Parallelwährungen und Tauschringe
Malum in berichtet am 4. November 2005, 10:11 Kommentar schreiben »
Auf dem Ökomarkt am Donnerstag auf dem Kollwitzplatz ist er schon sehr verbreitet: Die Regiowährung „Berliner“. Ein Berliner entspricht einem Euro, 10.000 Euro zirkulieren schon unter den Kunden und den ca. 70 teilnehmenden Händlern und Dienstleistern. Die Bezahlung mit „Berliner“ bringt keine unmittelbaren Vorteile für den Kunden, aber das Geld bleibt in der Region und falls zurückgetauscht wird, werden mit der Rücktauschgebühr von 5 Prozent gemeinnützige Projekte finanziert.
Einen anderen Weg gehen die ca. 25 Tauschringe in Berlin. Sie funktionieren bei einer geringen Jahresgebühr nach dem Prinzip Ich-mähe-deinen-Rasen du-passt-auf-mein-Kind-auf, auf Stundenbasis abgerechnet. Die soziale Wirkung ist besonders für Arbeitslose groß, sie können ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und behalten Kontakt zur Arbeitswelt. Übrigens, beim „Frauentauschring“ in Friedrichshain kann man nicht etwa Frauen tauschen, sondern es ist ein Tauschring nur für Frauen.
Bei der Tauschbörse „Tauschticket“ lassen sich Bücher, Filme, Spiele und Musik mit anderen Mitgliedern im Internet tauschen. Neu erschienene Titel sind natürlich schwer zu finden, das Angebot insgesamt ist aber riesig. Gebühren fallen keine an, nur der Versand muss bezahlt werden. Leider gibt es keine regionale Suche, um persönlich mit Mitgliedern tauschen zu können.