Verdursten in der Servicewüste

Gastautor in am 17. Februar 2010, 14:52   23 Kommentare »

oder: Seit 12 Tagen ohne Postzustellung
von Martin Wagenpfeil

Wir schreiben heute den 15. Februar 2010.

Seit dem 5. Februar bin ich von der Außenwelt abgeschnitten. Das Eis? Das Wetter? Eine Schneelawine? Um die Frage direkt zu beantworten, ich lebe nicht auf Hiddensee. Ich wohne in Berlin, in Berlin Mitte. Zwar nicht im Bezirk Mitte, aber ein wenig östlich davon im Prenzlauer Berg. Ganz genau gesagt: im Winsviertel. Marienburger Straße. Hier gibt es keine zugefrorene Wasserstraße, die ein Eisbrecher mit tausenden PS zermalmen müsste, um mich zu erreichen, hier gibt es nur den ganz normalen Wahnsinn, der mich nun in der zweiten Woche von der Außenwelt abschneidet.

Seit dem 4. Februar 2010 bekomme ich meine Post nicht zugestellt. Wichtige Sendungen erreichen mich nicht. Definitiv hätte ich am 5. oder am 6. Februar wichtige Post bekommen müssen, die bis jetzt nicht den Weg in meinen Briefkasten fand. Von anderen möglicherweise noch wichtigeren Zustellungen weiß ich nichts. Wie sollte ich auch davon wissen? Bei den vermissten Sendungen handelt es sich um einen wichtigen Brief von meiner Bank in Köln und eine wichtige Sendung, die ich an meinen Vater weiterleiten muss, der einen neuen Akku für sein Motorola braucht. Sein Akku gibt den Geist auf. Wie ich auch bald. Ich ärgere mich nämlich zu Tode.

Am Montag den 8. und Dienstag den 9. beginne ich mich zu wundern, wo meine Post bleibt. Amazon hat mir doch schon per E-Mail mitgeteilt, dass meine Sendung an den Frachtführer übergeben wurde. Und der Sachbearbeiter meiner Bank in Köln wollte doch die Post letzte Woche noch losschicken. Und er ist immer zuverlässig.

Mittwoch, der 10. Februar. Ich entschließe mich, die Servicenummer der Post anzurufen. Die Hotline: 01802-3333. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass mit meiner Post etwas gründlich schief läuft. Ich höre von einer Nachbarin, dass sie glaubt, Post würde entwendet. Ich glaube eher, die Post wird nicht zugestellt. Also 01802-3333. Ich bin sicher: Hotline bedeutet schnelle Hilfe. Hier wird geholfen! Eine überaus bezaubernde weibliche Stimme nimmt meinen Fall auf. Ich erkläre natürlich, dass die Post längst hätte da sein müssen. „Das ist ja schlimm“, kommentiert sie voller Mitgefühl. „Wir werden es weiter geben. Machen Sie sich keine Sorgen.“ Ich kann meine Handynummer sogar dalassen. Mir wird geholfen. Ich bin ganz sicher. Wir sind in einer Großstadt. Der Hauptstadt von dat Janze. Und es gibt jemanden, der sich um mein Elend kümmert, sich meiner Sorgen annimmt. Außerdem: Für das Engeleindasein des Service wird Engelchen sogar noch bezahlt. Halleluja! Alles wird schön!

Ich warte am Donnerstag, dem 11.2. den Nachmittag ab. Wir schreiben den 7. Werktag ohne Zustellung. Keine Post! Ich rufe wieder an: 01802-3333. „Ja!“ höre ich, „wir tragen sie jetzt als Wiederholungsfall ein.“ Ich sage der guten Frau von Sezuan, dass ich meine Post will. Jetzt will. „Wenn Sie nicht dazu in der Lage, sind meine Post zuzustellen, hole ich mir sie gerne auch selber ab“, knurre ich sie das erste Mal grimmig an. Da weiß ich dummerweise noch gar nicht, dass diese Frauen hier mit der Post gar nichts zu tun haben. Trotzdem: Ich kann das mitleidige Grinsen durch die Telefonleitung förmlich knarzen hören. Ich versuche es erneut: „Sie haben meine Post. Es ist meine Post.“ Kindlicher Trotz und Unmut machen sich in mir breit. Aber: Ich Blödmann lasse mich wieder breitschlagen. Die Säuselstimme will es weiterleiten und es wird etwas geschehen. Sicher! Noch glaube ich an den Service, an Anteilnahme und an den festen Willen der Post, Briefe zuzustellen.

