AutorInnenarchiv
Nach einer Krankheit, die einen an der eigenen Zukunft zweifeln lässt, fällt es schwer, mich hier wieder zu Wort zu melden. Es gibt eine Sendung des Inforadios, Hundert Sekunden Leben, die ich fast täglich höre und mir Mut macht. Auch wenn ich es wahrscheinlich nicht so gut hinkriege wie Renée Zucker und Thomas Hollmann. Der zu einem Phänomen Stellung nimmt, das auch mir im Berliner Stadtbild ins Auge fällt: Reizendes vor Weihnachten. Ich belasse es also für heute bei dem hörenswerten Link.
Ein rutschfreies Wochenende wünscht
Bernd
Wenn man sein Mobiltelefon im Land hinter den sieben Bergen, bei den sieben Schweizern, vergisst, kann es geschehen, dass man es hier beim Zoll abholen muss. Dort erklärt man den Sachverhalt. Worauf der Beamte sagt: „Frau und Kinder kann man vielleicht vahjessen, aber doch nich sein Handy.” Wirft einen kurzen Blick darauf — und ich darf es mitnehmen. Ohne Gebühren entrichten zu müssen. Fazit: Berliner Zollbeamte können nett sein. Wie es scheint, hat sich hier nicht viel getan. Tut gewittern. Im Umland ramsauert es.
Ein freundliches Wochenende wünscht
Bernd
Wenn das Wörtchen „Wenn” nicht wär… würde morgen ein Flughafen eröffnet werden. Es gibt ein gutes Interview zum Thema. Ich erinnere mich an einen Filmbericht in der ARD, der vor einigen Jahren gesendet wurde. Danach gab es sieben Gutachten für einen Standort. Alle hätten Schönefeld auf den letzten Platz gesetzt. Aber jetzt ist er da. Watt nu?
Ein nicht so windiges Wochenende wünscht
Bernd
Wenn die gefiederten Freunde nicht für Schlagzeilen sorgen, wendet man sich anderen Vorfällen und Vorgängen zu. „Abschmettern”, das Wort gefällt mir. Den Hertha-Anhängern wohl eher nicht. Die Einsprüche des Vereins gegen die Wertung des Relegationsspiels haben keinen Erfolg. „Gentrifizierung” ist für mich ein blödes Wort. Denn es scheint nicht sehr klar zu sein, was es bedeutet. Ich frage mich, ob ich ein Gentrifizierer bin, weil ich 2001 von Hessen nach Neukölln gezogen bin, oder ob ich jetzt gentrifiziert werde, weil ich hier schon als Junge gewohnt habe. Darüber werde ich am Wochenende nachdanken.
Ein gut bedachtes Wochende wünscht
Bernd
Die bösen Vögel kennen wir seit Alfred Hitchcock. In seinem Trailer zum Film erläutert er ihre Motive. Auch in unserer Stadt greifen sie jetzt an. Hier das neueste Opfer: Mäxchen. Lasst Euch von harmlos wirkenden Ringeltauben nicht täuschen. Warum wird der neue Flughafen nicht rechtzeitig fertig? Weil es den Vögeln, die das mit dem Fliegen besser können und keine Flughäfen brauchen, gelungen ist, Saboteure einzuschleusen. Damit wir die Gefahr besser erkennen, finden jetzt Lehrgänge statt. Demnächst werden in den Ordnungsämtern Schrotflinten ausgegeben.
Ein sicheres Wochenende wünscht
Bernd
Was sagt mein Boss am Telefon zum auswärtigen Kunden: „Flughafen können wir nicht. Fußball auch nicht. Nur unsere Software, die wir Ihnen verkauft haben, taugt was.” Wahr gesprochen! Doch neben der Posse und der halben Tragödie gibt es die kleinen Nachrichten der Stadt. Da ist eine Straße In Charlottenburg. Benannnt nach dem Herrn Knobelsdorff. Sie war für ein paar Jahre keine richtige Straße mehr. War gesperrt. Man konnte nicht mit dem Auto durchfahren. Das hat dem daneben liegenden Horstweg, der keinen berühmten Namen trägt, nicht gefallen. Also ist er vor’s Straßengericht gezogen und hat dort gewonnen. Was Durchfahrt war, muss Durchfahrt bleiben. Gestern rückte man an, baute Sperre ab und malte neue Striche auf den Boden. Wir haben fertig. Das freut den Weg.
