr in der selben spur spaziert, weil sich das empfinden eines kreises meistens ziemlich gleich anfühlt, weshalb ich gedanklich eher von einer konzentrischen umlauflinie sprechen würde, die einem gedachten mittelpunkt mal näher, mal ferner ist…
zum letzten absatz Ihres postings: aus vielerlei guten gründen mag ich nicht.
p.s. _“eigentlich finde ich es ja irgendwie lustig, daß ein thema wie graffiti 1704 in kürzester zeit doch recht viele kommentare produziert, während andere themen, die den leuten eigentlich wesentlich mehr auf den nägeln brennen müßten, so vor sich hindümpeln…” (1704, ~ #24)
Helen
am 25. Januar 2010, 21:04 #
@ 1704
Sie haben mich mißverstanden. Über politische Themen und Entscheidungen zu diskutieren, das haben wir schon gemacht, aber wir können diese Themen und Entscheidungen nicht beeinflussen. Die Politiker, die solche Entscheidungen “verzapfen” , lesen hier nicht im Blog. Ihr Feedback erarbeiten sie sich selber bzw. es kommt von anderer Seite (Lobby), also eben nicht vom Bürger. Haben Sie sich nicht selbst mal an den Kopf gefaßt und gesagt- Mein Gott, was haben die sich dabei gedacht -?
1704
am 25. Januar 2010, 21:28 #
@ Helen #63
ich meine nicht, daß ich Sie mißverstanden habe, allerdings sehen Sie ein wenig zu sehr auf “unmittelbare wirkungen”…
natürlich habe ich mir schon mal, eigentlich sogar recht oft schon, an den kopf gefaßt und ohne religiöse formel mich gefragt, was die sich dabei wohl gedacht haben. aber, ganz ehrlich, das gleiche denke ich oft, wenn ich so einen teil meiner mitbürger mitbekomme…
Helen
am 25. Januar 2010, 21:44 #
@ 1704
Da haben Sie Recht, ich sehe auf die unmittelbaren Wirkungen, und deshalb sind Themen auf dieser Linie wenig ergiebig. Ich lasse Dampf ab, weil mir etwas nicht gefällt, aber ich kann nur hoffen, daß es nicht schlimmer kommt (Gesundheitsreform z.B.) Wobei hier die “Reform” für mich einen “negativen” Eindruck hinterläßt und ich bei jeder anderen Reform, die irgendwo auftaucht, diese erst einmal negativ bewerte. Aber das würde hier zu weit führen, das Thema ist schon verfehlt.
Danke an den HSB-
Helen
am 25. Januar 2010, 21:50 #
Mir ist gerade eingefallen, daß die Wände der U-Bahn offiziell an eine Firma vermietet wurden, z.B. am Alexanderplatz. Dort hatten doch Künstler ihre Werke ausgestellt (an der Wand natürlich), kostenlos, und dann wurden die Flächen vermarktet und die Künstler waren weg. Hat man die Weinmeisterstr. da nicht mit einbezogen?
Ziemliches Durcheinander, aber ich muß weg, konnte nicht mehr redigieren. Helen
ulla
am 25. Januar 2010, 22:07 #
@Helen
Ich denke, die Weinmeisterstr. ist, ebenso wie andere U-Bahnhöfe, in die Vermarktung einbezogen. Wahrscheinlich gibt es im Moment keine Interessenten für die Flächen oder aber die Werbung wird gerade gewechselt.
cora
am 25. Januar 2010, 22:32 #
Und mir ist aufgefallen, dass viele Bahnhöfe keine Werbeplakate mehr haben. Oder hatten, sogar vor Weihnachten, was mich erstaunte.
Hernando
am 25. Januar 2010, 22:54 #
Immer sehr schön dekoriert ist die Haupthalle im Bahnhof Friedrichstraße.
