BGE- und Trödelsonntag in der Neuköllner Musenstube
Susanne in Kultur am 20. März 2010, 22:10 38 Kommentare »
Auch heute ist noch FRÜHLINGSERWACHEN und zwar im KUNSTREUTERKIEZ. Es gibt also Kunst und Musik, Theater und Trödel. Und die Eisdiele Fräulein Frost macht auch endlich wieder auf.
Auch in der Musenstube in der Tellstraße 2 wird morgen ab 15 Uhr getrödelsonntagt. Darüber hinaus gibt es aber auch noch einen Vortrag von Ralph Boes zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen und Musik von OMP, dem Orchestre Miniature in the Park.
Bis 22 Uhr dauert dort der Spaß, bei dem auch mitgezeichnet werdern darf. Vermutlich geht es dabei nicht um ein wie auch immer geartetes Dokument, sondern viel mehr um die Bebilderung des BGE.
38 Kommentare
brauner71
am 21. März 2010, 15:48 #
…genau, Geld für alle! Schlaraffenland lebe hoch! Singen für den Weltfrieden!
Aussteiger
am 21. März 2010, 16:37 #
Bedingungsloses Grundeinkommen:
Das passt doch gut zu der neuen deutschen Versorgungmentalität.
1704
am 21. März 2010, 18:04 #
@ Aussteiger #3
versorgungsmentalität – ein platter politischer kampfbegriff, der letztlich die vernagelten ellenbogen präferiert und nahkampftechniken als soziale kompetenzen ausgibt!
brauner71
am 21. März 2010, 18:52 #
@1704
Ach was sind sie doch ein Wortakrobat…
trotzdem falsch!
Der Begriff “Versorgungsmentalität” beschreibt ziemlich treffend die Ansicht einiger Zeitgenossen und ist durchaus treffend.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde diese Gesellschaft noch weiter verloddern lassen und es dem vernünftigen Leistungsdenken sehr schwer machen.
Ich bin der Meinung, daß Fleiß immernoch eine wichtige Tugend ist, ohne die nichts funktionieren würde. Warmes Wasser aus der Wand, frischer Joghurt im Kühlregal setzt fleissiger Menschen vorraus, die manchmal auch einen Arschtritt brauchen um morgens aufzustehen und arbeiten zu gehen.
Was glauben sie, was passieren würde, wenn man mir ohne Gegenleistung einen Betrag X von dem ich einigermaßen leben könnte zu Verfügung stellen würde…?! Ich kenne mich.
Es gibt schon heute zuviele in der Hängematte!
Ich nehme gerne mein Mietshaus als Beispiel:
1. Etage: 36 jähriger Student, der noch nie gearbeitet hat, gerne lange schläft, lange warm duscht wenn er friert und Geld vom Amt bekommt. Dann ein ca 30 jähriger arbeitsloser Schaufensterdekorateur, der mir sagte er kommt mit Hartz 4 gut aus und ausserdem gerne viel feiert.
2. Etage: mittelalter Lebenskünstler, der gerne bunte Bilder malt und kifft und dann endlich mal … eine junge ehrgeizige Lehrerin, die viel arbeitet und immer gestresst ist.
Wem meine Sympathie gehört überlasse ich ihnen!
1704
am 22. März 2010, 04:15 #
@ brauner71 #5
ach, wortakrobat ehrt mich doch, Ihrem text fehlt aber jene gedankliche artistik, die Ihren salto mortale in form einer rolle rückwärts erklären könnte.
“Der Begriff ‘Versorgungsmentalität’ beschreibt ziemlich treffend die Ansicht einiger Zeitgenossen und ist durchaus treffend.”
ersteres habe ich ja keineswegs bezweifelt, eher im gegenteil, und ich nehme Sie hier schon einmal als beweis dafür, daß “einige Zeitgenossen” dieser ansicht sind, und bzgl. des “durchaus treffend” will ich einmal Ihren text lesen.
“würde diese Gesellschaft noch weiter verloddern lassen” – tja, da steckt schon einmal die behauptung im satz, daß diese gesellschaft “verlottert” sei. nur, woran machen Sie dieses “verlottert” denn überhaupt fest? mit anderen worten: Sie geben hier nur einen (persönlichen) eindruck wieder, der aber keineswegs zutreffend sein muß.
“und es dem vernünftigen Leistungsdenken sehr schwer machen” – da habe ich schon ein verständnisproblem, was, bitteschön, ist denn ein “vernünftiges Leistungsdenken”? besteht ja aus 2 teilen, einmal vernünftig und einmal Leistungsgedanke. letzterer ist ja auch eher ein unbestimmter begriff an sich, denn spielen ist z.b. auch eine “Leistung”, aber ich vermute einmal, daß Sie das gar nicht so sehen, auch gedichte schreiben ist eine leistung, aber das meinen Sie wohl auch nicht damit. “vernünftig” – darüber, was man sich darunter vorzustellen hat, wird in der philosophie aber seit sehr langer zeit schon sehr kontrovers diskutiert. und, das andere, wer definiert, was “vernünftig” ist? Sie?