Ein zügiges Wochenende wünscht
Bernd
Zurückgekehrt von einer Woche Urlaub im Brandenburgischen schaue ich, ob sich die Stadt verändert hat. Es ist grüner geworden. Der Baum vor dem Küchenfenster hat sich jede Menge Blätter zugelegt. Die gegenüber liegenden Häuser sind nicht mehr zu sehen. Eine Ringeltaube sitzt im Blattwerk und ordnet ihre Federn. Da wird hier gezupft und dort gerupft — bis alles perfekt zu sitzen scheint. Dann beginnt sie wieder von vorn. Das nenne ich Sorgfalt. So bleibt mir Zeit für einen Blick auf das neueste Skandälchen in Sachen Doktoren. Der Präsident mag keine externen Doktoranden. Da hätte die Arbeit von Albert Einstein keine Chance gehabt. Mit 17 Seiten hatte man auch damals so seine Schwierigkeiten.
Ein gut gebildetes Wochenende wünscht
Bernd
Bernd HSB in Schlagzeilen ~ 21. April 2012 ~ 08:53 Uhr ~ Kommentare deaktiviert
Endlich ist er mal wieder in Berlin; unser Heino singt in Wilmerdorf. Wau! Wenn das der wahre Heino wüsste! Wer in der Auenkirche keinen Platz mehr findet, kann selber singen und beten — in einem Gotteshaus ihrer oder seiner Wahl.
Ein geläutertes Wochenende wünscht
Bernd
Ick gloob ett nich! Radfahrer können Straßen nicht benutzen, weil sie Kopfsteinpflaster haben, meint Herr Trittin, der sich meist vom Bundestagschauffeur durch die Gegend fahren lässt. Mehr Blech bedeutet mehr Sicherheit, im innerstädtischen Kampf um die Vorwärtsbewegung. Eine Binsenweisheit!
Ein sicher gut bereiftes Wochenende wünscht
Bernd
Ostern ist eigentlich nicht das klassische Wunschfest. Weil mir aber Wenn ich mir was wünschen dürfte von Friedrich Hollaender nicht aus dem Kopf geht, erkläre ich dieses Datum einfach mal zu den Berliner Wunschtagen. Wunsch-Apps gibt es auch schon, wenn ich die Suchmaschinen befrage. Hier steht uns dafür keine spezielle Funktion zu Verfügung. Macht aber nix! Es gilt die Devise: Bitte wünschen Sie jetzt!
Voricht! Vorsicht! Vorsicht! Verdächtige müssen keine Täter sein! Ob im Wedding oder in Emden!
Ein nachdenkliches Wochenende wünscht
Bernd
Genießt den Sonnenschein, Leute! Ich sitze drinnen und spiele Bridge. Geschieht mir ganz Recht. Ihr bestellt Euch einen Latte und lest die Zeitung. Und wer reiche Onkels hat, kauft sich eine Kirche.
Ein vergnügliches Wochenende wünscht
Bernd
Bernd HSB in Schlagzeilen ~ 17. März 2012 ~ 09:49 Uhr ~ Kommentare deaktiviert
Wenn ich nachher meine Einkäufe für’s Wochenende tätigen will, werde ich mich wieder ekeln: Vor dem Müll und der Hundekacke, die mit steigenden Temperaturen richtig stinkt. Da hilft auch das Loblied nicht. Und der Nachruf auf den Waldmenschen stimmt mich nachdenklich.
Ein ekelfreies Wochenende wünscht
Bernd