Es ist Freitag der 12. Februar 2010. Heute werde ich einige Menschen kennenlernen, die mit meiner Post direkt zu tun haben, werde mit netten Zustellern sprechen, werde den Menschen kennenlernen, der die Zusteller einteilt und ich werde endlich den Vorgesetzen der netten Stimme sprechen, die mich säuselnd unter 01802-3333 empfängt. Es beginnt damit, dass meine Frau mir mittags erzählt, sie habe auf der Straße eine Zustellerin gesehen. Ich lasse meine Arbeit liegen und laufe auf die Straße. Ich fange die Zustellerin, meine Zustellerin, an der Ecke Winsstraße ab. Ich will von ihr wissen, wieso sie unser Haus links liegen lässt und dort nicht zustellt. Ich höre von ihr, dass sie seit dem letzten Donnerstag den Bezirk zustellt, aber sie sei ja nur Aushilfe und richtig, bei uns habe sie seit Donnerstag keine Post zugestellt. „Wo ist denn meine Post?“ will ich konkret wissen. Sie redet von zwei ominösen Kästen oder Fächern auf ihrer Tour, in denen meine Briefe wohl liegen müssten. Es sei aber nicht ihre Schuld: Sie sei nur Aushilfe und die Leute, die ihre Post vorbereiten, seien ja so schlampig. Ob sie denn von einer Beschwerde gehört habe. „NEIN!“ entgegnet sie.

Ich wiederhole: „Ich will meine Post. Es ist meine Post. Kümmern Sie sich darum. Sofort!“ Sie verspricht es zu tun.

Ich rufe trotzdem die 01802-3333 an und lasse mich von den säuselnden weiblichen Stimmen nicht mehr länger abwimmeln. „Ich sage: Ich WILL ihren Vorgesetzten sprechen.“ Anscheinend hat sie aber keinen Vorgesetzten. „Wollen Sie den Teamleiter sprechen?“ will Säuselinchen von mir wissen. Ich entgegne angefressen: „Ich habe keine Ahnung, wie sie ihren Vorgesetzten nennen, aber genau den will ich sprechen.“ Eine männliche Stimme, die in der Position ist, sich nicht verstellen zu müssen, meldet sich. Er spricht offen und gesteht freimütig, dass er nicht wisse, wo meine Post ist. Also verlange ich von ihm die Herausgabe der Telefonnummer des Mannes, der für die Einteilung der Zusteller vor Ort zuständig ist. Genau! Die Nummer des Mannes, der mir sagen kann, wo sich meine Post befindet. Er erklärt mir, dass es so eine Nummer nicht gibt. Der Teamleiter der Hotline erklärt endlich, das alles sei ein elektronisches Verfahren. Die Vorgänge werden nur weitergeleitet, dann haben sie damit nichts mehr zu tun. Hier werden Beschwerden verwaltet. Ich bebe vor Zorn: „Das hier ist keine Servicenummer, das ist eine Serviceverhinderungsnummer!“ bebe ich. Der Teamleiter scheint von meiner Erkenntnis nicht überrascht zu sein. Und als absoluten Ausdruck meiner Empörung schleudere ich ihm ein Wort entgegen, mit dem der Teamleiter wohl gar nichts anfangen kann: „Das ist doch kafkaesk!“ Er – ganz souveräner Teamleiter – fragt aber nicht weiter nach, was es bedeutet. Weil – es interessiert ihn nicht sonderlich. Er sagt, er leitet den Vorgang weiter. Dorthin wo irgendwelche Leute, die er nicht kennt, die er nie gesprochen hat, sich möglicherweise um meine Reklamation kümmern werden. Ich bitte ihn um eine schriftliche Abschrift des Vorgangs. Man weiß ja nie. Und ich bitte ihn das mir zuzuschicken. „Per Post?“ fragt er. Ich weiß nicht, ob er eine Antwort erwartet.