“Ich bin der Meinung, daß Fleiß immer noch eine wichtige Tugend ist, ohne die nichts funktionieren würde.” – nun schreiben Sie hier ja selbst: “Ich bin der Meinung”, sollten von daher auch einräumen, daß andere anderer meinung sein können, einmal ganz generell gesprochen. “Fleiß”, nun ja, wo fängt er an, wo hört er auf, und ob “Fleiß” als eine “Tugend” anzusehen ist, hängt ja wohl davon ab, was man denn als tugend überhaupt definiert. der begriff fleiß wird sich dazu verhalten, wie ein begriff zu einer ideologie. und daß “nichts funktionieren würde”, wenn das, was Sie unter “Fleiß” verstehen, keine “Tugend” wäre, ist ja keineswegs unumstößlich bewiesen. wenn man jemanden, der zu beginn der industrialisierung lebte, gesagt hätte, daß die menschen später einmal so etwas wie einen 8-stunden-tag hätten, er hätte es nicht nur nicht geglaubt, sondern als “unmöglich” bezeichnet. warum hätte er es nicht geglaubt? weil er die ökonomie seiner zeit als grundlage seiner anschauung gemacht hätte, und da waren eben in den meisten bereichen arbeitszeiten von 16 stunden üblich und allgemein verbreitet…
“Warmes Wasser aus der Wand, frischer Joghurt im Kühlregal setzt fleissiger Menschen vorraus, die manchmal auch einen Arschtritt brauchen um morgens aufzustehen und arbeiten zu gehen.”
über das warme wasser und den Joghurt lasse ich mich mal nicht aus, beim “Arschtritt” stellt sich das schon anders dar, weil ich da doch zumindest fragen möchte: wer tritt da wem mit welcher berechtigung in den a**** und warum überhaupt? gefällt mir absolut nicht, erachte es aber als typisch für menschen, die sich gegen das bGE aussprechen, auch wenn sie sich dann dazu anderer begrifflichkeiten bedienen… bei “arbeit” und “einkommen” legen manche so gar keinen wert darauf, daß wir eine humanistisch orientierte gesellschaft sind, die mittlerweile im 21. jahrhundert angekommen ist. mit anderen worten: ich erachte diesen “A****tritt” als grundbedingung für die “Tugend” des “Fleißes” nicht nur als pädagogisch schädlich, sondern auch als anachronistisch für moderne entwickelte gesellschaften. aber gut, es gibt immer menschen, die da ein wenig hinterher hinken…
“Was glauben sie, was passieren würde, wenn man mir ohne Gegenleistung einen Betrag X von dem ich einigermaßen leben könnte zu Verfügung stellen würde…?!” – woher soll ich das wissen? ich kenne Sie doch überhaupt nicht, aber wenn Sie der meinung sind, Sie könnten ohne diesen “A****tritt” nicht leben, kann ich Sie eigentlich nur bedauern. leider steht es auch dafür, daß viel zu viele sich eine meinung über sich selbst bilden, die gar nicht die ihre ist, sondern vom menschen ersonnen, die irgendetwas von “Fleiß” als “Tugend” faseln… oder, andersherum ausgedrückt: manche scheinen diesen “A****tritt” derart verinnerlicht zu haben, daß sie auch wollen, daß alle anderen den auch…
“Ich kenne mich.” – na ja, das will ich Ihnen einmal einfach so glauben, obwohl ich da durchaus gewisse zweifel habe (gehen in die richtung: Sie kennen sich in Ihrem realisierten dasein, aber sicher nicht in dem, das zu realisieren wäre…), aber das ist gar nicht so ausschlaggebend: Sie kennen sich, gut, aber kennen Sie auch die anderen? Sie schließen hier von sich auf andere, kann man machen, aber mit welcher berechtigung? und vor allem, mit welchem anspruch darauf, daß dieses von sich auf andere schließen überhaupt zutreffend ist? weil Sie sich nur sich selbst vorstellen können?
“Es gibt schon heute zuviele in der Hängematte!” – ein altes lied, ein garstig lied, so unausrottbar in das deutsche liedgut eingegangen, daß es fast schon als folklore anzusehen ist. ich denke immer, wenn ich solche sätze lese, daß das irgendwie von menschen kommt, die sonstetwas sehen, nur nicht die realität, schon gar nicht die realität der anderen. allerdings, es gibt menschen, die in einer art “hängematte” leben, aber ich meine doch, daß Sie sich gar nicht trauen würden, diesen einen “A****tritt” zu verpassen, zum einen, weil diese leute wesentlich mächtiger sind als Sie, zum anderen Ihr bein gar nicht lang genug wäre, um diesen menschen in den A**** treten zu können…
und, klar, bzgl. bGE wird es auch sicher menschen geben, die lieber in einer hängematte schaukeln werden als irgendetwas anderes zu tun. kennen Sie das geschäftsmodell, wonach kunden nur den preis bezahlen, den sie selbst bestimmen? sogar mit der möglichkeit, den artikel für umsonst zu bekommen? die erfahrungen zeigen: nur wenige nutzen die möglichkeit des umsonst, die anderen zahlen, teilweise sogar zu viel. paßt sicher als beispiel auch nicht in Ihre gedankenwelt und ansichten über den menschen, nicht? hier mal ein beispiel dafür. und wenn so etwas unvorstellbares funktioniert, warum dann nicht auch anderes, was heute ach so unvorstellbar erscheint? (übrigens habe ich keineswegs übersehen, daß das beispiel nicht überall funktioniert, aber darüber könnte man nachdenken, aber in einem positiv-konstruktiven sinne, nicht im sinne: kann sowieso nicht funktionieren…).