Entweder jahreszeitliche bzw. ereignisbezogene Eigendekorationen oder sehr eindrucksvolle Werbung als “Gesamtkunstwerk” im Zusammenspiel mit der Architektur.
ulla
am 25. Januar 2010, 23:01 #
@cora und Helen
Dann wird’s bei den “kleineren” Bahnhöfen wohl doch an den fehlenden Interessenten liegen. Aber hier www.tagesspiegel.de/kultur/Werbeflaechen habe ich noch etwas für Helen bezügl. Alexanderplatz gefunden.
cre
am 25. Januar 2010, 23:24 #
cora:
Bahnhöfe ohne Werbung? Wo? Ich kenn keinen einzigen. Stelle es mir aber sehr erholsam vor.
Hernando:
Ich find’s schrecklich. Ne zeitlang war dort mal alles rosa (wegen “Dirty Dancing”-Musical oder sowas).
Harmonierte besonders gut mit den pipi sonnengelben Fliesen im U-Bahnhof. Uaaargh.
Auch was da im Advent mit dem roten Glanzpapier in der Passage veranstaltet wurde, war mir doch ne Spur zu heftig.
1704 (zum letzten Absatz von 62):
Da sehn Sie mal, was für ein toller Hecht Sie sind! :-)
Man erntet, was man sät….
Hernando
am 26. Januar 2010, 00:05 #
@cre
Vom U-Bahnsteig hab ich nicht gesprochen. Da hat halt jede Station eine Farbe abbekommen. Mal hübsch, mal weniger.
Was die S-Bahnhofs-Halle betrifft, so stellte ich doch immer wieder fest, dass sich da jemand kümmert und versucht, etwas Nettes hinzukriegen.
Die Geschmäcker sind natürlich verschieden.
Mein Favorit in punkto Farbharmonie ist ja der Anhalter Bahnhof. Schlicht und elegant.
Leider eine ewige Baustelle seit dem Brand vor ein paar Jahren.
Helen
am 26. Januar 2010, 21:06 #
@ Ulla Nr. 70
Genau, das meinte ich. Ich bin den Bahnstreig oftmals auf und ab spaziert, um mir die Bilder anzusehen. Obwohl ein reger Bahnverkehr war, wurden die Bilder von vielen Leuten wahrgenommen. Wie es heute dort aussieht, weiß ich nicht, ich benutze meistens die Richung Residenzstr, – über Weinmeisterstr.!
Sascha
am 30. Januar 2010, 21:01 #
Schaut euch mal an, was die aus dem denkmalgeschützten U-Bahnhof Victoria- Luise -Platz gemacht haben….
am 1. Februar 2010, 13:58 #
zugegeben ich hab jetzt mal einige Kommentare übersprungen… deshalb geb ich meinen Senf einfach ab ohne auf die vorherigen kommentare einzugehen:
Sicher ist die oben gezeigte Aktion eher unter der Rubrik Mutprobe und Revierverhalten einzuordnen. —> Die Leute haben ihre Künstlernamen an einer repräsentativen Stelle hinterlassen. Vermutlich fahren sie jeden tag dran vorbei und freuen sich nun einen Kullerkeks. Hier im Blog wird, von Gegnern und Befürwortern genau das getan was die beiden wollten… Es wird beachtet, sich dran gestört oder erfreut.
Ein echter Zugewinn wären wirklich gute legale Wände.
Beispiel dafür findet man schon an einigen Stellen. Die meisten sind jedoch einfach so versteckt, dass sie kaum mehr hergeben als, als Übuingswand zu fungieren. Anders ist das an der Landsberger Allee, stadteinwärts rechts ca. 500m vor der Kreuzung Weißenseer Weg. Dort hat man Holzwände um einen Basketballplatz gebaut. Ich finde das ist ein Zeichen, dass man hier verstanden hat worauf es vielen ankommt. Hier können die Jungs ihre Bilder mit der Hingabe malen die nötig ist um Kunst daraus zu machen und nebenbei fahre täglich hunderte Autos und Radfahrer dran vorbei. So wünscht man sich das und so sind auch die Bilder schön anzusehen.
@ Michael
Kannst ja mal vorbeifahren… lohnt sich wirklich! Abgesehen davon ändert sich das aussehen alle paar Wochen ;)