Es ist immer noch Freitag, der 12. Februar. Ich sehe vom Gartenhaus, dass die Zustellerin doch noch den Weg zurück zum Haus gefunden hat. Es sind irgendwelche Briefe, die sie bei mir einwirft. Aus irgendeinem Zwischenlager, aus einem der kleinen Nester, von den sie mir berichtete. Ich kontrolliere die Post. Viel zu wenig. Die wichtigen Briefe nicht dabei. Ein Alibieinwurf. Ich stelle sie zur Rede, sage ihr nochmals, dass ich meine Post brauche, ob sie heute noch ihre anderen Kästen, Fächer oder Quellen kontrollieren könne? Sie will tun, was sie kann. Ich sage ihr nicht, was ich denke: Das wird nicht allzu viel sein.

Ich könnte mittlerweile die Decke hochgehen, frage einen anderen Zusteller, ob er eine Idee hätte, wo ich denjenigen finden könnte, der für die Zustellung meiner Post zuständig ist. Der, übrigens ein freundlicher Mann, sagt in den Schönhauser Arkaden. Ich sofort mit M10 und U2 dahin, um dort nach meiner Post zu fahnden. Aber ich erfahre nur: „Das hier ist die Postbank. Wir haben mit der Post nix zu tun.“ Nein, er habe auch keine Telefonnummer von einem Zuständigen. Ich müsse zur Eberswalder Straße 6. Dort sei jedoch kein Kundenverkehr.

So gegen 15:30 Uhr stehe ich dann an einer Tür in einem Hinterhof direkt neben der Polizei und klopfe. Die brauchen wahrscheinlich Schutz, denke ich mit beißendem Spott. Mein Klopfen wird nicht erhört. Ich sehe einen Zusteller, spreche ihn an, schildere ihm mein Problem und ich spüre etwas, was ich lange Zeit vermisse: Einen Hauch von Empörung, als ich ihm meinen Fall schildere. Ein aufrechter Mann, ein wackerer, freundlicher Bursche, der kurz überlegt und mich über einen Aufzug und durch eine Sortierhalle zu dem Sachbearbeiter führt, der für die Zustellung verantwortlich ist. Für meine Post. Da sitzt er also. Herr F.: Der Mann, der mir helfen wird. Und Herr F. ist ein netter Mann: freundlich und mitfühlend. Er unterbricht sogar das Handygespräch mit seiner Freundin oder Frau und schaut nach, ob hier noch irgendwo Post für mich liegt. Und er findet tatsächlich ein wichtiges Schreiben. Aber leider nicht die beiden, die ich brauche. Es ist viel zu wenig von meiner Post. Da fehlen noch mindestens 6 oder 7 Tage Zustellung. „Aber wo ist meine Post, die ich doch so dringend brauche?“ frage ich ihn. Er zuckt mit den Schultern. Auch er philosophiert von irgendwelchen Fächern auf dieser Tour von dieser Zustellerin. Ich verlange, dass er jemanden findet, der mit mir zu diesen seltsamen Fächern fährt, damit ich mir meine Post holen kann, die mir niemand bringt. Endlich meine Post bekomme! „Keine Chance!“ sagt er. Da kommt nur sie ran. Die Zustellerin. Ich erkläre ihm mit allem Nachdruck, zu dem ich fähig bin, dass ich am Samstag meine Post in meinem Briefkasten haben will – egal wie er es anstellt. Ich lasse mir seine Telefonnummer geben, weil ich niemals mehr bei der Serviceverhinderungsstelle unter 01802-3333 anrufen will. Herr F. schaut mir in die Augen und verspricht alles zu tun, was er kann. Ich frage lieber nicht, was das genau ist. Aber eins muss ich noch wissen: „Wieso weiß eigentlich niemand davon, dass ich mich seit 3 Tagen beschwere.“ „Augenblick“, sagt er. „Ich schaue mal eben ins Reklamationsprogramm. Das habe ich heute noch nicht aufgemacht.“ Das war gegen 16 Uhr. Ja, und da steht er. Mein Name! Meine Straße! Meine Nummer! Ich gehe und bleibe freundlich. Vielleicht sorgt der Mann dafür, dass ich morgen meine Post bekomme. Ich bedanke mich sogar artig für seine Bemühungen.