wenn sich die menschen immer daran gehalten hätten, was alles sowieso nicht funktionieren kann, lebten wir wahrscheinlich immer noch im jungpleistozän…
Ihrem beispiel aus “Ihrem Mietshaus” entnehme ich, daß Sie 4 menschen allem anschein nach für völlig ausreichend halten, sich eine meinung darüber zu bilden, wie sich ca. 80 mio menschen verhalten werden. das andere, was ich Ihrem beispiel entnehme: daß Sie ein “Mietshaus”- besitzen, aber gern vom _“Fleiß” als “Tugend” reden, aber doch auch eine gewisse neigung zu “anstrengungslosem wohlstand” zu haben scheinen. finde ich ja auch völlig okay, daß Sie ein mietshaus besitzen, nur ziehen Sie daraus die völlig falschen schlüsse (bzgl. Ihres beispiels).
“Wem meine Sympathie gehört überlasse ich ihnen!” – Sie überlassen es mir? na, dann sage ich mal: Ihre sympathie gehört eindeutig Ihnen, ob sie auch der “ehrgeizige[n] Lehrerin, die viel arbeitet und immer gestresst ist” damit gerecht weden, wage ich zu bezweifeln, weil Sie bei dieser leider nur das sehen, was Sie sehen wollen. _“ehrgeiz” läßt sich auch ohne “A****tritt” denken…
was bleibt also von Ihren so wichtigen einlassungen? unbewiesene behauptungen, viel meinung, wenig wissen und viel zu wenige fakten!
übrigens hätten Sie auch ohne weiteres unter Ihrem sonst üblichen nick schreiben können! hier reißt Ihnen doch niemand den kopf ab, oder stellt Sie gar in eine ecke, in die Sie gar nicht gehören!
xyz
am 22. März 2010, 08:54 #
mal allgemein @1704
warum lässt du die ständigen nickverdächtigungen, die persönlichen sticheleien und das auf-andere-herabschauen nicht mal bleiben? brauchst du das – nein. deine sonst sehr interessanten und aufschlussreichen beiträge erhalten dadurch nur einen üblen beigeschmack.
im übrigen spricht auch aus dir vor allem meinung. deine nämlich.
(ferner vermutungen, unterstellungen, und hin und wiedermal vermeintliche fakten, zitate und links, also meinungen anderer, die deine meinung untermauern) da kannst du überhaupt nichts gegen machen, es ist so. also beschwer dich doch nicht immer, dass andere “nur” ihre meinung sagen.
meinung an sich ist nichts verwerfliches, es kommt nur drauf an ob man die stur vertritt und nicht willens ist zu überdenken, also engstirnig und unreflektiert, oder ob man seine meinung immer wieder selbst hinterfragt, und wie man mit anderen meinungen umgehen kann.
mit dem was du kritisierst hast du selber ganz große probleme. merkst es nur anscheinend nicht. was du hier tust ist größtenteils “abwatschen” und kleinreden anderer. und dann schließen nahtlos erstaunlich eloquente, durchdachte beiträge an, die aber durch diese persönlich gerichteten einlassungen sozusagen “versaut” werden. Schade!
musste mal gesagt werden.
doch inhaltlich stimme ich total deinem text bezügl brauner71 zu.
Lichtenbergerin
am 22. März 2010, 10:43 #
@brauner71- 5
Bei dir Lichtenberg könnte das Grundeinkommen wohl zuerst verwirklicht werden.
Deine Bürgermeisterin fährt sicher voll auf sowas ab.
Ob allerdings eine direkte sozialistische Unabhängigkeit des Bezirks so wie neulich in dem TV-sience-fiction über Meck-Pomm die Lösung ist?
Eher wohl nicht.
Man muss die Grenzen offen lassen, damit Transferleistungen fließen können.
Es wäre doch unmenschlich vom 36jährigen Studenten oder vom mittelalterlichen Lebenskünstler irgendeine Leistung, irgendeinen Beitrag zu verlangen.
Wir sind doch eine “humanistisch orientierte gesellschaft sind, die mittlerweile im 21. jahrhundert angekommen ist” (@1704).
brauner71
am 22. März 2010, 10:57 #
@1704
bla, bla, bla!
Sie labern und nichts sachliches kommt bei rüber. Leute wie sie reden und reden, andere handeln.
Haben sie ein psychisches Problem? Arrogant scheinen sie ja zu sein, wenn sie mein “Wissen” bezweifeln.
Sie scheinen viel Zeit aufzuwenden um hier ihre geistigen Ergüsse zum besten zu halten. Was arbeiten sie? Arbeitsloser Diplompsychologe? Oder haben sie langeweile?
Mich überzeugen sie nicht, meine Meinung ist ziemlich gefestigt.
