Der Boxhagener Platz der 60er Jahre als Kinofilm
Thomas in Kultur am 24. Februar 2010, 12:12 6 Kommentare »
Der Boxi ist eindeutig der Mittelpunkt des heutigen Friedrichshains. Auf dem Platz treffen sich Punks und Penner, Touristen, Eltern, Kohlelieferanten, Studenten und Dozenten. Und ab und an sieht man in diesem Bezirk auch noch Menschen über 70 hinter ihren geklöppelten Gardinen im Parterre sitzen. Sie haben ihn wahrscheinlich noch erlebt, den alten Boxhagener Platz, so wie ihn auch der Film-Regisseur Matti Geschonneck als Kind gesehen hat, als es noch nach Pferdemist statt Hundescheiße roch. Geschonneck sagt: „Als ich da lebte, lieferten noch Brauereipferdefuhrwerke den Kneipen die Bierfässer.” Diese Welt will Geschonneck mit seinem Film Boxhagener Platz wieder lebendig machen.
Die Verfilmung (Kinostart: 4.3.2010) des gleichnahmigen Romans von Thorsten Schulz spielt im Jahr 1968. Während im Westen Studentenunruhen und sexuelle Revolution auf der Tagesordnung stehen, erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölf jähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) auf dem Ostberliner Boxhagener Platz ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit „revolutionären” Geheimnissen Frauen rumkriegt.
Trockener Humor, Melancholie und Berliner Charme – mit diesen Zutaten wirft „Boxhagener Platz“ einen Blick zurück auf Vergangenheit. Der Film ist eine Liebeserklärung an die Stadt Berlin, an den kleinen Kosmos Boxhagener Platz und seine liebenswerten Bewohner und gleichzeitig eine Hommage an phantastische Schauspielgrößen aus Ost und West.
Disclaimer: Der Autor ist Mitarbeiter der Online-Agentur, die die Online-Promotion für den Film durchgeführt hat.
6 Kommentare
Werner_Bredebusch
am 26. Februar 2010, 13:18 #
Ich werde mir diesen Film auf jeden Fall nicht ansehen.
Auf keinen Fall!!!
heinrich
am 6. März 2010, 15:20 #
Wo bleibt denn hier der Disclaimer?
Vorschlag: Der Autor dieses Beitrags ist Mitarbeiter der Firma, welche auch die Online-Promotion des vorgestellten Films übernommen hat.
siehe:
www.hauptstadtblog.de/autoren/2854/thomas
p3000.net/team/
p3000.net/de/blog/boxhagener
Thomas Praus (HSB)
am 6. März 2010, 15:50 #
Danke für den Hinweis von Heinrich. Der Disclaimer wurde eingefügt. Ja, ich arbeite bei P3000, wurde in diesem Fall als Autor des Hauptstadtblogs wie jeder andere Kontakt mit Infos versorgt und gefragt ob ich hier etwas zum Film schreiben möchte. Die Thematik passte meines Erachtens, daher der Artikel und der Trailer. Die berufliche Verbundenheit muss man natürlich offen legen. Ist nicht geschehen, weil schlicht nicht dran gedacht, nicht um etwas zu verschleiern. Sorry!
Hernando
am 6. März 2010, 15:59 #
@wolf-bredebusch #2
Du gehst sicher lieber zu solchen Veranstaltungen.
Fragt sich nur ob als Claqueur oder als Bodyguard.