Es ist Samstag, der 13. Februar. Meine wichtige Post hätte mich vor 9 oder 10 Tagen erreichen müssen. Mittlerweile wollen wir unseren Sachbearbeiter in Köln erreichen, damit er die wichtige Post an eine Freundin in einem anderen Bezirk schickt. Er ist aber nicht zu erreichen. Karneval! Gestern hat Amazon einen zweiten Akku losgeschickt. Einen Ersatzakku. Vielleicht kommt er ja durch. Wir haben jetzt 12:30 Uhr. Gleich muss ich im Vorderhaus sehen, ob meine Post möglicherweise da ist. Ich habe Freunde im Vorderhaus instruiert, mir Bescheid zu geben, wenn sie auf der Straße meine Zustellerin sehen. Ich werde ein Taschentuch mitnehmen für den Fall, dass ich meine Post im Briefkasten finde. Aber nix. Keine Post. Um 13:30 Uhr gehe nochmal gucken. Nix. Ich sehe auf die Straße. Meine Zustellerin lehnt an unserer Hauswand und telefoniert. Gott sei Dank! Sie hat Post. Meine Post. Ich bleibe stehen, bis sie alles einsortiert hat. Meine Post ist da. Ich unterdrücke das Triumphgefühl. Und richtig. Es ist zwar Post. Neue Post. Aber nicht die Post, auf die ich warte. Nicht die Post, die in diesen Kästen, Fächern, Ablagen oder Quellen dieser Zustellerin liegen könnte. „Das ist nicht meine Schuld“, sagt die Zustellerin. Trotzdem fehlt meine wichtige Post nach wie vor. Der wichtige Brief meiner Bank fehlt und der Akku meines Vaters ist wahrscheinlich schon tot. Es ist 14 Uhr. Ich rufe Herrn F. an. Keiner nimmt ab. Er hat wohl Wochenende.

Am Montag, dem 15.2.2010 werde ich mittlerweile 12 Tage ohne meine Post sein.

23 Kommentare

1

Hernando

“kafkaesk” ist wirklich die richtige Beschreibung.

Sie haben mein vollstes Mitgefühl.
In irgendeiner Form haben wir wohl alle schon mal ähnliche Situationen der Ohnmacht beim Kontakt mit “Service” erlebt.
Man muss sich dann gleich bewußt machen, dass es sicher nicht “persönlich” gemeint ist, sonst könnte man wirklich verzweifeln.

Nebenbei: Sehr gut geschrieben!

2

Gilbert

Gut das wir die Post privatisiert haben, daduch ist sie schneller, günstiger und viel besser wie früher! Wie das geht? Und warum das früher nicht ging? keine Ahnung… aber seit wann würden uns denn Politiker die Unwahrheit sagen?

Und wenn die Bahn dann mal privatisiert wird kommen wir auch nicht an nach 12 Tagen!

3

linda (hsb)

… mal ‘ne frage nebenbei: “an den frachtführer…” – sind sie sicher, dass die sachen nicht bei pin oder ups oder anderen zustellfirmen abgegeben wurden? ;-)

4

bart

:D

5

nter0ne

unglaublich… deshalb hat mein Brief an vattenfall offenbar auch noch nicht seinen Bearbeiter gefunden und deshalb konnte mir die nette Dame bei der Vattenfall-Service-Hotline wohl auch nichts weiter empfehlen als das, was ich schon getan habe in Form eines Briefes…

Das ist doch völlig absurd!!!! Wir leben in einem Zeitalter in dem ich innerhalb von Sekunden der Welt einen Autounfall zeigen kann, aber physisch existierende Post braucht bald 2 Wochen um zugestellt zu werden. Hoffentlich gibt es bald einen brauchbaren e-Brief.