Horido!
xyz
am 22. März 2010, 11:27 #
@brauner71
es kommt eine menge sachliches rüber. ist aber inmiten all der persönlichen stichelein schwer zu finden. versuch mal die essenz des beitrags zu erfassen, und ignorier den arroganten ton. stell dir selbst mal die fragen, die 1704 gestellt hat – zum bsp.
woran machen Sie dieses “verlottert” denn überhaupt fest?
oder
wer definiert, was “vernünftig” ist?
wie kommst du zu deiner derart “gefestigten meinung”?
1704
am 22. März 2010, 11:52 #
#8
da sind Sie ja wieder, und immer wieder nur 1 thema!
#10
ich ging davon aus, daß Ihre meinung “ziemlich gefestigt” ist – wobei “ziemlich gefestigt” ja wohl doch eher eine form von understatement darstellt. verwechseln Sie aber “gefestigt” nicht mit “richtig”.
das mit dem “wissen” sehen Sie viel zu verbissen: “… Die Gültigkeit von Wissen ist begrenzt durch den gesellschaftlichen Rahmen und einen ‘bestimmten historischen Zeitraum’, in dem Wissen einen ‘Wissenstatus reklamieren kann’… Danach ist Wissen ein gesellschaftliches Phänomen und wird in seinem gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang (Kontextualisierung) betrachtet: ‘Durch die Hervorhebung der Kontexte jeglicher Wissensproduktion lässt sich nicht mehr zwischen wahrem Wissen und falscher Meinung unterscheiden, da Überzeugungen, die in einem Kontext als Wissen gelten, in einem anderen als Unfug abgetan werden können, ohne dass sich letztgültig entscheiden ließe, welcher Kontext den ‚richtigen’ Standpunkt begründet. [Achim Landwehr: _Wissensgeschichte]”_ (wikipedia, Wissen)
machen Sie sich einen schönen tag, evtl. auch mal einen ohne “A****tritt”!
xyz
am 22. März 2010, 12:35 #
“Durch die Hervorhebung der Kontexte jeglicher Wissensproduktion lässt sich nicht mehr zwischen wahrem Wissen und falscher Meinung unterscheiden, da Überzeugungen, die in einem Kontext als Wissen gelten, in einem anderen als Unfug abgetan werden können, ohne dass sich letztgültig entscheiden ließe, welcher Kontext den ‚richtigen’ Standpunkt begründet”
und nimmst du dir dein eigenes zitat auch zu herzen, wenn du bei anderen “zu wenig wissen – zu viel meinung” bemängelst?
@1704?
1704
am 22. März 2010, 14:00 #
@ xyz
ja sicher, aber man sollte nicht dem trugschluß erliegen, daß wissen und meinung einander ausschließen, man sollte sich stets, bei beidem, bewußt sein, daß es falsch sein könnte. deshalb ist ja die begründung einer meinung so interessant, weil man daran ablesen kann, was denn alles zu dieser einen meinung geführt hat, und meistens geht es bei diesem “ablesen” gar nicht darum zu entscheiden, ob etwas falsch oder richtig ist, sondern darum, ob die innewohnende logik schlüssig, folgerichtig ist, auf welche behauptung sich der innere zusammenhang der begründung einer meinung stützt und wie es um die nachprüfbarkeit bestellt ist. und je mehr behauptungen in einer begründung auftauchen, desto zwingender wird die frage danach, ob an diesen behauptungen etwas dran ist und ob sie in “richtiger” art und weise miteinander verbunden (worden) sind, und vor allem auch: wie.
wenn man also stets nur auf der oberen ebene verharrt, also meinung zu meinung betrachtet, wird dabei nicht viel mehr herauskommen können als eben meinung neben meinung, im persönlichen kann man damit sicher gut leben, im politischen ist es aber fatal, denn im politischen sind wir entweder auf kompromisse angewiesen oder aber auf formen von überwältigung. leider neigen die meisten menschen dazu, die anderen meinungen “überwältigen” zu wollen, weshalb sie sich im gegenzug ja oft auch dem versuch einer “überwältigung” ausgesetzt wähnen, selbst dann, wenn man sie letztlich nur auffordert, ihre begründungen offen zu legen und über die stichhaltigkeit der einzelnen argumente der begründung zu diskutieren. in dieser hinsicht wird 1704 ganz häufig völlig falsch verstanden und oftmals auch völlig zu “unrecht” kritisiert. und so ganz wollen wir auch nicht vergessen, daß es bei diskussionen meistens auch nicht um einzelne “meinungen” geht, sondern um das, was man mit “weltbild” oder “weltanschauung” zu bezeichnen pflegt, und klar fühlen sich dann etliche schon erheblich angekratzt, wenn man ihre meinung nicht teilt, weil es letztlich wesentlich mehr antastet als lediglich eine “meinung” zu einem einzelnen aspekt oder einer einzelnen frage…
übrigens, weil “welt bild “ und “welt anschauung “ von mir genannt wurden: wissen und sehen stehen nicht nur etymologisch in einem engen zusammenhang. menschen neigen allzu oft dazu, das gesehene schon als das zu nehmen, was sie dann als “wissen” bezeichnen, aber es ist eine art des “wissens”, die oftmals gar nicht die aussagekraft hat wie damit verbunden wird. der alte widerspruch zwischen sein und schein, nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch dem vermeintlich gesehenen, gewußten gegenüber…
als letztes noch: bzgl. bGE wird in der regel selten ökonomisch argumentiert, sondern weltanschaulich und/oder politisch, aber selbst das ist vielen schon nicht wirklich näher zu bringen, schon gar nicht hinsichtlich der fragwürdigkeit der weltanschaulichen und/oder politischen motivation…
das bGE wird hauptsächlich deshalb von vielen abgelehnt, weil es mit den ansichten, die sich über einen langen zeitraum gebildet haben und als “wahr” angesehen werden, nicht so ohne weiteres in übereinstimmung zu bringen ist, möglicherweise auch eine korrektur längst verfestigter ansichten erfordert, und je verfestigter ansichten sind, desto erbitterter werden sie verteidigt, selbst dann, wenn sie widerlegt werden können…
brauner71
am 22. März 2010, 15:55 #
@1704
@xyz
Wissen sie, ich war lange Zeit als Soldat in Auslandseinsätzen und bin den Umgang mit Theoretikern und “Ecken-in-den Kreisquatschern” gewohnt. Die Entscheidungen musste ich treffen!
Leute wie sie, die alles klugreden, mit Wörtern wie “Jungpleistozän” umherwerfen gibt es genug.
Jetzt können sie gerne wieder jedes Wort zerlegen und hochwissenschaftlich analysieren.
Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, nicht gerade 20 ist, wird ein bedingungsloses Grundeinkommen verneinen. Nur faule und neidische Zeitgenossen schwärmen sich mit solchen Fantasien in den 7. Himmel.
Der Mensch ist ein Tier, ohne Druck geht es nicht. Die wenigsten Menschen arbeiten ohne finanzielle Motivation, denke ich.
Ich schliesse mich da gerne ein. Wenn ich ausgesorgt hätte, läge es sicher anders.
Wenn meine Ansprüche an mich und meine Erziehung anders wäre, ich mit wenig zufrieden wäre (warme Wohnung, Lidl-Brot, Fahrrad) würde ein finanzielles Grundeinkommen ideal sein. Ich würde mich meiner Hobbys erfreuen, von der Gesellschaft nehmen und nichts zurückgeben. Um diese Leute geht es!
Von den wenigen, die anders dächten mal abgesehen.
Bin weg.
1704
am 22. März 2010, 17:30 #
# 15
“Der Mensch ist ein Tier, ohne Druck geht es nicht.” – beinahe hätte ich jetzt geschrieben: lustig gebellt und _sitz!, aber das würden Sie wahrscheinlich mißverstehen, darum lasse ich das lieber…
klar, der feind steht vor der tür, keine zeit zu überlegen, handeln ist angesagt, der oder ich, ergo schuß oder abmarsch, so in etwa geht das wohl und färbt natürlich auch ab… der mensch ist ja eben ein (gut dressiertes) tier, von daher verstehe ich natürlich auch das mit dem “A****tritt” jetzt besser, wobei ich mich dann doch ein wenig darüber wundere, daß Sie so ein wort wie “vernünftig” verwenden. aber wahrscheinlich ist dieses wort auch nur so gemeint wie ich es früher oft hörte, a la “stellen Sie sich mal vernünftig hin”, wobei mir zeit meines lebens nie erklärt werden konnte, wie man sich “vernünftig” hinstellt. natürlich erschließt sich letztlich, was damit gewollt ist, aber der zusammenhang zu “vernünftig” bleibt natürlich diffus, schon deshalb, weil es dieen zusammenhang so gar nicht gibt, und ich denke, so ähnlich muß man wohl auch versuchen, Sie zu verstehen…
na, dann grüß ich mal mit weiterhin viel spaß im beruf! und allseits druck und epa!
brauner71
am 24. März 2010, 11:16 #
@1704
Sie sind und bleiben ein weltfremder Theoretiker der sich in seiner Unbeholfenheit in Sarkasmus flüchtet.
Sie verstehen nichts!
Vermutlich tragen sie weder für Material noch für Personal große Verantwortung.
Leute wie sie sind für den Werteverfall in unserer Gesellschaft mitverantwortlich. Labern, lamentieren und umhersabbeln können sie gut.
Träumen sie weiter und ruhen sie sich auf ihren tollen Sprüchen aus.
Ich gehe jetzt wieder EPA essen und schießen.
:-)
1704
am 24. März 2010, 12:05 #
@ brauner71 #18
stimmt, für tiere in Ihrem sinne bin ich nicht zuständig, nie gewesen, wobei auch jenen so etwas wie achtung vor der kreatur zukommt, denke ich. aber so ganz ohne erfahrung in “menschenführung”, wie Sie meinen, bin ich keineswegs. im gegenteil: mit meinen erfahrungen im umgang mit und der “führung” von menschen habe ich wesentliche einsichten gewonnen, die Ihren ansichten über den menschen diametral entgegen stehen! “Leute wie sie sind für den Werteverfall in unserer Gesellschaft mitverantwortlich.” – sehe ich keineswegs so, eher, daß Sie einen solchen satz einmal ganz selbstkritisch auf sich selbst beziehen sollten, andererseits gehören Sie wahrscheinlich zu jener sorte mensch, die schon “Werteverfall” sieht, wo einfach der eigenen meinung widersprochen wird. und was heißt schon werteverfall im reich der tiere? Sie sollten da nicht “werte” mit denen Ihnen geläufigen “militärischen tugenden” verwechseln, und, falls noch nicht bemerkt: der feind hat die landesgrenzen noch nicht überschritten, also ruhig blut, die lage ist noch nicht aussichtslos! der Ihnen sehr vertraute militärische drill und das zusammenspiel von befehl und gehorsam ist keineswegs die beste aller möglichkeiten zur gestaltung einer menschlichen gesellschaft, aber ich verstehe durchaus, daß Sie sich nur schwer vom einmal erlernten lösen können. und nein, das bGE soll nicht im sinne eines zoologischen gartens oder einer zoohandlung funktionieren. dieses “Labern, lamentieren und umhersabbeln” kann folglich als falsch adressiert postwendend an den absender zurückgeschickt werden.