6

ulla

Bei der Post ist scheinbar nix unmöglich. Ich habe am 22. Dez. 09 einen Brief meiner Bank bekommen, der – mit meiner richtigen Anschrift versehen – am 9. Sept. 09 in Frankfurt aufgegeben wurde und von da über München, wo er unzustellbar war – wen wundert’s? – und weiter über Magdeburg bei mir gelandet ist. Irgendjemand sollte zwischenzeitlich noch 22 ct. Nachgebühr zahlen – wahrscheinlich in Magdeburg, er wurde da nämlich von wem auch immer in einen 2. Briefumschlag gesteckt. Das ist kein Märchen – ich hab’ den ganzen Vorgang vor mir zu liegen weil ich damit nochmal zur Bank will – auf diesem absolut sicheren Postweg war eine Sparcard unterwegs.

7

Sigurd

@ulla#6
Da verwechseln Sie etwas, das war geschicktes Spurenverwischen Ihrer Schweizer Bankunterlagen. Also psst!! ;-))

8

Jupp

Hier geht’s genauso: Berlin-Tiergarten. Die gesamte letzte Woche keine Post. Seit Montag funktioniert es wieder. Habe den Briefträger angesprochen, der mir bestätigte, dass er krank gewesen sein. Offensichtlich gab es keinen Ersatz für den guten Mann.

9

Helen

Auch bei normalem Wetter ist es mit der Zustellung nicht weit her. Meine EC-Karte wurde wegen nicht gefundener Adresse zurückgeschickt an den Absender. Und dann wurde meine Karte gesperrt, einfach so, die haben nicht mal telefonisch nachgefragt, ob es uns gibt. Nun habe ich mir das ausgemalt – Freitag Wochenendeinkauf an der Kasse – und Kreditkarte wird bei Kaiser’s nicht genommen. Sauber, was?

10

Prokrastes

Post heißt nach.

11

ulla

@Sigurd

:-))

@Prokrastes

Stimmt – das erklärt natürlich einiges ;-)

12

Rüdiger

Wärt Ihr mal in Bonn geblieben!

13

Sebastian

“Am Montag, dem 15.2.2010 werde ich mittlerweile 12 Tage ohne meine Post sein. “
Heute ist der 18.02. – kam noch die Wende in dem Fall?
Heftiges Ding.

Ich hatte gestern aber das genaue Gegenteil an Service. Eine eMail an die DKB-Bank geschrieben und 20min später (es war um 21h) einen Rückruf bekommen wo mir sofort geholfen wurde. So schnell habe ich noch niemanden reagieren gesehen.

14

Martin Wagenpfeil

@ Hernando: Danke für die Blumen!
@ Linda: Ist ein kleiner Akku. War tatsächlich die Deutsche Post. Die Ersatzlieferung kam mit der DHL
@ Sigurd: jawoll!
@ Prokastes: jawoll.2!
@ Helen: Zwei Zusteller im Bötzowviertel sagten mir, das Wetter würde keine sonderlichen Probleme bereiten
@ Rüdiger: icke bleibt in Berlin. Aber bald auf ein Eifeler Landpils mit Nic & Andree in deinem Club
@ Sebastian: Am WE schreibe ich die Geschichte zu Ende. Mir fehlen noch ein paar Fakten. Aber so viel sei verraten: Der Name des Beitrags: Blumen in der Servicewüste…

15

Andree

Mensch Martin, wat ne Jeschichte! Ick kann nachfühl´n, wie et Dir jeht. So hoch kann keene Decke sein, dass man da nich vor Wut in nullkommanix oben wäre. Ick wünsch Dir een Sack voll Post! Werd Dir gleich ma ne Karte schreiben, das de allet nachholen kannst, wat de versäumt hast. Und ick freu mir uff´s Eifeler Landbier! Aber bloß nich per Post anliefern lassen…

P.S. Jut jeschrieben!