schießen Sie ins blaue, damit richten Sie wahrscheinlich am wenigsten schaden an!
Amantine
am 24. März 2010, 12:38 #
@1704 #19
Nicht aufregen, 1704, diese Art der Argumentation hat vor ca. 70 Jahren schon mal jemand geführt, die dann das deutsche Volkan den Abgrund führte, angefangen vom Begriff des Herrenmenschen über den unsäglichen Genozid.
Ewiggestrige mit Hang zur Geschichtsverbrämung wird es wohl immer geben, frei nach dem Motto, wo Braun drauf steht, da ist auch Braun drin. Leider!!!!
1704
am 24. März 2010, 12:54 #
@Amantine #20
über den verwendeten nick habe ich mir auch so meine gedanken gemacht, aber ich bin zu dem schluß gekommen, daß es sich wahrscheinlich um ein pferd handelt. schwierigkeiten bereitete allerdings dieses “71”, aber ich denke, es hängt mit der eröffnung der ersten McDonald-filiale in Deutschland zusammen, seitdem lebt dieses tier, wahrscheinlich völlig unbegründet, in angst und schrecken…
brauner71
am 24. März 2010, 18:19 #
@1704
:-)
Hallo sie Träumer.
Darauf habe ich nur gewartet. Sie verfallen in übliche, primitive Klischees. Ihnen unpassende Meinungen werden als “braune” Spinnereien abgetan. Ich kann ihnen aber die Luft aus den Segeln nehmen. Für meine Nachnamensgebung ist meine Mama zuständig gewesen und widerspricht meiner politischen Meinung “diametral”.
Was machen sie eigentlich den ganzen Tag? Das fragte ich mich hier schon öfter. Sie schreiben hier ja wirklich rund um die Uhr. Sind sie nicht ausgelastet?
Ihre lieben, weichen Gedanken sind so herrlich naiv.
Sicher sind sie auch gegen Hierarchien…!?
am 24. März 2010, 18:36 #
@ brauner71
Auch für Sie gilt: Bitte persönliche Unterstellungen, Anfragen, Debatten o. ä. anderwo austragen. Danke.
(Die letzte Frage erübrigt sich ohnehin. Selbstverständlich dürfte 1704 kein großer Freund von Hierarchien sein. Ebensowenig wie ich übrigens. Logisch. ;-)
Und nun Schluss damit!
brauner71
am 24. März 2010, 19:21 #
Sie werden wohl Recht haben, so dachte ich es mir schon.
Es ist mir alles so weltfremd und quer hier. Aber glücklicherweise bleiben sie ja in der Regel unter sich mit ihren Theorien, haben im wirklichen Leben meist nicht allzuviel zu sagen.
Hierarchien empfinde ich als sehr wichtig.
Der Bäcker, der um 3 Uhr aufstehen muß, um ihre knusprigen Brötchen zu backen, Geld zu verdienen um seine Familie zu ernähren, geht mit großer Warscheinlichkeit nicht hochmotiviert zur Arbeit. Ziel wäre es ja, funktioniert aber selten. Geld treibt ihn an! Die Feuerwehr, der Rettungsdienst würde nicht funktionieren.
Drehen und wenden sie es wie sie wollen!
Um zum Thema “bedingungsloses Grundeinkommen” zurückzukommen…
Die Neandertaler im Mittelpaläolithikum vor ca 100000 jahren würden sich im Grabe undrehen. Die Kerle erlegten das Essen, die Frauen kochten. Wer sich ausruhte bekam “Keile” oder verhungerte.
Wo wären wir gelandet, wenn dort einer “bedingungsloses Grundeinkommen” gefordert hätte?
Ich hoffe nur, das sie sich um Alte, Kranke und Kinder liebevoll kümmerten.
Es ist die Grundform unserer Gesellschaft, wird sich auch nie ändern.
Wir können nur verbrauchen, was fleissige Menschen erarbeiten!
Das geht nur mit Druck und Vorwärtsdrang!
Horido
am 24. März 2010, 19:28 #
Sie haben ein (eigenartiges) Menschenbild und – natürlich! – ist meines ein anderes, allerdings nicht weniger tragfähiges. Heute zum Beispiel habe ich sehr viel getan, ohne jeglichen Druck und auch ohne Geld, denn ich hatte frei. Wie kam das wohl?
1704
am 24. März 2010, 20:15 #
@ brauner71
“Die Neandertaler im Mittelpaläolithikum vor ca 100000 jahren würden sich im Grabe undrehen. Die Kerle erlegten das Essen, die Frauen kochten. Wer sich ausruhte bekam ‘Keile’ oder verhungerte.”
woher wissen Sie das denn? damals auch schon dabei gewesen? dann wundert mich rein gar nichts mehr bzgl. Ihrer ausführungen hier…
am 25. März 2010, 07:49 #
hmm… Stimmt mich alles sehr nachdenklich…
Ein Grundeinkommen haben wir ja per Hartz4 schon… Wirklich wichtig wäre doch eher der Mindestlohn. Denn Leistungsbereitschaft (also die Bereitschaft für Geld zu arbeiten) sollte sich einfach lohnen. Wenn einer sagt er kann mit Hartz4 gut leben (was ich ernsthaft anzweifeln möchte, denn ich konnte damit nicht gut leben), soll er das tun, aber jeder der sich in ein Beschäftigungsverhältnis begibt sollte mehr haben. Leute wie Künstler und Ausnahmeberufe klammere ich einfach mal bewusst aus. Wer meint er müsse 12 Jahre studieren… bitte viel Spaß, dann aber nicht rumheulen wenn das Geld nicht reicht. Ich für meinen Teil will mich nicht mit dem Mindestsatz abspeisen lassen. Ich will Hobbies nachgehen und einige davon sind einfach nicht billig… GoKart zum Beispiel und deshalb schlepp ich mich morgens ins Büro und setz mich nachmittags hin und male. Zum Ausruhen muss ich immer bis Freitagnachmittag warten oder bis ich mal Urlaub habe.
Da wir eine Solidargemeinschaft darstellen wollen, muss jeder seinen Teil zum Wohle aller beitragen. Wenn Jeder ein Stück vom Kuchen haben will, muss einfach auch jeder was dafür tun. Wir haben genug Rentner, die Ihren Teil schon beigetragen haben, wir haben jede Menge Menschen die aufgrund von Behinderungen unsere Unterstützung brauchen. Sicher muss nicht jeder auf den Bau oder ins Büro… auch Pflege der kranken Mutter zu Hause ist schwere Arbeit, aber für einfaches Ausruhen auf der Arbeit anderer ist kein akzeptabler Weg.
ulla
am 25. März 2010, 09:15 #
@nter0ne
Den Mindestlohn, der deutlich über dem Sozialhilfesatz liegen muß, halte ich auch für die beste Lösung, egal von welcher Seite aus man es betrachtet.
Zu dem, was Sie außerdem schreiben – ich finde es gut, daß junge Menschen wieder sehr viel realistischer denken. Das fällt mir hier im Blog genauso auf wie im wirklichen Leben.
am 25. März 2010, 12:35 #
@ ulla
was bleibt uns anderes übrig? ;-)
Ich hab noch (wenns gut läuft) 3/4 meines lebens vor mir und da ich die nicht nur mit Talkshows und Chips verbringen will, muss ich mich ranhalten. Ich will reisen, Go-kart fahrenn am kulturellen Geschehen teilhaben und nicht zuletzt auch Kinder eines Tages… Von Hartz4 stell ich mir das schwierig vor. Abgesehen davon lebt unsere Gesellschaft von Wirtschaft, Dienstleistungen etc. und so ungerecht die Verteilung auf der Welt auch sein mag muss ich mich vorerst damit arrangieren. Was ich tun kann ist mich einigen Dingen zu verweigern (Produkte aus Kinderarbeit) und ökologisch sinnvoll handeln (z.B. den PC nicht über Nacht anlassen.. manche tun sowas). Ansonsten muss ich einfach sehen wie ich meine Vorhaben mit der Realität vereinbaren kann.
Mit Hartz 4 auf der Couch sitzen und schreien, “ich hab zu wenig” hilft da nichts.
Leider gibt es noch genügend (auch junge Leute) die das noch nicht erkannt haben.
1704
am 25. März 2010, 17:17 #
@ nter0ne #29
“und so ungerecht die Verteilung auf der Welt auch sein mag muss ich mich vorerst damit arrangieren.”
wie lange ist “vorerst”? und wieso “muß”?
und, warum gleich “die welt”? wie wäre es, für den anfang in Deutschland damit anzufangen, die voraussetzungen für die machbarkeit sind längst da…
am 26. März 2010, 07:17 #
@1704
Ich sag ja nicht dass ich mit mit allem abfinde. Mit arrangieren meine ich vielmehr, dass es mir nicht gelingen wird alles auf einmal zu ändern. Ich kann bei mir selbst anfangen und Gewohnheiten ablegen oder dazugewinnen. Ich bin kein großer Redner und mir wird es auf absehbare Zeit auch nicht gelingen mit einer Bewusstseinsändernden Partei in den Bundestag einzuziehen. Deshalb bleibt mir nicht viel übrig als bei mir selbst anzufangen und versuchen ein Vorbild zu geben. Nichtsdestotrotz muss ich die Realitäten einfach anerkennen. Ich werde nicht alle Kriege beenden, den Hunger abschaffen, radikale Gläubige besänftigen, Korruption beseitigen und die Umwelt retten können. Ich kann aber zumindest versuchen meinen Teil dazu beizutragen. Wenn das alle täten, wären wir schon viel weiter.
brauner71
am 26. März 2010, 12:15 #
@nter0ne
Sehr gut geschrieben!