16

dibtych

Lustig ich bekomme seit dem ersten Schnee wichtige Unterlagen per Post nicht mehr zu mir in Berlin Wedding zugestellt. Das kostete mich seit Dezember 2009 nun schon rund 3000 €. Weil ich einen Antrag nicht abschicken kann, für den Ich die Unterlagen per Post bekommen müsste. Da die Aussteller der Wichtigen schreiben sich auch etwas – ich möchte es mal “kindisch” nennen – haben, renne ich meinem Unterlagen nun schon 3 Monaten hinterher.

Rechnungen kommen hingegen wie gewohnt :/

17

Michael Koslar

Dat sin doch alles Sackjeseechter!

18

Aron

Haha, ich habe mal auf einen wichtigen Brief 4 Monate gewartet. In der Zeit hat meine Post 3 Mal den Atlantik überquert. Eine Kombination aus deutscher, argentinischer, chilenischer und kanadischer Post, aber das würde zu weit führern :D

19

Erjc

Ja ich habe schon festgestellt dass viele Dinge die ich für selbstverständlich gehalten habe in Berlin nicht richtig oder gar nicht funktionieren. Da denkt man in der Preußenmetropole muss es doch preußisch akurat zugehen, ach was war ich naiv. Man muss sich hier eine regelrecht südländische Geduld und Gleichgültigkeit zulegen (trotz osteuropäischem Kontinentalklima). Ich fühle mit Ihnen. ;-)

20

Martin Wagenpfeil

@ Andree: Der gewünschte Postsack hat mich erreicht. Danke!
@ Michael Koslar: Lieber Michael, bei euch in Köln verschwindet nicht nur Post, sondern alles, was man nicht sofort in Beton gießt. Und an das Stadtarchiv lehne ich mich auch nicht mehr an.
@ dibtych: Tut mir leid für Dich. Mich hätte es im Extremfall noch etwas mehr kosten können, aber ich konnte es ja noch abwenden. Siehe “Blumen in der Servicewüste.
@ aron: das war eine globale konzertierte Aktion gegen Dich. Da ist man chancenlos.
@ erjc: Ich kann nur jedem empfehlen, entweder extrem locker bleiben oder sein Ding durchziehen. Aber total konsequent.

21

bert

Bisher war ich immer vom hohen Standard unserer Post überzeugt. Aber das haut ‘nen Zacken aus der Krone. Und dann durfte ich just gleiches durchleben – am 8.2. habe ich im Netz einen Wickingerhelm für Romo geordert. Als am 13.2. nichts in Sicht war, hab ich den versender angemoppert, der prompt konterte: Am 11.2. als Maxibrief versendet!
Also nach der postinternen Zielsetzung 1+24 (Einlieferungstag +24h) hätte der Maxibrief am Samstag da sein müssen. Am 20.2. stand dann ein Maxibrief im Weinkartonformat auf der Fensterbank. Das sind 9 Tage! 1+24 erhält da ein ganz neues Geschmäckle – Südeuropäische Verhältnisse? Obohl, am 18.1. habe ich spät am Abend einen Brief nach Mallorca eingeworfen. Zwei Tage hat er gebraucht. War mit ‘ner 144 auch Mehrporto drauf.

22

Martin Wagenpfeil

@ bert: Der Akku ging direkt nach Mallorca, nachdem er eingetrudelt war. War 4 Tage später da.

23

G. Boettcher

Nicht nur in Berlin, sondern auch hier in Regensburg geht das nun schon so ein paar Tage. Ich bekomme keine Post mehr. Alle Post geht mit dem Vermerkt “unzustellbar” an den Adressaten zurück. Mehr durch Zufall bekam ich heute heraus, das nicht nur 1 Brief zurückging sondern wer weiß wie viele an mich gerichtete Sendungen.

Da ist irgendwas ziemlich faul bei denen von der Post. Irgendwas stimmt da nicht.

Die können doch nicht alle krank sein, die Zusteller.

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