Ich ziehe den Hut vor deinen Ansichten. Du bringst es auf den Punkt.
Viel Spass beim Kartfahren.
1704
am 26. März 2010, 12:30 #
@ nter0ne #31
“Ich sag ja nicht dass ich mi[ch] mit allem abfinde.”
womit finden Sie sich denn nicht ab?
und wie sieht das praktisch aus, dieses: “Ich kann aber zumindest versuchen meinen Teil dazu beizutragen” ?
am 26. März 2010, 12:45 #
@1704
Ich finde mich mit vielen Dingen nicht ab. Hab in 31 mal so einen Bruchteil dessen (ganz allgemein) aufgeführt.
Ich bemüh mich bewusst zu leben, mich viel zu informieren und Dinge zu vermeiden die eben jene Sachen fördern oder verusachen. ich fahre mein Auto spritsparend, achte darauf keinen Strom oder Wasser zu verschwenden, wenn ich von Dingen wie Kinderarbeit bei Sportartikelherstellern Wind bekomme, kauf ich das solange nicht bis sich das nachweislich gebessert hat, ich geh wählen, zahle Sozialversicherungsbeiträge, gehe zur freiwilligen Feuerwehr, achte darauf regionale Produkte in meinen Einkaufskorb zu tun, meide Plastiktüten, … ja das sind so ein paar Dinge die ich tue und die theoretisch jeder sonst auch tun könnte. Nun muss nicht jeder zur Feuerwehr aber soziales Engagement kann nie Schaden.
am 26. März 2010, 12:48 #
@ 1704
bevor sie es erwähnen…
mir ist der Widerspruch zwischen “ichfahre spritsparend” und “kartfahren” durchaus bewusst, aber das kickt mich nunmal und irgendeinen ausgleich will ich mir halt auch gönnen. ist ja im grunde sowieso sparsamer als wenn ich mit meinem pkw rennen fahren würde.
1704
am 26. März 2010, 14:35 #
@ nter0ne #34
ich habe #31 gelesen, von daher auch verstanden, daß Sie da “ganz allgemein” formuliert haben, weswegen ich ja meine frage stellte.
womit finden Sie sich nun ganz konkret nicht ab – mal gar nicht allgemein und nebulös, sondern ganz konkret und genau?
und: was heißt das überhaupt für Sie, sich nicht “abzufinden”? ich denke, Sie werden deshalb sicher nicht aus dem fenster eines 31stöckigen gebäudes springen oder in einen unbefristeten hungerstreik treten, um dagegen zu protestieren, oder schätze ich das bzw. Sie falsch ein? also: womit finden Sie sich nicht ab und was tun Sie, damit Sie für sich diesen zustand des sich nicht abfindens beenden können, z.b. weil es keinen grund mehr gibt, sich damit abfinden zu müssen? oder meint dieses sich nicht abfinden lediglich, daß man sich müht, es nicht zu vergessen?
ich frage das übrigens aufgrund persönlicher erfahrung mit menschen, die einmal meinten, sie könnten sich mit diesem oder jenem nicht abfinden. es gab in meinen jungen jahren viele zeitgenossen, die meinten, sie müßten gegen dieses und jenes etwas tun, dagegen sein, dürften sich damit nicht abfinden, aber im laufe ihres lebens haben sie sich damit “arrangiert” sich zu “arrangieren”, gerade auch bei jenen sachen, dingen, gegebenheiten, mit denen sie sich nicht abfinden wollten…
übrigens: # 35 zeigt sehr schön auf, wie man sich selbst die legitimation für etwas verschafft, was man eigentlich überzeugungsmäßig ablehnen müßte. menschen sind wahre weltmeister, wenn es darum geht, sich die eigenen ungereimtheiten gerade zu biegen…
am 26. März 2010, 15:28 #
@ 1704
Mich mit etwas nicht abfinden heißt für meine Begriffe in meinen Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Das ist immer leichter gesagt als getan und ich bin auch oft genug zu bequem.
Meine konkreten Maßnahmen habe ich ja oben schon benannt. Sicher geht nicht immer alles zu beachten. Wer das kann hat meine Hochachtung. Ich finde mich nicht damit ab, dass wir in unserer globalisierten Welt kostbare Ressourcen verschwenden und fange bei mir selbst an. Ich dusche zum Beispiel nur noch, mein letztes Vollbad liegt bestimmt schon 2 Jahre zurück.
Wenn mir wieder Dinge einfallen die ich als besonders hervorhebenswert erachte lasse ich es Sie gerne wissen… vorerst aber widme ich mich für den Rest des Tages meiner Lebensgefährtin ;-)
lg
1704
am 27. März 2010, 02:55 #
@ nter0ne #37
quatsch – Sie müssen 1704 nichts weiter wissen lassen, ich habe durchaus begriffen, daß Sie aus irgendeinem grund nicht wirklich konkret werden können oder wollen. nehmen Sie die frage einfach mit, evtl. ergibt sich dann für Sie ja auch einmal eine antwort, die Sie so nicht erwartet haben…
schönes wochenende!